Start am Impfzentrum Tempelhof - Berlin beteiligt sich an Feldversuch zu digitalem Impfnachweis

Archivbild: Corona Impfzentrum im ehem. Flughafen Tempelhof. (Quelle: dpa/GTI)
Audio: Inforadio | 28.05.2021 | J. Kowollnik | Bild: dpa/GTI

Das Land Berlin beteiligt sich am bundesweiten Feldversuch, bei dem der digitale Impfpass getestet werden soll. Wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitag mitteilte, soll der Test am Samstag im Impfzentrum Tempelhof beginnen.

Nach dem Zufallsprinzip würden pro Tag 30 Menschen, die an diesem Tag ihre Erstimpfung bekommen, gebeten, am Test teilzunehmen. Für sie werde ein digitaler Impfnachweis erzeugt und ihnen auch ein entsprechender Ausdruck zur Verfügung gestellt. Wenn der Test erfolgreich ist, sollen ab Juni dann in allen Berliner Impfzentren digitale Nachweise ausgestellt werden. Der gelbe Impfausweis behält aber seine Gültigkeit.

Brandenburg seit Donnerstag dabei

In Brandenburg hat der Feldtest schon am Donnerstag begonnen. Nach Angaben des Potsdamer Gesundheitsministeriums sollen pro Tag in jedem teilnehmenden Impfzentrum rund 30 digitale Impfnachweise ausgestellt werden.

Die EU-Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament hatten sich vergangene Woche auf ein einheitliches Impfzertifikat geeinigt, das zum 1. Juli eingeführt werden soll [tagesschau.de]. Damit soll vor allem das Reisen erleichtert werden. Wer in Deutschland vor dem Start des elektronischen Systems geimpft wurde, kann die Eintragung vom Arzt oder Apotheker vornehmen lassen.

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6 Kommentare

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  1. 6.

    Die Daten im QR-Code sind verschlüsselt. Sehr gut beschrieben in folgendem Link:
    https://blog.wdr.de/digitalistan/digitaler-impfpass-qr-code-nach-dem-pieks/

  2. 5.

    Vielen Dank. Das habe ich verstanden. Bleibt nur noch die Frage warum so ein Code fäschungssicherer sein soll als mein gelbes Impfbuch.

  3. 4.

    Offen bleibt dabei, wie bereits 2x Geimpfte an den digitalen Impfnachweis gelangen können. Die Impfzentren sollten eigentlich in der Lage sein, die erfolgte komplette Impfung zu attestieren, aber nicht die impfenden Hausärzte, die sich aus angeblicher Überlastung darum drückten, Impfungen angemessen zu dokumentieren.

  4. 3.

    Ein QR-Code stellt nur binär codierte Daten grafisch dar.
    Meistens handelt es sich bei den Daten um Zeichenketten(Texte). Das kann z.B. ein Hyperlink sein, aber auch andere Textdaten(Name. Adresse, Geburtsdatum, Impfstatus, etc.).
    Fazit: Ihre Daten werden nicht über das Internet abgerufen, sondern sind im QR-Code gespeichert.

  5. 2.

    Ich verstehe noch nicht wie dieser digitale Nachweis funktionieren soll. Ein QR-Code ist doch immer ein Link ins Internet? Das heißt es muss dann irgendwo eine Datenbank geben wo drin steht dass ich geimpft bin.

  6. 1.

    Interessant ist auch, wie die (Millionen) bereits Geimpfte den digitalen Impfausweis bekommen sollen. Hier liegt der Hase im Pfeffer.

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