Große Nachfrage nach Terminen - Berlin verlängert Astrazeneca-Impfungen für über 60-Jährige

Ein Soldat der Bundeswehr steht im neuen Corona-Impfzentrum am ehemaligen Flughafen Tempelhof (Quelle: dpa/Tobias Schwarz)
Bild: dpa/Tobias Schwarz

Wegen der großen Nachfrage haben in Berlin Menschen zwischen 60 und 70 nun länger die Möglichkeit, telefonisch und ohne Einladung eine Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff zu buchen.

Im Impfzentrum Tempelhof stünden nunmehr statt bis 11. April Termine bis zum 18. April zur Verfügung, teilte die Gesundheitsverwaltung am Dienstag mit. Die Termin-Hotline ist unter (030) 9028-2200 zu erreichen.

Im Impfzentrum Tegel, in dem seit 2. April ebenfalls Astrazeneca für 60- bis 70-jährige Menschen zum Einsatz kam, liefen die Impfungen für diesen Personenkreis dagegen wie geplant am Dienstag aus. Ab Mittwoch wird dort der Wirkstoff von Biontech verimpft.

Astrazeneca nur für Menschen ab 60 Jahren

Bund und Länder hatten vor einer Woche nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beschlossen, den Impfstoff von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre einzusetzen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei Jüngeren.

Daraufhin war in Berlin die zusätzliche Möglichkeit für 60- bis 70-Jährige geschaffen worden, sich mit Astrazeneca impfen zu lassen. Für alle anderen Impfstoffe gilt weiterhin die bundesweit einheitlich festgelegte offizielle Reihenfolge (Priorisierung). Demnach werden momentan unter anderem die über 70-Jährigen sowie Menschen mit bestimmten schweren oder chronischen Erkrankungen in den Impfzentren gegen Corona geimpft.

Sendung: Abendschau, 06.04.2021, 19:30 Uhr

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11 Kommentare

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  1. 11.

    Wie es hier bei uns mit Astreazeneca weitergeht ist nach Abschluss der erneuten Prüfung durch die EMA m.E. weiterhin offen. Die EMA sieht trotz kausalem Zusammenhang zu den Thrombosen den Nutzen der Impfung größer als die Thrombosegefahr und hält auch keine Altersbeschränkung für nötig.
    Die Stiko hält an ihrer Empfehlung für ü60 trotzdem fest Großbritanien setzt für u30 diese Impfungen aus.
    MITTWOCH, 07. APRIL 2021
    Trotz grünem Licht der EMA
    STIKO hält an Astrazeneca-Einschränkung fest
    https://www.n-tv.de/panorama/STIKO-haelt-an-Astrazeneca-Einschraenkung-fest-article22475812.html


  2. 10.

    Trotz allem Unmut und der Verunsicherung wegen des Astra-Wirkstoffs für Jüngere (ich zähle auch dazu), finde ich dass die Lösung, stattdessen bereits die ü60 Jährigen damit zu impfen, da das Risiko dieser seltenen Nebenwirkung dort deutlich geringer scheint, sehr praktikabel und ich freue mich sowohl für diese Generation als auch für mich und die anderen Berliner, da je mehr Menschen geimpft sind, auch das Gesamtrisiko sinkt, sich zu infizieren.
    In meiner Praxis wird dann ab nächste Woche zusätzlich Biontech geliefert (der ursprüngliche Termin war noch mit Astra geplant) und ich hoffe mal, dass dann auch alles glatt läuft. Also ich finde, dass man daran doch sieht, dass manches Mal selbst in D. ganz schnell Alternativlösungen gefunden werden können und in die Impfgeschichte langsam etwas mehr Flexibilität reinkommt. Wenn nach und nach auch weitere Praxen impfen, wird es bestimmt bald wieder in geordneteren Bahnen verlaufen.

  3. 9.

    Ja, ich finde es auch nicht mehr nachvollziehbar. Diese Unterschiede machen alles noch viel schlimmer. Ich habe für sehr vieles Verständnis aber langsam verliere ich die Geduld.

  4. 8.

    Ich verstehe Sie Isi aber Kopf hoch. Johnson und Johnson wird bald kommen und ich drücke Ihnen dafür die Daumen. Da dieser nur 1x verabreicht werden muss ziehen Sie dann an den AZ Geimpften vorbei , die noch einige Wochen auf den vollständigen Schutz warten müssen. Toi, toi, toi

  5. 7.

    Dem kann nur zustimmen, riesiger Andrang trotz Termin heute, aber alle Ordner, Ärzte und sonstiges Personal super nett, bis auf eine Ausnahme waren daher auch alle Wartenden diszipliniert. Meine Hochachtung an all diese Helfer

  6. 6.

    Den guten Service, Ablauf und die entspannte Atmosphäre kann ich nur bestätigen. Zum Abschied gabs sogar Schokohäschen. Das ganze hat mit anstellen und abschließender Ruhephase zur Beobachtung auf akute Nebenwirkungen gut 1.5 Stunden gedauert. Vielen Dank an alle Beteiligten.

  7. 5.

    Freut mich für alle Ü 60jährigen, die eigentlich nicht nicht an der Reihe gewesen wären.
    Dafür müssen aber alle U 60jährigen, die bereits vor seit längerem auf einen freiwilligen AZ Termin hatten sich nun hinten anstellen und nun zwei Monate länger auf ihre Impfung warten. Von den Schwierigkeiten einen solchen zu bekommen und stundenlangem Telefonhotlinemarathon will ich erst gar nicht anfangen.
    Da ist man so richtig gea****, dass man sich auf AZ eingelassen hatte und sich nicht verrückt machen lassen wollte.
    Andere Bundesländer haben das sehr viel fairer gehandhabt.

  8. 3.

    In Brandenburg würde Sie überall umsonst vorsprechen. Hier gibt es solche Möglichkeiten nicht.

  9. 2.

    Meine Frau und ich wurden gestern in Tegel geimpft. Bei großem Andrang Impfwilliger haben uns die Freundlichkeit aller Mitarbeiter und die perfekte Organisation des Ablaufs wirklich begeistert. Die gute Atmosphäre wirkte sichtlich auf die Menschen, denn auch sie zeigten Disziplin und trugen so zum Gelingen bei.
    Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

  10. 1.

    Wie man an den langen Warteschlangen gesehen hat,macht die Mühe mit der Impfhotline nur Sinn,wenn man gesundheitlich in der Lage ist, 1- 3 Stunden trotz Termin anzustehen. Für mich trifft das leider nicht zu,also warte ich auf meine Einladung und hoffentlich auf Termine ohne langes anstehen oder auf meinen Hausarzt.

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