Hauptterminal BER (Quelle: dpa/Hirschberger)
Audio: Inforadio | 11.01.2018 | Jan Menzel | Bild: dpa/Hirschberger

Senatsangaben - BER-Ausbau bis 2030 soll knapp drei Milliarden Euro verschlingen

Später, größer und teurer: Für die Fertigstellung und Erweiterung des BER sind deutlich höhere Summen erforderlich als bislang bekannt. Berlin Finanzstaatsekretärin Sudhof (SPD) spricht von knapp drei Milliarden Euro, die allein für den Ausbau fällig werden.

Der BER wird bei der Eröffnung zu klein sein und muss deutlich erweitert werden: Für diesen Ausbau des Flughafens in Schönefeld werden nach Senatsangaben bis 2030 knapp drei Milliarden Euro benötigt. Das sagte Finanzstaatssekretärin Margaretha Sudhof (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

"Unabhängig davon werden zusätzliche Kosten durch die Verschiebung der Eröffnung entstehen", sagte Sudhof. Das seien Betriebskosten für die Anlage, Kosten für die Baustelle und fehlende Einnahmen aus Laden-Vermietung sowie Landegebühren.

Darlehen von über einer Milliarde Euro verfügbar

Wie hoch der "Nachschlag" ausfallen wird, ist derzeit noch unklar. Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge könnte von bis zu eine Milliarde Euro fällig werden. Allein die Kosten für den Baustellenbetrieb und die Einnahmeausfälle beliefen sich auf rund 25 Millionen Euro pro Monat. Bis zur geplanten Eröffnung im Oktober 2020 fehlten so rund 750 Millionen Euro. Außerdem brauche der Flughafen weitere Millionen für neue Aufträge zur Fertigstellung und zum beschleunigten Ausbau.

In einem rbb-Interview am Montag schloss bereits Berlins Regierender Müller (SPD) weitere Zahlungen für den BER nicht aus. 

Im Moment habe die Flughafengesellschaft aber noch Geld zur Verfügung, sagte Sudhof, die auch selbst dem Flughafen-Aufsichtsrat angehört. Noch nicht abgerufen seien ein Gesellschafterdarlehen in dreistelliger Millionenhöhe sowie ein Bankdarlehen von mehr als einer Milliarde Euro.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will die Kapazität des Flughafens bis 2040 auf 55 Millionen Passagiere pro Jahr verdoppeln. Sudhof versicherte, der Flughafen werde im Betrieb sehr profitabel sein. Bislang sind für den seit Jahren verzögerten Bau einschließlich erster Erweiterungen 6,5 Milliarden Euro veranschlagt.

Der Flughafen soll im Oktober 2020 in Betrieb gehen.

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Antwort auf [Inge N.] vom 12.01.2018 um 11:14
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42 Kommentare

  1. 42.

    .....jetzt stellen wir uns einmal vor: Alle Verantwortlichen müssten mit ihrem Privatvermögen haften wenn sie Schei.... bauen - egal wobei. Das würde hier laufen wie am Schnürchen.

  2. 41.

    Der BER wird niemals in Betrieb gehen. Gleichwohl wird weiter daran für teures Geld gebaut werden. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass auch niemand für die Fehler in Regress genommen wird, obwohl viele Schuldige bekannt sind. Wenn jedoch Schuldige benannt würden, hätte dies unabsehbare und teure Klagen zur Folge, also wird so getan, als gäbe es kein Verschulden. So muss auch in Zukunft keiner befürchten, je für Fehler einstehen zu müssen. So gesehen ist es geradezu genial vom derzeitigen Flughafenchef Lütge-Daldrup, einfach nochmal einen kleinen Nachschlag von 3 Milliarden Euro für einen weiteren Ausbsu zu fordern. So stellt er sein üppiges Gehalt auf Jahre sicher und entledigt sich gleichzeitig nerviger Nachfragen der Öffentlichkeit nach einem baldigen Eröffnungstermin - ist doch klar, dass der weitere Ausbau dauern wird...In der Summe nähern wir uns dann einer Summe von 10 Milliarden und es wurd trotzdem keine Eröffnung geben.

  3. 40.

