Außenansicht des Hauptterminalgebäudes vom Hauptstadflughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER). (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Video: Abendschau | 11.06.2020 | René Althammer / Susanne Opalka | Bild: dpa/Patrick Pleul

Drohendes Finanzdesaster am BER - rbb-Berechnungen widersprechen den Erfolgszahlen des Flughafenchefs

Die Berliner Flughafengesellschaft fordert staatliche Hilfe wegen der Corona-Krise. rbb|24 Recherche hat Kernaussagen der Flughafengesellschaft nachgerechnet: Die Finanzplanung ist mehr als zweifelhaft. Von René Althammer und Susanne Opalka

Gäbe es die Corona-Krise nicht, wäre der neue Flughafen BER ein super Geschäft, erklärt Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup derzeit immer wieder den Parlamentariern in Berlin und Brandenburg. Anlass ist eine Studie von Wirtschaftsexperten, über die der rbb und der Tagesspiegel berichtet hatten, die zu einer ganz anderen Einschätzung kommt.

Seitdem müssen sich Aufsichtsrat, Geschäftsführung, die brandenburgische Finanzministerin und Berlins Finanzsenator immer wieder in Haushalts-, Sonderausschüssen und im Parlament mit der Finanzlage der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH (FBB) befassen. Eine der Kernaussagen des Flughafenchefs: Die Studie sei eine "Milchmädchenrechnung" und "dilettantisch", da der Anstieg der Entgelte aus dem Flugverkehr für den neuen BER, also der größte Teil der prognostizierten Einnahmen, vernachlässigt worden sei. Im rbb-Fernsehen erklärte Lütke Daldrup am 7. Mai: "In Wirklichkeit sind die Entgelte am BER 70 Prozent höher."

Engelbert Lütke Daldrup zu Gast bei "Talk aus Berlin" (Quelle: rbb)
rbb


Die Redaktion rbb24 Recherche hat die Erwiderungen des Flughafenchefs einem Faktencheck unterzogen. Unsere Recherchemittel: ein Luftverkehrsexperte, eine Excel-Tabelle, ein Taschenrechner, einige Entgeltordnungen und eine gleichbleibende Passagierzahl. Seitdem haben wir ein neues Gesellschaftsspiel: "Wie rechnet man sich einen Flughafen schön?"

Hintergrund: Die Entgeltordnung des BER

Was ein einzelner Flughafen mit dem reinen Flugverkehr einnimmt, ist im Kern in den Entgeltordnungen geregelt. Es gibt eine für den neuen BER, eine für Schönefeld und eine für Tegel. Dort steht genau, was die Fluggesellschaften je nach Flugzeugtyp und abhängig von der Passagierzahl für Start und Landung, Lärmbelästigung, das Abstellen der Flugzeuge, die Betreuung von Hilfsbedürftigen, für Emissionen usw. zu bezahlen haben.

Es gibt auch "verkehrsfördernde Konditionen": Airlines, die viele Passagiere nach Berlin fliegen, bekommen einen Rabatt. Die Entgeltordnungen müssen nach Absprache mit den Airlines durch die Landesregierungen genehmigt werden. Hinzu kommen noch die Kosten für die Nutzung der sogenannten Zentralen Infrastruktur, dazu gehört beispielsweise die Frisch- und Abwasserversorgung, der Gepäcktransport oder die Nutzung der Check-in-counter. Was die Nutzung der Zentralen Infrastruktur kostet, kann der Flughafen selbst festlegen. Alle Daten sind öffentlich einsehbar.

46 Prozent mehr pro Flugzeug – Wie kommt die FBB darauf?

Gut eine Woche nachdem der Flughafenchef im Fernsehen erklärt hatte, dass die Entgelte am neuen BER um 70 Prozent steigen würden, tritt der Aufsichtsrat zusammen. Es ist der 15. Mai 2020. Ein Thema auch hier: Droht dem Unternehmen nach Inbetriebnahme des neuen BER ein Finanzdesaster? Die Geschäftsführung bestreitet das und soll nach rbb Informationen ein Schaubild für den Aufsichtsrat erarbeitet haben, aus dem hervorgeht, wie hoch die Steigerungen am BER nach Inbetriebnahme durch die Entgeltordnung in etwa sein werden. Anhand eines Airbus wird beispielhaft berechnet, wieviel mehr die Airlines zukünftig bezahlen werden. Von 70 Prozent ist im Schaubild jetzt nicht mehr die Rede: Im Vergleich zu Schönefeld sollen es 46 Prozent und im Vergleich zu Tegel 42 Prozent mehr sein.

