Symbolbild: Eine Person reinigt vor Benutzung einen Einkaufswagen (Bild: dpa/lev dolgachov)
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Ansteckung mit Coronavirus - "Die Ära des Hygiene-Theaters um Oberflächen ist zu Ende"

Wie groß ist das Risiko, sich durch Kontakt mit Oberflächen mit dem SARS CoV-2-Virus anzustecken? Geringer als bis jetzt gedacht, sagt die US-amerikanische Seuchenbehörde in einer aktuellen Veröffentlichung. Von Ursula Stamm

Über ein Jahr lang desinfizieren wir nun schon die Griffe von Einkaufswagen, nutzen lieber EC-Karten als Bargeld und vermeiden den Griff zum Kugelschreiber des Nachbarn. Diese Vorsichtsmaßnahmen stammen noch aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie. Damals hatten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen untersucht, wie lange das neuartige SARS CoV-2 Virus auf glatten Oberflächen überleben kann. Bis zu 28 Tage, ergab eine Studie der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro [www.csiro.au].

Solche und ähnliche Studien führten dazu, dass die Reinigung und Desinfektion von Oberflächen zunächst als wichtigste Maßnahme im Kampf gegen die Übertragung des Coronavirus angesehen wurde. Damit könnte jetzt Schluss sein, liest man die aktuelle Einschätzung des US-amerikanischen Center for Disease Control an Prevention (C.D.C). Die Behörde, die Studien auswertet und auf deren Basis Empfehlungen ausspricht, schätzt das Risiko, sich über verunreinigte Oberflächen mit dem SARS-CoV-2-Virus anzustecken als "low", also niedrig ein. Das Risiko liege bei 1:10.000, so das C.D.C [www.cdc.gov].

Ansteckungen vor allem über Tröpfchen und Aerosole

In einem Artikel in der "New York Times" [www.nytimes.com] folgert Joseph Allen, Experte für Gebäudesicherheit an der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, "dies sollte das Ende des Hygiene-Theaters sein."

Das Robert-Koch-Institut in Berlin teilt auf Anfrage von rbb|24 mit, dass im Epidemiologischen Steckbrief zur SARS CoV-2 und COVID-19 [www.rki.de], das Risiko, sich über Kontaktflächen zu infizieren, nicht quantifiziert wird. Es werde nur gesagt, dass es "insbesondere in der unmittelbaren Umgebung der infektiösen Person nicht auszuschließen sei". Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin [www.bfr.bund.de] Die meisten Ansteckungen finden über Tröpfchen und Aerosole in der Atemluft statt – das ist inzwischen unbestritten.

AHA-L Regeln gelten immer noch

Auch wenn das Risiko, sich durch den Kontakt mit Oberflächen anzustecken, als gering eingestuft wird, ist es dennoch nicht völlig ausgeschlossen. Denn prinzipiell kann es passieren, dass ein mit dem SARS CoV-2 Infizierter auf eine Fläche hustet, eine andere Person dorthin fasst und dann Schleimhäute an Augen, Nase oder Mund berührt. Ob darüber dann tatsächlich eine Infektion stattfindet, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem von der Virusmenge, die auf die Oberfläche gelangt, von Temperatur und Luftbewegung im Raum sowie dem Zeitraum, indem eine andere Person mit diesen Viren in Berührung kommt. Deshalb seien die AHA-L Regeln, also Abstand halten, Händehygiene beachten, im Alltag Maske tragen und regelmäßig Lüften, immer noch gültig – darin sind sich Expertinnen und Experten einig.

Strengere Regeln im Gesundheitssektor

Im normalen Alltag reicht es, Hände und möglicherweise verunreinigte Oberflächen mit Seife oder Waschmitteln zu reinigen, die Tenside enthalten. Diese haben eine fettlösende Wirkung, die die aus Lipiden bestehende Hülle des SARS CoV-2 Virus aufbrechen und damit das Virus inaktivieren. SARS-Viren sind durch diese Eigenschaft sehr viel labilere und damit besser zu inaktivierende Viren, als zum Beispiel Noroviren, die Durchfallerkrankungen auslösen. Vom Gebrauch von Desinfektionsmitteln im Alltag wird eher abgeraten, da diese auf Dauer die Haut schädigen können. Anders sieht es in Kliniken oder Pflegeheimen aus, wo das Risiko, mit infizierten Personen in Kontakt zu kommen, viel höher ist. Das gilt auch im privaten Bereich, wenn Menschen wegen Covid-19 in Quarantäne sind oder Kontakt zu infizierten Personen hatten. Dann sollten Oberflächen desinfiziert werden, zum Beispiel mit einem Alkohol-Wassergemisch, das zu 75 Prozent aus Ethanol besteht.

