Archivbild: Flughafen Tegel Otto Lilienthal. (Quelle: imago images/J. Huebner)
Audio: Inforadio | 20.05.2020 | Thomas Rautenberg | Bild: imago images/J. Huebner

Gesellschafter geben grünes Licht - Flughafen Tegel kann vorübergehend geschlossen werden

Der Berliner Flughafen Tegel darf am 15. Juni vorübergehend schließen. Das haben die Gesellschafter beschlossen. Flughafenchef Lütke Daldrup stellte im rbb jedoch klar, dass der Airport nur vom Netz geht, wenn die Passagierzahlen weiter niedrig bleiben.

Der Berliner Flughafen Tegel kann am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen. Das haben der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg am Mittwoch in einer per Videokonferenz abgehaltenen Gesellschafterversammlung beschlossen. Voraussetzung sei, dass die Flughafengesellschaft den zivilen Flugverkehr jederzeit sicherstelle und die Nutzerinteressen des Bundes gewahrt seien.

Den entsprechenden Antrag hatte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup bereits Ende April gestellt, nachdem sich der Aufsichtsrat für die vorübergehende Schließung ausgesprochen hatte. Bis Ende Mai wird die Senatsverkehrsverwaltung als oberste Luftfahrtbehörde des Landes über die temporäre Schließung entscheiden. Der Berliner Flugverkehr wird dann über Schönefeld abgewickelt.

"Wir können, wenn es wirtschaftlich erforderlich ist, Schönefeld als einzigen Flughafen in den nächsten Wochen betreiben", sagte Lütke Daldrup am Abend im rbb. "Aber wir werden uns sehr genau anschauen, wie der Flugverkehr sich Ende Mai/Anfang Juni weiterentwickelt." Tegel werde nur vom Netz genommen, "wenn wir ihn nicht brauchen", so Lütke Daldrup in der Abendschau. Auch die Hygieneregeln und die Dauer der Sicherheitskontrollen gelte es zu berücksichtigen. Notfalls könnte Tegel im Sommer wieder innerhalb von ein bis zwei Wochen hochgefahren werden. Sicher sei jedoch, dass Tegel nach der Eröffnung des BER am 8. November endgültig schließen werde.  

Hohe Kosten durch den Stillstand

Hintergrund der möglichen Schließung von Tegel sind die geringen Passagierzahlen wegen der Corona-Krise. Zuletzt flogen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld nur etwa 2.000 Passagiere pro Tag. Das Hauptabfertigungsgebäude in Tegel ist schon seit Mitte März geschlossen, Passagiere checken nur noch im Nebenterminal C ein.

Die Flughafengesellschaft hat dadurch hohe Kosten: 7,5 Millionen Euro sind nach Angaben des Flughafenchefs pro Monat notwendig, um den Stillstand zu finanzieren.

Kompromiss mit dem Bund

Berlin und Brandenburg drängen bereits seit längerer Zeit auf die Stilllegung. Der Bund hatte zuletzt noch Bedenken, weil Flüge der Bundesregierung zum Teil über Tegel abgewickelt werden. Er will erst das Regierungsterminal in Schönefeld in Betrieb nehmen, bevor Tegel geschlossen wird. Der jetzt genannte Schließungstermin Mitte Juni ist vermutlich der Kompromiss: Flughafenchef Lütke Daldrup hatte sich die vorübergehende Stilllegung bereits für Anfang Juni gewünscht. Er äußerte sich am Mittwoch erfreut über den Beschluss: "Wir begrüßen die Bereitschaft des Bundes den Regierungsflugbetrieb zeitnah in Schönefeld aufzunehmen." 

Die Schließung ist zunächst für zwei Monate geplant. Sollten sich die Passagierzahlen bis dahin nicht erholt haben, wird eine endgültige Schließung wahrscheinlicher, denn Ende des Jahres soll Tegel ohnehin final vom Netz gehen. Nach mehreren geplatzten Terminen ist geplant, dass am 31. Oktober der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnet wird und am 8. November die letzte Maschine in Tegel abhebt. Lütke Daldrup hatte sich zuletzt skeptisch gezeigt, dass Tegel nach der vorübergehenden Schließung noch einmal ans Netz gehen könnte.

Skepsis und Freude in der Politik

Die Entscheidung der Gesellschafter wird in der Politik unterschiedlich aufgenommen.

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja erklärte, Berlin brauche Tegel in der Corona-Krise mehr denn je: "Die Abfertigungskapazitäten am BER werden nicht zuletzt auf Grund der geltenden Hygieneregeln niemals ausreichen." Der AfD-Politiker Frank-Christian Hansel sagte: "Funktionierende Infrastruktur gibt man nicht auf." Klar sei, dass der Flugverkehr wieder auf das Vor-Corona-Niveau zurückkehren werde.

Der CDU-Verkehrsexperte Oliver Friederici schlug vor, den BER früher zu eröffnen, um mögliche Kapazitätsengpässe zu vermeiden, wenn Tegel dann geschlossen sei.

Vertreter von Grünen und Linken äußerten sich dagegen erfreut über den Beschluss. "Endlich kommt die, hoffentlich endgültige, Entlastung der Anwohner*innen vom Fluglärm", twitterte der Grünen-Abgeordnete Harald Moritz. Der Linke-Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich aus dem von Fluglärm geplagten Bezirk Pankow twitterte: "Hurra! Endlich!"

Monument der vergangenen Zukunft

101 Kommentare

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  1. 101.

    Auch sie beantworten beide Fragen nicht und weichen aus.

    "WOHIN denn? Tegel ist am Ende und wurde weit über seine Kapazitäten betrieben.

    "Was hat der BER alles an Milliarden verschlungen..." Meinen sie wirklich das wäre mit TXL anders gewesen?"

    Wenn sie zwei Pommesbuden haben, eine die bald abgerissen wird und eine neu. In welche würden sie eher investieren?

  2. 100.

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (vom Juli 2017)
    „Allein für die Gebäude wären 550 Millionen Euro fällig, 350 Millionen Euro für die Erneuerung der Verkehrswege und 250 Millionen Euro für die Infrastruktur.“

    Wenn man bedenkt, welche Unsummen der BER bis dato zusätzlich verschlungen hat (je Monat 35,681 Mio €), hätte man für dieses Geld ganz locker den Tegeler Flughafen auf aktuellen Stand bringen können. Und da schon längere Zeit öffentlich gemunkelt wird, dass heute schon der BER viel zu klein sei, kann man sich vorstellen, dass die weiteren avisierten Ausbaukosten den Himmel endgültig sprengen werden. Alles zu unseren (Steuerzahler-)Lasten.

  3. 99.

