Flughafen Tegel, Terminal A (Quelle: imago images/Schoening)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.08.2019 | Thomas Weber | Bild: www.imago-images.de/Schoening

365 Millionen Euro Investitionen - Senat beschließt Nachnutzungs-Konzept für Tegel

Wenn der BER öffnet, soll Tegel schließen und ein Technologiezentrum angesiedelt werden. Jetzt hat der Senat seine Pläne konkretisiert und eine Investitionssumme von 365 Millionen Euro veranschlagt - damit sollen die denkmalgeschützten Terminals umgebaut werden.

Der Berliner Senat treibt die Planungen für die Nachnutzung des Flughafens Tegel voran und hat dazu am Dienstag ein Konzept beschlossen. Demnach ist eine Investitionssumme von 365 Millionen Euro für den Umbau der Terminalgebäude vorgesehen.

Beuth-Hochschule soll in Terminal A kommen

Terminal A soll denkmalgerecht als neuer Standort der Beuth-Hochschule für Technik umgestaltet werden. Aus Terminal B wird ein Gründungs- und Innovationszentrum mit Kongress- und Veranstaltungsräumen. Im Terminal D soll künftig ein Technologiezentrum mit Laboreinrichtungen Platz finden.

Der Flughafen Tegel soll nach der für Oktober 2020 anvisierten Eröffnung des BER in Schönefeld schließen. Anschließend soll das Gelände umgestaltet werden. Geplant sind dabei auch Wohnungen für 10.000 Menschen und Erholungsflächen. In Forschung und Gewerbe sollen bis zu 20.000 Arbeitsplätze entstehen.

Volksentscheid: Mehrheit wollte Offenhaltung

Um die Zukunft des 45 Jahre alten Flughafens war in den vergangenen Jahren heftig gestritten worden. Bei einem Volksentscheid sprachen sich 2017 56,1 Prozent der Befragten dafür aus, dass sich der Senat für eine Offenhaltung von TXL einsetzt. Das Ergebnis des Volksentscheids war jedoch rechtlich nicht bindend, weil nicht über einen Gesetzentwurf abgestimmt wurde.

So hielt der rot-rot-grüne Senat an seinen Plänen fest, auf dem Flughafengelände einen Technologiepark anzusiedeln und neuen Wohnraum zu schaffen. Erste Pläne hierfür waren bereits 2008 entwickelt worden.   

Sendung: Abendschau, 06.08.2019, 19:30 Uhr

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Antwort auf [Mark] vom 08.08.2019 um 14:22
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23 Kommentare

  1. 23.

    Das Klima kann man nicht schützen, man kann die Erde schützen.

    Das Klima ist der mit meteorologischen Methoden ermittelte Durchschnitt der dynamischen Prozesse in der Atmosphäre, bezogen auf einen Ort oder auf eine Region, einschließlich aller Schwankungen im Jahresverlauf und basierend auf einer Vielzahl von Klimaelementen. Es wird nicht nur von den physikalischen und chemischen Abläufen innerhalb der Atmosphäre gesteuert, sondern zusätzlich durch die großräumigen Einflüsse und Wechselwirkungen der anderen vier Erdsphären (Hydrosphäre, Kryosphäre, Biosphäre, Lithosphäre). Um neben allen anderen Witterungsvorgängen auch den Temperaturverlauf in einem statistisch relevanten Zeitrahmen mit ausreichender Genauigkeit darzustellen, empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie.

  2. 22.

    Falsch! Ich schreibe NICHT dass ALLE die fliegen rücksichtslose Egoisten sind. Rücksichtslose Egoisten sind die, die auf das Fliegen verzichten könnten.

    "Warum ich in den Rest der Welt muss? Weil ich meine Heimat kenne und ich nur ein Leben habe."

    Schön, alle anderen die unter ihren Egoismus leiden haben auch nur ein Leben.

  3. 21.

    ja, und wer Zeit hat, kann sogar S-Bahn, Esel und Pferd benutzen. Ist bei Geschäftsterminen aber so eine Sache, allein vom Geruch her nach so einer langen Reise.

  4. 20.

    Da muss nichts hingebaut werden, laufen ist gesund. Ihr seid doch alle für den Klimaschutz. Also laufen.

  5. 19.

    Wie stellen Sie sich denn eine Metropole wie Berlin ohne solch einen Flughafen wie den BER vor, . Sie schreiben hier, das alle die Fliegen rücksichtslose Egoisten sind. Und wie soll das Leben ohne Flugzeuge und Flughafen funktionieren?

  6. 18.

    Frust? Frust würde ich das nicht nennen, eher genervt von soviel Rücksichtslosigkeit als Betroffener.

    "...ich finde es schön, das der Senat bereits recht konkret Pläne hat, wie es mit TXL weitergeht, wenn er geschlossen ist."

    Die Pläne sind lange bekannt und auch das Possenspiel der FDP und der TXL Befürworter. Gäbe es weniger Leute wie sie hätte es den Riesenflughafen BER überhaupt nicht gebraucht und Tegel wäre schon lange in der Nachnutzung.

  7. 17.

