U-Bahn im Bahnhof Rudow (Quelle: dpa/Kumm)
Bild: dpa/Kumm

Verkehrsanbindung des BER - Bürgermeister fordern U7-Verlängerung nach Schönefeld

Die U-Bahnlinie 7 soll von Rudow bis nach Schönefeld verlängert werden - das wünschen sich die Bürgermeister von Neukölln, Treptow-Köpenick und Schönefeld. Denn die Behörden sehen schon einen drohenden Verkehrsinfarkt.

Die Stimmen für eine Verlängerung der U-Bahn-Linie 7 von Rudow in Neukölln zum neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld mehren sich. Unterstützung fand die Idee am Montag bei den Berliner Bezirksbürgermeistern von Neukölln und Treptow-Köpenick, Franziska Giffey und Oliver Igel (beide SPD), sowie Schönefelds Rathauschef Udo Haase (parteilos). "Ein Hauptstadtflughafen braucht auch eine Hauptstadtanbindung", sagte Giffey. Igel warnte vor einem Verkehrsinfarkt auf den Straßen im Südosten, sollte der öffentliche Nahverkehr nicht weiter ausgebaut werden.

Erst zum alten S-Bahnhof, dann zum BER

Nach Angaben der Kommunalpolitiker sprach sich auch das Dialogforum Airport Berlin-Brandenburg am Montag für den U-Bahn-Bau aus. Demnach wurde in dem Forum ein Konzept für eine drei Kilometer lange Trasse bis zum S-Bahnhof Schönefeld vorgelegt.

Der Bahnhof liegt am alten Schönefelder Terminal, das nach der BER-Eröffnung nach den aktuellen Plänen jedoch nur bis 2025 in Betrieb bleiben soll. Das Hauptterminal des BER befindet sich weiter südlich; dort sollen weitere Terminals gebaut werden. Nach der Beschlussvorlage könnte die U-Bahn in einem zweiten Schritt dorthin verlängert werden.

Gespräche laufen seit längerer Zeit

Im vergangenen Sommer hatte es bereits erste Gespräche zwischen Haase und Giffey über eine Verlängerung der U7 gegeben. Eine Senatsvorlage geht von einer Strecke mit drei Bahnhöfen aus. Auch der zuständige Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), befürwortet die Pläne. Unklar ist jedoch die Finanzierung: Die BVG rechnet für das Vorhaben mit Kosten von etwa 250 Millionen Euro.

Kommentar

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21 Kommentare

  1. 21.

    Und noch eine kleine Anmerkung für unsere tolle Verkehrssenatorin oder tollen Verkehrssenator:

    Würde man die Lücke vom Hauptbahnhof bis zum Gericht Moabit bzw. ehemaliges Krankenhaus Moabit/Rathenower Str. schließen, kann mit wenigen Kosten die U5 gleich bis Jungfernheide verlängert werden.

    Aber wie es in der Berliner Politik so ist, und leider auch bei der Bundespolitik, man trägt zu viel Watte auf den Ohren, sodass solche Informationen schneller im Nichts verpuffen, als mal wahrgenommen werden.

    Geschätzte Baukosten der Verlängerung 80-150 Millionen Euro für Fertigstellung Rohbau, und etwa 200 Millionen Euro für den Tunnelbau soweit mit Schildvortrieb-Bauweise gebaut wird, da Moorrastboden vorhanden ist.

    Bedeutet: Maximal rund 400 Millionen Euro und eine Strecke von 5,5 km wäre erschlossen, nimmt man den Flughafen Tegel noch hinzu, 40 Millionen drauf und alles wäre auf 7 km drin.

  2. 20.

    Der Witz beim Flughafen Tegel ist ja der:
    Wenn man in der Schalterhalle runter geht zu den Parkplätzen, ist die Wendeltreppe zur untersten Ebene abgesperrt, und warum das? Naja da wäre eine U-Bahnhof der bis auf die Gleise komplett fertig ist.

    Als damals die U7 zum Rohrdamm und dann nach Spandau verlängert wurde, hat man die Rohbaulücke von der Turm-/Huttenstraße in Moabit geschlossen und gleich den Flughafen mit angebunden.

    Aber, unsere super Senatsverwaltung war ja in den 90ern der Ansicht, Tegel braucht keine U-Bahn, weil wir bauen ja in Schönefeld ganz groß, 2009 ähh ich meine 2050 soll ja der Flughafen endlich fertig sein. Das Tunnelstück nutzt jetzt die BVG und Feuerwehr für Übungen.

