Sprung von 50 auf 60 - Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin stark gestiegen

Menschen stehen am 09.08.2021 bei der 1. Langen Nacht des Impfens am Impfzentrum Arena in Treptow an. (Quelle: dpa/John Macdougall)
Bild: dpa/John Macdougall

Die Corona-Zahlen in Berlin steigen weiter deutlich. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag bei 60,7.

Am Vortag betrug der Wert 50,3. Die Zahl gibt an, wie viele Ansteckungen es innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Vor genau einer Woche verzeichnete das RKI für Berlin eine Inzidenz von 36,6. Am Samstag sind nach Angaben des Senats insgesamt 615 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hinzugekommen.

Die höchste Ansteckungsrate hat derzeit der Bezirk Neukölln. Laut RKI lag dort die Inzidenz am Samstag bei 100,9. Den niedrigsten Wert hatte demnach Treptow-Köpenick mit 28,1.

Weiter zwei rote Ampeln in Berlin

Als Folge des Anstiegs der Neuinfektionen war am Freitag die zweite Corona-Ampel des Berliner Senats auf Rot gesprungen - diese zeigt den Wochentrend der Sieben-Tage-Inzidenz an, der an drei Tagen in Folge über einem Zuwachs von 40 Prozent lag (49,2, 47,1 und 40,7). Am Samstag wurde er mit 56 Prozent angegeben.

Am Freitag hatte die Bildungsverwaltung mitgeteilt, dass in der ersten Schulwoche in Berlin 228 Corona-Tests positiv ausgefallen sind. Das entspricht einer Inzidenz von 55 bei den Schülerinnen und Schülern. Auch hier wurden die meisten Fälle in Neukölln registriert. Die Neuinfektionen an den Berliner Schulen werden seit Montag durch turnusmäßige PCR-Tests ermittelt, die infolge von positiven Schnelltests durchgeführt werden.

Brandenburg knapp unter 20

Auch in Brandenburg steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an, nach wie vor aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche lag am Samstag bei 19,4, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Vortag lag der Wert bei 18,0 und vor sieben Tagen bei 11,5.

In acht Landkreisen und kreisfreien Städten lag die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 20 Neuinfektionen. Wird dieser fünf Tage lang überschritten, gilt in der Region wieder eine Testpflicht in der Gastronomie und dem Tourismus sowie weitere Einschränkungen.

Sendung: Inforadio, 14.08.2021, 11:00 Uhr

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17 Kommentare

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  1. 17.

    In dem Bericht wird auch Frankreich erwähnt wie gut sieches machen.
    Die meckern dann nicht, die handeln
    https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-demo-corona-105.html
    Oder die USA, bei denen es in einigen Bundesstaaten keine Maßnahmen gab.
    Schweiz war auch früh dran sich von der Maske zu verabschieden.
    Alle scheinen wohl eher auf Maßnahmen zu verzichten und überleben trotzdem und verhängen keine Ausgangssperren wie Australien oder Neuseeland wenn irgendwo ein Fall bekannt wird.

  2. 16.

    @ Christine: Du verwechselst da die Zahlen von Berlin und Deutschland.

  3. 15.

    Was soll die Ironie? Das sind keine Alten und Schwachen, jüngere Menschen. Ich hoffe, sie bleiben von Corona verschont und schwitzen nicht auf der ITS

  4. 14.

    Das merken wir erst ab nächster Woche, auf Garantie.

  5. 13.

    Und nun nimmt man mal die Zahlen, die wirklich eine Aussagekraft hätten ?
    Von den Neuinfektionen zieht man mal die Kids ab, die sich zwar infizieren aber nicht erkranken. Und die Leute die sich bewusst gegen eine Impfung entschieden haben.
    Diese Zahl zu erfahren wäre mal interessant.

  6. 12.

    ach-wie-schön-harmlos! es wurden auch in kleinen Prozenten die verschwindend geringen Sterbefälle ausgerechnet. Ist nur doof, wenn einen selbst dieser miniprozentsatz trifft und man hops geht, reicht ja schon, wenn man dann einen einzigen Angehörigen verliert und bums ist die große Klappe zu Also was ist überflüssich? RKI? Gesundheitsministerium?

    Bleiben wir mal lieber auf dem Teppich und halten uns an 3G+L. Zum Neidischwerden gibt es ärgerlicherweise Länder, die Corona besser gebacken kriegen als z. Bsp. wir. Muss langweilig dort sein wo dort die Mecker-, Aufreger- Ignorierfrequenz leider verschwindend geringfügig ist:
    https://www.infranken.de/ueberregional/ausland/schweiz-norwegen-corona-pandemie-erfolgreich-strategie-art-5261139
    https://www.dw.com/de/corona-neuseeland-bleibt-bis-jahresende-abgeschottet/a-58835786

    Au-mann-nee

  7. 11.

    Und auch der unnötige Streik der GDL trägt sehr zum Anstieg der Inzidenz bei.

  8. 10.

    Wir können ja die Zahlen in drei Wochen nochmal vergleichen!
    Hoffentlich habe ich unrecht ... mit meinen Vermutungen!

  9. 9.

    Nun, das sind dann ja förmlich explodierende Zahlen und da darf man dann schon mal ängstlich schwitzen.

  10. 7.

    Das mag auf ihrem Panikbutton so stehen - ein Intensivbettenmonitor gibt es z.B. hier - un da sieht es irgendwie anders aus.
    https://interaktiv.morgenpost.de/corona-deutschland-intensiv-betten-monitor-krankenhaus-auslastung/

    Ruhig bleiben, raus an die frische Luft und mal durchatmen - hilft.

  11. 5.

    Sorry,ich bin von Schlimmsten ausgegangen .

  12. 3.

    Ich wundere mich schon, dass bei hohen Inzidenzen ( wie Berlin insgesamt) relativ wenig Tote z beklagen sind.

  13. 2.

    Wie ist Ihr Kommentar zu verstehen?
    Oder anders ausgedruckt: haben Sie genauso kommentiert als Mitte (mit Regierungsviertel und weitestgehend im Rahmen der Gentrifizierung von Randgruppen und Unterprivilegierten "gesäubert" monatelang am ersten Platz lag?
    Offensichtlich ist die Suche nach Sündenböcken bei vielen zur einer Reflexhandlung geworden Dabei ist der Anstieg von Fall-Inzidenzen nichts ungewöhnliches. Wir bewegen uns auf die typischen Durchschnittswerte der meisten westeuropäischen Ballungsgebiete, die bereits seit Wochen zwischen 150 und 200 liegen. Ob es als ernst zu deuten ist, bleibt angesichts der Tatsache, dass die Sterblichkeit bei null liegt, offen.

  14. 1.

    Ja was für ein Zufall aber auch, Neukölln mal wieder am höchsten...

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