    Ich denke Sie sollten vielleicht den Ball etwas flacher halten und mal überlegen was Sie hier von sich geben. Es ist mir egal wie Sie mich hier betiteln. Ich habe die Befürchtung, das Sie einen enormen Frust haben, warum auch immer. Ich will es jedenfalls nicht wissen. Und den Menschen die Fliegen immer wieder Respektlosigkeit und Faulheit vorzuwerfen hat auch schon einen ganz schön langen Bart.
    Desweiteren um zum Thema zu kommen, ich finde es schön, das der Senat bereits recht konkret Pläne hat, wie es mit TXL weitergeht, wenn er geschlossen ist. Es wäre schade, wenn das Gelände und die Gebäude einfach nur verkommen würden.

  8. 16.

    Und dabei ist es ihnen völlig egal wenn andere unter ihren Egoismus leiden? Sie sind Egoist und rücksichtslos, warum wollen sie sich das nicht eingestehen? Durch ihre Fernreisen entsteht für niemanden ein Mehrwert, im Gegenteil.

  9. 15.

    Warum ich in den Rest der Welt muss? Weil ich meine Heimat kenne und ich nur ein Leben habe. Ich fliege grundsätzlich nicht innerhalb der Republik und bereise auch Teile von Europa mit der Bahn und dem Auto. Und für den Rest nehme ich das Flugzeug.

  10. 13.

    Warum müssen sie in "den Rest der Welt"? Beruflich? Wie hoch ist der Anteil der Geschäftsflieger national und international?

    Oder in den Urlaub? Ich bleibe bei Faulheit und Rücksichtslosigkeit. Faulheit bedeutet auch zu faul zum Umdenken zu sein.

  11. 12.

    Muss denn wirkliche jeder in jeden Winkel der Welt fliegen?
    Ich würde erstmals meine eigene Heimat erkunden, bevor ich um halben Erdball fliegen muss, nur um das Great Barriere Reef mit eigenen Augen sterben zu sehen.
    Oder um auf Malle den Einheimischen das Wasser zu nehmen.
    Oder in Südamerika dem Abholzen des Regenwaldes und dem Wachsen von Sojaplantagen und der Vernichtung von Lebensraum der Indios und der Tieren zuzusehen.
    Dafür lohnt es sich, Tonnen von CO2 in die oberen Luftschichten reinzublasen.
    stimmts?
    Nur soviel zum Egoismus.

  12. 11.

    Es ist nur Richtig das Tegel geschlossen wird!
    Ebenso ist es schön wenn über die Nachnutzung gedacht wird, aber man sieht wieder die Unfähigkeit der Politik. Wenn man so was plant muss als erstes die Anbindung des Gebietes an U- uns S-Bahn planen.
    Heisst der U-Bahn tunnel von Jungfernheide muss fertig gebaut werden nach Tegel, Die Siemens-Bahn muss über Gartenfeld hinaus aus das neue Gelände verlängert werden.
    Das muss aber heute passieren, morgen ist zu Spät!
    Und bitte endlich das Thema Tram sofort sterben lassen, in ganz Berlin!

  13. 10.

    Was für ein unterirdischer Kommentar. Was bedeutet den für Sie Faulheit und Rücksichtslosigkeit. Solche Äußerungen sollte man schon ein wenig erläutern. Wenn Sie Inlandsflüge meinen, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Man kann jeden Winkel in der Bundesrepublik mit dem Bus, der Bahn oder dem Auto erreichen. Vielleicht noch einige Teile von Europa, aber den Rest der Welt..

  14. 9.

    " Geplant sind ... In Forschung und Gewerbe sollen ..." - Das Prinzip Hoffnung lebt!

  15. 8.

    "Was denken Sie warum geflogen wird?"

    Hauptsächlich aus Faulheit und Rücksichtslosigkeite und weil es so schön billig ist weil der kommerzielle Kerosinverbrauch steuerfrei ist.

  16. 7.

    "Neureichenwohnsiedlung"? Fake News!

    "In Tegel würden im sogenannten Schumacher-Quartier an der Ostseite des Flughafens 5000 Wohneinheiten für 10.000 Menschen entstehen, außerdem im Bereich des Forschungs- und Innovationsparks 20.000 Arbeitsplätze. Auf dem Gelände von TXL, von dessen Gesamtfläche von 495 Hektar nur 221 Hektar überbaut würden, wachse eine menschengerechte Stadt der Zukunft, die ein Gegenbild zur Autogerechten Stadt der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sei."

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/nachnutzung-von-txl-so-koennte-die-zukunft-tegels-aussehen/23588586.html

    https://www.schumacher-quartier.de/das-projekt.html

  17. 6.

    Wir würden sagen das der Flughafen Tegel offen bleibt. Mit Herzlichen Dank Gruß André Lissog Ilona Schwenk.

  18. 4.

    Sollte TXL schießen, schade, dass die Öffentlichkeit wohl ausgeschlossen werden wird. Für die jetzt, durch Vorfeld, Rollwege und Landebahnen versiegelten Flächen wäre es, auch für unser Klima, richtig, wichtig und begrüßenswert, wenn die Versiegelungen abgerissen und dort aufgeforstet würde. Das ist wichtiger als irgendeine bescheuerte Neureichenwohnsiedlung.

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