    Aufgeben sollte selten eine Option sein,aber wenn negative Kräfte walten.Hoffen,es gibt noch eine positivere
    Lösung zum Erhalt des Flughafens,denn es sollte das Grosse und Ganze gesehen werden und nicht nur die eige-
    ne Problematik,denn die kann oft durch eigene Initiative gelöst werden ; vielleicht mal was zum Nachdenken und nicht nur Mosern oder unangebrachter Ratschläge-Abgabe.

  4. 98.

    "AAAABER : wäre es nicht bei Weitem günstiger gekommen, diesen Flughafen super ausbauen zu lassen?"

    WOHIN denn? Tegel ist am Ende und wurde weit über seine Kapazitäten betrieben.

    "Was hat der BER alles an Milliarden verschlungen..." Meinen sie wirklich das wäre mit TXL anders gewesen?

    "Toller Comfort, schnelle Eincheckzeit," Und dafür müssen 150.000 Menschen leiden, na danke.

    "Die Anwohner wissen worauf sie sich einlassen, wenn sie dorthin in diese Gegend ziehen; dafür zahlen sie wenig Miete... " Ich wohne hier, da war TXL noch nicht gebaut.

    "Es wäre fatal für viele Menschen in und aus Berlin". Nein, nur für Egoisten wie sie! Fahren sie mit der Bahn. Bei soviel asozialen Egoismus werde ich echt wütend!

  5. 95.

    Die ursprüngliche Aussage war "Stundenlange Staus auf dem Saatwinkler Damm und der A111". Die Kreuzung Saatwinkler/Gartenfelder ist tagtäglich(vor der Krise) in der Rush Hour zu, inkl. langen Rückstaus in alle Richtungen.

    "Der Bus TXL / Saatwinler Damm ist da leider die negative Ausnahme.
    Ihre Aussage täglicher Dauerstau entspricht leider bzw. zum Glück nicht der Realität!" Sie widersprechen sich selbt.

    Fragen sie mal Leute, die in der HoKa III wohnen oder in den dortigen KGA ihren Garten haben. Mäckeritzbrücke, Saatwinkler, Jungfernheideweg, alles dicht.

    Was verstehen sie denn unter "normaler Verkehrslage"? Nachts um 3 Uhr? Morgens um 5 Uhr?

  6. 93.

    Nunja, wenn man älter ist und sich von der Politik beeinflussen lässt...oder von persönlichen Leitfäden dann hat für denjenigen der Berliner TXL seine Schuldigkeit getan.... AAAABER : wäre es nicht bei Weitem günstiger gekommen, diesen Flughafen super ausbauen zu lassen? Was hat der BER alles an Milliarden verschlungen.... Da hätte man Luftgesellschaften, die pleite gegangen sind, retten können!! Ich fliege seit Jahrzehnten von Berlin nach Zürich... Toller Comfort, schnelle Eincheckzeit, kurze Wegstrecken, egal von wo man kommt...
    Die Anwohner wissen worauf sie sich einlassen, wenn sie dorthin in diese Gegend ziehen; dafür zahlen sie wenig Miete...
    Muss man vom Süden BER aus in die Stadt Richtung Norden, dauert es ca 2 Std mit Auto wie auch mit der Bahn... Mein Flug nach Zürich dauert 50 min. Es wäre fatal für viele Menschen in und aus Berlin ; aber daran denkt keiner, und schon gar nicht die Politiker.
    Und NEIN, er hat seine Schuldigkeit nicht getan.... Er ist super cool :-)

  7. 92.

    Sie haben mich mißverstanden, nicht sie, die Mottenpost macht gerne Wahlkampfhilfe für die cDU und FDP, wie man an dem Beispiel aus dem Jahre 2012 sehen kann.

  8. 91.

    Die ursprüngliche Aussage war "Stundenlange Staus auf dem Saatwinkler Damm und der A111". Die Kreuzung Saatwinkler/Gartenfelder ist tagtäglich(vor der Krise) in der Rush Hour zu, inkl. langen Rückstaus in alle Richtungen.

    "Der Bus TXL / Saatwinler Damm ist da leider die negative Ausnahme.
    Ihre Aussage täglicher Dauerstau entspricht leider bzw. zum Glück nicht der Realität!" Sie widersprechen sich selbt.

    Fragen sie mal Leute, die in der HoKa III wohnen oder in den dortigen KGA ihren Garten haben. Mäckeritzbrücke, Saatwinkler, Jungfernheideweg, alles dicht.

    Was verstehen sie denn unter "normaler Verkehrslage"? Nachts um 3 Uhr? Morgens um 5 Uhr?

  9. 90.

    In Sperenberg, wie von allen Experten empfohlen. Die Business -und Regierungsflieger in Schönefeld. Mallorca- und Bumsurlaubflieger in Sperenberg.

    "Obwohl die in Auftrag gegebenen Gutachten – hier vor allem die sehr umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im Rahmen des Raumordnungsverfahrens – eindeutig, das heißt für alle untersuchten Schutzgüter, zu dem Ergebnis kamen, dass der Flugplatz Sperenberg der mit Abstand am besten geeignete Standort für den neuen Großflughafen sei (so wäre z. B. am Standort Sperenberg im Vergleich zu Schönefeld nur mit einem Bruchteil der Fluglärmbelastung der lokalen Bevölkerung zu rechnen gewesen), entschied sich die Politik letztendlich für den Flughafen Berlin-Schönefeld als zukünftigen Standort"

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Sperenberg#Diskussion_um_den_Ausbau_als_Flughafen_Berlin-Brandenburg

    "Das war ohne Sinn und Verstand und zeugt davon, daß aus Tegel aber auch rein gar keine Lehren gezogen wurden."

  10. 89.

    Nun wird TXL geschlossen und bleibt wahrscheinlich auch geschlossen. Die Fluggastzahlen werden bestimmt nicht das VOR Corona Niveau erreichen und der BER steht ja nun hoffentlich in den Startlöchern. Alles bestens! Nun gibt es einen Streitpunkt weniger bei rbb 24 aber wir haben ja noch genug......smile. Und die paar Trolle, die hier herumgeistern, kann man getrost ignorieren. Nice day

  11. 88.

    Die Empfehlungen gingen seinerzeit ganz klar nach Sperenberg. Und soweit ich mich erinnere, ging es auch dort um den Betrieb eines einzigen Flughafens, nicht zusätzlich zu Schönefeld.

  12. 87.

    Also ich betreibe keine Wahlkampfhilfe- für keine Partei.
    Ich meinte auch nicht, dass mit mehr Mitteln mehr Platz für weitere Flieger gebaut werden sollte. Mir ging es nach dem Eröffnungsdesaster des BER um Instandsetzungsmittel für die wichtigsten Funktionen,für die Fluggäste,wie Sanitäranlagen,Kofferbänderetc.
    Das da auch 2012 schon kein Platz für weitere Flieger war, wurde ja mehrmals dokumentiert und von der Politik ignoriert.

