Baustelle auf dem Flughafen BER im September 2017 (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Bild: dpa-Zentralbild

Medienbericht - Prüfer zeigen weitere Mängel am BER auf

Nicht nur der TÜV sieht in seinem Prüfbericht erhebliche Risiken für die Terminplan des BER. Auch andere Prüfer sehen die bauliche Fertigstellung laut Berliner Morgenpost "stark gefährdet". Der Flughafenchef gerät damit weiter unter Druck.

Ein neuer Prüfbericht am BER sieht laut eines Berichts der Berliner Morgenpost weitere Risiken für den Terminplan von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Demnach sei der geplante Termin für die bauliche Fertigstellung des BER Ende August 2018 "ohne frühzeitige Gegensteuerung bei den eintretenden Störungen stark gefährdet". Dies gehe aus einem auf den 16. November datierten Bericht der Baubetriebsberatung RKS Ingenieure hervor.

Diese Gutachter sind seit Frühjahr 2017 für den BER tätig. Wie schon in dem kürzlich bekannt gewordenen Bericht des TÜV sehen auch die RKS-Gutachter erhebliche Mängel und Risiken bei den Bauarbeiten. Mindestens zehn wesentliche Risiken lägen direkt auf oder dicht am "kritischen Weg". Dies bedeute laut Morgenpost, dass weitere Verzögerungen an diesen Stellen Folgen für die Fertigstellung hätten.

Lütke Daldrup hält am Zeitplan fest

Der TÜV hatte in seinem Bericht geschrieben, dass immer noch die Brandmeldeanlage, die Entrauchungssteuerung und die Sprinkleranlage die größten Probleme verursachen.

Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup betonte auf Anfrage der Morgenpost, die Hinweise und Verbesserungsvorschläge der Gutachter würden berücksichtigt und umgesetzt. Daher hält Lütke Daldrup am Fertigstellungstermin fest.

Am 15. Dezember will der Fllughafenchef in einer Sondersitzung des Aufsichtsrates dann die Karten auf den Tisch legen und einen neuen Eröffnungstermin nennen. Dabei sollen dann auch externe Experten ihre fachliche Einschätzung abgeben, ob ein solches Ziel realistisch ist.

Technikchef Marks genießt offenbar nur noch wenig Vertrauen

Lütke Daldrup scheint jedoch anlässlich der Berichte nervös geworden zu sein. Denn wie der "Tagesspiegel" in seiner Samstags-Ausgabe berichtet, soll er den Technik-Chef Jörg Marks am Mittwoch entmachtet haben. Künftig solle das pannengeplagte Fluggast-Terminal in der alleinigen Verantwortung von Lütke Daldrup liegen, schreibt der "Tagesspiegel" unter Berufung auf eine Organisationsverfügung des Flughafenchefs.

Marks war im Februar vom damaligen Flughafenchef Karsten Mühlenfeld entlassen und dann - nachdem Mühlenfeld selbst geschasst wurde - zurückgeholt worden.  

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 11.

    Viele Grüße von der anderen Startbahn.Flughafen wird niefertig ist doch die beste Gelddruckmaschiene,und es zahlt
    der Steuerzahler. Bernd aus Mahlow

  2. 10.

    Alles übertrieben gegen BER Flughafen.
    Flughafen Chef Lütke Daldrup hält am Zeitplan fest
    .bitte nicht Tagesspiegel oder Zeitung macht nicht mehr übertreiben drücken . Nur verantwortlich von Flughafen Chef Lütke Daldrup macht weiter ....

  3. 9.

    ...von mir aus gerne auch 3019.
    Gruß aus der Einflugschneise :)

  4. 8.

    Konnte schon mal irgendeiner nicht in den Urlaub oder anderswo hin fliegen ,weil der BER noch nicht auf war? Nein,also. Mecker,mecker,mecker.....

  5. 7.

    Wer soll denn diesen Neubau bezahlen?
    Es ist natürlich sinnvoll, kurz vor der Fertigstellung eines Flughafens, noch einmal ganz von vorn anzufangen.
    Wenn Sie dafür Geld übrig haben, Bitte sehr!
    Öffnen Sie ihre Geldbörse ganz weit.
    Mir ist es jedenfalls lieber der Flughafen öffnet 2019/2020 oder 2021:-)

  6. 6.

    Man kann natürlich viel darüber reden und schlaumeiern. Allerdings hilft das niemanden mehr weiter.
    Vielleicht ist ein sofortiger Baustop und anschließender Neubau sinnvoller.

  7. 5.

    ....weil er an sich kein "Schrotthaufen " ist!

  8. 4.

    Gegen den Ber Schrotthaufen müssten mal Massendemos gestartet werden, macht aber keiner.

  9. 3.

    .... Ein Flughafen kann nur so viele Passagiere befördern, wie es der "schwächste Baustein" in der komplexen Brandschutz-/ Sicherheitsarchitektur zulässt. Für wieviele Passagiere pro Stunde bzw. am Tag oder im Jahr ist denn die jetzige Brandschutz-/ Sicherheitstechnik aktuell belastbar? Sind es mit den vorgefundenen Schwierigkeiten dann jährlich 5, 10 oder 20 Mio. beförderbare Passagiere. Die realistische Belastbarkeitsgrenze der Brandschutz-/ Sicherheitstechnik ist in der jetzigen Ausnahmesituation der Maßstab aller Dinge und diktiert das Geschehen zur Baufertigstellung, nicht der ursprüngliche Plan oder Wunsch ca. 27. Mio. und mehr Passagiere befördern zu müssen. Für die Differenz zwischen jetzt technisch vorhandener Brandschutzsicherheit zum gesamten Passagieraufkommen von jährlich bis zu 30. Mio. und mehr Passagieren muss eine anderer Lösungansatz gefunden werden (interrimsweise oder sogar langfristig). Sonst wird es vermutlich noch sehr lange dauern, bis geeignete technische Lösungen gefunden sind, die von den Prüfern der Genehmigungsseite bzw. den Sachverständigen akzeptiert werden können.

    Bildlich gesprochen befindet sich der Flughafen BER in einer extremen Schlechtwetterfront und die verantwortlichen Piloten müssen die Erlaubnis haben oder bekommen, unkonventionell zu reagieren und zu handeln. Sonst wird das "Mayday" immer lauter bis es dann ganz verstummt. Also bitte keine "Ray-Ban-Attitüden" mehr. Dafür ist dann später wieder Zeit, wenn der Hauptstadt-Airport fertig und eröffnet ist.

  10. 2.

    Das interessiert niemandem mehr, wer unsere Steuergelder auffrisst.

  11. 1.

    Ein Debakel ohne Ende der BER. Wieviel Millionen bzw Milliarden sollen hier noch reingepummpt werden??

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