Mutationen sind nicht widerstandsfähiger

Eike Steinmann, Professor an der Abteilung Molekulare und Medizinische Virologie an der Ruhr-Universität Bochum, hat mit seiner Arbeitsgruppe untersucht, ob die britische (B.1.1.7) und die südafrikanische (B.1.351) Variante des Coronavirus eventuell länger auf Oberflächen überleben als das Ursprungsvirus. "Dabei hat sich gezeigt, dass alle Viren, auch die zwei Varianten, die wir getestet haben, sich genau gleich verhalten haben. Sie sind durch Seife inaktivierbar gewesen, durch Ethanol und durch Hitze", so Steinmann. Ob das auch für die anderen Virusmutationen, etwa aus Brasilien und Indien auch gilt, können die Forscher und Forscherinnen derzeit noch nicht sagen.

Labor ist nicht gleich Umwelt

Das Team um Eike Steinmann arbeitet derzeit an Versuchsanordnungen, die stärker die Alltagsbedingungen bei der Übertragung von SARS-CoV-2 berücksichtigen. "Wir haben jetzt einen so genannten Touch-Transfer-Test entwickelt, wo wir mit Hilfe eines Fingers aus künstlicher Haut schauen, wie groß die Menge an SARS-CoV-2 Viren ist, die tatsächlich anhaftet", sagt Eike Steinmann.

In einem nächsten Schritt wollen die Forscherinnen und Forscher untersuchen, wieviel Virus bei Berührung von Mund und Nase tatsächlich übertragen wird. Versuchsanordnungen, die unter reinen Laborbedingungen stattfinden, kommen meist zu Ergebnissen, die von einer höheren Übertragungsrate ausgehen. "Diese Laborbedingungen sind oft 'worst case'-Szenarien, unter Bedingungen, die so gestaltet sind, dass vom schlimmsten Fall ausgegangen wird", sagt Eike Steinmann. So sei es auch zu erklären, dass zu Beginn der Pandemie das Risiko für eine Übertragung durch Oberflächen eher überschätzt worden ist.

Der Weg über die Luft hat die größte Bedeutung

Der Hauptübertragungsweg von SARS CoV-2-Viren findet über die Luft statt, also über Aerosole und Tröpfchen. Da diese aber letztlich durch Husten oder Niesen auch auf Oberflächen gelangen können, ist die regelmäßige Händehygiene und das Tragen einer Mund-Nasen-Maske auch ein guter Schutz vor einer Infektion über Oberflächenkontakte.

Die Kommentarfunktion wurde am 24.04.2021um 19:40 Uhr geschlossen

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Beitrag von Ursula Stamm

61 Kommentare

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  1. 61.

    Auch Ihnen gilt mein Dank für diese kurze und wahrhaftig richtige Aussage. So handhabe ich es schon seit langem. Die Desinfektionsflasche steht nun zuhause bloß unnütz herum. Benutze es höchstens mal zum Türklinken desinfizieren. Übrigens: Panik–rbb. Das Wort des Tages;-) Danke auch hierfür.

  2. 59.

    Ist das alles, was Ihnen zum Sachverhalt einfällt? Zu mehr reicht es nicht?
    Natürlich ist das richtig, was, @Schönebergerin sagt.
    Die Tatsache, dass ihr Kommentar blockiert wurde ist auch meinen Augen nicht richtig.
    Dazu von ihnen kein Wort, aber Beleidigungen äußern, dazu reicht es. Einfach nur erbärmlich und unterste Schublade.

  3. 58.

    Sind die Argumente schon wieder alle, dass Ihnen wieder nur die Beleidigung bleibt?
    Dass "hdittmar" mit Coronaleugnern nichts am Hut hat, ergibt sich aus seinem/ihre. Beitrag #53. Diffenzierung und verstehendes Lesen sind wohl aber nicht so Ihr Ding.

  4. 57.

    Panik-rbb? Einfallsreich seid ihr Covidioten schon, also wenn es euch nutzt und ihr eure kruden Verschwörungstheorien in die Welt posaunen könnt. Ansonsten seid ihr mit euren Scheinargumenten eher schlicht und plump.

  5. 56.

    @Schönebergerin: hach, ja, an diesen Beitrag erinnere ich mich auch noch zu gut und auch daran, wie da wieder spontanes Augenrollen einsetzte. Nur zu gern hätte ich bereits da meinen Senf zu dem Unsinn abgegeben, aber es war völlig klar, dass das bei Panik-rbb einkassiert wird.

  6. 55.