  13. 86.

    Öhm...ich fahre jeden Tag mit der BVG zu meinem Arbeitsplatz am Flughafen Tegel.
    Wo ist denn da täglich ein Dauerstau? (die aktuelle Verkehrlage zur Corona-Krise lassen wir mal außen vor).
    Bei normaler Verkehrslage kommen sie vom J-K-Platz bzw. Kutschi zügig zum/vom Flughafen.
    Der Bus TXL / Saatwinler Damm ist da leider die negative Ausnahme.
    Ihre Aussage täglicher Dauerstau entspricht leider bzw. zum Glück nicht der Realität!

  14. 85.

    Ja, die Berliner Morgenpost als Springers cDU Hauspostille...

    WER den BER unbedingt haben wollte, gegen alle Vernunft, verschweigt man. Auch mit einer Komplettsanierung von TXL hätte TXL nicht besser "durchgehalten". Man schaue sich das Gelände von TXL von oben an, jedem Kleinkind fällt sofort auf dass da einfach kein Platz mehr ist, vom zusätzlichen Flugterror für die Bewohner mal abgesehen, woher wollte man weitere Lande/Startbahnen denn herbekommen?

    Das ganze liest sich wie verfrühte Wahlkampfhilfe für die cDU/FDP.

  15. 84.

    Wo hätte denn ein neuer Hauptstadtflughafen sinnvollerweise gebaut werden sollen, wenn nicht in Schönefeld? Die Nähe zu Berlin muss ja sein, eine gewisse Verkehrsanbindung auch, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ob es soviel besser gewesen wäre, an einem ganz anderen Ort im Berliner Umland einen ganz neuen zweiten Standort zusätzlich zu Schönefeld aufzumachen?

  16. 83.

    Leider falsch, auf der Baustelle gab es mindestens vier tödliche Unfälle.

  17. 82.

    Lassen Sie uns die "Corona-Flugruhe" genießen, denn ich glaube nicht, dass Tegel Mitte Juni vorübergehend schließt:
    "Aber wir werden uns sehr genau anschauen, wie der Flugverkehr sich Ende Mai/Anfang Juni weiterentwickelt." Tegel werde nur vom Netz genommen, "wenn wir ihn nicht brauchen", so Lütke Daldrup in der Abendschau. Auch die Hygieneregeln und die Dauer der Sicherheitskontrollen gelte es zu berücksichtigen. Notfalls könnte Tegel im Sommer wieder innerhalb von ein bis zwei Wochen hochgefahren werden. Sicher sei jedoch, dass Tegel nach der Eröffnung des BER am 8. November endgültig schließen werde. "
    Trau schau wem.........

  18. 81.

    Na ja, Sperenberg ist damals beim Bund durchgefallen und die Sperenberger selbst meinten ja auch,wer will schon einen Flugplatz vor der Tür.
    Es wollen eben Viele fliegen aber keiner will den Fluglärm haben.
    Die Morgenpost schrieb am 23.05.2012:
    Die Airlines drängen nach Berlin-Tegel. Doch dort mangelt es an Stellflächen für die vielen Flugzeuge."
    Sie wollten nicht nach Schönefeld und da hätte m.E. eine politische prozentuale Verteilung auf beide Flughäfen stattfinden müssen,schließlich hat die Politik beim BER völlig versagt.Zusätzlich hätte für Tegel nochmal Geld für Instandsetzung fließen müssen. Dann hätte Tegel besser durchgehalten ,auch zum Wohle der Fluggäste.
    Aber wie ging der Spruch:" Hätte,hätte,Fahrradkette".
    Mal sehen,was das alles noch wird.

  19. 80.

    Eher unwahrscheinlich. Der Flughafenchef sagte kürzlich in einer Pressekonferenz: Bei 50.000 Passagieren am Tag rechnet sich Tegel und kann kurzfristig wieder ans Netz gehen. Diese tägliche Passagierzahl sehe ich nicht bis zum 31. Oktober 2020. Ergo: ist Tegel zu, bleibt er zu.

  20. 79.

    "Das war ohne Sinn und Verstand und zeugt davon, daß aus Tegel aber auch rein gar keine Lehren gezogen wurden."

    Bedanken sie sich bei Diepgen und Wissmann, beide cDU, die Stolpe über den Tisch gezogen haben. Die wollten, gegen den ausdrücklichen Rat ALLER Experten, Schönefeld statt Sperenberg.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Sperenberg#Diskussion_um_den_Ausbau_als_Flughafen_Berlin-Brandenburg

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bau_des_Flughafens_Berlin_Brandenburg#Standortwahl

  21. 78.

    Sie werden lachen, auch wir wurden bislang „nur“ von den Tegel-Routen direkt überflogen und haben den BER bzw. SXF parallel. Wir hatten also eine Doppelbelastung, so daß auch hier erstmal eine Entlastung eintritt. Dennoch ist die Standortwahl Schönefeld sinnbefreit, denn entgegen der leider viel verbreiteten Ansicht betrifft es eben nicht nur uns in Brandenburg, sondern eine Vielzahl von Berlinern - das scheint ja offensichtlich die relevantere Bevölkerungsgruppe zu sein. Ich finde es auch fehlgeleitet, die Verantwortung für den Fluglärm den Passagieren überzuhelfen. Man fliegt eben in der Regel von dem nächstgelegenen Flughafen. Das ist völlig logisch. Dieser Logik folgend müssten ja auch die Fluggesellschaften angeprangert werden, daß sie ihre Kundschaft dort aufnehmen. Die Verantwortung haben einzig und allein diejenigen, die die Standortwahl getroffen haben. Das war ohne Sinn und Verstand und zeugt davon, daß aus Tegel aber auch rein gar keine Lehren gezogen wurden.

  22. 77.

    "Stundenlange Staus auf dem Saatwinkler Damm gab es, wie Sie behaupten, nie." Ihre Lüge ist schnell widerlegt.

    Die Staus waren nicht nur tagtäglich, sondern hatten sogar Auswirkungen auf die Bernauer und Gartenfelder Straße. Bei einem Unfall oder Baustelle ging dann stundenlang nichts mehr.

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/05/berlin-tegel-unangemeldete-baustelle-staus-flughafen.html

    https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/berlin-tegel-der-grosse-txl-report-zum-ferienende-in-der-hauptstadt-63719402.bild.html

    Für den täglichen (!) Dauerstau mit zähfließenden Verkehr brauchte nicht einmal einen Unfall oder Baustelle.

  23. 76.

