Terminal des BER in Abendbeleuchtung (Quelle: dpa)
Audio: Inforadio | 15.09.2017 | Thomas Rautenberg | Bild: dpa-Zentralbild

BER-Aufsichtsrat hat getagt - Ausbau ja, Termin nein

Ende 2018 sollen die Bauarbeiten am BER abgeschlossen sein. Das sieht die aktuelle Planung der Flughafengesellschaft vor. Und die Eröffnung? Auch dafür könnte es nach einem Medienbericht einen Termin geben. Das wollte der Aufsichtsrat am Freitag aber nicht bestätigen.

Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft hat grundsätzlich die Pläne für die Erweiterung des Großflughafens BER nach der Inbetriebnahme gebilligt. 

Ein Termin für die Eröffnung steht aber weiterhin noch nicht fest. "Da muss ich Sie noch ein bisschen um Geduld bitten", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitagabend nach der Sitzung. Man wolle aber noch in diesem Jahr einen Termin nennen. Bislang hatte die Gesellschaft bereits erklärt, die Bauarbeiten sollten bis Ende August 2018 abgeschlossen sein. Weil dann aber noch umfangreiche Tests notwendig sind, gilt ein Start vor 2019 als unwahrscheinlich.

Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme haben seit 2011 eine Eröffnung immer wieder verzögert.

Flughafengesellschaft soll verbindlichen Eröffnungstermin genannt haben

Für Aufregung sorgte am Freitag ein Zeitungsbericht, wonach die Flughafengesellschaft doch einen Termin für die Eröffnung verbreitet haben soll. Nach einem Bericht des "Tagesspiegels" haben Verantwortliche der Flughafengesellschaft der Europäischen Investitionsbank als Kreditgeber einen verbindlichen Eröffnungstermin genannt. Dieser soll den Informationen zufolge spätestens am 30. September 2019 sein.

Wie der "Tagesspiegel" weiter berichtet, soll der Termin für die Eröffnung spätestens im Dezember 2017 genannt werden; auch das sei der Bank zugesichert worden. Vor Journalisten sagte Lütke Daldrup, der Rahmenterminplan reiche bislang nur bis zum Abschluss der Bauarbeiten, derzeit würden die danach notwendigen Tests geplant.

Ausbau und Tegel auf der Agenda

Der Ausbau bereits direkt nach der Eröffnung ist notwendig, weil sich das Passagieraufkommen stärker als angenommen entwickelt hat und die Inbetriebnahme nun deutlich später erfolgt als geplant. Die Flughafengesellschaft will die Kapazitäten daher von zunächst 22 Millionen Fluggästen im Jahr auf 55 Millionen im Jahr 2035 erhöhen. Zu diesem Zweck sollen 2,3 Milliarden Euro investiert werden.

Viele Fragen, viele Antworten

Lütke Daldrup bekräftigte, dass die Flughafengesellschaft an dem Konsensbeschluss der Eigentümer - dem Bund und die beiden Länder Berlin und Brandenburg - festhalte, wonach Tegel nach Inbetriebnahme von Schönefeld vom Netz gehen soll. Dies sieht auch die Genehmigung des Großflughafens so vor. Die Unterstützer des Volksentscheids am 24. September - darunter die CDU und die FDP in Berlin - wollen dies verhindern. Ein Votum für die Offenhaltung Tegels hätte für den Berliner Senat allerdings rechtlich keine bindende Wirkung.

Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider sagte, das Gremium habe sich auch intensiv mit dem aktuellen Baufortschritt beschäftigt. "Da haben wir eine Reihe von Fragen gestellt und eine Reihe von Antworten bekommen." Bei der nächsten Sitzung im November solle weiter darüber gesprochen werden. Auch die Finanzierung des Ausbaus werde dann erneut besprochen. Zudem werde der Aufsichtsrat dann, wie von der Gesellschafterversammlung gewünscht, über das Ergebnis des Volksbegehrens beraten.

Kommentar

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8 Kommentare

  1. 8.

    Wer glaubt das denn noch? Abreissen ist billiger.

  2. 7.

    Hahaha! Reißt diese elende Bauruine doch endlich ab. Eröffnet wird das Ding eh nie. Der ganze Mist innen ist doch auch schon uralt. Einfach schrecklich!

  3. 6.

    Soviel i.weiß liegt der BER im Land Brandenburg und die Einnahmen gehen zugunsten der Landesregierung.Wogegen nichts spricht da Brandenburg endlich auch mal was abbekommen sollte vom Reichtum aus unserem Wohlstandsstaat.Als Steuerzahler stehe ich zu diesem Flughafen.

  4. 5.

    Welch ein schöner Vergleich mit unserer wunderbaren Nationalgallerie. Doch alles andere in Ihrem Kommentar ist absurd.Es wird nur noch ü.den neuen Flughafen negativ hergezogen was das Zeug hält.Ich freue mich schon auf d.baldige Eröffnung.Dann dürfen all diese Billigflugreisenden wieder anstehen und warten wann Eurowings,Raynair endlich abheben.Airberlin ist dann längst Schnee v.gestern.

  5. 4.

    Der Ber kann garnicht mehr ein Erfolg werden. Der Zug ist abgefahren. Oder zahlt er uns, wenn er Gewinn machen sollte (was nicht selbstverständlich ist), unsere Steuern zurück? Bin ich dann schon tot?

  6. 3.

    Wenn ich mir das Foto so anschaue - er hat was.... jedenfalls als Nebengebäude der neuen Nationalgalerie, als Museum für moderne Kunst, oder doch als "neue Philharmonie" ohne Elbe? Er hat was... durchaus... wenn auch nicht als Airport :-)

  7. 2.

    Egal was alle sagen: der BER wird ein Erfolg (genau wir der Berliner Hbf oder die Elbphilharmonie in Hamburg)!
    Es gibt bewusst viele Falschmeldungen und es wird stets nur noch negativ berichtet!
    Man brauch sich ja nur die Berichterstattung vor der geplatzten Eröffnung 2012 ("schönster und modernster Flughafen Europas") und danach (alles ist schlecht) anschauen...
    Zusammen mit SXF wird der BER weit mehr als die benötigten Kapaziäten haben. Der BER verfügt nämlich in der Anfangsversion über eine Kapazität von 27. Mio Passagieren (durch den zusätzlichen Einbau von 2 Gepäckbändern)!
    27 Mio. am BER + 10-12Mio. in SXF= 37-39Mio. Und mit dem neuen Terminal T1E (+ 6 Mio.)insgesamt 43-45 Mio. !!!

  8. 1.

    Was für eine Schmierenkomödie! Da wird kurz vor der unbequemen Abstimmung noch schnell die Hoffnung auf einen verbindlichen Termin geweckt. Und ausreichende Kapazität des BER für 2035 versprochen. Bei den bisherigen "Leistungen" der Verantwortlichen macht das fassungslos.
    Einen unbegrenzten Weiterbetrieb von Tegel, wie von der Initiative gefordert, halte ich nicht für sinnvoll, allerdings sollte der alte Flughafen offen bleiben, bis die Kapazität des BER TATSÄCHLICH ausreicht. Der Senat verweist immer nur auf die zwei Bahnen, mit denen andere Flughäfen weit mehr Passagiere bewältigen. "Vergessen" wird dabei, dass Flughäfen wie LHR oder DXB über zahlreiche Terminals verfügen, welche alle eröffnet sind und funktionieren. DAS ist der Engpass beim BER!

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