    Warten Sie es ab, @Connifee. Die Zeit wird auch kommen, da eine Studie dann auch endlich mal feststellt, dass die FFP2-Masken nicht sachdienlich sind (sondern nur die Umwelt verschmutzen und in ihrer Herstellung klimaschädlich sind), da ohnehin kein Normalmensch sie ordnungsgemäß benutzt. Als höchsten beim erst- und einmaligen maligen Einsatz für ein paar Minuten. Aber so wen kenne ich bisher noch nicht, der das einhält.

  7. 54.

    Man muss schon etwas differenzieren und sollte sich davor hüten verbal zu verallgemeinern. Kinder in der Kita stecken sich gegenseitig an und entwickeln eine eigene relativ stabile Immunität bei einigen Krankheiten. Dabei jetzt die Besonderheiten bestimmter Krankheiten sowie die Empfindlichkeit anderer Menschengruppen zu vernachlässigen ist trivial.
    Beim Nachfüllen von Desinfektionsmitteln gibt es keinerlei Probleme, wenn das aufnehmen Gefäß nicht Restentleert wurde.

  8. 53.

    Ohne jetzt die Kommentartapete durchgelesen zu haben:
    Seit Anbeginn der Pandemie halte ich mich ausschließlich an: Abstand halten, Kontakte einschränken (sehe seit Pandemiebeginn regelmäßig nur eine betagte Person, die nun auch glücklicherweise durchgeimpft) und HÄNDE UND GESICHT WASCHEN mit ausschließlich Wasser und Seife. Auf Desinfektionszeug reagiert meine Haut allergisch, bzw. ungut mit Aufreißen, bzw. (noch mehr) Rhagaden (was die Eintrittspforten dann eher erhöht).
    Deswegen habe ich von anfang an darauf verzichtet.
    Damit komme ich bislang bestens durch die Zeit.
    Was anderes ist sicher, wenn man täglich und über Stunden mit (hoch)infektiösen Menschen zu tun hat. Aber für den Normalmenschen sind Wasser uns Seife bestens geeignet für die Hygiene- und preiswerter und hoffentlich umweltschonender hoffentlich auch.

  9. 52.

    Wir desinfizieren im Büro nun seit einem Jahr. Viele Oberflächen sind quasi nicht mehr existent... Aber wir sitzen ohne Mundschutz und ohne Luftfilter jeden Tag im Büro. Gehen durchs Haus, begegnen allen Kollegen, fahren mit Öffis zur Arbeit und zurück. Wir dürfen uns zwar außerhalb nicht mehr treffen, oder vors Haus gehen nach 22 Uhr. Aber im Büro kuscheln, das geht völlig problemlos. Hauptsache, das Treppengeländer wurde desinfiziert.

  10. 51.

    Ständiges Desinfizieren führt bei Bakterien zu Resistenzen.
    Komisch, Menschen, die als Kinder früher noch "im Dreck" spielen durften bzw. die auf dem Lande mit Tieren, Mist, Erde etc. zu tun haben, gelten als gesünder und haben weniger Allergien als die "wohlbehüteten" antiseptisch aufwachsenden heute. Irgendwie muß das Immunsystem ja "lernen", gegen was es reagieren muß. Mit der Desinfiziererei tun wir ihm bzw. uns keinen Gefallen.
    Übrigens füllt man Desinfektionsmittel nicht um.

  11. 50.

    Ich habe noch nicht einmal in dem Panikjahr auch nur einen Wagen abgewischt oder mit ständig die Hände desinfiziert.

    Allein was ich mit dem empfohlenen ständigen desinfizieren meinen Händen an tue.... dann ist man natürlich eher empfänglich für achten und Bakterien.

    Mit Respekt dem Virus gegenüber und weniger Panik kommt man sicher einen enormen Schritt weiter.

    Und wer so derart Angst davor hat.... einfach daheim bleiben.

  12. 49.

    Grundsätzlich schon gute und richtige Einstellung, aber weniger wegen oder gegen Corona als vielmehr gegen andere, deutlich aggressivere Erreger, von denen man sich als normal denkender Mensch fragt, wie die dort hin gelangen können, gerade und insbesondere Noroviren.

  13. 48.

    Diese Studie ist doch längst vom Alltag bestätigt worden und daher nicht mehr, als eine Bestätigung des Faktischen. Anderenfalls wären inzwischen 100% der Beschäftigten im Einzelhandel schon infiziert gewesen. Die übertriebene Vorsicht war anfangs durchaus angemessen, als man wenig über das Virus wusste, hat sich aber recht schnell als unbegründet erwiesen. Der breitflächige, oft falsche Einsatz von Desinfektionsmitteln ist auch mit nicht zu unterschätzenden Gefahren verbunden. Weniger ist manchmal mehr. Handhygiene ist wichtiger als Desinfektion.

