Wegen vieler positiver Fälle - Erste Schulen in Berlin sind zurück im Wechselunterricht

Di 09.11.21 | 17:41 Uhr
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Archivbild: Eine Lehrerin unterrichtet in einer Klasse an einer Grundschule mit Wechselunterricht. (Quelle: dpa/S. Gollnow)
Video: Abendschau | 09.11.2021 | Studiogespräch Franziska Giffey (SPD) | Bild: dpa/S. Gollnow

Die ersten Schulen in Berlin mussten bereits auf die steigenden Corona-Zahlen reagieren und wieder in den Wechselunterricht gehen. An zwei Grundschulen ist laut Gesundheitsverwaltung die Corona-Ampel auf "Gelb" gesprungen.

An zwei Grundschulen in Berlin ist wieder Wechselunterricht eingeführt worden. Wie der Sprecher der Senatsbildungsverwaltung, Martin Klesmann, am Dienstag dem rbb mitteilte, sind die beiden Schulen nach dem Corona-Stufenplan für Berliner Schulen auf den Status "gelb" gesprungen - das bedeutet Wechselunterricht oder Schichtmodell. Ein Teil des Unterrichts findet damit in Präsenz statt, ein weiterer in digitaler Form.

Es handelt sich demnach um die Reinhold-Otto-Grundschule im Westend und um eine Schule in Pankow. An der Grundschule im Westend gibt es nach Klesmanns Informationen aktuell zehn Infektionen. An einigen anderen Schulen gelte zudem für einzelne Lerngruppen ein Wechselmodell, so der Sprecher. Die meisten davon liegen in Friedrichshain-Kreuzberg.

Maßnahmen gelten zunächst für eine Woche

Die Entscheidung darüber treffen die Gesundheitsämter in Absprache mit der regionalen Schulaufsicht. Die Maßnahmen gelten seit Montag und zunächst für eine Woche. Am Donnerstag werde wieder über die Situation an den Schulen gesprochen. Grundlage für die Entscheidungen sind die Zahl der Corona-Infektionen, die Beschaffenheit der Räume und die Zusammensetzung der Gruppen.

Auch unter Berliner Schülerinnen und Schülern sind die Corona-Fallzahlen zuletzt stark gestiegen. Laut der Bildungsverwaltung waren am vergangenen Freitag an öffentlichen, allgemeinbildenden Schulen in Berlin knapp 1.350 Corona-Neuinfektionen bekannt. Das entspricht einem Anteil von 0,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Hauptstadt. Beim Personal gab es zu dem Zeitpunkt 144 Corona-Fälle, was ebenfalls einem Anteil von 0,4 Prozent entspricht.

Maskenpflicht und drei Tests wöchentlich

Deshalb hat die Bildungsverwaltung auch die Maskenpflicht für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wieder in Kraft gesetzt. Die Bestimmungen zum Infektionsschutz an Schulen werden laut Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) permanent überprüft und im Hygienebeirat unter anderem mit Wissenschaftlern und Ärzten beraten.

Außerdem soll es für Schülerinnen und Schüler vorerst weiterhin drei Corona-Tests wöchentlich in den Schulen geben.

Sendung: Abendschau, 09.11.2021, 19:30 Uhr

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40 Kommentare

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  1. 40.

    Bitte belesen Sie sich,Testpflicht besteht für die ganze Schule,nicht nur für Schüler/innen. Schade,...wenn man Falschinformationen lesen muss.

  2. 39.

    Gerüchte? Pädagogisches Personal/sämtliche Mitarbeiter der Schule testen sich zusammen mit den Kindern!!!!!!!!!!!!!!!
    Die Schulleitung darf weder wissen wer geimpft ist und muss darauf Vertrauen das die ungeimpften sich selbstständig zu Hause ohne Aufsicht testen. Es gibt keine Möglichkeit der Kontrolle durch die Schulleitung und von den Eltern ganz zu schweigen.....da hilft es auch nicht das die Kinder sich jeden Tag testen lassen sollen.....unverantwortlich für alle....eine frage der Zeit wenn weitere Schulen oder alle geschlossen werden.....und das ist kein Gerücht...

  3. 38.

    Vielen Dank, dass es doch jemanden gibt, der ans lehrpersonal denkt. Ich möchte euch mal sehen, wenn euch die Kinder ins Gesicht niesen....

  4. 37.