Ertragssteigerungen durch neue Entgeltordnung, 15.05.2020, (Quelle: FBB)

rbb24 Recherche hat erstmals mithilfe der öffentlich zugänglichen Daten und nach Hinweisen durch die FBB nachgerechnet. Um die Aussagen der FBB-Geschäftsführung nachvollziehen zu können, rechnen wir wie auch die FBB mit einem "Beispiel-Flugzeug": dem Airbus A-320, mit 180 Sitzplätze und einer Auslastung von 80 Prozent, also 144 Passagieren.

Doch wir kommen zu einem anderen Ergebnis: um maximal 23 Prozent steigen die Entgelte im Vergleich zu Tegel, für Schönefeld noch weniger. Auch der Bundesverband der deutschen Fluggesellschaften (BdF), die Interessenvertretung der Airlines, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Im Vergleich zu Tegel steigen die Einnahmen am neuen BER-Terminal um maximal 25 Prozent. Wenn eine Airline vom alten Schönefelder Flughafen aber zum neuen, teureren BER-Terminal umzieht, zahlt sie gut 40 Prozent mehr. Doch wer zukünftig von Tegel nach Schönefeld-alt wechselt, zahlt nur gut 4 Prozent mehr. Der Bdf hat bei seiner Analyse u.a. eine höhere Auslastung und eine kürzere Wartezeit des Beispiel-Fliegers auf dem Airport zugrunde gelegt als rbb24 Recherche.  

Vergleich Entgelte/Gebühren an deutschen Flughäfen pro Flugzeug (Quelle: Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften/Grafik: rbb)

Wir haben anhand unserer Excel-Tabelle versucht nachzuvollziehen, wie die Flughafengesellschaft aufgrund ihrer Angaben zur Auslastung zu ihrem Ergebnis kam. Unser Eindruck: Die FBB scheint für Schönefeld und Tegel mit einem Flieger gerechnet zu haben, der höchstens zu 69 Prozent ausgelastet ist.

Für den neuen BER scheint die FBB nach unserer Berechnung dagegen von einer Auslastung von gut 80 Prozent ausgegangen zu sein, wie dies nach Angaben der FBB üblich ist. Unter diesen Voraussetzungen kommen auch wir zu einer Steigerung von 42 bis 46 Prozent. Aber sind die Flugzeuge in Tegel und Schönefeld wirklich leerer als am neuen BER? Oder wurden hier leere mit volleren Flugzeugen verglichen, also Äpfel mit Birnen? Die FBB hat sich zu ihrer Berechnung auf wiederholte Anfrage nicht geäußert.

Die Frage ist nun: Hat sich bei der FBB jemand verrechnet? Und warum hat niemand nachgerechnet?

Wir haben das Brandenburger Finanzministerium um seine Einschätzung gebeten, denn das Land ist neben Berlin und dem Bund Gesellschafter der FBB. Das Ministerium verweist in seiner Antwort auf den Businessplan der FBB: "Erlössteigerungen im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des BER sind in der Tat Planungsgrundlagen der FBB im Rahmen des aktuellen Businessplans und der Finanzplanung".

Der Businessplan 2020, die Planungsgrundlage der Flughafengesellschaft, sei zudem "durch ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen geprüft und als konsistent bewertet worden". Auf die Frage, ob denn das Ministerium auch nachgerechnet habe, gibt es indes keine Antwort. Nicht anders in Berlin, auch im Finanzsenat vertraut man den Berechnungen der FBB.

Es geht um weit mehr als 500 Millionen Euro

Die Frage, ob die Entgelte um 42 und 46 oder gar 70 Prozent steigen, ist keine rein mathematische, denn die Antwort darauf könnte den Steuerzahler Hunderte Millionen Euro kosten.