  3. 19.

    Es wäre auch sinnvoll gewesen die U8 endlich bis ins Märkische Viertel weiterzubauen. Was würden da alles für Busse wegfallen können...
    Es wäre auch damals sinnvoll gewesen bis zum Flughafen Tegel zu bauen.
    Aber bei der ganzen Protestiererei in Deutschland passiert doch eh nichts. Ein Wunder, dass der BER überhaupt angefangen wurde...
    Es wäre auch sinnvoll endlich Querverbindungen zu schaffen, damit man schnell von Nord nach Ost usw. kommt. (Über Regionalbahnstrecken)
    Es wäre auch sinnvoller eine sinnvolle Verkehrsplanung zu machen, damit nicht so viele Abgase in die Luft geblasen werden. Aber das hat Rot-Rot-Grün ja nun vollends kaputt gemacht.

  4. 18.

    wer spricht von Fiasko? Die sind doch mit dem Tunnel bis Alex durch? Oder?, Das einzige war nur der vorzeitige Betrieb der U55, der finanziell ein Fiasko ist, aber mal ehrlich, das Geld ist doch da, wird nur falsch verteilt.

  5. 17.

    Wenn ich mir anschaue, dass kein Geld da ist, im U-Bhf. Grenzallee nach mehreren Jahren endlich mal Kacheln an die nackten Wände zu bringen, kann ich einer Weiterführung dieser Linie nichts abgewinnen. Im Bhf. Johannisthaler Chaussee (Gropiusstadt) - Kacheln teilw. abgenommen - und ggf. Lipschitzallee - auch dort sind die Kacheln lkomplett abgestemmt - ist ähnliches zu befürchten wie im Bhf. Grenzallee.

  6. 16.

    Diese Forderung steht seit Jahrzehnten (!) im Raum.
    Und irgendwie versucht sich hier jeder.
    Der aktuelle Tunnel der U7 reicht mit seiner Wendeschleife fast bis vor die Stadtgrenze.
    Erster Step wäre also ein Bahnhof im Frauenviertel.
    Dann weiter oberirdisch mit einer Brücke über die Gleise und 96a zum Terminal.
    Mein Chef sagte immer: "nicht quatschen ! Machen !"
    Nun macht doch endlich mal: Ideen, Planung, Zeitplan, Umsetzung !
    Hat der Senat noch nicht verstanden, dass die Bevölkerung sich weiter in die Außenbezirke drängt ?
    Berlin wächst; bekommt pro Jahr mind. 80.000 Einwohner mehr.
    Weiterführungen des ÖPNV sind unabdingbar. Aber nicht erst in 10 Jahren, denn da haben wir fast 1Mio. mehr in der Stadt und Umland, die mobil sein wollen.
    Vergleicht doch mal die "Spinne" jetzt, mit vor 15 Jahren:
    Wir haben hier den Verkehrskollaps vor der Tür ! Minütlich fahren oder stehen hier Busse !
    Ich kenne keine wirklich ernsthafte U-Bahn-Weiterführungen, die der Senat plant !
    Schade...

  7. 15.

    Wieso umsteigen? Die Züge fahren ja nicht ohne Halt durch! Die S 45 fährt auch zum Flughafen.
    Aber? Wie war das noch? Mit welcher S Bahn oder U Bahn komme ich zum Flughafen Tegel?

  8. 14.

    Ganz großartig, die Spandauer können sich anhand der Genialität der Bürgermeister aussuchen, ob sie mit der (S9) oder [U7] nach BER fahren! Der Rest Berlins kann umsteigen, umsteigen, umsteigen...

  9. 13.

    Da haben Sie schon ein Problem der Geschichte angesprochen: Wer Zahlt? Berlin? Die Strecke liegt z.T. in Brandenburg. Und Brandenburg? Es ist doch Sache der Berliner, ihre Einwohner zum Flughafen zu befördern. Dieser Konflikt wird die schönen Pläne zu Nichte machen.

  10. 12.

    Tatsächlich bietet Rudow die kürzeste Distanz zum BER, die U-Bahn könnte hier sogar oberirdisch geführt werden.
    Alle anderen Bahntrassen sind zeitintensive weite Umwege zum BER.
    Auch die Dresdner Bahn zum BER ist ein sinnloser Umweg, da die "Schnellzüge" sofort hinter der Stadtgrenze bremsen müssten, um langsam am BER zu stoppen.

