Ausschussvorsitzende Melanie Kuehnemann-Grunow, SPD und der BER-Chef Engelbert Luetke Daldrup (Quelle: imago/Christian-Ditsch.de)
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Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus - Flughafenchef bekräftigt BER-Eröffnungstermin 2020

Der Berliner Flughafenchef Engelbert Lütke-Daldrup hält an dem geplanten BER-Eröffnungstermin im Oktober 2020 fest. Der Bau liege im Zeitplan, sagte er vor dem BER-Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses.

Gleichzeitig warb Lütke-Daldrup um Geduld: "Mir ist bewusst, dass wir mit dem Termin Oktober 2020 die Geduld vieler strapazieren", sagte Lütke Daldrup am Freitag im Berliner Abgeordnetenhaus. "Wir stressen die Geduld der Menschen in der Region. Das ist nicht schön, aber notwendig." Es sei besser, diesen Stress auszuhalten, als noch einmal einen Eröffnungstermin abzusagen.

Planungsfehler, Baumängel, Technikprobleme

Aus der Berliner Regierungskoalition kamen in der Sitzung des BER-Untersuchungsausschusses Zweifel an einem Start des dann drittgrößten deutschen Flughafens 2020. Ein Teil des Zeitfensters sei schon verbraucht, sagte der Flughafenexperte der SPD-Fraktion, Jörg Stroedter - "so dass ich die Chance, ob der eröffnet wird zu dem Zeitpunkt, mit 50 zu 50 bewerte".

Ursprünglich sollte der Flughafen nach dem Baubeginn 2006 im Herbst 2011 in Betrieb gehen. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme machten die Terminpläne aber immer wieder zunichte und ließen die Kosten steigen. Noch immer werden im Terminal Mängel beseitigt. Die Ursachen und Verantwortung soll der neue Ausschluss klären, nachdem es bereits bis 2016 einen Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus gegeben hatte.

Sechs Parlamentsausschüsse beschäftigen sich mit dem BER

Der Bau wird aus Sicht Lütke Daldrups auch ohne das neue Gremium schon stark durch Parlamente kontrolliert. Gegen Aufklärung sei nichts einzuwenden, sagte er. Dann zählte er sechs bestehende Ausschüsse von Bundestag, Berliner Abgeordnetenhaus und Brandenburger Landtag auf, denen er regelmäßig Auskunft gebe. "Ich habe nicht gezählt, wie viele Stunden und Tage und Wochen ich im vergangenen Jahr in diesen Ausschüssen Rede und Antwort gestanden habe."

Die Ausschussvorsitzende Melanie Kuehnemann-Grunow, SPD (Quelle: imago/Christian-Ditsch.de)
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Lütke Daldrup fügte hinzu, es sei schön, dass sich daneben nun noch ein weiterer Untersuchungsausschuss dem Projekt widme. "Manche kommunale Unternehmen würden sich freuen, wenn ihnen nur ein Bruchteil dieser Aufmerksamkeit zuteil würde."

Sendung: Inforadio, 07.09.2018, 17 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Lassen wir uns überraschen. Versprochen wurde schon so oft so vieles.Ich glaube es erst, wenn ich selbst mal auf dem neuen BER starten und landen darf. Bis dahin hat sich sicher noch der eine oder andere fähige oder unfähige Manager eine goldene Nase verdient, ohne dass der BER eröffnet wurde.

  2. 2.

    Zitat: ""Ich habe nicht gezählt, wie viele Stunden und Tage und Wochen ich im vergangenen Jahr in diesen Ausschüssen Rede und Antwort gestanden habe." - Wie schön, im Rampenlicht stehen und auch noch viel Geld dafür zu bekommen. BezieherInnen von beispielsweise Grundsicherungsleistungen müssen sich permanent offenbaren, zudem für existentiell unzureichende Leistungen. Der 4-Jahres-Stress bei bewilligter Prozesskostenhilfe für Bedürftige ist § 120a Zivilprozessordnung zu entnehmen!

  3. 1.

    3020?

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