  14. 47.

    Masken im Freien sind politisch motiviert und deren Notwendigkeit durch keine wissenschaftliche Faktenlage oder Studien bestätigt. Man müsste jemandem schon am Gesicht hängen, um sich im Freien an dessen Aerosolen zu infizieren. Busseln mit Fremden ist damit tatsächlich tabu, alles andere ist Panikmache. Insofern wäre die Öffnung der Außengastronomie absolut vertretbar, wie Forscher belegt haben. Aber Lockdown und Panikmodus sind wohl im Moment wichtiger, als reelle Risikobewertung.

  15. 46.

    "schätzt das Risiko, sich über verunreinigte Oberflächen mit dem SARS-CoV-2-Virus anzustecken als "low"" Jaaaaa schätzen kann ich auch immer gut und die Amis ganz besonders ...

  16. 45.

    Selbst wenn das stimmt, so sollten wir nicht leichtsinnig werden. Ich habe schon vor Corona Einkaufswagen und Türgriffe abgewischt. Es gibt nämlich noch noch andere „nette“ Viren und Bakterien.
    Achtsamkeit und Rücksichtnahme hat noch nie geschadet. Leider nehmen diese Eigenschaften immer mehr ab.

  17. 44.

    "Wenn sich innerhalb eines Jahres niemand über Oberflächen infiziert hat kann man nicht wirklich von einem Risiko sprechen." Covidioten "Logik". Wie soll man herausfinden wer sich wo infiziert hat?

  18. 43.

    "Wie groß ist das Risiko, sich durch Kontakt mit Oberflächen mit dem SARS CoV-2-Virus anzustecken? Geringer als bis jetzt gedacht, sagt die US-amerikanische Seuchenbehörde in einer aktuellen Veröffentlichung."

    Hm, bei dieser Aussage glauben und trauen wir den Amis (zumindestens teilweise). Das sie aber bis heute AstraZeneka nicht zugelassen haben und zulassen werden geht uns am A... vorbei. Es ist schon alles seltsam, wenn ich das mal so formulieren darf.

  19. 42.

    Wieso den AHA-Regel? Wohl eher AHM oder in Berlin AHF. Alltagsmasken sind doch bei den meisten Dingen gar nicht mehr erlaubt.

  20. 41.

    "Aber vll. kommt bald 'ne Studie über den Fettgehalt der Kieselsteine." Das ist nicht nur ironie sondern leider auch erlebte Realität.

    Wir Deutschen sind nicht nur Weltmeister im Bemühen von Gerichten, was unsere täglichen kleinen und mittleren Problemchen anbelangt, sondern wir brauchen auch zu alles und allem eine Studie, da wir es verlernt haben unseren eigenen Verstand zu gebrauchen, was man auch hier in einigen Kommentaren merkt.

  21. 40.

    Sehr zutreffender Kommentar, Alice! Sehe ich genauso.

  22. 39.

    Der Satz ging noch weiter "Wer das nicht versteht oder sogar leugnet, braucht sich auch nicht impfen zu lassen, wogegen denn auch :( ?"
    Kann ich ihre Dosen haben, falls sie priorisiert sind?

  23. 38.

    Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.

  24. 37.

    >>"Das Risiko liege bei 1:10.000, so das C.D.C [www.cdc.gov]."

    Wer will schon der 10.000 sein?
    Und letztlich scheint ja das Desinfizieren nun auch kein Monumentalakt zu sein.
    Geschadet hat es jetzt ja erst mal nicht, oder doch?!?!

  25. 36.

    Wer wen und was desinfiziert ist jedem selbst überlassen .... aber...
    „Und sicherlich ist das Risiko geringer als ursprünglich angenommen, aber es ist trotzdem noch da. „
    Bitte brennen sie wenigstens einen Infektionsfall der diese Aussage rechtfertigt. Wenn sich innerhalb eines Jahres niemand über Oberflächen infiziert hat kann man nicht wirklich von einem Risiko sprechen.

  26. 35.

    Ich weiss nicht ... mit so'nem Tüchlein habe ich schon vor Carola die Griffe an Einkaufswagen abgewischt und mir auch die Pfötchen nach seltenem ÖPNV-Genuss gewaschen - oder eben "getüchelt". Wenn ich so an die nasenborenden, afterkratzenden, in-die-hand-niessenden Exemplare der Gattung Homo Stupidus denke, die mit ihren entsprechend aussehenden Greifwerkzeugen überall rumgrabbeln. Hat "das" nun nur seine Oma ausgebuddelt oder ist es doch Krätze? Da ist doch ein Komposthaufen hygienischer wie manche Zeitgenossen. Aber vll. kommt bald 'ne Studie über den Fettgehalt der Kieselsteine.

