Veranstalter planen für 2022 - Berlins LGBT-Stadtfest im Oktober abgesagt

Ein Mann mit einem Hut in den Regenbogenfarben besucht das 27. lesbisch-schwule Stadtfest im Berliner Bezirk Schöneberg. Quelle: dpa/Paul Zinken
Bild: dpa/Paul Zinken

Das zweitägige lesbisch-schwule Stadtfest in Berlin-Schöneberg fällt wohl auch 2021 wegen Corona aus. Aufgrund der unberechenbaren Pandemie-Situation mit verschiedenen Virusvariationen müsse man die Reißleine ziehen, hieß es vom Verein Regenbogenfonds der schwulen Wirte im Szenemagazin "Siegessäule".

Das Fest, das bereits 27 Mal stattfand, ist das größte LGBTQI-Stadtfest in Europa, zuletzt kamen nach Angaben der Veranstalter dafür rund 350.000 Menschen nach Berlin.

Absperrungen laut Veranstaltern organisatorisch unmöglich

Den aktuellen Corona-Beschränkungen in Berlin zufolge sind Großveranstaltungen nur mit bis zu 25.000 Teilnehmenden erlaubt, allerdings auch nur unter Bedingungen wie Impfnachweis oder negativer Schnelltest. Das gesamte Stadtfest-Areal in einem Wohngebiet rund um den schon in den 1920ern bei Lesben und Schwulen und anderen Queers populären Nollendorfplatz abzusperren, sei organisatorisch unmöglich.

Früher fand das Fest an einem Wochenende im sogenannten Pride-Monat Juni statt, dann im Juli. Diesmal war es erst optimistisch auf September und dann auf 2./3. Oktober geschoben worden. Nun kündigen die Veranstalter das 28. Fest, das auch gerne von Politikern und Promis besucht wird, für den 16./17. Juli 2022 an.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.07.2021, 5 Uhr

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4 Kommentare

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  1. 4.

    Vielleicht ist es ja noch nicht aufgefallen, aber es gibt in diesem Jahr keine PARADE.

    "In diesem Jahr findet der Christopher Street Day in Berlin jedoch coronabedingt im kleineren Rahmen statt. Die Demonstration findet abweichend von der Tradition vornehmlich als Protestzug statt, der Party-Aspekt rückt hingegen in den Hintergrund. Jeder kann beim CSD mitlaufen. Alle Demo-Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen allerdings einer Maskenpflicht nachkommen. Die Veranstalter bitten weiterhin darum, den Zug zum Essen, Trinken oder Rauchen kurz zu verlassen, sodass die Maskenplicht während der Demonstration eingehalten werden kann."

    Während beim Stadtfest auch unbeteiligte Anwohnende in eine Maskenpflicht beim Verlassen des Hauses kämen (und das über ein ganzes Wochenende), ist die Einschränkung der CSD-Demonstration doch eher von kurzer Dauer.

  2. 3.

    Rennen seit Jahren gegen die Engstirnigkeit vieler an …. und kapitulieren dann weil 25.000 ok sind aber 30.000 oder so zu gefährlich.
    Tja Angst essen Seele auf.

  3. 2.

    Einerseits finde ich es sehr schade. Andererseits eine sogar löbliche Entscheidung. Mal schauen ob die CSD Veranstalter nicht doch noch die Kurve kriegen und diesen Umzug auch absagen. Denn der Himmel stürzt deswegen nicht gleich ein und schon im nächsten Jahr könnte es um so schöner ausfallen. Das Straßenfest und der CSD. Denn dann dürfte es mehr geimpfte Personen geben.

  4. 1.

    Jetzt bitte auch so konsequent sein und die Parade auch absagen.

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