Mehr Patienten in Krankenhäusern - Brandenburger Corona-Warnampel springt auf Rot

Fr 01.04.22 | 17:42 Uhr
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Eine rote Lampe signalisiert einem Chirurgen, dass im Operationssaal eine OP stattfindet. (Quelle: dpa/Hans Wiedl)
Bild: dpa/Hans Wiedl

Die Brandenburger Warnampel für die Zahl der Krankenhauspatienten mit Covid-19 ist wieder im roten Bereich. Der Wert neuer Patienten pro 100.000 Einwohner in einer Woche stieg auf knapp 6,6, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern nahm zuletzt mit Stand vom Donnerstag leicht ab, die Warnampel zeigt dabei Grün. Die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche ging erneut zurück und lag am Freitag bei 1.125. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 1.425. Brandenburg liegt deutlich unter dem Bundesschnitt von 1.586.

Basisschutz ab Sonntag

An den Schulen hat sich die Corona-Lage erneut etwas entspannt: 5.493 Schülerinnen und Schüler hatten in dieser Woche zum Stichtag Donnerstag einen positiven Test, das war ein Anteil von 1,8 Prozent. Das teilte das Bildungsministerium mit. In der Woche davor waren noch 7.470 Schülerinnen und Schüler positiv getestet, das war ein Anteil von 2,5 Prozent.

Unter den Lehrkräften hatten 819 einen positiven Corona-Test, das sind 3,3 Prozent. In der Woche davor waren 958 Lehrkräfte positiv getestet, das entspricht 3,9 Prozent.

Ab Sonntag gelten in Brandenburg nur noch Basisschutz-Regeln. Vielerorts entfällt die Maskenpflicht, nur im ÖPNV sowie im medizinisch-pflegerischen Bereich bleibt sie bestehen. Zudem entfallen Zugangsbeschränkungen für Großveranstaltungen, für die Gastronomie und den kulturellen Bereich. Sollte sich die Lage in den Krankenhäusern des Landes zuspitzen, kann der Brandenburger Landtag Hot-Spot-Regelungen und damit wieder schärfere Maßnahmen beschließen.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 1. April 2022, 19:30 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Ich finde die 2,5 % bei den Schülern erstaunlich hoch, dafür dass sie sich zu Hause testen.
    In der letzten Woche wurden in Berliner Schulen 1.314.861 Selbsttestungen durchgeführt durch 458.779 Schüler (falls alle da waren). 5039 Ergebnisse waren positiv, was 0,383 % entspricht.

  2. 9.

    Daran hab ich nicht mal gedacht :D
    Dann werden sich in Deutschland irgendwann 120 Mio infiziert haben… Gibraltar hat ja auch 115% der Bevölkerung geimpft

  3. 8.

    "Interessant wäre auch, da es ja auch Leute gibt die sich schon ein paar mal infiziert hatten, zählt da die Infektion oder die Person ?"

    Nett sind auch die mehrfachen Freitestversuche nach Infektion, welche dann - solange positiv - immer wieder als neuer "Fall" gezählt werden...

  4. 7.

    Interessant wäre auch, da es ja auch Leute gibt die sich schon ein paar mal infiziert hatten, zählt da die Infektion oder die Person ? Ich vermute ersteres und damit hätte man eh keinen Überblick mehr.

  5. 6.

    Doch, das sagt was aus. Die Impfquote unter den Lehrkräften ist mit Sicherheit deutlich höher, als die der Schülerschaft.
    Ich vermute eher, dass die unvermeidliche Welle bei den Schülern einfach schon weitgehend durch ist. Die Infektionswelle läuft sich unter denen einfach tot, so wie das bei allen Wellen nach einer gewissen Zeit passiert. Interessant wäre eher, wo sich die Lehrkräfte infizieren, im engen Kontakt mit Schülern oder doch eher untereinander im Lehrerzimmer?

  6. 5.

    Mir sind mehrere Schüler namentlich bekannt, die nach einer überstandenen leichten Erkrankung wiederum positiv getestet sind, allerdings ohne Symptome. Kürzester Abstand zwischen Erkrankungsende und Neuinfektion: sechs Wochen.

  7. 4.

    Das sagt rein gar nichts über die Effektivität oder Wirksamkeit von einer Impfung aus, wenn man nicht weiß, wieviel Prozent des Lehrkörpers denn überhaupt geimpft sind…
    Wenn die Damen und Herren genau so realitätsverleugnend und impfverweigernd wie die lieben „Leerdenker“ sind, wundert mich das gar nicht!! Ich unterstelle den Schülerinnen und Schülern in der Hinsicht mehr soziale und emphatische Kompetenz als den Pädagogen… Sorry!

  8. 3.

    "An den Schulen hat sich die Corona-Lage erneut etwas entspannt:" Wenn pro Schultag diese Zahlen an Infiziertenmeldungen typisch sind, ist es vielleicht einfach schon nahezu komplett durch bei den Schülern? Wieviele Infektionen bei Schülern gab es denn schon in der Summe bisher und wieviel Prozent sind das von der Gesamtschülerzahl? Diese Gegenüberstellung habe ich bisher nirgends gefunden. Da die 7d-Inzidenzen bei Lehrern ähnlich sind, wäre die gleiche Rechnung für Lehrer auch interessant.

  9. 2.

    Dem Herrn sei's gedankt. Können die Masken ja noch ne Weile auf bleiben.

  10. 1.

    Das schaut arg nach negativer Impfeffektivität aus, wenn die Inzidenz bei den Lehrkräften bei 3300 (3,3% positiv Getestete innerhalb einer Woche)liegt, bei den vielfach ungeimpften und ständig getesteten Schulkindern dagegen nur bei 1800 (1,8%). Wenn nun auch an Schulen gelockert wird, sollten daher wenigstens die Lehrkräfte weiterhin Maske tragen müssen.

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