Ortsschild Schönefeld (Bild: imago images/Jürgen Ritter)
Bild: imago images/Jürgen Ritter

Bau von Schulen, Kitas und Radwegen - BER-Anrainer fordern mehr Geld für Infrastruktur

Knapp ein Jahr vor der geplanten Eröffnung des BER-Flughafens in Schönefeld fordern die Umlandgemeinden mehr Unterstützung von Bund und Ländern. Dabei geht es insbesondere um den Ausbau der sozialen Infrastruktur.

Bis 2030 werde in der Region am südöstlichen Berliner Stadtrand mit 85.000 zusätzlichen Beschäftigten und 40.000 neuen Einwohnern gerechnet, teilte das Dialogforum Airport Berlin Brandenburg am Montag mit. "Im kommenden Jahrzehnt müssen neue Kindergärten, Schulen, Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen aber auch Feuerwehrhäuser und Radwege gebaut werden. Das können die Umlandkommunen nicht ohne Unterstützung des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg leisten", heißt es in der Mitteilung. Notwendig sei deshalb ein "Umland- und Ausgleichsfonds".

"Es muss jetzt gehandelt werden"

Im Dialogforum tauschen sich die Flughafengesellschaft, die Länder, Umlandgemeinden und Berliner Bezirke aus. Nach einer Sitzung am Montag wies das Forum darauf hin, dass ab nächstem Herbst in Schönefeld rund dreimal so viele Passagiere abgefertigt werden wie bisher. "Damit es in der Flughafenregion zu keinem Verkehrskollaps kommt muss jetzt gehandelt werden", hieß es. Mehr Passagiere und Beschäftigte müssten mit Bussen und Bahnen anreisen.

Für die Mitarbeiter am und um den Flughafen seien auch neue Radrouten und Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen notwendig. Außerdem müssten die Länder und der Bund als Eigentümer des Flughafens mehr für Klima- und Emissionsschutz rund um den Flughafen tun.

Sendung: Inforadio, 09.12.2019, 12.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Und das fällt denen JETZT ein? Acht Jahre nach dem ursprünglich geplanten Eröffnungstermin, auf den sie sich wie Bolle gefreut hatten, weil er so viele neue Gewerbeansiedlungen in die Gemeinden bringen sollte, fällt ihnen ein, dass jeder neue Arbeitsplatz einen neuen Mitarbeiter bedeutet? „Bis 2030 werde in der Region am südöstlichen Berliner Stadtrand mit 85.000 zusätzlichen Beschäftigten und 40.000 neuen Einwohnern gerechnet“ – Und die bringen keine Steuereinnahmen oder wie?

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