Woidke sucht Kompromiss zu Nachtruhe am Hauptstadtflughafen (Quelle: dpa)
Audio: Inforadio | 09.01.2018 | Dietmar Woidke (SPD) | Bild: dpa-Zentralbild

Höhere Kosten erwartet - Woidke will weitere Steuer-Belastung durch BER verhindern

Nochmal eine Milliarde Euro - mit diesen Mehrausgaben rechnet die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) bis zur Eröffnung des BER. Wo das Geld herkommen soll, ist noch offen. Jedenfalls nicht vom Steuerzahler, sagt Brandenburgs Ministerpräsident Woidke.

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erwartet von der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), dass sie eine weitere Belastung des Steuerzahlers durch Mehrkosten am BER vermeidet. Dem rbb sagte Woidke am Dienstag in Potsdam, es gebe eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die die Flughafengesellschaft selbst habe.

Sollte dem Land Brandenburg als Gesellschafter dennoch eine begründete Anfrage vorliegen, werde man diese sehr genau prüfen, betonte der SPD-Politiker. Er persönlich gehe davon aus, dass der Steuerzahler nicht noch einmal zusätzlich belastet werde. Ausschließen könne er das aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Kostenrahmen zuletzt bei 6,6 Milliarden Euro

Woidke reagierte damit auf Berichte, wonach der BER in Schönefeld bis zur geplanten Inbetriebnahme im Herbst 2020 eine weitere Milliarde Euro benötigt.

Allein die Kosten für den Baustellenbetrieb und die Einnahmeausfälle belaufen sich demnach auf rund 25 Millionen Euro pro Monat. Bis zur geplanten Eröffnung im Oktober 2020 fehlten so rund 750 Millionen Euro. Außerdem brauche der Flughafen weitere Millionen für neue Aufträge zur Fertigstellung und zum beschleunigten Ausbau.

Berlin lehnt Beteiligung privater Investoren ab

Ein Flughafen-Sprecher verwies auf die Aufsichtsratssitzung im März, bei der über die weitere Finanzierung entschieden werden soll. Die Ausgaben für den BER mussten bereits mehrfach erhöht werden. Bei Baubeginn 2006 war von 2,5 Milliarden Euro die Rede, zuletzt dann von rund 6,6 Milliarden.

Brandenburg und der Bund können sich vorstellen, dass das zusätzliche Geld von privaten Investoren kommt. Der dritte Gesellschafter der FBB, das Land Berlin, lehnt dies bislang ab.

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5 Kommentare

  1. 5.

    was ist politik? erstmal den eigenen a... an die wand bekommen, schief gelaufenes schönreden und gut formulieren können, alles abstreiten und lügen!!!! man siehe die gesetzesentwürfe und gesetze der sog,. referenten (referenten juristen, die gern im trockenen sitzen wollen), in den ministeriern, (maut, herprämie, etc.)
    wo die politk eben mitspielt läuft das eben nicht, private investoren und fertig, dann läuft das auch
    herr wowereit hatte das damals abgelehnt...das ergebnis kennen wir leider noch nicht.....bisher 6,5 mrd. das ist nicht das ende

  2. 4.

    Herrn Woidke kann man nicht mehr ernst nehmen. Der BER ist schon lange die Lizenz zum Geld drucken zu Lasten des Steuerzahlers geworden :-( Aber selbst Schuld: Irgendwer muss ja diesen Landtag in Potsdam gewählt haben.

  3. 3.

    als man sich damals gegen Sperenberg entschieden hat, hätte sich der damalige BRB-Ministerpräsident aus der Flughafengesellschaft verabschieden sollen. in Sperenberg könnte man schon seit mindestens 10J fliegen.

  4. 2.

    Da Berlin den Einstieg eines privaten Investors ablehnt, bliebt einzig noch der Nutzer der Infrastruktur übrig. Warum also nicht die Fluggesellschaften und Passagiere bereits jetzt stärker an den Kosten für den Ausbau des Flughafens Schönefeld beteiligen? Bei rd. 34. Millionen Fluggästen jährlich und dem Interesse der Airlines an den Slots der Air Berlin gäbe es durchaus Potential zur Verbesserung der Einnahmesituation.

  5. 1.

    So so, Herr Woidke ERWARTET ... Na mal sehen was dies nutzt und ob er der Flughafengesellschaft gewachsen ist. Was meint der Steuerzahler dazu?

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