Das Terminal 2 am BER, Flughafen Berlin Brandenburg. (Quelle: dpa/Stache)
Bild: dpa/Stache

Zeitungsbericht über Verzögerung - Terminal 2 am BER muss teilweise zurückgebaut werden

Laut einem Zeitungsbericht muss das Terminal 2 am BER teilweise zurückgebaut werden, der Eröffnungstermin sei kaum zu schaffen. Die Flughafengesellschaft widerspricht dem zunächst - und räumt dann ein, dass der Rückbau schon fast abgeschlossen ist.

Beim Bau des Terminals 2 am künftigen Hauptstadtflughafen BER gibt es Verzögerungen. In den vergangenen Wochen seien "bauliche Anpassungen" notwendig geworden, die inzwischen weitgehend abgeschlossen seien, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. So seien teilweise Auslassungen für technische Anlagen im Beton nicht an der richtigen Stelle gewesen.

Erneut Fragezeichen hinter Eröffnung

Die "Bild am Sonntag" hatte zuvor unter Berufung auf einen vertraulichen Statusbericht informiert, dass rund 250 Behinderungsanzeigen und mehr als 100 Mängelrügen vorlägen. Laut Bericht sei das Projekt "hochkritisch" und eine schnelle Lösung der Probleme "nicht ersichtlich".

Auch eine termingerechte Fertigstellung sei "unwahrscheinlich". So müssten Bodenplatten wieder aufgerissen werden, um die Mängel zu beseitigen. Es sei unwahrscheinlich, dass das Terminal wie geplant zum Oktober 2020 fertig wird. Dann soll der BER eigentlich in Betrieb gehen - mit neun Jahren Verspätung.

Zunächst hatte ein Flughafensprecher dem Zeitungsbericht noch widersprochen. "Die Flughafengesellschaft ist mit Fortschritt auf der T2-Baustelle und dem Stand der Baufertigstellung zufrieden", hieß es. "Partielle gewerkebezogene Verzögerungen und deren Kompensation im weiteren Projektverlauf sind bei Projekten dieser Größenordnung nicht unüblich." Eine grundsätzliche Abweichung von der bisherigen Planung liege derzeit nicht vor, so der Sprecher.

Um die stetig wachsenden Fluggastzahlen bewältigen zu können, sind am BER inzwischen weitere Terminals notwendig. Anders als im seit Jahren problembehafteten Terminal 1 leitet die Flughafengesellschaft den Bau des Terminals 2 nicht selbst. Es wird von der Firma Zech Bau schlüsselfertig erstellt. Noch beim Richtfest Ende Juli hatte sie den Fertigstellungstermin bestätigt.

Sendung: Inforadio, 08.09.2019

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Antwort auf [Karl] vom 10.09.2019 um 15:34
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58 Kommentare

  1. 58.

    Wer verdient denn an den Bau des BER ?
    Baufirmen und die wissen, das der Berlin und Brandenburg die Rechnungen bezahlt, also kann man die Kosten gleich mal in die Höhe treiben.

    So ist das mit jedem Bau, egal ob BER oder Stuttgart21
    (Siehe nur das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes)

    Die Regierung hat für einen Regierungsterminal am BER bereits 70 Millionen bezahlt, dieses Terminal soll eigentlich
    wieder geschlossen werden, wenn der BER eröffnet wird um dann gleich ein neues Regierungsterminal für 140 Millionen bauen zu lassen. Das 70 Millionen teure Regierungsterminal soll dann wieder geschlossen oder abgerissen werden. So kann man das Geld der Steuerzahler auch zum Fenster rausschmeißen.

  2. 57.

    Richtig, diese Vorschriften wie Umweltschutz usw. gibt es so nicht in anderen Ländern. Zu den zusätzlichen Hindernissen wurde hier bereits geschrieben, siehe Beiträge 47 und 50.

  3. 56.

    Das Dilemma liegt nicht nur an Vorschriften und Regeln...oder glauben Sie, das es diese Regeln in den Andren von uns genannten Ländern nicht gibt.
    Das mag einer der Gründe sein, das war aber vor vielen Jahren schon geklärt.

  4. 55.

    Ja, mit dem Verstand einschalten ist das bei manchen Leuten so eine Sache... Sie sollten ihre eigenen Tipps beherzigen.

    Auch die Skandinavier, Russen oder US-Amerikaner könnten nicht schneller bauen weil sie sich an deutsche Vorschriften und Regeln zu halten haben.

    Umweltschutz, Lärmschutz, Brandschutz... um nur einige zu nennen.

  5. 54.

    Ich würde an Ihrer Stelle erst einmal den Verstand einschalten, bevor Sie nödeln. Wenn Sie ein wenig nachdenken , verstehen Sie auch was ich meine. Auf der ganzen Welt werden Flughäfen gebaut. Aber nirgends dauert es länger. Ratzfatz sind die Dinger fertig. Wenn nicht die Chinesen dann eben die Skandinavier oder Amerikaner, alle wären hier schneller fertig gewesen.