    Der FBB geht nicht pleite, es werden dann die Bürgschaften gezogen. Die Frage ist nur, wieviel wird noch in dieses Fass ohne Boden gesteckt und wann wird die Notbremse gezogen? Die Bilanz ist doch längst schon geschönt, oder denken Sie, daß das Flughafengebäude wirklich so viel wert ist? Kein anderer Investor würde für einen Kauf dafür soviel bieten. Warum darf
    Tegel nicht weiter genutz werden (siehe Bürgerbefragung, wobei auch hier schon weitere Millionen € zur Offenhaltung reingepumpt werden)? Nur ein von Politikern gemachtes Gesetz, kein Naturgesetz, bestimmt es. Umkehrschluß, wenn sich Rahmenbedingungen ändern, sollten auch Gesetze angepaßt werden können. Alles andere zeugt von sturer Bürokratie.
    Zur Zeit gibt es Tegel und Schönefeld und auch Leipzig ist, bei guter Anbindung (es gab einmal die Vision einer Magnetbahn)schnell zu erreichen.
    Sie sollten etwas flexibler an diese Problematik herangehen. Freundlichen Gruß

  4. 39.

    Wie wollen sie die Flughafengebäude umnutzen, ohne, dass die FBB pleite geht und die Bürgschaften gezogen werden?
    Erklären sie das vielleicht einmal!
    Mir fällt nicht ein, wie man den Terminal so umwidmen könnte, dass er noch in der Bilanz der FBB als Aktiva stehen bleiben könnte.
    Zudem müssten sie immer noch einen Flughafen für Berlin/Brandenburg bauen, weil Tegel nicht auf Dauer genutzt werden kann.
    In den 20-30 Jahren, die ein Planfeststellungsverfahren mit Bürgerbeteiligung u.a. auch bei der Festlegung von neuen Flugrouten des neu zu bauenden Flughafens dauern würde, fliegen wir von welchem Flughafen?!
    Ihre Vorschläge sind auch nicht ganz ausgereift!

  5. 38.

    Jetzt reden Sie es schön. Die gestiegenen Baukosten des neuen Flughafens basieren vorrangig auf Fehlplanungen und Pfusch und dann erst zum geringeren Teil auf die Erweiterung. Für die Jahre 2016 bis einschließlich 2019 wurden/werden nur für die Unterhaltung des Baus insgesamt 1,2 Mrd. € fällig. Das sind Gelder, die Beinhalten keinen Mehrwert am Flughafen!
    Vergessen Sie bitte nicht, daß bei den anfänglichen Diskussionen in der Planung für die Größe des Flughafens die jetzige Kapazität sogar als zu groß bemessen wurde.
    Leider werden in den Nachrichten auch immer wieder all die Opfer der Fehlplanungen vergessen, wie z.B. kleine Baufirmen und Händler, die in die Insolvenz getrieben wurden.
    Dagegen haben viele sogenannte Topmanager gut verdient, ohne, daß sie dafür haftbar gemacht wurden.

  6. 37.

    Der BER gehört zur Hälfte dem Bund, warum äussert sich hier nie unsere liebe Landesmutter?
    Wär doch mal was für die neue GroKo, egal der Steuerbürger knüppelt weiter, war da nicht mal was mit kalte Progression abschaffen? Egal, ist noch immer irgendwie gut gegangen...

  7. 36.

    ...um Gottes Willen, seien Sie vorsichtig mit solchen Gedankengängen !
    Sie wissen schon, das diese Abgabe bis heute Bestand hat, oder ? Die kaiserliche Kriegsmarine liegt zwar längst am Meeresboden, aber wir zahlen noch immer dafür !
    Das dürfte dann beim sog. BER genau so sein.......man wird die nächsten 50 oder 100 Jahre eine "Brandschutzsteuer" entrichten müssen.......auch nachdem man erkannt hat, das a) der Flughafen in dieser Form nicht gebraucht wurde und b)es wegen der vorsätzlichen Verschlechterung der Beziehungen Richtung Osten kein "Drehkreuz OST" benötigt wird / wurde....

  8. 35.

    Die gestiegen Baukosten resultieren unter anderem aus gestiegenen Abfertigungskapazitäten und natürlich Pfusch bei Planung und Bau.
    Die Baukosten, die sie am Anfang genannt haben, waren für einen kleineren Flughafen gedacht.
    Aufgrund der gestiegenen Passagierzahlen musste die Planung angepasst werden und bei der Umsetzung hat es eine Menge Fehler gegeben.

  9. 34.

    Es gibt bereits Konzertkarten ab 6,00€. Das können sich auch weite Teile der Bevölkerung erlauben!
    Die zukünftigen Flug kosten ab Berlin dürften diesen Betrag um ein vielfaches übertreffen.