  27. 34.

    Absolut korrekt und hatte ich so auch dargelegt.
    An die Desinfektionsmittel sind zwei grundsätzliche Anforderungen zu stellen:
    - Wirkungsgrand mind. "bedingt viruzid" - bei fast allen Sterilliumsorten vorhanden
    - Zum Schutz der Haut vor Auslaugung bzw. Austrocknung sollte Glycerin enthalten sein.
    Anfang 2020, als es kein Sterillium zu kaufen gab, haben wir es nach WHO-Rezeptur selber hergestellt. Kurz danach waren im Netz auch Ethanol bzw. Isopropylalkohol vergriffen. Naja, die Bevölkerung war etwas umsichtiger als unsere Entscheider, die damals immer noch dachten, dass wir verschont bleiben, denn "Wuhan ist ja weit".

  28. 33.

    "Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen": wenn es um die Funktion geht, reicht doch "Wissenschaftler", egal ob m/w/d!
    Leider kann man sich gegen diesen Unfug nicht wehren...

  29. 32.

    Ich fasse schon immer alles an,ohne es zu desinfizieren und lebe noch! Ich gehe nur nicht mit meinen Händen ins Gesicht und zuhause werden die Hände gewaschen!
    Dieses übertriebene desinfizieren ist total unnötig!

  30. 31.

    Lesen sie sich zur Handdesinfektion den Kommentar 28 durch.

    Danke @Connifee !

  31. 30.

    "....man sollte nur darauf achten das man dann nicht die sehr oft angebotenen antibakteriellen Desinfektionstücher nutz sondern die die auch gegen Viren wirken...."
    Wir haben uns mit kleinen 100ml Plasteflaschen (EDEKA "Imperial") ausgestattet, die aus den zu Haus genutzten Sterilliumflaschen nachgefüllt werden und ansonsten im Auto genutzt werden. Ist praktisch und platzsparend.
    Desinfektionstücher sind eigentlich sowieso nur bedingt geeignet, da sie der Forderung "mindestens bedingt viruzid" nicht entsprechen und mehr eine "beruhigende" denn desinfizierende Wirkung bei SARS-COV-2 haben.

    Und sicherlich ist das Risiko geringer als ursprünglich angenommen, aber es ist trotzdem noch da. Siehe auch meinen letzten fünf Zeilen im Kommentar 3. Wer das nicht versteht oder sogar leugnet, braucht sich auch nicht impfen zu lassen, wogegen denn auch :( ?

  32. 29.

    Seit wann interessiert die Coronalobby sich für wissenschaftliche Erkenntnisse? Den Aerosolforschern zur Folge könnten wir auch längst wieder die Cafés bevölkern und uns von den absurden Masken Verpflichtungen im Freien verabschieden.

  33. 28.

    Das ist so nicht richtig.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/214281/THEMA-COVID-19-Pandemie-Von-Haendewaschen-und-Desinfektion

  34. 27.

    Musste diese reisserische Überschrift sein? Es hätte genügt, die Überbewertung der Hygiene-Komponente in der AHA-Regel zu beleuchten oder ihre Einordnung geradezurücken. Mir ist ein abgeputzter Griff eines Einkaufswagens oder der desinfizierte Türgriff eines Supermarktes lieber, als irgendeinen Siff anfassen zu müssen.
    Man kann das Kind auch mit dem Bade ausschütten.

  35. 26.

    In ein paar Monaten erzählt man uns sicher wieder etwas anderes. Das kommt dabei raus, wenn jeder seinen Senf hinzu geben will. Und ob man nun mit EC Karte bezahlt oder bar, dass muss wohl jeder für sich entscheiden, darüber braucht man nicht zu diskutieren.

  36. 24.

    "Auch wenn das Risiko, sich durch den Kontakt mit Oberflächen anzustecken, als gering eingestuft wird, ist es dennoch nicht völlig ausgeschlossen. Denn prinzipiell kann es passieren, dass ein mit dem SARS CoV-2 Infizierter auf eine Fläche hustet, eine andere Person dorthin fasst und dann Schleimhäute an Augen, Nase oder Mund berührt. "

    Gilt auch für alle anderen Infektionskrankheiten. Auch für Lepra, Tuberkulose Tollwut und Syphilis. Für Meningitis, Polio, Mumps, Keuchhusten und Windpocken. Prinzipiell auch für Ebola, Pest und Cholera. Für virale Hepatitis B und C, an deren Folgen jährlich zehntausende sterben.
    Angst macht nicht nur dumm, Angst macht das normale Leben unmöglich.

  37. 23.

    Das ganze ist ja nicht neu, und bestimmt schon seit einem 3/4 Jahr bekannt.

