Haase (l) und Lütke Daldrup vereinbaren Kooperation (Quelle: dpa/Kumm)
Video: Brandenburg aktuell | 21.11.2018 | Annette Dornieden | Bild: dpa/Kumm

Anbindung zum Flughafen - BER und Schönefeld wollen gemeinsam Verkehr ausbauen

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg und die Gemeinde Schönefeld (Dahme-Spreewald) wollen stärker zusammenarbeiten, um die Verkehrsverbindungen zum BER auszubauen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup und Bürgermeister Udo Haase (parteilos) unterschrieben am Mittwoch eine entsprechende Erklärung.

Dabei geht es um den Bau von Straßen und den öffentlichen Nahverkehr. Haase forderte, die U-Bahnlinie 7 von der bisherigen Endstation Rudow zum BER-Terminal zu verlängern. Derzeit wird untersucht, ob das machbar ist und was es kosten würde. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sich zuletzt offen für eine U7-Verlängerung gezeigt. Die Koalitionspartner Grüne und Linke haben jedoch Bedenken und wollen stattdessen das Straßenbahnnetz ausbauen.

Zwei Drittel sollen mit dem ÖPNV zum BER kommen

Ziel sei die gesicherte Erreichbarkeit des Flughafens, sagte Lütke Daldrup. Dabei geht es darum, dass Passagiere oder auch Mitarbeiter des Flughafens die Terminals auch dann erreichen können, wenn es auf einem der Zufahrtswege Sperrungen gibt. Ziel sei aber auch, möglichst viele Menschen über den öffentlichen Nahverkehr zu transportieren - der Anteil soll bei etwa zwei Dritteln liegen.

Beide Seiten wollen außerdem bei der Vermarktung von Gewerbegebieten zusammenarbeiten. Dort sollen vor allem Unternehmen angesiedelt werden, die den Luftfahrtknoten für ihre Geschäfte benötigen.

Der Flughafen BER soll nach jahrelangen Verzögerungen im Oktober 2020 in Betrieb gehen. Zu jüngsten Berichten über Wasser in Kabelschächten sagte Lütke Daldrup: "Das wirft mich überhaupt nicht zurück." Die Probleme seien seit 2016 bekannt und würden nun beseitigt.

Sendung: Brandenburg aktuell, 21.11.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 11.

    Es gibt doch noch garkeinen gemeinsamen Verkehr, weil zum BER derzeit niemand fährt.

  2. 10.

    Eröffnung des BER erst 2200?
    Es ist wirklich so, wenn es mit dem BER so weiter geht, wie momentan verfahren und gewirtschaftet, dann wird der BER nicht im Jahre 2020 fertiggestellt sein, sondern vielleicht erst in weiter Ferne - beispielsweise im Jahre 2200 mit Hilfe der Industrie 4.0 und mit Hilfe von KI! Die Befürchtungen muss man unbedingt mit Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup teilen und ernst nehmen. Da hat man aber nicht mit dem klugen Mann gerechnet, der eine ganz geniale Idee hat: Einfach die Prüfkriterien vom TÜV aufweichen und die gesetzlichen Normen, Richtlinien, Baubestimmungen und Bauverordnungen einfach mal abändern, um den Übergabetermin des BER dann doch noch einzuhalten! Darüber hinaus will der pfiffige Geschäftsführer der Flughafengesellschaft mit der Bauaufsichtsbehörde, in diesem Falle dem Landkreis Dahme-Spreewald, einen Deal „ zum weiteren Umgang mit wesentlichen Mängeln“ (zitiert nach der MAZ vom 16.11.2020) aushandeln. Siegfried Marquardt, KWH

  3. 9.

    Warum nicht gleich sämtliche Baugesetze abschaffen, da man langsam den Eindruck gewinnen muss, dass „Pfusch am Bau“ zum „gehobenen“ Standard in Deutschland zählt. Die Beispiele und die Liste hierfür sind lang: Riesenloch in der A 20 bei Rostock, Wohnviertel in Rostock, das droht abzusacken, Hauptbahnhof Berlin vor einigen Jahren, wo sich ein Bauträger des Hauptportals löste, Bundeskanzleramt, wo eine Bodenplatte undicht ist und siehe jüngste Beispiele aus Berlin mit den defekten Brücken. Der wahre Grund für Lütke Daldrups Befürchtungen kam nun ans Tageslicht: Eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Kabelgräben sind auf dem BER abgesoffen! Aber wie meinte der Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup so optimistisch in die Zukunft blickend: Wir haben ja nur noch 3000 Mängel zu beheben. Na dann mal los bis zur nächsten Baumisere auf dem BER! Ach ja, der Kabelsalat auf dem BER mit den Daten- und Stromkabeln ist noch nicht behoben, wie man sich erst kürzlich überzeugen konnte.

  4. 8.

    Ein Verkehrskonzept könnte man ja wirklich mal langsam angehen. U-Bahnbau geht ja auch nicht mal so eben schnell. Allerdings ist ein Transport von Koffern mit den Öffis immer ätzend. Ich wünschte, Berlin würde einen Airport-Train schaffen..... *träum*

  5. 7.

    Da macht man sich ja gerade noch rechtzeitig Gedanken über ein Verkehrskonzept, um 20 Jahre nach dem momentan erträumten Eröffnungstermin die Passagiere halbwegs ohne Chaos zum und vom Flughafen weg zu bekommen. Die sind echt auf Zack.

  6. 6.

    Der Flughafen BER soll nach jahrelangen Verzögerungen im Oktober 2020 in Betrieb gehen
    Hoffentlich kommt nicht wieder was dazwischen! Ausgeschlossen ist das nicht! Wäre ja nicht das erste Mal!
    Wann wollten Sie den BER eröffnen? Kann mich kaum noch daran erinnern! Muss schon lange her sein!

  7. 5.

    Nein, das wurde sie eben nicht!
    Sie wurde nur temporär genutzt, damit die andere Bahn saniert werden konnte.
    Bei einer regulären Nutzung der Südbahn- also gleichzeitigen Nutzung beider Bahnen- würde die 6-Monatsfrist für die Schlièßung des Flughafens Tegel anfangen abzulaufen!

  8. 4.

    Die Südbahn war im Sommer 2017 bereits für ca. 3 Monate in Betrieb.
    In diesem Zeitabschnitt wurde die Südbahn also regulär genutzt.

  9. 3.

    Vielleicht, weil die Südbahn nicht regulär in Betrieb ist und weil man sich auf die dringendsten Probleme im Terminal kontrollieren wollte.

  10. 2.

    "Der Flughafen BER soll nach jahrelangen Verzögerungen ..." - Dinner for one ist zuverlässiger.

  11. 1.

    Wenn das Problem mit dem Wasser in den Kabelschächten schon seit 2016 bekannt ist , warum dann der Schaden nicht schon längst begoben ?

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