Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup steht in einem Terminal des Flughafens Berlin Brandenburg (BER). (Quelle: dpa/Bernd Settnik)
Video: rbb|24 | Abendschau | 30.11.2018 | Bild: ZB

Aufsichtsratssitzung zu BER - Brandmelder und Kabel bereiten weiterhin Probleme

Es geht voran mit dem BER, auch wenn es immer noch gravierende Probleme auf der Baustelle gibt: Diese Zwischenbilanz zog Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, der am Freitag dem Aufsichtsrat Rede und Antwort zu der Dauerbaustelle stehen musste.

Auf der Baustelle des Flughafens BER gibt es weiterhin Probleme mit den Kabeln und der Brandmeldeanlage. Hier seien die Fortschritte nicht wie erhofft, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft.

Doch Lütke Daldrup verkündete auch Positives: Habe man im Sommer noch von vier kritischen Gewerken gesprochen, seien mittlerweile zwei davon "in trockenen Tüchern". Die Sprinkler-Anlagen und die Brandschutz-Software seien fast fertig installiert, "bei diesen beiden Anlagen werden wir im Februar, März mit allem durch sein".

Bau-Kontrolleure sehen Terminplan skeptisch

Trotz der anhaltenden Probleme hat Lütke Daldrup seine Zuversicht für den Eröffnungstermin Ende 2020 erneut bekräftigt. "Auf der Baustelle müssen wir hart arbeiten, aber wir haben die Baustelle im Griff", sagte er. Es gebe auch weiterhin Reserven im Zeitplan. Der Flughafenchef geht davon aus, dass im Mai oder Juni 2019 mit den Testläufen auf dem Flughafen begonnen werden kann. Die Bau-Kontrolleure sind da skeptischer. Sie gingen davon aus, dass die sogenannte Wirk-Prinzip-Prüfung (WPP) erst im August oder September beginnen könne, sagte Lüdke Daldrup.

Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider hält ebenfalls am Eröffnungstermin fest - "auch wenn nicht alle Zwischenziele eingehalten werden konnten", wie er nach der Sitzung mitteilte. Nach seinen Angaben ist auch die Finanzierung bis zur Eröffnung gesichert. Geld, mit dem der Flughafen wegen der stetig steigenden Passagierzahlen eigentlich ausgebaut werden sollte, wird demnach umgeschichtet und fließt in die Fertigstellung der.

Zuletzt hatte ein Vorstoß von Lütke Daldrup für Aufsehen gesorgt, wonach bestimmte Mängel an der Baustelle vom TÜV für die Eröffnung als irrelevant eingestuft werden sollten, damit der nächste Eröffnungstermin nicht platzt.

Ursprünglich sollte der Flughafen 2011 in Betrieb gehen und zwei Milliarden Euro kosten. Inzwischen ist der Finanzrahmen auf 6,5 Milliarden Euro gewachsen, darunter der letzte Bankenkredit von 1,1 Milliarden Euro. 

Sendung: rbb24, 30.11.2018, 21.45 Uhr

Kommentar

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9 Kommentare

  1. 9.

    Ich habe noch 2 Brandmelder und eine Rolle Kabel rumliegen, die Stelle ich gerne zur Verfügung ;-))

  2. 8.

    BER- Öffnung : erst wenn die 10 Milliarden erreicht sind..........

  3. 7.

    Ein Synonym für die gesamte Situation in Deutschland.
    Nieten in Nadelstreifen...

  4. 6.

    "Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu bauen".

    So langsam drängt sich der Verdacht auf, man hat dieses fragwürdige Bauvorhaben nur ins Leben gerufen, damit der Senat seine Protegés finanziell aushalten kann.

    Die Nichtskönner geben sich dort die Klinke in die Hand und lassen sich den Abschied mehr als vergolden.

    Möge uns und denen Tegel noch lange erhalten bleiben.

  5. 5.

    Richtig interessiert mich der BER bzw. die Baustelle nicht mehr. Sind eh immer die gleichen Meldungen. Bis zur nicht absehbaren Eröffnung läuft Tegel. Rest ist schnuppe. Resignation schützt vor unsinnigen Aufregungen.

  6. 4.

    Und was kommt als Nächstes?
    BER, "Ein Fass ohne Boden!"

  7. 3.

    Der Flughafen wird nie eröffnen.

  8. 2.

    Gähhhhhhhhhhhhn!

  9. 1.

    BER, Lachnummer hoch drei.

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