Ostsee-Viertel und Thermometersiedlung - Sonder-Impf-Aktion in Brennpunkt-Stadtteilen geht weiter

Zahlreiche Impfwillige warten auf den Gehwegen rund um eine Turnhalle einer Schule in Neukölln (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Audio: Inforadio | 21.05.2021 | Sabine Müller | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Die Sonder-Impf-Aktionen in sozial benachteiligten Berliner Stadtteilen gehen am Wochenende weiter. Wie die Gesundheitsverwaltung am Freitag mitteilte, impfen mobile Teams ab Samstag in Lichtenberg und Steglitz-Zehlendorf gegen Corona.

Im Lichtenberger Ostseeviertel wird von Samstag bis Montag jeweils von 9:30 bis 17:30 Uhr im Nachbarschaftshaus (Ribnitzer Str. 1B) geimpft. Bürgerinnen und Bürger der Thermometersiedlung in Steglitz-Zehlendorf können sich am Samstag und Sonntag impfen lassen, jeweils von 9:30 bis 17:30 Uhr in der Carl-Schumann-Sporthalle (Osdorfer Straße 52).

Impfberechtigt sind Menschen, die nachweislich in diesen Stadtteilen leben. Verimpft werden Moderna und Johnson & Johnson. Bei Letzterem ist nur eine Impfung notwendig.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rief die Menschen auf, das Impfangebot anzunehmen.

Neukölln war vor einer Woche der erste Bezirk, in dem eine Corona-Sonder-Impfaktion stattfand. Dort war der Andrang sehr groß.

Sendung: Inforadio, 21.05.2021, 12 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

19 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 19.

    Ich gebe dir so Recht!

    Meine Familie und ich gehen jeden Tag zur Arbeit und ja, wir leben in Hohenschönhausen. Es ist doch einfach traurig, wie viele Menschen hier noch dieses tolle Schubladen denken haben(Sarkasmus). Auch viele Bekannte und Freunde von uns gehen täglich zur Arbeit und halten sich an sämtliche Regeln. Und waren wir uns heute impfen? Ja! Wäre es Mitte, Friedrichshain etc. gewesen, wären die Anwohner auch hingegangen. Also wie wäre es damit, wenn man mit dem Stigmatisieren von Bezirken und dessen Einwohnern aufhört?
    Liebe Grüße

  2. 18.

    Man kann nicht alle Leute über eine Kamm scheren!
    Mein Sohn und ich haben die 1. Impfung (Priorität 2) erhalten. Mein Mann systemrelevant mit Schein vom Arbeitgeber bekam nirgends einen Termin. Er hat sich heute in die lange j&j Schlange angestellt, mit Erfolg.
    Er ist froh, diese Chance gehabt zu haben. Zwar hat er von 9.30-15.30 Uhr warten müssen, aber es hat sich gelohnt.

  3. 17.

    ich weiß nicht in welche Schublade du hohenschönhausen steckst, aber 90% der Personen die heute da waren, waren Personen die arbeiten gehen und noch nicht zum impfen dürfen.

  4. 16.

    Ich bin der Meinung man sollte erstmal die arbeitenden Impfen denn diese halten die Wirtschaft hoch und nicht die die zu Hause sitzen. Größe Betriebe haben selbst Ärzte aber die kleinen nicht.

  5. 15.

    Es ist eine Schande, dass es zu wenig Impfstoff gibt. Es ist furchtbar, dass Menschen dadurch Ungerechtigkeiten empfinden, die sie in diesem Ausmaß vorher nicht kannten. Es gibt für fast jeden Argumente, die dafür sprechen würden, dass er nun dran ist. Meine Mutter meinte zu mir „Gerne würde ich dir meinen Impfcode geben. Ich bin Rentnerin und kann Zuhause bleiben. Du kannst viele Kontakte aber gar nicht vermeiden in deinem Job und einem Kind in der Schule.“ Das Risiko zu versterben wäre für Rentner sicher größer. Das Risiko zu erkranken können aber viele ganz anders beeinflussen als viele arbeitenden Menschen. Ich bin froh, dass meine Mutter geimpft ist.

  6. 14.

    Erschreckend, was hier an plumpen Vorurteilen und Pauschalisierungen zu lesen ist. Wer auch immer aus diesen Ecken kommt, die halten sich alle nicht an Hygiene-Regeln? Traurig, so alle Bewohner aus bestimmten Vierteln über einen Kamm zu scheren. Mir sind Familien aus der Thermometer-Siedlung bekannt, die sich sehr wohl an alle Regeln halten - zumal sie sich selbst schützen möchten. Verweigerer und Gleichgültige gibt es letztendlich überall und auch unter Leuten aus besser verdienenden Stadtteilen.

  7. 13.

    Bundesinfektionsschutzgesetz. Von vielen Pflichten sind Genesene und Geimpfte ausgenommen.