  6. 53.

    Bin da ganz bei Ihnen ! Mein Kommentar war eher ironisch gemeint, da die Geschichte f. mich anders nicht mehr zu ertragen ist ... MfG. B.W.

  7. 52.

    An einem ständigen Bau verdienen Viele - an einem fertigen Flughafen eigentlich nur der Betreiber.

    Wenn zwei an dem Produkt zerren, der Auftraggeber, um es möglichst billig zu bekommen und der Auftragnehmer, um es möglichst teuer anzubieten (von Fertigstellung ist nicht die Rede: vorher bezahlt wird nur im Puff - ansonsten Zug-um-Zug) kann nur das Produkt leiden. Es wird eben Scheisse. Erleben wir als "Verbaucher" jeden Tag, immer wieder ...

  8. 51.

    Jetzt mal ehrlich, es glaubt doch eh keiner mehr daran, dass dieser Schrotthaufen je eröffnet wird, oder?

  9. 50.

    Die Masche ist doch immer die gleiche. Man will die Ausschreibung unbedingt gewinnen und fälscht, pardon schönt Berechnungen.

    Die öffentliche Hand, jahrzehntelang auf sparen, sparen, sparen! konditioniert nimmt den billigsten statt den besten Anbieter. Und der reicht Rechnungen nach.

    Zumal deutsche Ingenieure auch schon mal besser waren aber seit '89 sind wir auf das Niveau der DDR herabgesunken wo bekanntlich jeder ein Agraringenieur war, der einen Traktor bedienen konnte und das richtige Parteibuch hatte.

  10. 49.

    ...nur noch lächerlich, peinlich!

    Und keiner wird bestraft für so viel Steuergeldverschwendung.

  11. 48.

    Ich möchte jedem Politiker verbieten, auch nur einen Cent von meinem Steuergeld an diesem Flughafen zu verbraten. Dafür könnte die Schule meiner Tochter das eine oder andere gebrauchen, gern auch mal einen Bauarbeiter.

  12. 47.

    Das hätten sie wohl gern. es ist ja die Privatwirtschaft, die die öffentlichen Bauherren über den Tisch ziehen indem sie Folgekosten verschleiern.

    Dagegen hilft nur demokratische Kontrolle und Transparenz, z.B. durch Offenlegung der Verträge. Das Mauscheln ermöglicht erst die Betrügereien.

  13. 46.

    Schauen Sie sich den Planfeststellungsbeschluß an. Auch in Schönefeld handelt es sich um einen Ausbau.

    In Frankfurt lief und läuft aber auch nicht alles glatt. Genau wie beim Ausbau des Flughafens München um das Satellitenterminal für T2 geschieht das dort wie auch in der Privatwirtschaft aber ohne, dass Politiker sich so exponierten und damit die Aufmerksamkeit der Medien erregen wie bei dem Ausbau hier.

  14. 45.

    Immerhin ! Die dt. Privatwirtschaft hat die erste Gelegenheit entschlossen genutzt, um zu beweisen, dass sie - genau wie die Flughafengesellschaft als ö.-r./staatl. Bauträger - nicht imstande ist, ein derartiges Projekt vernünftig und termingerecht durchzuführen ... Womit sich künftige Diskussion bzgl. Staat vs. Privatwirtschaft (z.B. im Wohnungs- od. Autobahnbau) wohl erledigt hätten. MfG. B.W.

  15. 44.

    Merkwürdig, mir ist nicht bekannt dass die Politiker, die sich gegen den Rat der Experten für den Standort Schönefeld erst ein- und dann durchgesetzt haben bei den Linken wären. Das waren allesamt CDU Politiker, der eine ein m.E. größenwahnsinniger (Olympia in Berlin) Bürgermeister und der andere sein Parteikollege Wissmann, seines Zeichen BuMi für Verkehr, bevor er Autolobbyist wurde.

  16. 42.

    Beweise dafür sind leider Fehlanzeige und in Frankfurt wurde reichlich "geschmiert" damit es wie "durch Butter geht".
    Der Vergleich ist schon unsinnig, da hier Neubau, dort Ausbau. Und bei den Planungen waren bestimmt keine Politiker involviert, es sei denn beim Standort.

    Und da schließt sich der Kreis. Diepgen und Wissmann wollten auf Teufel komm raus den BER. Warum wohl?

  17. 41.

    https://www.lr-online.de/nachrichten/muenchen-darf-nicht-gefaehrdet-werden_aid-3824136

  18. 40.

    "nicht an der richtigen Stelle" - Mit Karte und Kompass wäre das nicht passiert.

  19. 39.

    Die Firmen die am BER arbeiten sind allesamt West-Firmen und deren Arbeiter kommen auch nicht überwiegend aus der Region.

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