Kabel verlaufen durch eine Technikebene unter dem Terminal des BER (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Stromkabel an der südlichen Landebahn - Bericht: Kabelschächte am BER stehen unter Wasser

Am geplanten Flughafen BER müssen offenbar die Elektroleitungen an der südlichen Start- und Landebahn komplett ausgetauscht werden. Zahlreiche Kabelschächte seien dort in den Jahren 2010 und 2011 ohne Entwässerung gebaut worden und stünden jetzt dauerhaft unter Wasser, schreibt der "Tagesspiegel". Das Blatt beruft sich dabei auf interne Befunde von Sachverständigen.

Demnach drohen Kurzschlüsse und Stromausfälle für die Beleuchtung der Südbahn. Zur Sanierung seien knapp zehn Millionen Euro bewilligt worden. Was das für den Eröffnungstermin des BER bedeutet, ist unklar.

Lütke Daldrup hätte es gern einfacher

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup versicherte erst am Freitag: "Der BER eröffnet im Oktober 2020." Allerdings hatten zuvor rbb-Recherchen ergeben, dass Lütke Daldrup die Prüfkriterien für den TÜV an der Flughafenbaustelle lockern lassen und sich damit formal etlicher Baumängel entledigen will. Das legen behördeninterne E-Mails nahe, die dem rbb exklusiv vorliegen.

Der Flughafenchef hatte schon wenige Tage zuvor über die vielen Baunormen in Deutschland geklagt. "Ließe man von diesen die Hälfte weg, wäre es generell einfacher, billiger und effizienter in Deutschland zu bauen", sagte er in einem Interview.

Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) stellte inzwischen klar: "Die Mängel, die da sind, sind abzuarbeiten." Es werde weder die Bauordnung noch die Prüfverordnung geändert.

Sendung: Abendschau, 17.11.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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38 Kommentare

  1. 37.

    Beobachter, Berlin, Sonntag, 18.11.2018 | 17:31 Uhr:
    "Mit ein bisschen"Bildzeitungsniveau" würden Sie solchen Unsinn nicht schreiben."

    Klar, wenn ich mein Wissen aus der BILD-Zeitung haben würde, dann würde ich solchen Blödsinn glauben, dass NICHTS in Berlin funktioniert, keine Müllabfuhr, keine Bahn, kein Bus, kein Rundfunk, NICHTS. Aber ich lese nunmal keine BILD-Zeitung!

  2. 36.

    Thomas D, Berlin, Sonntag, 18.11.2018 | 15:10 Uhr:
    "Die Straßenbahn fährt leider nicht überall nach Plan. Es gibt zu wenige Fahrer. Offenbar eine Folge schlechter Bezahlung.
    Vor einigen Wochen gab es einen Brandbrief der Fahrer an die Leitung der BVG. Bei U- und S-Bahn sieht es ähnlich aus. Zu wenige Fahrer und Waggons."

    Es wird nie alles perfekt sein.

    Thomas D, Berlin, Sonntag, 18.11.2018 | 15:10 Uhr:
    "Bestimmt findet man noch Bereiche, die einigermaßen funktionieren. Die Gesamtsituation in Berlin ist trotzdem eher prekär. Dies festzustellen, hat mit Populismus nichts zu tun."

    Menschen vom Land, wo nur 2 Busse am Tag fahren, oder aus anderen Städten in der Welt, wo es praktisch keinen ÖPNV gibt, sehen das sicher anders. Es gibt Orte, wo der ÖPNV besser funktioniert, und Orte, wo der ÖPNV schlechter ist. Ich denke, Berlin ist da irgendwo im Mittelfeld. Und im Vergleich zum ländlichen Raum mit kaum wahrnehmbarem ÖPNV ist der ÖPNV in Berlin doch super.

  3. 34.

    Daniel Düsentrieb lässt grüßen: Dem Ingeniör ist nichts zu schwör!

  4. 32.

    inzwischen reichen Ironie und Sarkasmus echt nicht mehr aus. Deswegen als Steigerung schon die Häme im Netz, wie der rbb berichtet. Ja, Sperenberg mit ordentlichem Bahnanschluss, ein City-Terminal in Berlin (Wien lässt grüssen, klappt dort super, auch der CAT dort).....

  5. 31.

    Da reden die immer von Wasserknappheit und dann so etwas.

  6. 30.