    Allerdings hat ein großteil der Bevölkerung ein Problem damit wenn Empfehlungen von gestern heute nicht mehr gelten.
    Daher belässt man es halt dabei, auch wenn man weiß das es nicht wirklich sinnvoll ist.

  38. 22.

    "Händedesinfektion ist vor allem deshalb besser, weil man durch ständiges Waschen den Säureschutzmantel der Haut zerstört."

    Das kann man pauschal nicht so sagen. :) Das kommt auf das Waschmittel oder die Seife an. Am besten nehmen Sie eine Seife, die nicht stinkt. :) Sie können auch ein einfaches Geschirrspülmittel oder eine Arztseife (oder ähnliche Mittel) benutzen. Das schadet der Haut nicht. Wenn Sie die Hände einfetten, desinfizieren Sie die Haut dadurch übrigens auch.

  39. 21.

    Nein, es ist genau umgekehrt, lieber Desinfektion als Händewaschen, Stichpunkt Säureschutzmantel der Haut, man sollte allerdings darauf achten, ein rückfettendes Desinfektionsmittel zu verwenden. Ständig Wasser und Seife sind Gift für die Haut.

  40. 20.

    Sie können ja gerne lebenslang eine Maske tragen, ich mit Sicherheit nicht.

  41. 19.

    Das Bundesamt für risikobewertung... da steht das seit Monaten auf der Homepage das es keinen bestätigten Fall von Infektion über Oberflächen gibt.
    Aber wer sich besser fühlt kann weiterhin sich und alles was man berührt desinfizieren. Theoretisch kann man sich ja auch über Wechselgeld infizieren.... theoretisch :D
    Und auch für Zeiten nach der Pandemie wird es niemandem verboten sein Abstand zu halten und weiterhin mit Maske rumzulaufen.

  42. 18.

    ...dass kontaminierte Oberflächen “keine Rolle spielen“ steht da nicht. Das Risiko scheint nur geringer als angenommen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass Oberflächen mit ausreichend Virus kontaminiert sind um eine Infektion auszulösen und dass man diese dann in dem Zeitraum, in dem die Viren noch aktiv sind anfasst und sich dann auch noch die Schleimhäute mit ausreichend Virus kontaminiert, äußerst gering ist.

    ... dass Händewaschen nicht mehr ausreicht ist mir neu. Quellen? Natürlich ist Desinfektion dort, wo kein Wasserhahn ist, das Mittel der Wahl, wenn man das Bedürfnis hat, sich die Hände zu “waschen“ ...

    Aber klar, jeder sollte das tun was ihm die größtmögliche Sicherheit verspricht. Freunde von uns desinfizieren sogar die Lebensmittelverpackungen. Wir haben nichts dergleichen getan und haben uns nicht infiziert. Bei der Masse an Oberflächen, mit denen wir seit Ausbruch der Pandemie in Berührung gekommen sind, scheint mir “Glück gehabt“ keine ausreichende Erklärung zu sein.

  43. 17.

    2. Versuch, warum auch immer Sie diesen Kommentar nicht freigeben...


    "Vom Gebrauch von Desinfektionsmitteln im Alltag wird eher abgeraten, da diese auf Dauer die Haut schädigen können."

    Sehr geehrte Frau Stamm,
    vielleicht könnten Sie sich mal mit Ihrem Kollegen, Philipp Höppner, kurzschließen. Hier wurde in der rbb-Abendschau vor genau einer Woche explizit zum Gegenteil geraten, nämlich zum Desinfizieren statt zum Händewaschen und zwar von zahlreichen Dermatologen auf/nach einer ihrer Tagung...

    Link: https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20210417_1930/corona-desinfizieren-statt-haende-waschen.html

  44. 16.

    @Lechtturm

    Aha...EC Karten Zahlung dauert länger? Ich weiß ja nicht, wie alt Sie sind. Aber mittlerweile wird die Karte nur noch aufgelegt - also kontaktlos. Gleiches gilt für Apple Pay bzw. Google Pay.
    Was länger dauert, sind Leute, die mit Bargeld bezahlen und erst jeden Cent in ihrem Portemonnaie zusammen suchen. Und die Kassiererin nochmals nachzählen muss.
    Was dauert also länger?

  45. 15.

    Solche die Satzzeichen als Rudeltiere ansehen? Bitte nicht, von denen haben wir genug. Hildmann, Jebsen und jetzt auch noch ein paar gelangweilte Schauspieler...

  46. 14.

