Archivbild aus dem Dezember 2018: Bauarbeiten am Standort des Terminals T2 am BER (Quelle: imago/Jürgen Heinrich)
Bild: imago/Jürgen Heinrich

Medienbericht - Bauarbeiten an BER-Terminal offenbar weit hinter Zeitplan

Die Fertigstellung des zweiten Terminalgebäudes (T2) am BER könnte sich erheblich verzögern. Zu dieser Einschätzung kommen Flughafenexperten aus dem Umfeld des Frankfurt Airport (Fraport) in Frankfurt am Main, wie die Tageszeitung "Neues Deutschland" berichtet.

Demnach rechnen die Fachleute mit einer Fertigstellung des Terminals erst Ende 2022, zwei Jahre nach der für Oktober 2020 geplanten Inbetriebnahme des Flughafens.

"Überraschend geringer Baufortschritt"

Der Baufortschritt sei "überraschend gering", heißt es in einem Schreiben der Experten, aus dem die Zeitung zitiert. "Für die Fertigstellung des Rohbaus werden noch rund fünf Monate benötigt", heiße es weiter.

In dem Gebäude, mit dessen Bau im Oktober 2018 begonnen wurde, sollen künftig sechs Millionen Flugreisende pro Jahr abgefertigt werden. Nach den Plänen der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) soll es dazu dienen, die Kapazitäten des BER weiter aufzustocken.

BER-Sprecher geht von fristgerechter Inbetriebnahme aus

Flughafensprecher Hannes Stefan Hönemann habe die Einschätzung der Experten zurückgewiesen, schreibt das "Neue Deutschland". Die FBB sei "aktuell mit dem Stand der Baufertigstellung und dem Baufortschritt am T2 insgesamt zufrieden", habe Hönemann gesagt. Auf dieser Grundlage rechne die FBB "mit einer Inbetriebnahme im Oktober 2020". In Kürze würden die Arbeiten an der Fassadenkonstruktion beginnen.

Das T2 wird gebaut, weil die geplanten BER-Kapazitäten aufgrund der überlangen Bauzeit immer unrealistischer geworden waren. FBB-Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup hatte gesagt, dass man "aus den Erfahrungen und Schwierigkeiten mit dem äußerst komplexen Fluggasterminal T1" gelernt habe. Daher habe man sich für strikte Funktionalität und "schlichte Industriearchitektur" ohne Keller entschieden. Der Bauauftrag war an die im Flughafenbau erfahrene Zechbau GmbH vergeben worden.

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8 Kommentare

  1. 8.

    Sie meinen sicherlich die Zustände in Brandenburg, schließlich befindet sich der Flughafen BER dort;-)

  2. 7.

    Das ist nicht zu glauben.
    Das ist sinnbildlich für die Zustände in Berlin.

  3. 6.

    Flughafenexperten aus dem Umfeld des Frankfurter Flughafens äußern sich also skeptisch zum Baufortschritt am BER?!
    Dann muss es in Schönefeld gut vorangehen, wenn den Lobbyisten aus Frankfurt und München Angst und Bange wird- zuerst Herr Scheuer und jetzt die Herren aus Frankfurt (Main).
    Dann kann man sich auf den Oktober 2020 nur freuen:-)

  4. 5.

    Der Parkplatz wird doch eh schon als Stellplatz von VW genutzt. Und wird sicher noch eine Weile benötigt.

  5. 4.

    ...man kann eigentlich nicht mehr über den Rheinfall von SchAFFHAUSEN lachen, sehr schlimm finde ich, dass so mit den "harterarbeiteten Steuergeldern" so schluderig ungegangen wird, mir fehlen schon lange die Worte, außer diese hier. Brr.

  6. 3.

    Fliegen ist eh out...

    Zeit diese ABM Aktion zu beenden und über eine Nachnutzung nachzudenken

  7. 2.

    Der BER ist eigentlich Berlin und Brandenburg wie es in Wirklichkeit ist leibt und lebt. Der BER ist das Spiegelbild dieser beiden Länder.

  8. 1.

    Hauptsache, dass Ding wird überhaupt Mal fertig; das Wann, ist doch eigentlich nur noch für die Zocker -welche auf ein bestimmtes Datum gewettet haben- interessant.

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