  8. 12.

    "Ja, aber auch nur, weil Geimpfte und Genesene nicht mehr getestet werden. " >in welcher Verordnung/welchem Gesetz steht das so?

  9. 11.

    Es wird ja nicht in ganz Steglitz-Zehlendorf geimpft sondern in der Thermometersiedlung. Schon mal dort gewesen? Das ist eine Hochhaussiedlung mit Sozialwohnungen ähnlich dem Märkischen Viertel mit eingener Schule usw. Gut möglich, dass da die Inzidenz deutlich höher ist als in ganz Steglitz-Zehlendorf.

  10. 10.

    Nsch der Inzidenz kann es ja nicht gehen, wenn mobile Impfteams vorfahren. Steglitz-Zehlendorf hat den niedrigsten in ganz Berlin.

  11. 9.

    Fassen wir kurz zusammen.

    Wer sich an Regeln hält und sein Leben corona unter geordnet hat, der hat halt Pech bei den Impfungen, aber das wird dann so erklärt, dass bei denen bisher noch kein corona ausgebrochen ist. Also haben sie alles richtig gemacht und diejenigen, die sich an keine Regeln halten werden nicht belohnt, sondern werden zum Schutz der anderen geimpft.
    Einfach mal den Blickwinkel ändern und denken wie die Politik und schon hat man es sich schön geredet.

  12. 8.

    "Immer dieser Neid... wenn die Leute geimpft werde ist das für ganz Berlin sehr gut,weil dadurch gehen die Zahlen weiter runter!!"

    Ja, aber auch nur, weil Geimpfte und Genesene nicht mehr getestet werden.

  13. 7.

    Das Zepter der organisierten Impfung wurde schon lange aus der Hand gegeben...Gießkannenprinzip ist in Berlin angesagt. Nun werden sich Bezirke und Wohngegenden rausgepickt. Sehr gerecht für alle anderen! Wie schon ein Vorkommentator meinte "Leute, welche sich nicht an die AHA-Regeln halten, werden jetzt auch belohnt"?!
    Es gibt leider keine Impfregeln, keine echte Priorisierung, keine digitale Erfassung wer schon mit was geimpft wurde, kein echtes Impfzentrum welche 24Stunden offen ist, immer anruf und ansprechbar. Absolute Katastrophe! Jeder lässt sich irgenwie auf irgendwelchen Wegen impfen... und noch nach Nase irgendwelche Wohngebiete herausgesucht wo man unkompliziert sich impfen lassen kann. Andere kämpfen, betteln und bitten um einen Termin...suchen womöglich noch einen... Dafür bezahle ich Steuern und Krankenkassen-Gebühr.Warum nicht Friedrichhain mal Wochenende impfen an der Ecke???? Alles sehr traurig und wütend machend!!!

  14. 6.

    Ist wie immer Deutschland das Land der meckerer, dort leben auch Menschen die jeden Tag arbeiten gehen und noch nicht geimpft werden und sich freuen, dass sie jetzt eine Chance haben eine Impfung zu bekommen

  15. 5.

    Immer dieser Neid... wenn die Leute geimpft werde ist das für ganz Berlin sehr gut,weil dadurch gehen die Zahlen weiter runter!!

  16. 4.

    Und sie sind wirklich der Meinung, weil einige dort sich so verhalten, machen das alle, die dort wohnen?
    Und wer wird sich wohl eher (womöglich stundenlang) in eine Schlange stellen, um geimpft zu werden?
    Während möglichst alle mitmachen müssen, damit die Maßnahmen Wirkung zeigen, reicht doch eine relativ kleine Menge an Menschen, um es für die anderen zu ruinieren - insbesondere, wenn sie in einem Haushalt leben. Hm?
    Ich sehe diese Impfaktionen eher als Hilfe für die Vernünftigen an, nicht als Belohnung für Unvernunft.

  17. 3.

    Volle Zustimmung. Diejenigen die sich an alle Vorschriften halten und gesund geblieben sind haben dann bei der Impfung das nachsehen. So ungerecht.

  18. 2.

    Leider muss man in den bestimmten Straßen leben. Nur Lichtenberg geht nicht

  19. 1.

    Bravo! Nun werden diejenigen auch noch belohnt, welche sich oft in Gruppen auf der Straße zusammensetzen und fröhlich bei einer Shisha Plausch halten. Zu oft gesehen. Und mag mir bitte niemand kommen mit: aber in den Berufen zb als Paketbote ist man so gefährdet. Wahr ist: man kann mit Maske in ein Treppenhaus und muss niemandem mehr nahe kommen. Ansonsten kann man sich sehr gut separieren. Bei meinen Kollegen und mir im Testzentrum hat sich bis heute noch niemand angesteckt trotz teilweise zweistelligem Kontakt täglich zu Positiven.

Nächster Artikel