    "Ist aber auch egal mit Demokratie und Menschenrechten haben wir Millionen verschleudert und 8 Jahre verschenkt."

    Ohne Worte

    Aber schön dass sie uns so offen mitteilen was sie von Demokratie und Menschenrechten halten.

  24. 75.

    Das hat nichts mit Demokratie sondern mit unfähigen Verantwortlichen zu tun,dass der BER noch nicht fertig ist und uns Steuerzahlern tgl. ein Vermögen kostet.
    Wikepedia:
    "In Tegel-Süd erfolgte 1969 der erste Spatenstich, 1970 war Baubeginn und 1972 Richtfest. Das bis heute genutzte sechseckige Hauptterminalgebäude, das sich am südlichen Ende des Flughafens befindet, wurde am 23. Oktober 1974 eingeweiht und am 1. November 1974 eröffnet. "

  25. 74.

    Ihnen erschließt sich so einiges nicht. Die VAR sind ja auch ein Musterbeispiel an Demokratie. Würden sie in China oder der Türkei über Korruption oder "Schluderei", wie sie es nennen, berichten wären sie als Reporter ganz schnell weg vom Fenster. Mit Glück "nur" im Gefängnis.
    Wie ich schon schrieb, sind dort außerdem Umweltschutzauflagen, Menschenrechte (Lärm, Umsiedlungen, Entschädigungen) usw. Fremdwörter.

    Hier müssen die Bürger beteiligt werden, das nennt man auch Demokratie. Anhörungen, Klagen, Entschädigungen usw. Ich weiß, Demokratie ist für manche Leute einfach nur lästig.

  26. 73.

    Soweit mir bekannt ist, haben deutsche Ingenieure in Hurgada mitgebaut. Ist aber auch egal mit Demokratie und Menschenrechten haben wir Millionen verschleudert und 8 Jahre verschenkt. Das Demokratie so teuer ist war mir nicht bewusst.

  27. 72.

    Wann später?
    Nach der vorübergehenden Schließung?
    Steht doch im Artikel:
    "Notfalls könnte Tegel im Sommer wieder innerhalb von ein bis zwei Wochen hochgefahren werden. Sicher sei jedoch, dass Tegel nach der Eröffnung des BER am 8. November endgültig schließen werde. "

  28. 71.

    Ja, als Hochschule, sofern der Denkmalschutz mitspielt. Als Flughafen wäre der Standort heute kaum noch genehmigungsfähig. Der wurde damals unter alliierter Sonderrecht gebaut, während in Frankfurt der alte Flughafen in der Stadt schon längst geschlossen gewesen ist. Auch MUC zeigt, dass eine Region prosperierenden kann, obwohl der Flughafen irgendwie ins Nirgendwo umgezogen ist. Sogar führende Grüne wie Roth und Hofreiter nutzen den gerne auf den Weg ins Wochenende.

  29. 70.

    Wenn das dabei rauskommt, also das insgesamt viel weniger geflogen wird, dann fände ich das aus meiner laienhaften Ameisenperspektive ganz gut. Selbst wenn die Flugpreise dann steigen und sich daher weniger Leute das Fliegen leisten können. Ja, auch ich fand es toll, bei meinen wenigen Fernreisen andere Länder und Sitten kennenzulernen. Aber insgesamt fand ich dieses extreme "fürn Appel undn Ei mal eben nach London oder Paris düsen" einfach irre. Genau wie die Kreuzfahrten, die früher noch Mega-Luxus waren und heutzutage für ganz viele zum "ganz normalen Urlaub" mutiert sind.
    Wenn die Erde dafür langfristig wieder besser durchatmen kann, dann kann das auf lange Sicht doch nur gut sein, wenn solche "Normalitäten" krass reduziert werden . Auch wenn es natürlich jetzt, in der Zeit wo alles plötzlich einfach so wegbricht, extremen wirtschaftlichen Schaden und Not verursacht. Aber der Mensch scheint anders nicht zu stoppen zu sein? Irgendwie muss alles immer erst weh tun... :(

  30. 69.

    Die U-Bahn zum TXL ist Schnee von gestern.

    Ärgerlicher ist heute, dass die Vorleistungen dafür nicht genutzt werden, um eine U-Bahn zur UTR zu bauen. Stattdessen wird es irgendwann eine Straßenbahn geben, die mehrere 10.000 innerhalb eines kurzen Zeitraumes zur Arbeit und Vorlesung bringen soll. Vielleicht wird später auch die U6 für den Bau eines Abzweigs dorthin für längere Zeit auf dem Nordteil stillgelegt. Einen Vorgeschmack dafür gibt es mit der anstehenden Darmsanierung. So geht Verkehrswende heute.

  31. 68.

    Kann der TXL später auch wieder aufmachen?

  32. 67.

    "demnächst ein Flughafen den Betrieb aufnehmen will"- nicht korrekt. Richtig ist: das ein genehmigter und schon bestehender Flughafen (SXF) ein neues Empfangsgbäude bekommen hat und nun BER heißen soll. Wahr ist auch: es bestanden in SXF zwei Runways und am BER sind es auch zwei Runways. Nun kennen windige Anwälte und Insider den deutschen Baugesetzesdschungel und so baut/ kauft man sich ein Häuschen schön nah an einen schon bestehenden Airport und klagt tausende von Euro ein, unter dem Deckmantel Lärmschutz, weil angeblich was Neues ensteht. Wirklich neu ist: Der Tower und das Abfertigungsgebäude zzgl. einer neuen "verlagerten" Start/Landebahn. Damals ertrug man ILJUSCHIN und TUPOLEW, heute stänkert man gegen Hightech-Triebwerke und steigt nach der Demo in den Touri-Flieger. Seltsame Spezie: der Mensch!

  33. 66.

    "Leider wird es nach Corona weitergehen wie vorher."
    Das glaube ich nicht. Die Flugpreise werden steigen, es werden Airlines und Firmen verschwinden, die Arbeitslosenzahlen werden in allen Ländern ansteigen und automatisch werden die Fluggastzahlen sinken. Wer kein Geld hat......Dann könnte der BER vielleicht völlig ausreichend sein. Da die Infektionszahlen wieder weltweit steigen ist ein Ende zZt. nicht abzusehen. https://www.welt.de/vermischtes/article206504969/Corona-Mehr-als-5-Millionen-Infektionen-weltweit.html

  34. 65.