Im Jahr 2019 hat die FBB mit Schönefeld und Tegel laut aktuellem Geschäftsbericht 301,8 Millionen Euro aus dem reinen Flugverkehr eingenommen. Legt man diese Zahl zugrunde, hätte der Flughafen bei einer Entgeltsteigerung von 70 Prozent für das Jahr 2021 mit Erlösen aus dem Flugverkehr von mindestens 513 Millionen Euro gerechnet – vor Corona natürlich. Wenn es aber nur 25 Prozent sind, dann würde die FBB höchstens 378 Millionen Euro durch den Flugverkehr einnehmen: eine Differenz von gut 135 Millionen allein in diesem Jahr.

Gerechnet auf die Jahre 2021 bis 2024 ergäbe sich dann ein Finanzloch von mindestens 540 Millionen Euro. Es sei denn, die FBB-Geschäftsführung ist davon ausgegangen, dass allein schon die massive Erhöhung der Entgelte realistisch ist und sie diese Steigerung im Business verankert hat. Der BER würde dann wohl der teuerste Flughafen Deutschlands werden. Ob die Low-Cost-Carrier, also die Billigflieger dann noch massenhaft nach Berlin kommen, scheint mehr als fraglich.

Stimmt die Finanzplanung noch?

Nach allem, was bislang über den Businessplan der Flughafengesellschaft bekannt ist, ging die FBB – ohne den Corona-Effekt – davon aus, dass sie bis 2024 Kredite in Höhe von 792 Millionen Euro benötigt, um über die Runden zu kommen. Sollten die Einnahmen aber bis 2024 wirklich um etwa eine halbe Milliarde Euro unter den Erwartungen im Businessplan liegen, dann stellt sich die Frage: Sind die Banken überhaupt noch bereit, der FBB weitere Kredite zur Verfügung zu stellen? Wenn nicht, müsste die öffentliche Hand, also der Steuerzahler wieder einspringen, um ein Finanzdesaster zu verhindern – und nicht nur das Finanzloch stopfen, sondern auch weitere Kredite zur Verfügung stellen.

Gerne hätten wir erfahren, wie die FBB in ihrem Businessplan gerechnet hat. Doch dieses Rechenwerk ist geheim und öffentlich nicht einsehbar. Selbst die Abgeordneten müssen dafür in den Datenschutzraum: abschreiben, kopieren verboten.

Überprüfen - Fehlanzeige

Laut Aussage des Brandenburger Finanzministeriums sollen die "Erlössteigerungen" der FBB "auch im Konzernlagebericht der Geschäftsführung für das Jahr 2019 berücksichtigt" worden sein. Der Lagebericht gibt Auskunft über die derzeitige wirtschaftliche Lage, die erwartete Entwicklung und die zukünftigen Risiken und Chancen des Unternehmens. Er gehört, wie die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem dazugehörigen Anhang zum Jahresabschluss. Erst anhand dieses Abschlusses lassen sich die unterschiedlichen Berechnungen überprüfen.

15. Mai 2020: Auf der Pressekonferenz nach der Aufsichtsratssitzung erklärt Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup: "Wir haben gerade heute den Jahresabschluss veröffentlicht." Jetzt müsste sich klären lassen, wer wie gerechnet hat. Doch auf der Internetseite der FBB findet sich kein, wie angekündigt, Jahresabschluss. Auf Nachfrage heißt es von der FBB jetzt, es sei nur ein "auf die wesentlichen Informationen" reduzierter Geschäftsbericht für 2019 veröffentlicht worden.

Und es gibt noch eine Merkwürdigkeit: Der "auf die wesentlichen Informationen" reduzierte Geschäftsbericht ist mit einem "Bestätigungsvermerk" der zuständigen Wirtschaftsprüfer aus dem unveröffentlichten Konzernabschluss versehen. Dieser Vermerk darf jedoch nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (§328 HGB) "nicht beigefügt", also veröffentlicht werden, wenn der testierte Anhang und Lagebericht - wie auf der Interseite der FBB - fehlen. Die FBB hat also nur Teile des Konzernabschlusses - ohne Anhang, Lagebericht und Jahresabschluss - online gestellt. So lassen sich die Grundlagen der Aussagen nicht überprüfen.