  11. 11.

    Hätte schon seit 10 Jahren fertig sein können. War immer meine Forderung. Nur bis zur Fertigstellung vergeht viel zu viel Zeit. Das muss sich schleunigst ändern. Ober erdig ab Stadtgrenze ginge auch schneller.

  12. 10.

    Dann sollte man für Planung und Umsetzung gleich die Chinesen nehmen. Deutsche Firmen, Planer, Ingenieure und Bauaufseher sind wegen Inkompetenz von vorheirein vom Vergabeverfahren auszuschließen. Dann stehen nur noch die deutsche Bürokratie und die Umweltschützer einer verlängerten U7 bis 2023 im Wege...

  13. 9.

    OK U7 zum BER ist tatsächlich die kürzeste Distanz! Alle bestehenden Bahntrassen sind weite kurvenreiche Umwege!
    Dafür dann Dresdner Bahn durch Lichtenrade stoppen, denn die "Schellzüge" müssen sowieso sofort nach der Stadtgrenze scharf abbremsen , wenn sie in einer zeitaufwendigen langsamen Linkskurve am BER stoppen sollen.

  14. 8.

    Wieviel "U 10 oder U 11" denken Sie denn, dass Sie für 250 Millionen Euro kriegen? Die Strecke Potsdamer Platz bis Spittelmarkt? Oder doch eher nur Potsdamer Platz bis Stadtmitte?

    Und bitte: 250 Millionen Euro am Ende, nicht nach den schöngerechneten Kalkulationen, um ein fragwürdiges Projekt (Elbphilharmonie, Stuttgart 21) durchzupeitschen. Auch die U-Bahn zum BER (wo man sich unterm Rollfeld durchbohren müßte und wo es am neuen Terminal keinerlei Vorleistungen für einen U-Bahnhof gibt) dürfte am Ende eher so eine bis anderthalb Milliarden kosten.

    Aber wenn Brandenburg zahlt ...

  15. 7.

    Nehmen wir mal an, dieser Senat plant nicht doch bereits an einem schönen Radweg zum Flughafen und würde möglicherweise denn doch mal das Wagnis einer sinnhaften U-Bahn-Erweiterung eingehen wollen - mit all dem üblichen Planen, Planfeststellungsverfahren, Klagen von Bürgern, Ausschreibungen, Klagen von Firmen, Bauen und vielleicht garniert mit nur wenig Pleiten & Pannen, dann wäre es eher so 2030, bis die fertig wären. Wäre schon blöd, wenn das alte Terminal dann schon 5 Jahre dicht wäre. Dit is Balin.

  16. 6.

    Man sollte dann aber für Planung und Ausführung jemanden nehmen, der etwas davon versteht. Ein weiteres Baufiasko wie bei der U55 braucht Berlin nicht.

  17. 5.

    Es ist egal, wie am Ende (BER) die ‚U‘ heißt, es wird sie nicht geben wegen Kleinstaaterei. Ansonsten wären schon Stahnsdorf, Velten, Falkensee, … am Netz U- wie S-Bahn, da tut sich nichts. Okay, es wird geprüft bis in alle Ewigkeit. Schauen wir auf die Straßenbahn in der Sonntagsstraße, da gibt es auch Gegner, die sich unheimlich viel Sauberkeit wünschen, aber wo sollen sie dann ihre SUV’s hinstellen? Schaut in die Straße!

  18. 4.

    Die U7 ist aber schon jetzt für viele die Verbindung der Wahl. Nur, dass man aktuell für das letzte Stück in den Bus umsteigen muss. So abwegig also nicht. Aber Tunnel ist teuer.

  19. 3.

    Für das Geld, dass der BER mehr kostet, hätte man die U-Bahn bis Venedig verlänern können!
    Oder einfach endlich die U9 bis Lankwitz, in Carrara-Marmor...

  20. 2.

    Eine Anbindung der U7 wäre zwar wünschenswert, aber man muss auch sagen, dass es bereits eine S Bahn Anbindung gibt. Für 250 Millionen kann man auch in der Innenstadt weiter die U Bahn ausbauen, etwa U 11 oder U10, die schon lange geplant sind.

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