Visualisierung des geplanten Terminal T2, der an den Nord-Pier über zwei Verbindungsbrücken anschliesst (Quelle:Flughafen Berlin Brandenburg GmbH)
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Audio: Inforadio | 23.08.2018 | Thomas Rautenberg | Bild: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

58 Millionen Fluggäste bis 2040 - Vier Gemeinden klagen gegen BER-Erweiterung

Die Umlandgemeinden des Flughafens Schönefeld wehren sich gerichtlich gegen die Ausbaupläne für den künftigen BER. Eine entsprechende Klage wurde am Donnerstag von den Kommunen Blankenfelde-Mahlow, Eichwalde, Großbeeren und Schulzendorf am Oberverwaltungsgericht eingereicht.

Kläger fordern neuen Planfeststellungsbeschluss

Die vier Gemeinden machen geltend, dass die Genehmigung für den Ausbau des BER nur im Ganzen und nicht in Teilschritten erteilt werden dürfe. Hintergrund ist der sogenannte Masterplan, mit dem die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) die Kapazität des BER bis zum Jahr 2040 auf 58 Millionen Passagiere fast verdoppeln will. Als erster Schritt soll zunächst ein zweites Terminal für die Billig-Flieger entstehen.

Die Umlandgemeinden hatten ihre Klage bereits im Juli angekündigt. Der Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, Ortwin Baier (SPD), hatte damals darauf hingewiesen, dass bei einer Erweiterung das Planungsrecht samt ergänzendem Planfeststellungsverfahren und die geltenden Rechtsnormen in Brandenburg eingehalten werden müssten.

Bau des neuen Terminals könnte sich um Jahre verzögern

Genehmigt seien lediglich 35 Millionen Passagiere. Darüber hinaus dürfe es ohne neuen Planfeststellungsbeschluss keine weiteren Planungen für ein höheres Passagieraufkommen geben. Experten sind sich einig, dass ein zusätzliches Planungsverfahren die Ausbaupläne für den BER um viele Jahre verzögern würde. Sollte das OVG den Klägern Recht geben, könnte der BER zwar möglicherweise eröffnet werden, aber ohne Erweiterungen und mit zu geringer Kapazität.

Eine Entscheidungs des Gerichts ist wohl erst im kommenden Jahr zu erwarten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.08.2018, 18.00 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Dieser Flughafen wird immer mehr zur Lachnummer!
    Die Verantwortlichen wissen nicht mal, ob der BER wirklich oder überhaupt je eröffnet wird, aber schon Erweiterungsgedanken! Ich finde das als Außenstehender schon ein bisschen lustig! Der BER ist nicht mal fertig, aber schon Ausbaupläne für die Erweiterung in der Schublade! Wenn das nicht so ernst und traurig wäre, müsste man jetzt laut lachen!
    Dieser Flughafen blamiert doch Berlin/Brandenburg und ganz Deutschland auf der ganzen Welt!
    Wäre ich Platzeck oder Wowereit würde ich nach dieser Blamage nicht mehr ruhig schlafen können! Sie wollten ja alles besser machen als die Privatwirtschaft! Ging aber gründlich in die Hose! Und die Anwohner müssen jetzt leiden!

  2. 5.

    Nichts ist für die Ewigkeit geschrieben und geplant oder gar "gesetzlich", Sie leben in Deutschland, wo schnell mal etwas geändert wird.
    Warum auch nicht...

  3. 4.

    Man kann es nicht mehr hören. Ständig wird hier gejammert und dadurch Millionen von Euro verschwendet. Wenn man sich in solchen Gemeinden mit Flughafennähe niederläßt, dann weiß man was dort passieren kann. Komisch, fast ausnahmslos fliegen diese Nörgler auch noch in den Urlaub. Ihr solltet euch wirklich an einen anderen Ort zurückziehen.

  4. 3.

    @ Möter: Bitte lesen Sie die Meldung bis zu Ende. Da steht deutlich, dass die Genehmigung des Flughafens (nur) für 35 Mio Passagiere per anno gilt. Wenn sich die Bevölkerung nicht mal mehr auf Planfeststellungsbeschlüsse verlassen kann, dann möge die AfD regieren.
    Versuchen Sie mal Ihr Eigenheim ohne Baugenehmigung zu erweitern....

  5. 2.

    Ein weiteres Indiz dafür, dass der BER von Anbeginn als Dauerbaustelle vorgesehen ist.

  6. 1.

    Evakuiert endlich diese vier Gemeinden, siedelt sie um an den Berliner Ring, diese Zukunftsblockierer und Nörgler wollen doch nur stänkern. Sie wussten doch vorher was auf sie zukommt.

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