Bislang hat nur der Aufsichtsrat den vollständigen Abschluss gesehen und ihm zugestimmt. Das Votum der Gesellschafter steht noch aus. Erst danach muss der Konzernabschluss bis zum 31.12.2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Die FBB erklärt zu dem gesamten Vorgang lediglich, dass sie diesen Veröffentlichungszeitraum einhalten wird. Doch das sind schlechte Aussichten für die Parlamente, die bis dahin über millionenschwere Finanzierungszusagen auf dem Rücken der Steuerzahler – ohne die notwendigen Unterlagen – entscheiden sollen.

Wir fassen zusammen: Der Geschäftsführer spricht im Fernsehen von 70 Prozent höheren Entgelterlösen, in einem Schaubild wird acht Tage später von einer Steigerung von 42 und 46 Prozent ausgegangen und der angekündigte Jahresabschluss, anhand dessen man die Aussagen überprüfen könnte, findet sich nicht auf den Internetseiten der FBB. Im Zweifelsfall müssen wir bis zum 31. Dezember warten, um die rosigen Prognosen nachprüfen zu können. Erst dann kann dem Verdacht nachgegangen werden, ob die Geschäftsführung die Finanzlage schöngerechnet hat. Wenn es so wäre, könnte es strafrechtliche Konsequenzen haben.

Reaktionen

  • Sebastian Czaja (FDP / Berlin)

  • Marlen Block (Linke / Brandenburg)

  • Thomas von Gizycki (Grüne / Brandenburg)

  • Anton Hofreiter (Grüne / Bund)

  • Sven-Christian Kindler (Grüne / Bund)

  • Christian Gräff (CDU / Berlin)

Beitrag von René Althammer und Susanne Opalka

Kommentar

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38 Kommentare

  1. 38.

    Der FBB-Geschäftsbericht 2019 ist unterhaltsame Lektüre. In TXL stiegen die Passagierzahlen um 10 %, während Flugbewegungen und Passagierzahlen in SXF um 10 % sanken. Deshalb sollte ja auch vor wenigen Tagen TXL, der viertgrößte Flughafen Deutschlands, ganz schnell dicht gemacht werden. Dass der SXF nach Inbetriebnahme des BER weiter in Betrieb bleiben (und dann Terminal 5 heißen) wird, nennt sich neudeutsch "Double-Roof-Betrieb" – Doppelbetrieb klänge wohl zu sehr nach Doppelkosten. Und so, wie die FBB den Effizientgewinn an den bisherigen Standorten in den Himmel lobt, braucht es den BER wohl gar nicht ...

  2. 37.

    Ebenfalls meinen grössten Respekt für diese Recherche. Vielleicht lassen sich die Zahlen aufklären, aber auf solche Ungereimtheiten in den Berechnungen der staatlichen FBB hinzuweisen, ist ureigenste Aufgabe kritischer Medien. Vielen Dank und bitte weiter so!

  3. 36.

    Thema? Argument? Tegel ist der viertgrößte Flughafen in Deutschland und liegt nach Passagierzahlen fast bei Düsseldorf . SXF ist weniger als halb so groß. Dass TXL (wie auch Berlin Hauptbahnhof) vorwiegend innerdeutschen Reisebedarf von und nach Berlin bedient und damit tatsächlich der Hauptstadtflughafen ist, hat verschiedenste gute Gründe. Auch zeigt das die Wichtigkeit des (funktionierenden) TXL und ist kein Argument für seine Schließung oder die BER-Geldverbrennung.

  4. 35.

    Leute Recherche hin und Recherche her schaut doch einfach mal auf den Flugplan. In Tegel starten täglich bis zu 70 % Inlandsflüge!
    Letzen Sonnabend 15 Starts und davon 12 innerhalb von Deutschland! Wer sitzt den da im Flieger? Urlauber? Ha ich glaube nicht. Macht doch einfach mal ein Ausflug zum neuen Flughafen und schaut euch es selber mal an, dass ist ein Hauptstadtflughafen und nicht Tegel. Tegel war mal wirklich modern und schick und jetzt einfach nur noch peinlich für unsere Hauptstadt.