    @rbb: Die benannte Behörde heißt schon seit einiger Zeit "Centers for Disease Control and Prevention". Die Abkürzung lautet CDC (ohne Punkte). Nachdem die Organisation irgendwann von einem zentralen Standort dezentralisiert wurde, schien die Mehrzahl im Namen angebracht und irgendwann wollte man nicht mehr allein mit Seuchenbekämpfung in Verbindung gebracht werden, daher auch die Prävention im Namen. Was auch dem Aufgabenspektrum entspricht. - Übrigens auch ganz einfach durch Klick auf die verlinkte Internetpräsenz zu ermitteln...;-)

  47. 13.

    Händedesinfektion ist vor allem deshalb besser, weil man durch ständiges Waschen den Säureschutzmantel der Haut zerstört, ebenso wie das ständige Tragen von Handschuhen, die sind auch eine absolute hygienische Sauerei.

  48. 12.

    Sehr geehrte Ursula Stamm,
    in Ihrem Artikel schreiben Sie, dass der Übertragungsweg über Flächenkontakt seit dem letzten Jahr genauer untersucht wurde und zugespitzt formuliert festgestellt wurde, dass dies nicht der gängige Übertragungsweg sei. Dennoch werde weiter untersucht und man könne nicht ausschließen, dass es doch zu Übertragungen außerhalb von Laborbedingungen käme. Einer der Untersucher äußert nun die Aussage des Hygiene-Theaters, das so allein stehend den Begriff Hygiene diffamiert durch den beistehenden Theater-Begriff, der häufig für übertriebene Handlungen in Situationen verwendet wird. Mit Ihrer Überschrift bewirken Sie also, dass LeserInnen meinen könnten, alles, was sie derzeit an Hygiene-Maßnahmen beachten, sei Zirkus und sinnlos. Diese Wirkung von Überschriften sollte Ihnen doch als Journalistin bekannt sein. Zudem ist der Artikel bei Tageschau und rbb24 zu finden, die doch den Anspruch haben sollten, Inhalt statt Schlagzeile vermitteln zu wollen. Ich schlage zum Beispiel als Überschrift vor: Virenbelastung auf Oberflächen geringer als angenommen

  49. 11.

    Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?

    "Denn prinzipiell kann es passieren, dass ein mit dem SARS CoV-2 Infizierter auf eine Fläche hustet, eine andere Person dorthin fasst und dann Schleimhäute an Augen, Nase oder Mund berührt." steht in Absatz 5

    Und das im ungünstigen Fall trotzdem eine Übertragung möglich ist und weiterhin auf Handygiene zu achten ist, wird auch mehrmals erwähnt. Der Hinweis das Seife und Wasser, statt Desinfektionsmittel ausreichen ist durchaus angebracht. Da mittlerweile in Haushalten, auch vor Corona, unnötig aggressive Reinigungsmittel und Desinfektionsseifen Einzug gehalten haben. Und wenn Sie unterwegs Desinfektionstücher nehmen ist das doch vollkommen o.k., da Seife und Wasser nicht greifbar sind, man sollte nur darauf achten das man dann nicht die sehr oft angebotenen antibakteriellen Desinfektionstücher nutz sondern die die auch gegen Viren wirken.

  50. 10.

    Und dass man so quasi nebenbei, die Grippewelle und andere virale Infekte eingedämmt hat und dadurch das Gesundheitssystem entlastet, zählt wohl nicht?
    Wir werden auch weiterhin jede Entlastung des Gesundheitssystems brauchen, die wir kriegen können, weshalb die Bezeichnung "Theater" so überhaupt gar nicht angebracht ist.

  51. 9.

    Warum benutzen sie zum Schreiben ihrer Nachricht eigentlich nicht Hammer und Meißel ?

  52. 8.

    So habe ich das mal in der Schule gelernt: Viren können sich im Gegensatz zu Bakterien grundsätzlich nicht auf anorganischen Oberflächen (das sind zum Beispiel Kunststoffe) halten. Deshalb müsste es sehr viel Staub auf den Einkaufswagen geben, dass wir uns durch den Kontakt mit den Einkaufswagen mit Corona anstecken können. Trotzdem ist eine Desinfektion sinnvoll, da auch Bakterien (zum Beispiel Bazillen, wo es Hunderte von Unterarten gibt) gefährliche Infektionskrankheiten auslösen können.

  53. 7.

    Kommentar zu Leuchtturm.
    Solch ein Unsinn was Sie da von sich geben. Das Bargeld muss man sich auch erstmal über ein Bargeld Automaten holen. Klar benötigt man immer Bargeld zum bezahlen auf Wochenmärkte zum Beispiel und anderen kleinen Läden. Aber die bargeldlose Bezahlung an Supermarkt Kassen ist weitaus bequemer und sehr schnell. Oder drucken Sie Ihr Geld selber? Haha

  54. 6.