    Tja,fliegen wollen VIELE,den Fluglärm will keiner.
    Seit der Wende sind die Brandenburger ja nicht nur von Schönefeld aus geflogen um die Welt zu entdecken. Sie flogen auch reichlich von Tegel aus und donnerten so zunehmend in den Maschinen auch über mein Haus in Spandau, in den letzten Jahren gab es hier 4 - 6 Flugrouten über mir, von 6 bis 23 Uhr und länger,auch Nachts. Hat aber keinen gestört. Obwohl der BER nicht fertig wurde, musste Tegel weit mehr abfangen als Schönefeld und scheinbar war es keine Opotion auf fliegen zu verzichten. Tickets wurden immer billiger,Geiz ist für viele eben Geil und das alles verlagert sich dann zum BER. Wenn er denn öffnet. Leider wird es nach Corona weitergehen wie vorher.

  35. 64.

    " Türkei und China sind ja nicht die einzigen Beispiele. Schauen Sie nach Hurgada oder in die VAE "

    Wobei auch in Hurgada ( Ägypten ) und den Vereinigten Arabischen Emiraten ( VAE ) Demokratie und Menschenrechte alles andere als populär sind !!

  36. 63.

    Jetzt mal Butter bei die Fische - welcher Standort sorgt für mehr Lärmbelastung, wenn man das auf die Anzahl Einwohner bezieht - Tegel oder BER?
    Für mich ist es unverständlich, dass man nahe Schönefeld zieht oder ein Haus baut mit dem Wissen, dass da demnächst ein Flughafen den Flugbetrieb aufnehmen wird.

  37. 62.

    Nachdem ich gestern in der Abendschau und auch im RBB-Special diverse Wortmeldungen zum TXL-"Schicksal" erleben durfte, kann man sagen dass manche Bauwerke eben nicht nur Bauwerke sind sondern irgendwie mit den positiv oder negativ Betroffenen eine emotionale Verbindung eingehen. So wie TXL zu Westberlin gehört, aber auch THF zur Luftbrücke, so gehörte der Palast der Republik zum Osten der Stadt und den dort Lebenden. Aus politischer Willkür wurde dieses Bauwerk abgerissen und das ebenfalls "belastete" ICC steht hingegen noch heute. Politik nahm dem Osten den Palast und nun nimmt Politik den gebürtigen Westberlinern den letzten City-Flughafen. TXL brachte mich in 30 Jahren in die große weite Welt, SXF nur 3x ans Schwarze Meer. Als Ossi werde ich TXL dennoch vermissen so wie meine geliebte AirBerlin mit Schokoherz, für die keine Milliarden-Subvention möglich war.

  38. 61.

    Immerhin kam der Bau des BER ohne Tote aus. Ausgerechnet China und Türkei als positive Beispiele anzuführen, ist nicht besonders sensibel.

  39. 60.

    "Andere Städte würden sich freuen, wenn sie einen innerstädtischen Flughafen hätten ..."

    Welche denn?
    Außer innerhalb derjenigen Staaten, in denen die Menschenrechte nicht gerade hochgehalten werden, um es mal vorsichtig auszudrücken ...

  40. 59.

    Sie denken in zu kleinen Regionen. Rund um London und Paris befinden sich die Abstand wichtigsten Flughäfen des gesamten Landes. In der Provinz gibt es ein bedeutend schlechteres Angebot. In der Bundesrepublik sind aus historischen Gründen MUC und FRA die Gegenstücke zu LHR/LGW bzw. CDG/ORY. Wenn es dort zu Störungen kommt, werden Flugzeuge durchaus aber auch nach FRA oder AMS umgeleitet und warten dort die Wiederaufnahme des Flugbetriebes ab. Die halten dort keine so großen Reserven vor, dass ein Flughafen den Normalbetrieb allein abwickeln könnte. Hätte Tegel so viele Reserven wie Sie anzunehmen scheinen, wäre der Ausbau von Schönefeld nicht genehmigungsfähig gewesen.

  41. 57.

    Es wird Zeit, dass es eine Anmeldepflicht zum Kommentieren kommt. Tegel ist aber in der Tat ein aus der Zeit gefallener Provinzflughafen und hat seine Schuldigkeit getan - und das viel zu lange. Die Politik hatte bereits zur Wendezeit die Chance verspielt, Berlin zum zweiten intentionalen Luftfahrtdrehkreuz nach Frankfurt für die Bundesrepublik aufzubauen. So hat halt die Lufthansa in das T2 von MUC investiert.

  42. 56.

    Stundenlange Staus auf dem Saatwinkler Damm gab es, wie Sie behaupten, nie. Ihnen ist wohl das Gehirn vernebelt.

  43. 55.

    Es ist jahrelang nichts zum BER geschrieben worden?!
    Haben Sie jahrelang auf dem Mond gelebt?
    Diverse Medien- RBB, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel...etc. haben in den letzten 5-8 Jahren das Projekt BER kritisch begleitet.
    Vor etwa einem halben Jahr hat man exklusiv im Magazin Kontraste ominöse "Insider" als dunkle Schatten gesehen und gehört, die über die angeblich unlösbare Probleme im Kabelkanal des BER und Kunststoffdübeln in Kalksandsteinwänden schwadroniert haben.
    Kritik am BER gab es in den letzten Jahren genug.

  44. 54.

    Endlich :) Eine gute Nachricht!

  45. 53.

    Was Demokratie mit der Schluderei am BBR zu tun hat erschließt sich mir nicht. Fest steht das am neuen Flughafen genug Stümper am Werk gewesen. Vielleicht lernen Sie ja mal den neuen Flughafen von Istanbul kennen, dann werden Sie wissen was ich meine. Türkei und China sind ja nicht die einzigen Beispiele. Schauen Sie nach Hurgada oder in die VAE.

  46. 52.

    Ich stimme Ihnen da voll und ganz zu. Während sich der eine Teil freut, dass es „endlich“ ruhiger wird, fühlt es sich für uns im Süden wie die nahende Apokalypse an. Mich macht es wirklich fassungslos, wenn in der Anmoderation eines Beitrages im Inforadio gesagt wird, dass „sich lärmgeplagte Anwohner in Reinickendorf und Spandau über die Entscheidung freuen werden“, kein Wort aber darüber fällt, dass sich alles nur verlagert und was das zukünftig für die Anwohner im Süden Berlins und in Brandenburg bedeutet.

  47. 51.

    Ein dickes sorry! Wie "Berliner" schon richtig anmerkte bezog ich mich auf den Kommentar #18.

  48. 50.

    Jaaaa mega, Berlin bekloppt wie immer!!
    Exakt zum Zeitpunkt der ggf. weiteren EU-Grenzöffnungen, schließt Berlin den Flughafen Tegel.
    Ja, nicht rentabel aktuell, keine Flüge. Paris hat Orly auch geschlossen, am ersten April, total verständlich.
    Berlin wieder voll am Puls der Zeit...Lachnummer

  49. 49.

    Großes sorry! Die Antwort bezog sich auf # 18.