  5. 34.

    Kann man was ändern? Nein. Da sitzen keine Ahnung 20,30,40 Leute und Entscheiden darüber. Klar gibt es Kohle auch für die Lufthansa. Wir kleinen Unternehmer haben schon so zu kuren und jetzt noch die senkung der MwSt. Absolutes Chaos keiner weiss so richtig wie das gebucht wird, die Steuerberater weissen auf mehrkosten hin. Aber immer rein die mille in den BER.

  6. 33.

    Seien wir doch zufrieden, dass nicht wieder eine höchst "investigative" Kontraste-Sondersendung mit diversen "Schattenmenschen" zusammengestellt wurde.
    Diese hatte vor ein paar Monaten auch höchst brisant vermeldet, dass der vermeintliche Kabelsalat am Flughafen BER nicht mehr zu entwirren sein.

  7. 32.

    Klar, der rbb macht beim BER einen auf investigativ. Und zwar selektiv. Man könnte meinen, Herr Czaja hätte die Chefredaktion inne. Anhand eines Fallbeispiels wird Panik gemacht. Wie viele Herztote Tegel durch seinen Weiterbetrieb verursacht, ignoriert das investigative Team des rbb. Was das für Kosten verursacht, auch. Lieber vom "Flughafen der Herzen" schwafeln. Ich nehme an, man könnte unter Ansetzung von anderen Ausgangsvermutungen, Verwendung eines Taschenrechners und einer OpenOffice Tabelle genau zum gegenteiligen Ergebnis gelangen. Und das mit nur einem Bruchteil des Personals, dass hier beim fdp -äh- rbb tätig war.

  8. 31.

    Da hat sich der RBB ja waghalsig in Unkosten gestürzt für seine Recherche.
    Wurde der Taschenrechner dafür etwa neu angeschafft?
    Letztendlich spielt es keine Rolle, wie du es rechnerisch aussieht. Nur jeder Euro, der zu Gewinnen führt, muss an die Steuerzahler in Form von neuer Infrastruktur, Bibliotheken, Schwimmbädern evt rückgeführt werden.
    Tegel soll geschlossen werde und das ist aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln erstrebenswert. Außer Befindlichkeiten prozentual gesehen einiger weniger (Personal vonTXL, Politiker und Geschäftsleute und ein paar die meinen der Urlaub verliert seine Erholung mit der Anreise nach SFX) gibt es dem nichts entgegenzusetzen.
    Alleine die Arbeitsplätze die auf dem neuen Areal entstehen werden, wiegen dem Lufthansa-Schlag der Entlassung zumindest etwas entgegen.

  9. 30.

    Dieser Fluchhafen wurde von Anfang an schöngerechnet. Am Anfang zählte man Sträucher als Bäume, um einen ökologischen Vorteil gegenüber dem besseren Standort Sperenberg zu ermöglichen. Danach wurde das Drehkreuz errechnet und dann rechnete man das Objekt als Jobmaschine schön, um Akzeptanz in den Umlandgemeinden zu schaffen. (Die rumänischen Arbeiter sind heute noch dankbar!). Und nun das!

    Danke rbb!

  10. 29.

    Ja, warum „niemand nachgerechnet hat“, frage ich mich schon in all den Jahren der BER-Propaganda und des TXL-Schlechtrechnens. Die Falsifizierung hätte sogar noch einfacher sein können: Einfach die Fluggesellschaften fragen, mit welcher Kostensteigerung sie beim Wechsel zum BER kalkulieren. Die Gebühren haben ja direkte Auswirkungen auf die Rentabilitätsrechnungen der Flugpläne und können von Flughäfen ebenso wenig nach Belieben erhöht werden wie von der Bahn. Nur in Berlin glaubt man, dass man Kühe einfach nur mehr melken muss, wenn man mehr Milch braucht.

  11. 28.

    Gäbe es die Corona-Krise nicht, wäre der neue Flughafen BER ein super Geschäft, erklärt Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup ?
    Ohne Worte.

  12. 27.

