Der Aufsichtsratschef der Flughafen-Gesellschaft, Rainer Bretschneider
Video: Brandenburg aktuell | 05.01.2020 | Studiogespräch mit Rainer Bretschneider (FBB) | Bild: rbb

Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzender Bretschneider - BER-Anwohner sollen "Schallschutz zügig einbauen lassen"

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB), Rainer Bretschneider, hat die Anwohner des künftigen Flughafens BER erneut aufgefordert, Schallschutzmaßnahmen in ihren Häusern und Wohnungen zügig umzusetzen.

Bretschneider sagte dem rbb am Sonntag, der Flughafen müsse nachweisen, "dass er alles getan hat, was er zu tun hat". Umso wichtiger sei, dass bewilligte Schallschutzmaßnahmen von Anwohnern nicht hinausgezögert würden, denn "für diese Verzögerungen kann der Flughafen nicht in Haftung genommen werden", sagte er in der rbb-Sendung "Brandenburg aktuell".

"Wir bitten die Leute deshalb dringend: Arbeitet, beschäftigt die Unternehmen und holt euch die Glaser und Dachdecker ins Haus", so Bretschneider.

Rund 26.000 Wohneinheiten im Umfeld des BER haben Anspruch auf Schallschutz, den der Flughafen bezahlt. Für rund 22.000 wurde dieser beantragt, aber bei nur rund 7.800 Häusern wurde Schallschutz bisher eingebaut.

Eröffnung am 31.10.? "Wir werden es schaffen"

Zuversichtlich äußerte sich Bretschneider, dass der künftige Flughafen BER wie angekündigt Ende Oktober eröffnet wird. "Wir wollen es bis zum 31.10. schaffen, und wir werden es auch schaffen." Über die Feiertage sei weiter auf der Baustelle gearbeitet worden: "Es hat Bereiche gegeben, wo wir oder besser gesagt die Firmen durcharbeiten mussten. (...) Wir sind jeden Tag daran, Mängel abzuarbeiten und vorwärts zu kommen. Und da gab's auch zwischen den Feiertagen keine Pause."

Im Wesentlichen gehe es um Verkabelungen und Aufhängungen von Kabeln. Hier seien die meisten Mängel, die der TÜV beanstandet habe. Das sei eine "sehr feinteilige und ziselierte Arbeit in den Installationen. Man muss da teilweise in die Decken kriechen und Mängel beseitigen." Das sei sehr schwer, "aber wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen."

Sendung: Brandenburg aktuell, 05.01.2020, 19.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Liebe Frau K .,
    wir warten seit 2009 !!! auf eine Bewilligung der , zusätzlich von Baufirmen als notwendig erachteten , Schallschutz Maßnahmen . Immer wieder gibt es Unstimmigkeiten , Fehler , Nachbesserungen werden verweigert , OVG Urteile werden ignoriert ( Wintergarten ). Das bewilligte Leistungsverzeichniss( LV ) wurde , !!ohne Angabe eines Grundes !! , einfach außer Kraft gesetzt !! Inzw. ist das dritte IngBüro seitens der FBB beauftragt worden . Vermutlich um die "erkämpften " Nachbesserungen zu revidieren . Eine -never-ending-Story , nervenaufreibend , Zeit-und Kostenintensiv . Ich drücke die Daumen , dass es bei Ihnen vlt. zügiger vorangeht .
    G. Jasinski

  2. 1.

    Über die Aufforderung können wir nur lachen. Wir haben seit zwei Jahren den Antrag auf Schallschutz gestellt und haben noch keine Bearbeitung erfahren dürfen. Aber schön, dass man nun offiziell von der FBB aufgefordert wird, endlich Schallschutzmaßnahmen umzusetzen. Man beachte, dass die FBB sich das Ziel gesetzt hatte, ein halbes Jahr vor geplanter Eröffnung des BER, alle Anträge auf Schallschutz abgearbeitet zu haben. Das wird wohl bis Ende April schwer werden!

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