  10. 33.

    Zu Kaiseszeiten hieß es, Was kann aus Berlin schon gutes Kommen. das ist schon 100 Jahren her. Es hat sich also nichts geändert.

    Gruß aus dem Rheinlangf

  11. 32.

    Typisch BER: für welchen Zeitpunkt gilt der Betrag? (Kostenanfallszeitpunkt oder Prognosezeitpunkt); Welcher Genauigkeitsgrad wird der Prgnose beigemessen? Was ist Grundlage der Prognose? (Welcher Planungsstand ist erreicht). Tango delittanti. Vergessen wir diese Zahlen. Und: wer gibt einer so eindeutig unfähigen Organisation auch nur einen Euro in die Hand? Wer das tut sollte entmündigt werden!

  12. 31.

    Die hatten Bonn als Hauptstadt behalten sollen. In Berlin regiert man schlimmer als zu Kaisers Zeiten. Aber für die Flotte gab es eine Sektsteuer, vielleicht erfindet man jetzt eine Sondersteuer für BER.

  13. 30.

    Dann werden darauß mit Sicherheit 6-8 Milliarden und dabei sollte man nicht vergessen , wer von denen dafür entscheidend verantwortlich war mit seinen Rechenkünsten ! Sicher ist jedenfalls , dass die Herren,Wowereit und Platzeck, ihre spätere Versorgung als Vorstände sehr sehr gut abgesichert haben. Traurig das Ganze das man mit so wenig Ahnung von der Sache , sich ein so schönes Leben gönnen kann !

  14. 29.

    Bei solchen Großprojekten frage ich mich immer: Wer profitiert und wer zahlt dafür?
    "Er ist noch nicht fertig und trotzdem ist schon lange klar: Der BER wird bei seiner Eröffnung zu klein sein."
    Das Zitat dürfte auch auf den im Bau befindlichen Tiefbahnhof S21 in Stuttgart zutreffen, der nur 8 Gleise hat statt 16 wie bisher.

  15. 28.

    Was Sie beschreiben ist eine Finanzblase. Kredite werden immer fällig. Die Frage ist nur, ob man auch sein Geld zurück bekommen kann. Bis jetzt kostet der nutzlose Unterhalt nur 25 Millionen € monatlich.
    Die Aktiva, wie Sie schreiben, sind leider ohne Nutzung nichts wert. Also Umnutzung, aber das kostet auch.
    Aber wie können sich die Planer bezüglich der Baukosten so verrechnen? Erst wurden nur 1,1 Mrd. veranschlagt, dann 2 Mrd., danach über 4 Mrd. und jetzt sind wir bei 6,5 Mrd. €, dabei handelt es sich nur um einen einfachen Flughafen.
    Andere Länder können Bauen.

  16. 27.

    Bis der Schrottflughafen fertig wird, beamen sich die Menschen von einem Ort zum anderen. Also einstellen, vielleicht ´ne tolle Skaterbahn für Kids und ein Naherholungsbebiet raus machen. Und wichtig: alle verantwortlichen dafür gerade stehen lassen ggf. mit ihrem Privatvermögen haftend!

  17. 26.

    Herzlichen Dank für Ihren Kommentar, aber WEN würden SIE denn dann einsetzen ??? - Oder wollen Sie einfach ohne Regierung leben ! - Stelel ich mir sehr schwierig vor...

  18. 25.

    "Berlins Regierender Müller (SPD) schloss weitere Zahlungen für den BER nicht aus"

    Ah, wovon will Berlin das denn bezahlen?

    Egal, ob und wann das Ding fertig wird, es dürfte der teuerste Plattenbau der Welt sein. Dazu passt das "Interieur" - schön wie eine Einbauküche in Eichenfurnier-Optik. Na ja, so lange es der Herr RB Müller bezahlt....

  19. 24.

    Das Berliner Abgeordnetenhaus sollte sich auflösen, die Abgeordneten den angerichteten Schaden aus eigener Tasche begleichen und Berlin unter Zwangsverwaltung gestellt werden.

    Arm aber sexy reicht halt einfach nicht.

  20. 23.

    Die ürsprünglichen Kosten des BER betrugen 1,1 Mrd. Der Ausbau soll nun 3 Mrd. kosten. Wenn ich jetzt richtig rechne, dann können wir uns auf ca.18 Mrd. einstellen.
    Jetzt ist es spätestens an der Zeit die Chinesen anzurufen.

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