    Die rechnen sich das doch schon seit vielen Jahren schön... Würde dieser BER Flughafen ohne Zweifel Gewinnbringend was einbringen... bräuchte man doch nicht erst ne Studie um ein "vielleicht klappts ja doch" noch heraus zu finden. Man muss den Tatsachen mal ins Auge schaun... WO KEIN GELD DA IST KANN MAN NICHT NOCH MEHR INVESTIEREN... bleibt nir zu hoffen das nicht noch was anderes auf dem BER drauf zu kommt und der nun endlich öffnen kann

  13. 26.

    Respekt RBB,bitte öfter so tief recherchieren.

  14. 25.

    Hoffentlich bleibt uns der von ihnen titulierte "West-Sender" in dieser Weise noch lange erhalten.
    Alles besser als der ganze kollektive Ost-Müll.

  15. 24.

    Ich denke "Lucky" hat den Nagel auf den Kopf getroffen!
    Da ist er wieder der rbb, der alte Westsender.

  16. 23.

    Ich möchte auch Ergänzen. Im Beispiel BdF wird auch von Abfertigungskosten gesprochen (Dieser Begriff mag ggf. an der Perspektive der Airlines liegen) aber in der Legende werden einige Kostenblöcke ausgeschlossen, welche Rolle spielen diese bei der Berechnung des RBB?

    Zudem: Wie kommen Sie genau auf die Annahme, das der FBB hier unterschiedliche Auslastungen zwischen TXL/SXF und BER annimmt, wobei es in der Grafik des FBB eine spezifische Auslastung (67%) angegeben ist (da würde ich dann schon erwarten, dass die bei allen Berechnungen die in diesem Schaubild gezeigt werden, auch angenommen wurde)? Denn sofern die Auslastung in beiden verglichene Szenarien steigen würde, würde bei grundsätzlich (und linear mitsteigenden) höheren Entgelten eine höhere Auslastung (z.B. 80%) zu einem noch besseren Ergebnis seitens des BER führen.

  17. 22.

    Lieber RBB, beim Nachrechnen machen Sie ja selbst deutlich das es nur EIN Beispiel ist, bei dem schon einige Annahmen getroffen wurden (Flugzeugtyp, Auslastung, Auslastung Koffer, Verweildauer am Boden). Sicher ist der Flugzeugtyp A320-200 einer der häufigst geflogenen Flugzeugtypen (zumindest kenne ich das so aus den Innerdeutschen Strecken), aber ob er repräsentativ für alle Flugbewegungen ist, wage ich zu bezweifeln. Gleiches gilt für die Annahmen zur Auslastung. Zumal ich davon ausgehe, dass der BER, im Vergleich zu Tegel, vermehrt von größere Passagiermaschinen angeflogen werden kann, wie wären dort die Unterscheide in den Entgelten und welche Rolle würden dann die jeweiligen Flugzeugtypen und deren Anteil am Gesamtverkehr (und damit den Einnahmen) spielen? Mit einem Beispiel (und kaum spezifizierten Annahmen) einen Finanzplan zu entkräften, halte ich für fragwürdig! Oder berechnen Sie ihre Durchschnitts-Zuschauerquoten aus einer Sendung am Montag um 23 Uhr Abends?

  18. 21.

    Ich stimme Ihnen zu. Leider brauchen wir das Drama offenbar immer erst direkt vor den eigenen Füßen oder schlimmer, bevor wir die Konsequenzen unseres eigenen Handelns anerkennen...naja, wahrnehmen, zum Anerkennen ist es dann immernoch ein großer Schritt...
    Aber vielleicht wird aus dem geplanten Flughafen ja noch ein weiteres Corona-Notkrankenhaus oder eine Startrampe für die, die vor der endgültigen Klimakatastrophe noch fliehen wollen, wohin auch immer?

  19. 20.

    Na, wenn es einmal 42 % mehr sind und einmal 46 % mehr, dann macht das doch zusammen sogar 88 % Steigerung ;-)

  20. 19.

    Dann bitte einfach den Artikel nochmal lesen. Hier sind alle Parameter aufgeführt die relevant sind. Im Finanzbericht der Flughafengesellschaft leider nicht.

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