    Großer Widerspruch: Ich nutze regelmäßig meine EC-Karte und stelle fest, dass meine Bezahlvorgänge mit Karte in der Regel oft schneller gehen. Die Barzahler brauchen Zeit, um ihr Kleingeld zu sortieren. Die Kassiererinnen brauchen Zeit, um bei großen Scheinen passend heraus zu geben und fassen jedes Mal Scheine und Münzen an. Ich dagegen berühre beim Bezahlen nie das EC-Gerät, sondern halte meine Geldkarte an einem Ende zügig aufs Gerät. Das Bezahlen geht so ruckzuck. Nur wer einen Großeinkauf tätigt, muss wegen der größeren Geldzahl seine Pin-Nummer eintippen. Ich bleibe stets unter dieser Grenze.

  55. 5.

    Vielen Dank für diese Nachricht. Das würde erklären, warum zum Glück an meiner Schule bisher wenig passiert ist, obwohl das zuständige Amt bei der Ausschreibung der Reinigung für 20/21 nichts veränderte, so dass die Schule so dreckig ist wie immer und natürlich Klinken und Tische in der Regel nicht gereinigt werden. Auch Desinfektionsmittel wurden uns nicht in ausreichender Zahl dafür gestellt, wer sich unwohl fühlte, durfte sich selbst kümmern...
    Eine Stelle des Artikel hat mich verwundert - vor ein paar Tagen schrieben Sie noch, dass Seife schlechter für die Haut sei als Desinfektion - hier steht es umgekehrt... Was ist jetzt korrekt?
    Meine Taktik: Möglichst wenig anfassen und wenn, dann mit dem Ärmel. ;-)

  56. 4.

    Leider wird schon länger nicht mehr auf die Hygiene bei den Einkaufswagen, Körben oder Türklinken geachtet. Auch wollen einige wieder unbedingt Hände schütteln. Wirkliche Hygiene war meines Empfindens nur die ersten 3 Monate so. Magen-Darm-Erkrankungen gibts nun auch wieder vermehrt. Letztes Jahr um die Zeit war Magen-Darm fast ausgestorben.
    Ich hoffe wenigstens die Masken in Geschäften und allgemein Abstand hauten, bleibt auch nach der Pandemie bestehen. Gerade Männer kommen einem zu oft zu sehr zu nahe.

  57. 3.

    Zu diesem Artikel möchte ich folgendes bemerken:
    - Ich empfinde die m.E. herablassende Art, wie die Thematik behandelt wird, unangemessen. Das die Hauptübertragung durch Aerosole und Tröpfchen über die Luft in den Rachenbereich und damit in den Blutkreislauf bzw. direkt in die Atmungsorgane erfolgt, ist keine fundamentale Neuigkeit.
    - Nicht erwähnt wird, dass Übertragungen auch über die Schleimhäute, dazu zählen auch die Augen und der Mundbereich, möglich sind - vorrangig durch die Hände. Ausgangspunkt ist die Aufnahme über kontaminierte Oberflächen aber auch die Handflächen infizierter Personen.
    - Wenn die Verfasserin der Meinung ist, dass Oberflächen keinerlei Rolle mehr spielen, können wir uns ja wieder die Hand schütteln und uns umarmen, wenn man die Luft anhält? Absurd.
    - Noch etwas zum Händewaschen. Nach neuesten Studien ist Desinfektion effektiver, vor allem wenn man (z.B. im Auto) keinen Wasserhahn dabei hat.
    Wir desinfizieren weiterhin Oberflächen mit Mehrfachnutzung.

  58. 2.

    Ach auf einmal Theater, da würden bestimmt noch mehr Sachen zusammen kommen wenn man auf die richtigen Leute hören würde!!!!

  59. 1.

    Vielleicht verschwinden dann auch endlich mal die Hinweise in den Geschäften (Zettel im Kassenbereich oder ständige Lautsprecherdurchsagen) die zur Kartenzahlung auffordern. Aber da bestimmte Kreise der Wirtschaft und der Politik die Abschaffung des Bargeldes befürworten, wird Corona seit einem Jahr zum Anlass genommen, uns einzureden, wir "infektiös" Bargeld sei.
    Ich zahle alles in bar und das wird auch so bleiben. Bargeld ist anonym, ist Ausdruck persönlicher Freiheit und ich behalte einen besseren Überblick über meine Ausgaben.
    Und hygienischer ist es wahrscheinlich auch noch: Den Geldschein haben innerhalb eines Tages vielleicht zwei, drei, vier Leute angefasst; das verkeimte EC-Gerät Hunderte. Außerdem dauern EC-Zahlvorgänge an der Kasse viel länger. Schönes Wochenende!

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