Archivbild: Engelbert Lütke Daldrup, spricht im Flughafen Tegel bei einem Pressetermin. (Quelle: dpa/J. Kalaene)
Audio: Antenne Brandenburg, 04.06.2020, O-Ton Lütke Daldrup zu Tegel | Bild: dpa/J. Kalaene

Nach BER-Eröffnung im Herbst - Lütke Daldrup nennt Tegel-Weiterbetrieb "Schnapsidee"

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will nicht, dass der Berliner Flughafen Tegel offen bleibt, wenn der BER im Herbst 2020 in Betrieb geht.

Tegel sei klein und eng, sagt der Flughafenchef

Im rbb nannte er solche Forderungen, die es aufgrund der Corona-Pandemie gebe, am Donnerstagmorgen eine "Schnapsidee". Gerade unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln könne man hier nicht so viel abfertigen wie früher. Der Flughafen Tegel sei schließlich sehr klein und eng. Am BER sei dagegen sei viermal so viel Platz.

Unter anderem der Landesvorsitzende der Berliner FDP, Christoph Meyer, hatte in sozialen Medien gefordert, Tegel auch nach der BER-Eröffnung weiter offen zu halten, weil "Corona nicht über Nacht verschwinden" werde. Zuvor hatten Berliner Tageszeitungen dies thematisiert.

Keine vorzeitige Schließung

Am Mittwoch verkündete Lütke Daldrup, dass Tegel doch nicht, wie zuvor geplant, im Juni schon vorübergehend geschlossen wird. Die Fluglinien würden ihren Betrieb nach dem Corona-Lockdown nun doch schneller und stärker wieder aufnehmen als erwartet, hieß es.

Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) hat durch die Krise mit Einnahmeausfällen in dreistelliger Millionenhöhe zu kämpfen. Ende des Jahres soll Tegel ohnehin endgültig vom Netz gehen. Nach mehreren geplatzten Terminen ist geplant, dass am 31. Oktober der neue Flughafen BER eröffnet wird und am 8. November die letzte Maschine in Tegel abhebt. Am Mittwoch betonte Lütke Daldrup: "Wir werden uns gebührend von Tegel verabschieden."

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.06.2020, 10 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Fertig ja, im wahrsten Sinn des Wortes. TXL ist zu klein, verschlissen und hat eine unmögliche Anbindung an den ÖPNV. Selbst mit dem Taxi, noch weniger mit dem Auto einfach zu erreichen und die Anflugschneisen liegen alle über dicht besiedelten Wohngebieten. Besonders die kritischen Start- und Landephasen.

    Die Nachnutzung ist außerdem schon geregelt und wird dringend gebraucht.

    https://www.beuth-hochschule.de/txl

    https://www.tegelprojekt.de/urban-tech-republic.html

  2. 8.

    Tegel ist die letzte Bastion des alten West Berlin und Gegner der Wiedervereinigung. Allein schon deswegen muss der Flughafen geschlossen werden

  3. 6.

    BER gehört abgerissen oder taugt höchstens als Einkaufszentrum! Tegel offen zu lassen ist das einzig vernünftige.

  4. 5.

    Alles nur Kindergarten, am besten Tegel sofort zumachen,.
    Deutschland weit und ins nahe Europäische Ausland kommt man mit der Bahn, dafür braucht kein Flieger abheben. Und für den Rest reicht Schönefeld.

  5. 4.

    ironie an /

    Ich habe eine ganz spontane Idee.

    Wenn den Freien Demokraten der Flughafen Tegel so wichtig ist, sollen Sie ihn doch kaufen und selbst betreiben.

    Und da die FDP gut mit Geld umgehen kann, wird es sicherlich eine tolle Erfolgsgeschichte werden, die sich dann auch in wachsendem Wählerpotential zeigen wird.

    Und wenn's nicht klappt, kann man die Schulden immer noch "vergesellschaften".

    / ironie aus

  6. 3.

    Sehr vernünftig, der Herr Lütke Daldrup. Er scheint für mich der einzig logisch Denkende zu sein, was TXL berifft. Die FDP hat nur dieses eine Thema TXL und nervt nur!

  7. 2.

    Macht Tegel schnellstens dicht, dann löst sich die Berliner FDP noch vor der Abgeordnetenhauswahl auf – wegen Themenmangel.

  8. 1.

    TXL ist das Lieblingsthema der hiesigen FDP. Deswegen fangen sie auch ständig wieder damit an, wohlwissend, dass der Einzug ins AGH ohne Thema schwierig ist. Danke an Herrn Lütke Daldrup, dass er deutliche Worte findet. TXL gehört geschlossen und wird geschlossen.

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