Blick auf ein Gebäude der Berliner Charité (Quelle: imago-images/Christoph Hardt)
Audio: Inforadio | 27.04.2021 | Helena Daehler | Bild: imago-images/Christoph Hardt

Testbetrieb - Charité bietet Infizierten mit Risikofaktoren eine Antikörper-Therapie

Corona-Infizierte mit bestimmten Risikofaktoren können an der Charité in Berlin jetzt ambulant Antikörper-Medikamente bekommen.

Am 19. April habe die Antikörper-Ambulanz auf dem Campus in Mitte den Testbetrieb begonnen, sagte der stellvertretende Ärztliche Direktor der Charité, Joachim Seybold. Man rechne mit einer hohen Nachfrage. Durch die Antikörper-Infusion soll ein schwerer Verlauf einer Covid-19-Erkrankung verhindert werden.

Die Therapie an der Charité ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Sie richtet sich etwa an Erkrankte, die an einer Immunsuppression wegen Chemotherapie oder Organtransplantation leiden, an Patienten mit chronischen Nieren- oder Lungenerkrankungen oder starkem Übergewicht und an Menschen mit Down-Syndrom.

Termin nur über Haus- oder Fachärzte

Außerdem ist die Therapie nur in einem frühen Stadium der Infektion bei Erwachsenen möglich, die maximal milde bis moderate Symptome aufweisen und dies seit nicht mehr als fünf Tagen. Einen Termin kann man nicht selbst vereinbaren - das geht nur über Haus- oder Fachärzte.

Die sogenannten monoklonalen Antikörper-Medikamente haben in Europa noch keine Zulassung. Sie wurden in Deutschland bisher nur in Einzelfällen eingesetzt, bei denen ein Risiko für einen schweren Verlauf bestand. Die Charité betonte, bei der Therapie in der Antikörper-Ambulanz handle es sich nicht um eine Arzneimittelstudie.

Sendung: Inforadio, 27.04.2021, 08:40 Uhr

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