    "Wir konnten die Flugzeuge immer am Horizont starten und landen sehen. Wenn dann noch ein rötlicher Abendhimmel dazu gehörte,..."


    ... und sogar ein thx an @Berliner. Widerwillig... "Mark hat es einfach nicht drauf." :-P

  50. 47.

    Ich bin über Ihre Wortwahl nicht immer glücklich...jedoch haben Sie hier vollkommen recht. Schönes Wochenende und bleiben Sie gesund.

  51. 46.

    Darüber natürlich eine SoSe (Sondersendung) ;-)

  52. 45.

    Ich muss Ihrer Antwort auf meinen Kommentar jetzt inhaltlich nicht folgen können, oder? Wo habe ich was von Fotos geschrieben?

  53. 44.

    Die FDP und TXL - beides überflüssige Relikte einer längst vergangenen Zeit!

  54. 43.

    *DenKommentarleisemitMusikvonDemisRoussosuntermale* :-DDD

    Darf man hier DeineRöhre links einsetzen? ;-)

    Demis Roussos - Goodbye, my love, goodbye 1973

  55. 42.

    Sie scheinen einen anderen Flughafen zu meinen. "immerhin gibt es etliche Buslinien dorthin". Welche? Und Auto und Bus stehen im Dauerstau.

    Paris und London sind internationale Drehkreuze, TXL nicht. Wie oft haben wir dichten Nebel dass Landungen unmöglich sind? 1 x oder 2 x im Jahr?

    Und ein Flughafen der kurzen Wege war TXL mit seinen Provisorien schon lange nicht mehr. Sie scheinen überhaupt nicht zu wissen worüber sie schreiben!

  56. 41.

    "Andere Länder haben uns gezeigt wie Flughäfen gebaut werden" China und die Türkei? Mit Korruption, Verletzung von Menschenrechten und Umweltschutz?

    Sie scheinen, wieder einmal, zu vergessen dass wir in einer Demokratie leben!

  57. 40.

    Sie scheinen einen anderen Flughafen zu meinen. "immerhin gibt es etliche Buslinien dorthin". Welche? Und Auto und Bus stehen im Dauerstau.

    Paris und London sind internationale Drehkreuze, TXL nicht. Wie oft haben wir dichten Nebel dass Landungen unmöglich sind? 1 x oder 2 x im Jahr?

    Und ein Flughafen der kurzen Wege war TXL mit seinen Provisorien schon lange nicht mehr. Sie scheinen überhaupt nicht zu wissen worüber sie schreiben!

  58. 39.

    Klar ist es schade für alle, die in der Innenstadt wohnen und schnell dort waren. Aber ehrlich gesagt: beide Berliner Flughäfen haben mittlerweile dritte Welt Niveau. Mangelnde Anbindung, chronische Überlastung, schmuddelige Ecken. Zuletzt habe ich in Tegel noch über eine Stunde auf meinen Koffer gewartet.

  59. 38.

    Berlin ohne den Flughafen Tegel, ist nicht mehr mein Berlin.

  60. 37.

    Man kann sich immer nur wundern, was für Entscheidungen in einer Hauptstadt gefällt werden. 14 Jahre lang ist kaum etwas über die Millionen, die der Brandenburger Flughafen verschlungen hat, grossartig debattiert worden. 2 Monate ist kaum Betrieb in Tegel und man redet von Kosten , Kosten.Wie kann man nur einen Flughafen schliessen, bevor der Neue eröffnet ist ??? Nach all den Pannen dort, braucht man Tegel dringend auch nach der Eröffnung bis man sicher sein kann, dass dort alles klappt.Ausserdem sollen die Reisebedingungen auch wieder gelockert werden , was dann ? Wie weit will man dann Abstand halten in Schönefeld ? bis nach Lichtenrade rein ???

  61. 36.

    „Bye ,bye, bye, bye meine Liebe des Lebens
    Und ja, wir beide werden uns nie wieder sehen
    Kann schon sein, dass man sich im Leben zweimal begegnet
    Doch es beim zweiten Mal dann einfach zu spät ist“

  62. 35.

    Tegel als Flughafen hat seine Pflicht und Schuldigkeit getan. Schon längst ist er wegen der mangelhaften Verkehrsanbindung kaum noch tragbar. Daher ist die baldige Schließung dringend geboten. Leider ist Schönefeld auch nicht der Brüller. Viel zu nah an der Stadt und die Nahverkersanbindung entspricht nicht einem modernen Flughafen. Ebenso das Nachtflugverbot und seine Größe. Andere Länder haben uns gezeigt wie Flughäfen gebaut werden und verkehrstechnisch erschlossen werden. Aber wir wollten ja nicht lernen, wir meinten ja es besser zu wissen.

  63. 34.

    Ich bedauere die Schließung dieses sehr übersichtlichen Flughafens sehr, immerhin gibt es etliche Buslinien dorthin, die Anbindung ist per Bus und Auto allemal besser als nach Schönefeld, die B 96 ist dagegen immer voll und die Autobahn dorthin bereits jetzt schon. Und der Flughafen Tegel ist in Berlin, einer Hauptstadt. Paris und London haben doch auch jeweils einen Flughafen in der Stadt und weitere außerhalb. Wir haben nun nur noch einen außerhalb. Was ist bei Nebel oder anderen unvorhergesehenen Ereignissen?
    Warum macht der Flughafen genau dann zu, wenn die Reisewarnungen enden und die Sommerferien beginnen? Ist mir rätselhaft.
    Wie ein vorher Kommentierender fand ich auch sehr angenehm, dass keine riesigen Hallen mit Verkaufsangeboten zu durchqueren waren, ein Flughafen der kurzen Wege war das. Schade!!

  64. 33.

    Unsinn!

    "Steffen" hat es in Kommentar # 14 beschrieben. Da interessiert weder das Geschwätz von Rheinländern, noch dumpfes Politikerbashing.

  65. 32.

    "Bis Ende Mai wird die Senatsverkehrsverwaltung als oberste Luftfahrtbehörde des Landes über die temporäre Schließung entscheiden. Der Berliner Flugverkehr wird dann über Schönefeld abgewickelt. "
    NOCH IST ALSO NICHTS ENDGÜLTIG ENTSCHIEDEN!
    Ich verabschiede mich von Tegel mit einem lachenden Auge,( wegen des extremen Fluglärms in den letzten Jahren) und einem weinenden Auge ( weil ich Tegel mit den Flugbewegungen bis vor 8-10Jahren o.k. fände).
    Diese abrupte (vorläufige ?) Schließung ist für alle davon direkt Betroffenen eine große Belastung und ich hätte mir auch für alle Mitarbeiter einen würdevolleren Abschied gewünscht.

  66. 31.

