Ein Baustellenschild auf dem Gelände des Hauptstadtflughafens BER (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Flughafen-Aufsichtsrat werden Zahlen vorgelegt - Was soll der BER-Ausbau kosten?

Dass der BER bereits jetzt zu klein ist, haben mittlerweile alle Beteiligten zugegeben. Deswegen wird bereits der Ausbau geplant. Am Freitag sollen Zahlen veröffentlicht werden, was das Ganze kosten würde. Nur wer den Ausbau leitet, ist noch unklar.

Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft beschäftigt sich am Freitag mit den Ausbauplänen des noch nicht geöffneten Flughafens BER. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will den Kontrolleuren vor allem erklären, wie viel die geplanten Ausbaustufen in Schönefeld jeweils kosten könnten und wie viele zusätzliche Passagiere starten und landen dürften.

Eigentlich wollte Lütke Daldrup für den Ausbau den Bauexperten Carsten Wilmsen vom Flughafen München nach Schönefeld holen. Daraus wird aber offenbar nichts. Am Donnerstag sickerte durch, dass der Ingenieur abgesagt habe, weil er nicht im Range eines Geschäftsführers eingestellt werden sollte. Das berichtete die "Berliner Morgenpost". Brandenburg als Miteigentümer des Flughafens sei dagegen gewesen, das Führungsgremium zu erweitern.

Der ehemalige Verkehrsstaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup (Foto: dpa)
Erstmal ist Flughafen-Chef Lütke Daldrup mit seiner Personalidee gescheitert | Bild: dpa

Bedenken gegen weiteren Geschäftsführer

Die Stelle Wilmsens als Geschäftsführer wäre die vierte Führungsposition im BER gewesen und hätte noch einmal jährlich mit etwa 300.000 Euro zu Buche geschlagen. Dagegen gab es offenbar Bedenken, insbesondere bei den Brandenburger Linken, so die Morgenpost.

Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement ist der Start des drittgrößten deutschen Flughafens seit 2011 schon sechs Mal verschoben worden. Der Neubau soll den alten Flughafen Tegel ersetzen. Inzwischen sind die Passagierzahlen in Berlin aber so stark gewachsen, dass angebaut werden muss.

2,3 Milliarden Euro bis 2030

Die Flughafengesellschaft hatte ihre Pläne über einen Ausbau bereits Ende August kurz vor dem Tegel-Volksentscheid an den Aufsichtstrat geschickt. Demnach ist unter anderem geplant, den Airport um ein Nordpier zu erweitern und die bestehenden Terminals zu verlängern. Damals waren Gesamtkosten von 2,3 Milliarden Euro bis 2030 genannt worden.

Masterplan der Betreibergesellschaft des BER zur Erweiterung des Flughafens (Quelle: FBB)
| Bild: fbb

Der Ausbau soll bis 2040 in mehreren Stufen erfolgen. Mehr dazu...

Sendung: Brandenburg Aktuell | 17.11.2017 | 19.30 Uhr  

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Mich entsetzt die Politik in jeder Hinsicht, keinen Mut zum Ende! Aber es ist ja nicht das eigene Geld! Das Geld landet in dubiosen Kanälen und dort lacht man sich ins Fäustchen über die unendliche Dummheit. Und das Geld fehlt so dringend für wichtige Dinge. Was ist das für eine skruplelose Lobby! Jeder Aufsichsrat muss eigentlich wie jeder normale Arbeitnehmer für seine Arbeit haften. Wenn ich die finanzellen Mittel hätte , würde ich als Bürger klagen. Die neuen angesetzten Kosten für den BER bis zur Eröffnung, es machte einen " normal Denkenden " fassungslos !

  2. 9.

    Otto: Er gab uns Figuren wie Robin Hood, der Rächer der Enterbten und Beschützer von Witwen und Waisen. ... Äh, der Versprecher der Entnervten! Kutscher fahr weiter, das ist ja nicht zum Aushalten!

  3. 8.

    Nächster Akt: der Ausichtsrat gibt grünes Licht für die Erweiterungsplanung. Das Büro GMP (Gerkan - Mark - Partner = gekündigtes Büro 1. Bauabschnitt) meldet seine Urheberrechtsansprüche an und verlangt: "Wir planen". Bauherr lehnt ab und schreibt die Planung aus. GMP bewirken einstweillige Verfügung: No go bis zur Klärung. GMP gewinnt in erster Instantz. BER geht in die Revision. Nach 6 Jahren entscheidet das BVG: GMP hat keinen Anspruch. Neuer Planer wird bestimmt. Gewinner der Ausschreibung: "GMP - Nachfolger Planungsgesellschaft mbH". Man schreibt 2024. Die Planung beginnt. Mit einem Nachlauf von nur 5 Jahren wird die Erweiterung fertiggestellt - 2029. Der Flughafen ist wieder viel zu klein....

  4. 7.

    Da der Ausbau (höchstwahrscheinlich) notwendig ist, ist es doch sinnvoll, jetzt die Planung zu beginnen bzw. durchzuführen. Zur Eröffnung des BER ist schließlich keine Planungsphase mehr notwendig.

  5. 6.

    Gut dass wir Tegel haben!!!

  6. 5.

    das gab es doch schon alles oder erinnert es nicht an:

    -Baron von Münchhausen
    -des Kaisers neue Kleider
    -Don Quijote de la Mancha
    -Schildbürger

  7. 4.

    Der Witz des Tages!
    Sollte erst mal eröffnet werden. ....

  8. 3.

    Die kriegen beim jetzigen BER nichts auf die Kette und planen schon den Ausbau? Wann soll der denn dann fertiggestellt sein? In 2090 oder gar in 3000? Heh Planer, dann brauchen wir den nicht mehr, denn dann wird gebeamt

  9. 2.

    Wieso wird nicht erst einmal fertig gebaut und Betrieb gemacht? Anschließend kann man Expansion planen. Der Ausbau soll wahrscheinlich die Verzögerungen verschleiern und in zehn Jahren ist immer noch nichts fertig...

  10. 1.

    Bevor man den BER ausbaut, sollte man den erst einmal eröffnen. Die ganze Welt lacht über Berlin und den BER.

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