    Das ist doch mal ne Idee! Jetzt endlich mal die Kosten stoppen (warum werden hier einfach wieder neue 10 Milliönchen für die Sanierung bewilligt?!?!) und mit neuen Kompetenzen an einem neuen Standort endlich einen NEUEN Flughafen bauen! Es bringt doch alles nichts mehr! Und den BER für Übungszwecke der Polizei, des Militärs, für die Feuerwehr nutzen, für Übungen bei Terroranschlägen usw.! Und als Ausstellungsfläche für die ILA kann er sicherlich auch noch herhalten.

  7. 29.

    DAS wäre doch mal eine Idee!

    Wir reißen nicht ab, wir bauen dort das Blub wieder auf, genügend Wasser wäre schon mal da! Und den Flughafen bauen wir dort wo er hingehört, in Sperenberg. ;-)

  8. 28.

    Das Parkhaus wurde als Zwischennutzung an VW vermietet. Vielleicht kann man die Kabelschächte an einen Fischzüchter vermieten, oder so.
    Wenn Du eine Zitrone geschenkt bekommst, mach halt Limmo draus.

  9. 26.

    Wer bei diesem „Projekt“ noch an Zufälle glaubt...

  10. 24.

    Kabelschächte stehen unter Wasser ! Da sollte man die Verantwortlichen gleich entlassen. Was für eine ungewissenhafte Arbeit ! Da sehe ich schwarz, dass der Flughafen 2020 öffnen wird.

  11. 23.

    Fragen Sie sich lieber warum die "die Politik", namentlich die Berliner und Bundes-cDU den BER, gegen alle Empfehlungen unbedingt dort bauen woll(t)en?

    Und wer sich ein goldenes Näschen mit der Goldgrube verdient (hat), allen voran Siemens, Bosch und T-Systems. Pfusch durch unfähige Manager kommt noch dazu.

    "Der verantwortliche Siemens-Regionalmanager war Jörg Marks, der 2014 Technikchef am BER werden sollte."

    Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/2000-tage-nichteroeffnung-so-verdienen-die-firmen-am-ber-desaster/20619340.html

  12. 22.

    Wieso, er hat doch vollkommen recht. Dieses Jammern auf höchsten Niveau und ja, das geradezu Herbeibeten von Katastrophen die keine sind und dann immer den Falschen den schwarzen Peter zuschieben nutzt nur den Rechtspopulisten hier und einer rechtsextremen Partei. Ach, und dieses Splittergrüppchen von der FDP, die kochen auch gerne ihr Süppchen darauf. Und die beide operieren gerne einmal auf "BILD-Zeitungs-Niveau!"

  13. 21.

    *harhar* Da bastelt wer an seinem Denkmal. So ein unglaubwürdiger Wendehals! Er und Wissmann haben Stolpe gerade zu bedrängt, ja fast genötigt den BER dort zu bauen. Und wie Großprojekte von privater Hand gebaut enden wissen wir alle.

    "Von 1993 bis 1994 wurden in einem Raumordnungsverfahren die beiden bestbewerteten Standorte Sperenberg und Jüterbog-Ost sowie – auf politischen Druck hin – Schönefeld untersucht und festgestellt, dass der Bau des Flughafens an den beiden erstgenannten Standorten möglich sei, in Schönefeld hingegen nicht. Ungeachtet dessen einigten sich die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund im Mai 1996 im sogenannten Konsensbeschluss auf den Standort Schönefeld."

    " Der Ministerpräsident Brandenburgs Stolpe (SPD) bot 1995 eine stärkere Kostenbeteiligung Brandenburgs für den Standort Sperenberg an. Wissmann und Diepgen kündigten an sich an Mehrkosten für den BER in Sperenberg nicht beteiligen zu wollen."

  14. 20.

    Es wäre besser die Kriterien zu verschärfen nach denen diese Manager ausgesucht werden. Ein Flughafen zu bauen wo die Nachbesserung von Fusch länger dauert als die ursprünglichen geplante Bauzeit , da fehlen einem die Worte...

  15. 19.

    Wenn ich das richtig lese, dann läuft seit 2011 Wasser in die Kabelschächte der südlichen Start- und Landebahn. Interessant wenn man bedenkt, dass diese Bahn 2015 für ca ein halbes Jahr schon genutzt wurde - nämlich als die nördliche Bahn saniert wurde!!!

    Seit wann ist dieser Mangel bekannt? Vielleicht mag der RBB hier nochmal recherchieren. Weil wenn dies schon seit 2015 oder früher den Verantwortlichen bekannt war, so wäre die Nutzung in 2015 schon fahrlässig gewesen...

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