    Bevor Gerüchte in die Welt gesetzt werden....sämtliches pädagogisches Personal an den Schulen testet mit den Kindern mit. Bitte denkt nach, bevor ihr Unsinn erzählt!!!

  5. 36.

    Wo bleibt bitte schön die Testpflicht für Lehrer, Erzieher, Betreuer und Mitarbeitern an Schulen.
    Evtl.auch 2G oder 3G Pflicht an den Schulen für alle Mitarbeiter.

  6. 34.

    Kinder tragen Masken und müssen sich 2-3 die Woche testen lassen
    Wann wird 2 oder 3 G an den Schulen für Lehrer, Betreuer, Erzieher, Mitarbeiter verbindlich eingeführt.
    Und eine Testpflicht für alle Mitarbeiter an Schulen ist längst überfällig.

  7. 33.

    Bei der jetzigen Entwicklung gibt es wohl über kurz oder lang keine Alternative zur Kontaktreduzierung. Klar gibt es zum Wechsel-/Distanzunterricht verschiedene Argumente. Ich würde hier die Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme am Wechselunterricht begrüßen. In vielen Haushalten gibt es Familienmitglieder, die aufgrund Vorerkrankung oder Angst sofort das Angebot annehmen würden. Somit könnten jene, die keine Gefahr in Covid sehen weiter arbeiten und ihre Kinder in die Schule schicken. Da die Klassen dann kleiner wären, wären auch dieser Kinder etwas sicherer.

  8. 32.

    Das ist ja "Bullerbü" ! Für die in der realen Arbeitswelt lebenden ist der Wechsel Unterricht die Hölle. Die Kids haben ab der 4. Klasse selten noch Hortanspruch. Abgesehen davon ist dort die DurchmischungsGefahr sehr hoch.
    Frau geht mit dem tollen Gefühl arbeiten, dass die Kinder fast den ganzen Tag alleine zu Hause sind. Nicht jede!! hat Home-Office oder Resturlaub übrig.

  9. 31.

    Die Frage ist weniger inwieweit sich Kinder mit Corona infizieren sondern mehr ob sie sich untereinander in den Schulen infizieren.
    Dazu gab es in diesem Jahr bereits mehrere Studien. Hier nur ein noch halbwegs aktueller Link
    https://www.n-tv.de/panorama/Schulen-sind-keine-Pandemietreiber-article22782691.html
    Alle Studien von denen ich gehört habe kommen zu dem selben Ergebnis das sich die Kinder viel weniger in der Schule untereinander anstecken als das sie sich das Virus daheim in der Familie holen.
    Meiner Meinung nach sollte man Maßnahmen wie Wechselunterricht auch unter diesem Gesichtspunkt überprüfen.

  10. 30.

    Niemand denkt an diese Berufsgruppen! Es ist doch wichtiger, die Kinder irgendwo abzugeben und betreuen zu lassen, um selbst keine Verantwortung bzw. Last zu haben. Shoppen ist bei einigen halt wichtiger, als Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Künstler, Laden- und Restaurantbesitzer werden über dieses Verhalten nach der nächsten Schließung oder Beschränkung dankbar sein!

  11. 29.

    @Gonzo Das ist ja super das Sie es so sehen, aber wir arbeitene Bevölkerung die dan zu hause bleiben müssen und neben Kinderbtreuung auch noch Home Office hinbekommen ist das nicht zumutbar. zumal in der einen Woche zu Hause auch gelernt werden muss und meine Kinder haben da immer sehr viel bekommen das wir teilweise 7-´8 Stunden am tag dafür gebraucht hatten. (ich musste auch erst viele Dinge lesen um es dann zu erklären, man merkt sich ja auch nicht mehr alles was man selbst in der Schule gelernt hat) und nach den Schulaufgaben durfe ich dann noch mein Arbeitspensum abarbeiten. Ich finde Wechsleunterricht grausam für berufstätige Eltern!!!

  12. 28.

    Ist ja schön das du mit deinen Kinder in der Woche frühstücken kannst ,aber es gibt noch Eltern die Arbeiten gehen und nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen.

  13. 27.

    Wechseluntericht? Na und!
    in spätestens 3 Wochen sind die Schulen alle komplett dicht, darauf wette ich jetzt schon.Und der nächste komplette Lockdown steht auch an

  14. 26.

