BER-Terminal in Schönefeld bei Nacht (Quelle: dpa/Thomas Reiner)
Audio: Inforadio | 08.08.2019 | Thomas Rautenberg | Bild: dpa/Thomas Reiner

Angebot des Finanzsenators - Kompromiss zur Nachtruhe am BER rückt in greifbare Nähe

In der Diskussion um mehr Nachtruhe am künftigen BER ist eine Einigung zwischen Berlin und Brandenburg in Sicht. Brandenburg verlangt bisher ohne Erfolg eine Beschränkung für Nachtflüge. Nun deutete das Land Berlin als Mitgesellschafter der Flughafengesellschaft ein Entgegenkommen für die frühen Morgenstunden ab 5 Uhr an.

Berlin sieht Wirtschaftlichkeit des Flughafens gefährdet

Wie der Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Donnerstag nach einer Gesellschafterversammlung in Potsdam mitteilte, gebe es Möglichkeiten, den Zeitrahmen von 5 bis 6 Uhr beispielsweise für die Landung von Interkontinentalflügen zu nutzen. So könnte die Wirtschaftlichkeit wichtiger Bereiche sichergestellt werden.

Eine solche Regelung war zum ersten Mal im Januar dieses Jahres von beiden Gesellschaftern diskutiert worden. Grundsätzlich befürchtet der Senat wirtschaftliche Nachteile für den BER, sollte das Nachtflugverbot ausgedehnt werden.

Keine Flüge zwischen Mitternacht und fünf Uhr

Grundsätzlich soll der Flugverkehr am BER bis 0 Uhr und ab 5 Uhr zulässig sein. Dabei handelt es sich um eine Nachtkernzeit, in der nur besonders geregelte Flugaktivitäten zulässig sind. In der halben Stunde unmittelbar vor und nach der Nachtkernzeit sind großzügigere Ausnahmen erlaubt. Vor fünf Jahren war in Brandenburg ein Volksbegehren für eine achtstündige Nachtruhe erfolgreich. Es hatte aber keine Konsequenzen.

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6 Kommentare

  1. 6.

    @ Richard
    Wir können ja gern einmal den Wohnort tauschen und Sie genießen einen ruhigen Sommerabend im Garten unter ständig startenden und landenden Flugzeugen.
    Der Schallschutz greift nämlich leider nicht außerhalb des Hauses...
    Wir wollten diesen riesigen unsinnigen Flughafen hier nicht. Wir müssen nur leider damit leben, das Politiker sich über Studien und den Willen der Anwohner ( welches es betrifft) hinwegsetzen.

    PS: unser Haus steht hier seid etwa 1920 ! Soviel zum Thema zugezogen!

  2. 5.

    Falsch! Der Flughafen Schönefeld war schon immer ein 24 Stunden Flughafen. Es regen sich besonders die Leute auf die dort hingezogen sind und ihr Haus dort gebaut haben obwohl sie von dem Flughafen wüsten und es diese Ausbaupläne gab. Sollte man sich vorher überlegen wo man hinzieht.

  3. 4.

    Wer einen kleinen Flughafen in einer bewohnten Gegend zu einem großen internationalen Flughafen ausbaut, muss sich nicht wundern, dass Anwohner (mit Recht) protestieren. Diese falsche Entscheidung ist vor vielen Jahren gegen alle vernünftigen Gründe gefallen. Nun müssen wir alle (Anwohner und auch die Wirtschaft) damit leben.
    Es gab Alternativen. --> Flughafen Speerenberg

  4. 3.

    Wo steht etwas von Profit der Fluggesellschaften? Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Aber blinder Hass gegen Flugzeuge bringt da wohl einiges durcheinander.

    Von Wirtschaftlichkeit leben wir alle. Nicht vom Rückfall in die Steinzeit. Vernünftiger Umgang mit dem Fliegen ist ebenso wichtig wie vernünftiger Umgang mit allen Ressourcen. Da sollten wir ansetzen.

  5. 2.

    Richtig: Macht mal aus dem zukünftig EINZIGEN Flughafen der deutschen Hauptstadt eine provinzelle Chessna- Landewiese. Dann haben die Klimahysteriker, die Flughasser, die Neider und andere Selbstdarsteller wieder etwas, worüber sie sich freuen können. Andere Städte haben gleich mehrere riesige Airports mit 24/7 Flugbetrieb, der einfach notwendig ist um rentabel zu arbeiten und auch die Option beinhaltet, überhaupt halbwegs in andere Regionen der Welt zu reisen. Würden sich andere Städte auch so provinziell benehmen wie Klein-Berlin, wäre dies das Ende internationaler Flugverbindungen. Ich zumindest werde mir die Lust aufs Fliegen von Niemandem nehmen lassen. Steige ich in Zürich, Wien, Amsterdam, London oder Oslo eben um. Hauptsache in BERLIN ist Ruhe.

  6. 1.

    Wirtschaftlichkeit, also die Profite der Fluggesellschaften sind dem Senat wichtiger als die Gesundheit der Bürger? Auch schon mal was von der kommenden Klimakatastrophe gehört, Herr Senator?

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