    Klar doch, für ihre "tolle Fotos" mußten nur 150.000 Menschen schwere Krankheiten und sogar den Tod in Kauf nehmen. Und ich meine nicht nur die Katastrophe, die hätte passieren können als noch die Tanklager direkt im Landeanflug in der Einflugschneise waren.

    Was meinen sie was sie für "tolle Fotos" hätten schießen können wenn ihnen die Flieger in der HoKa III die Ziegel vom Dach holen und das Kerosin auf sie niedergeht?

    Und was die Anbindung an TXL geht, scheint hier einigen die Nostalgie das Hirn zu vernebeln. Stundenlange Staus auf dem Saatwinkler Damm und der A111 und der einzige Zubringer Bus mittendrin.

  67. 30.

    Ich habe mich ehrlich gesagt auch gewundert, dass die Politiker das tatsächlich einzuhalten gedenken.

  68. 29.

    So sehr ich als "Westberliner" auch die Schließung von Tegel bedauere, so überfällig ist die Schließung, und hoffentlich nicht vorübergehend, sondern ENDGÜLTIG.
    Leider kommt die Entscheidung 6 WOCHEN ZU SPÄT UND HAT DEN STEUERZAHLER VIEL GELD GEKOSTET, was man angesichts der Corona-Krise sicherlich besser hätte ausgeben oder auch sparen können. Aber Politiker aller Parteien geben das Geld der gemeinen Steuerzahler ja immer sehr viel leichter aus, wenn es nur der eigenen vermeintlichen Profilierung, den Lobbyisten, der Effekthascherei oder ideologischer Standpunkte dient.

  69. 28.

    HURRA! ENDLICH!
    Auf diesen Tag warte ich seit 2011, dem ursprünglichen Eröffnungstermin des BER!
    Seitdem müsste ich zehntausende Starts und Landungen meistens bis Mitternacht ertragen und das alles ohne Lärmschutzfenster!!!!

    Die Gerechtigkeit siegt doch am Ende! Aber es war eine sehr schwere Geburt!!!!!

  70. 27.

    Alle zusammen für die dauerhafte Schließung: Bahnfahren, zu Hause bleiben oder Ausflüge in die nähere Umgebung machen ;)
    Dieses Jahr einfach aufs Fliegen verzichten, wann immer möglich :)

  71. 26.

    Mal im Ernst? Das ist das größte Problem? Das Teil offen zu halten kostet richtig Geld oder war der feste Plan der Gewerbetreibenden haben wohl nicht mit der Eröffnung des BER gerechnet ok bei der Vorgeschichte gäbe es da schon etwas zu zweifeln aber laut allen Medien ist doch nichts los in Tegel also was bitte wird da noch bei Gewerbetreibenden für Umsatz gemacht? Oder kommen Bewohner aus der Umgebung zum einkaufen mit dem Bus da hin? Natürlich war das alles schön bequem in der Stadt mit mal drei Flughäfen aber wie sagte César so betreffend „die Würfel sind gefallen!“

  72. 25.

    Mit den öffentlichen zum BER? Na wenn der BER eröffnet wird sollte das kein Problem werden mit der Regionalbahn, der SBahn oder dem Bus sollte das alles schon klappen?! Wie kommt man nach Tegel ? Nur mit dem Bus ! Da gibt es schon genügend mehr Möglichkeiten. Ja und der längere Fahrweg für Mitarbeiter? Ja ok aber das wissen sie ja nun auch nicht erst seit gestern das es passieren wird! Es ist schön in Pankow zu leben.

  73. 24.

    Würden sich freuen..werden Flughäfen deswegen inzwischen alle außerhalb der Stadt gebaut? Das hat Gründe. Und (West) Berlin konnte damals wohl schlecht einen Airport außerhalb der Stadt betreiben. Die Zeiten sind vorbei. Glücklicherweise.

  74. 23.

    Vermissen werde ich den Flughafen Tegel nicht, dazu habe ich zu lange unter seinem Lärm gelitten. Jetzt freue ich mich sehr über die Ruhe für meine ehemaligen Nachbarn und bedaure es trotz allem, dass der Abschied nun so stückweise und durch die Hintertüre kommt. Wenigstens einen letzten Tag bei Vollbetrieb und einen Abschied mit Sekt und Blumen hätte Tegel nach der langen Zeit verdient gehabt.

  75. 22.

    Ganz egal ob Tegel weg kommt oder nicht ,da würde mal wieder gezeigt was Demokratie ist erst die Bürger sagen das Die sich beteiligen können mit Voksabstimmugen und wenn die Abstimmungen nicht passt dann wird das alles nicht ernst genommen.ich finde unter den Gedanken von Volksabstimmungen die dann Quatsch sind

  76. 21.

    Zitat "dann wäre die Politik wortbrüchig geworden"

    Wie sagte schon Konrad Adenauer: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"
    Damit ist doch eigentlich alles gesagt. Wortbruch gehört so fest zur Politik wie Diäten.

  77. 20.

    Der Flughafen Tegel wurde nur wegen des kalten Krieges an diesem Standort erbaut. Auf Befehl der Alliierten. Niemand wäre auf die Idee gekommen, dort wo so viele Menschen wohnen, so ein Flughafen zu bauen. Was ich mich bis heute frage ist warum hat es dann nicht für einen U Bahn Anschluß gereicht? Obwohl doch seinerzeit das Netz so groß ausgebaut wurde.

  78. 19.

    Was passiert eigentlich mit den Gewerbetreibenden? Auf Kunden warten ist das eine, Laden dichtmachen lassen etwas anderes.

  79. 18.

    Sehr, sehr schade. Wir konnten die Flugzeuge immer am Horizont starten und landen sehen. Wenn dann noch ein rötlicher Abendhimmel dazu gehörte, ergaben sich tolle Fotos. Ich werde sowohl das Fliegen über Tegel als auch den Anblick vermissen.

    Lassen wir uns überraschen, ob die Anbindungszeiten beim BER besser geregelt sind. Über Schönefeld konnte man keine frühen Flüge buchen, denn so früh gab es keine Möglichkeit, mit den Öffentlichen dort hinzukommen. Die fuhren erst viel später. Wie auf dem Dorf halt.

  80. 17.

    Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht!
    Ich arbeite für eine Luftfrachtspedition - noch in TXL - uns wir sollen/müssen Anfang/Mitte Juni umziehen.
    Wie soll das kurzfristig gehen? Im laufenden Betrieb? Bei uns im BER-Büro im neuen BER Cargo Center steht ein leerer Server-Schrank mit armdicken Kabelsträngen, mehr nicht. Wir waren auf einen Umzug im Spätsommer/Herbst ausgerichtet. Und jetzt hoppla hopp?
    ÖPNV: Die einzige Aussage vom VBB lautet, da fährt ja ein Bus zum BER, alle 41 bis 71 Minuten zum S-Bhf-Schönefeld bzw. Zeuthen bzw. Königs Wusterhausen, was für für eine Provinzposse! Und zur BER-Eröffnung wird ja der BER-Flughafenbahnhof angeschlossen und die BVG fährt ab/bis U-Bhf Rudow. Und in der Zeit zwischen Juni und Oktober? Ich überleg ernsthaft, mir für ein halbes Jahr ein Auto zu kaufen, obwohl ich seit 40 Jahren mit Absicht kein Auto in einer Großstadt benötige.

  81. 16.

    Ich kann die Anwohner in Tegel und Umgebung sehr gut verstehen, die sich über die Ruhe freuen. Leider wird der Lärm nun auf Kosten unserer Gesundheit in Schönefeld und Umgebung ausgetragen. Das Problem wurde also nur verlagert und nichts aus den Belastungen der letzten Jahre gelernt. Es hätte nach wie vor bessere und zukunftsträchtigere Standorte gegeben. Aber Hauptsache, man muss nicht zu weit fahren, um den Flughafen zu erreichen.

  82. 15.

    Freut euch nicht zu früh...

  83. 14.

    Nein Detlev, das war keine Volksabstimmung über Tegel offen ja / nein, auch wenn die FDP geschickt versucht hat, Ihnen das einzureden. Erinnern Sie sich noch, was in dem Volksentscheid drin stand? "Senat wird aufgefordert, sofort die Schließungsabsichten aufzugeben und alle Maßnahmen einzuleiten, die erforderlich sind, um den unbefristeten Fortbetrieb des Flughafens Tegel als Verkehrsflughafen zu sichern!" Schön verklausuliert, dieses "alle Maßnahmen einleiten": Die Initiatoren haben keinen Gesetzesentwurf hinbekommen und das war kein Zufall. Denn Berlin ist nur einer von drei Gesellschaftern, die anderen beiden sind Brandenburg und der Bund. Selbst wenn der Senat gewollt hätte, Brandenburg und Bund waren gegen Offenhaltung. Insofern war das nichts als Populismus.

  84. 13.

    Man muss hier weiter zurückgehen.
    Eine Bedingung für den Ausbau von Schönefeld bzw. für diese Standortwahl war, dass Tegel mit Inbetriebnahme des BBI bzw. nunmehr BER geschlossen wird. Und dieses Versprechen der Politik gilt es, eingehalten zu werden.
    Hätte man Tegel weiterbetrieben, so wie das zwischendurch immer wieder vereinzelt gefordert wurde, dann wäre die Politik wortbrüchig geworden.

  85. 12.

    Das hat nichts mit"ewig-Gestrigen" zu tun. Andere Städte würden sich freuen, wenn sie einen innerstädtischen Flughafen hätten, aber Berlin muß seinen ja nach Brandenburg verlegen. Das der Volksentscheid ignoriert wude, ist schon klar, Demokratie ist Politikherrschaft und nicht Volksherrschaft.

  86. 11.

    Gut, dass das Dauermalheur - der Groß- und Repräsentationsflughafen BER - als 3. Hauptstadtflughafen noch gar nicht in Betrieb ist - sonst müsste er auch noch geschlossen werden (und das bei den Wartungskosten!).

  87. 10.

    Ein Volksentscheid, der nicht bindend war, weil die Initiatoren keinen Gesetzentwurf zugrunde gelegt haben. Ich glaube, Sie haben ein bisschen Info-Nacholbedarf.

  88. 9.

    Diese Ruhe ohne den ständigen Flugverkehr ist wunderbar und erhellt das Leben. Architektonisch war Tegel ein super Flughafen, aber Lärm gibt es in der Stadt so schon genug.

  89. 8.

    Das wird dann leider für immer sein. Schade

  90. 7.

    Schönefeldbetrieb funktioniert nicht ohne BER. Wie soll z.B. der Umzug der Frachtabteilung in so kurzer Zeit organisiert werden ? Wie soll man mit den öffentlichen zur Arbeit am BER kommen? Nicht ganz uninteressant-oder ?

  91. 6.

    Das ist eine längst überfällige Entscheidung, denn der TXL ist de facto seit 2 Monaten geschlossen. Seit dem laufen nur noch Verluste auf, bisher fast 15 Mio. EUR. Natürlich freuen sich die gebeutelten Anwohner schon länger über die Ruhe am Himmel und können nun endlich nach vielen Jahren wieder auf ihren Balkonen und in den Gärten sitzen. Es wäre jetzt auch die Zeit, dass die Politik über eine völlig neue Verkehrspolitik nachdenkt. Jetzt ist die Chance, endlich den überflüssigen innerdeutschen Flugverkehr mit einem Anteil am Flugaufkommen von mehr als 30% abzuschaffen. Der Flugverkehr muss seinen Anteil am Steueraufkommen durch eine Kerosinsteuer und Umweltabgaben beitragen. Die Entgelte müssen deutlich und spürbar entsprechend der tatsächlichen Lärmerzeugung angepasst werden. Wir hoffen, dass auch bei den Menschen ein Umdenken einsetzt und es nach der Schliessung des TXL nicht einfach weiter geht wie vor der Corona-Krise.

  92. 5.

    Tegel war ein wichtiger und historisch bedeutsamer Flughafen für Berlin. Als westberliner Kind der Siebziger ist mir das nur allzusehr bewusst. Umso mehr wird es nun Zeit, dass dort wieder architektonisch aufgeräumt wird und die Gebäude in altem Glanz und neuer Nutzung erstrahlen dürfen. Was im letzten Jahrzehnt unter dem Druck des operativen Geschäfts, der Kosten und den Möglichkeiten eines Umbaus in Betrieb getrieben wurde, kann nun unter stadtplanerischer Führung wieder heilen. Die Wellblechanlagen und Parkplatz-Auswüchse genauso wie der Rückbau der maroden Perimeterzäune. Gerade weil ich Tegel emotional so verbunden bin, freue ich mich auf die Nachnutzung. Und wünsche mir, dass die Anlage der Öffentlichkeit so zugänglich wie möglich gemacht werden wird.

  93. 4.

    Eine Ruhe , dass der Fluglärm nachgelassen hat. Bald wird der Flugplatz zugemacht. Schön !

  94. 3.

    Das war es dann mit Tegel, schade dass es so enden muss

  95. 2.

    Wurde nicht bei der letzten Wahl gefragt was mit dem Flughafen passieren soll. Und war nicht die Mehrheit dafür ihn offen zu lassen, und jetzt wird man wie immer der Mehrheit brüchig.

  96. 1.

    Endlich! Und nur die Ewiggestrigen werden den vermissen.

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