    Ich kann von unserer Grundschule berichten, dass es bis zur Aufhebung der Maskenpflicht keine Fälle an u gab, auch nicht unter den Lehrern. Das Hygienekonzept wurde 1 a umgesetzt. Der größte politische Fehler war das Einstellen der Maskenpflicht, was nun heute hektisch und viel zu spät reaktiviert wird.

  15. 25.

    Vielleicht wäre es besser, Schulen und Hort ganz zu schließen. Aber dann jammern die Eltern auch wieder.

    Fakt ist, dass Kinder sehr wohl Pandemietreiber sind und dass die Inzidenz unter den Kindern massiv hoch ist.

    Wr denkt aber bei dieser Diskussion an die Lehrer und Erzieher?

  16. 24.

    Wie war das doch gleich;
    "N I E M A L S , A U F G A R K E I N E N
    F A L L W E R D E N DIE
    S C H U L E N WIEDER
    G E S C H LO S S E N - B I L D U N G IST U N S SOOO W I C H T I G ... WIR WERDEN KÜNFTIG Z E I T N A H UND
    V I I I E E E L F R Ü H E R ( ! ) INFORMIEREN..."
    Im Ortsteil Französisch-Buchholz im Bezirk Pankow kam meine jüngere Enkeltochter am VEGANGENEN FREITAG-NACHMITTAG(05.11.2021) schon 14.00 UHR aus der Grundschule mit der Nachricht, daß ab (gestern)MONTAG, dem 08.11.2021 Wechselunterricht stattfinden wird. Dazwischen hatten die betroffenen Eltern EIN ganzes Wochenende ! "ausreichend" Zeit, um zu organisieren.
    Liebe betroffene Eltern und sonstige Betreuer/innen , richtet Euch
    1. schon jetzt auf " Homescooling" ( auch so eine blöde Wortschöpfung) und durchgehende Schulschließung bis voraussichtlich Frühjahr 2022 ein UND - noch viel schlimmer -
    2. auf eine SAUMÄSSIGE INFORMATIONSPOLITIK seitens des/der aktuellen/zukünftigen Schulsenator (in) ein. Daran wird sich wohl leider nichts ändern.
    Als ich zum Ende des vergangenen Schuljahres o.g.sinngemäße Zitat mit der Bemerkung ..."Nun ja, wir werden sehen..." erwähnte, wurde ich seinerzeit sowohlin meinem Umfeld als auch von einigen Kommentatoren/innen der geneigten rbb24-Nutzer/innen für etwas pessimistisch erklärt.
    NEIN, ich war vielleicht nur zu realistisch...
    Und zwei Dinge sind damit auch klar;
    1.an der Infrastruktur Schule hat sich nach 1,5Jahren Pandemie zumindest in Berlin nichts, aber auch gar nichts geändert und
    2. "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern..."

  17. 23.

    Ich erkenne in den Tests nur eine geringe Aussagekraft. Wer mal Gelegenheit hatte, einer "Klassentestung" beizuwohnen oder sie sogar durchzuführen, wird bestätigen, dass die Dunkelziffer durch falsch durchgeführte Tests sehr hoch ist.
    Um verlässliche Aussagen herbeizuführen, müsste jede Schülerin und jeder Schüler einzeln und unter Aufsicht getestet werden.

  18. 22.

    Was genau haben Tests mit Pandemietreiben zu tun? Ich kann jeden an jedem Tag testen. Und dann? Dann ist er getestet. Das verhindert nicht eine Infektion, sondern ertestet sie nur, zeigt sie an. Testen ist NICHT impfen. Kinder in Ruhe lassen? Ist es ihnen lästig, die Kinder um Tests und Maske zu bitten? Die Kinder sind oft einsichtiger als die Erwachsenen, die den Kindern einreden, dass alles Mist ist. Kinder waren, sind und bleiben Pandemietreiber, solange die Schulen geöffnet sind, man zu 30 und mehr SChülern beisammen in ungelüfteten, ungefilterten Räumen hockt! Kinder sind IMMER Multiplikatoren im Pandemiespiel, solange sie Schulen und Kitas besuchen. Eltern im Homeoffice sind dagegen steril....

  19. 21.

    Die Kinder sind nicht die Pandemietreiber.
    Sie werden mehrmals wöchentlich getestet, fällt der Test positiv aus geht es in Quarantäne.

    Da kenne ich Erwachsene, die sich in der gesamten Pandemie nicht einmal getestet haben.

    Also, lasst die Kids in Ruhe!

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