Engelbert Lütke Daldrup, Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, besichtigt die neue technische Leitstelle am Flughafen BER. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Video: rbb Aktuell | 14.03.2018 | Bild: dpa/Britta Pedersen

Gemeinsam für Tegel und Schönefeld - Neue Technik-Leitstelle für Berliner Flughäfen eröffnet

Die Berliner Flughäfen haben eine neue Technik-Leitstelle. Am Mittwoch wurde sie offiziell. Sie wird die Gebäudetechnik und die IT-Systeme des künftigen Hauptstadtflughafens BER überwachen, der im Herbst 2020 in Betrieb gehen soll. Vorerst erledigt die Leitstelle diese Aufgaben für die alten Flughäfen Tegel und Schönefeld. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup sprach vom "Herz und Nervenzentrum" des Flughafenbetriebs und einem "wichtigen Schritt" auf dem Weg bis zur BER-Eröffnung. Diese ist für Oktober 2020 vorgesehen.

Bisher getrennte Leitstellen in Tegel und Schönefeld

Die Leitstelle ist in der Feuerwache West auf dem Schönefelder Gelände untergebracht. "Von hier aus kann so ziemlich jedes System überwacht und gesteuert werden", sagte der Leiter des Gebäudemanagements, Ralph Struck: Strom, Wärme, Belüftung, Beleuchtung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Bislang gab es je eine Technik-Leitstelle in Tegel und Schönefeld.

Hier laufen die Bilder von 2.500 Videokameras ein

Die neue Zentrale wird tatsächlich bereits seit 1. März genutzt. In dem 150 Quadratmeter großen Raum sind insgesamt 29 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb an jeweils bis zu fünf Bildschirmen tätig. Anders als bisher sitzen nun die Techniker und die Experten der Informationstechnologie (IT) zusammen und arbeiten Hand in Hand.

Die Leitstelle ist für Terminals und sonstige Gebäude zuständig, erläuterte Lütke Daldrup. Der Flugverkehr wird vom Tower überwacht. Als dritte Steuereinheit für die Abfertigung der Flüge gibt es ein Airport Control Center. Schließlich wird ebenfalls in der Feuerwache West ein Sicherheitszentrum eingerichtet, von dem aus unter anderem die Bilder von 2.500 Videokameras angesehen werden können.

Gesamtkosten: "an die 7 Milliarden Euro"

Zu den aktuellen Kosten für den BER sagte Lütke Daldrup, bisher seien 2,8 Milliarden Euro verbaut. Der Gesamtaufwand betrage 4,8 Milliarden Euro, zusätzlich müssten 700 Millionen Euro für den Schallschutz ausgegeben werden. Rechne man die Finanzierungskosten hinzu, komme man auf "an die 7 Milliarden Euro" für das Projekt, dessen Fertigstellung mehrmals verschoben wurde.

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