Aktivisten der Umweltschutzorganisation «Greenpeace» haben am 31.01.2017 in Berlin eine Atemschutzmaske der Statue auf der Siegessäule übergezogen. Mit der Aktion unter dem Motto «Atemlos durch die Stadt» protestieren sie gegen die Stickoxid belastung in den Innenstädten. (Quelle: dpa/Zinken)
Bild: dpa/Zinken

Greenpeace-Protest gegen Stickoxide in der Luft - Atemschutzmaske für die Siegessäule

Greenpeace-Aktivisten haben der "Goldelse" auf der Siegessäule einen Atemschutz verpasst. Die Umweltorganisation protestiert damit gegen zu hohe Stickoxid-Belastung an großen Straßen. Sie koste 10.000 Menschen pro Jahr vorzeitig das Leben.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die goldene Frauenstatue auf der Berliner Siegessäule mit einer Atemschutzmaske ausgerüstet, um gegen schlechte Stadtluft zu protestieren. Kletterer von Greenpeace erklommen am Dienstag von der Aussichtsplattform aus die acht Meter hohe "Goldelse" und legten ihr die große Atemschutzmaske um das Gesicht. Neben der Statue der Siegesgöttin wehte in knapp 70 Metern Höhe eine gelbe Fahne mit der Aufschrift "Atemlos durch die Stadt".

Der Protest richtet sich gegen die weiterhin hohen Werte des schädlichen Stickoxids in deutschen Großstädten. Für Berlin hatte eine rbb|24-Analyse kürzlich gezeigt, dass im vergangenen Jahr an sechs von 16 Messboxen in der Stadt die zulässigen EU-Grenzwerte überschritten wurden. Betroffen sind unter anderem die Karl-Marx-Straße, der Mariendorfer Damm und die Frankfurter Allee - die Straße des 17.Juni, an der sich die Siegessäule befindet, gehört übrigens nicht dazu.

Trotzdem: Berlins neue Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hatte die Luftbelastung durch Stickoxide "besorgniserregend" genannt.

Greenpeace fordert Fahrverbot für Dieselautos

Greenpeace kritisierte: "Stickoxid führt zu Asthma und Herzkreislauferkrankungen. Der giftige Luftschadstoff stammt hauptsächlich aus Dieselmotoren und verursacht pro Jahr alleine in Deutschland mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle." Nötig seien Fahrverbote, wenn Grenzwerte nicht eingehalten werden. Ein Mittel dazu wären Umweltzonen auf Basis einer blauen Plakette, die nur Autos zugeteilt bekommen, die hohe Umweltstandards erfüllen.

Fahrzeuge mit höherem Stickoxidausstoß - das sind insbesondere Diesel-Fahrzeuge – dürften dann nicht mehr in die Innenstadt und andere ausgewählte Bereich hinein fahren. Umweltsenatorin Günther ist dieser Gedanke sympathisch. Sie will sich dafür einsetzen, dass das Projekt der blauen Plakette auf Bundesebene wiederbelebt wird.

Kommentar

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15 Kommentare

  1. 15.

    @Michael: Ìch habe das Wort "geil" in keinem meiner Kommentare verwendet. Bitte richtig lesen. Habe mir lediglich einen gesitteten Umgang miteinander gewünscht. Taschentücher habe ich allein. Die sind allerdings nicht blau, sondern weiß. Aber vielen Dank für Ihr Angebot.

  2. 14.

    Wer hat denn angefangen mit GEIL ????habe nur darauf geantwortet, das ist weder platt noch ein persönlicher Angriff gegen Ihre Person, sende Ihnen ein Tuch für die Tränen, dann muß aber wieder gut sein,Ok

  3. 13.

    Laut Weltgesundheitsorganisation handelt es sich um eine weltweite "gesundheitliche Notlage", insbesondere in den Städten doch auch in ländl. Regionen. http://www.tagesschau.de/ausland/who-luftverschmutzung-101.html

  4. 12.

    @Michael: Wie platt ist das denn?! Können wir uns bitte auf ein gewisses Niveau einigen? Und bitte auch keine persönlichen Angriffe.

  5. 10.

    Na ich finde meine Frau geil, und die Goldelse ist keine Puppe zum aufblasen, Sie sollten Ihre Vorlieben nicht unbedingt hier äußern.

  6. 8.

    Mich würde schon sehr interessieren, ob Sie der Tom Schreiber sind.
    Wenn ja, dann werden Sie für mich total albern.
    Wobei der Tom Schreiber, den ich bisher erlesen zu haben glaubte, mE nicht eigentlich in die SPD gehört, sondern in die SAfD/NPD womöglich.
    Jede Zeit hat möglicherweise ihren Noske oder dessen kleinliche Vorstufe.


  7. 7.

    Kein Radfahrerkommentar? Bin enttäuscht...
    @Michael: Auch der geforderte Staatsanwalt wird übrigens von Steuergeldern bezahlt.

  8. 5.

    Ist das geil!

  9. 4.

    Das ist Sachbeschädigung & kein dummer Jungen Streich mehr, Herr Staatsanwalt übernehmen Sie, falls Schäden entstanden sind weiß man ja wer bezahlt ???

  10. 3.

    Mal vom Hintergrund der Aktion ganz abgesehen - wenn es die "Strolche" von GREENPEACE schaffen, die "Goldelse" zu maskieren, wie leicht haben es dann wohl die Terroristen, die vielen anderen Wahrzeichen der Stadt für ihre Zwecke zu missbrauchen?

  11. 2.

    Günther (Grüne) "besorgniserregend", wenn sie sich nur auf Bundesebene einsetzen will. WIR BRAUCHEN JETZT saubere Atemluft in Berlin. Wo sind die schlauen Köpfe für schnellere Lösungen?! Sonst ist doch zur Gefahrenabwehr viel mehr möglich - wie sieht es aus mit dem Gesundheitsschutz?! Seit vielen Jahren werden die Grenzwerte überschritten und es passiert - NIX. Ich bin extrem enttäuscht und nutze bei der derzeitigen Luftbelastung zum eigenen Schutz auch lieber die Öffenflichen trotz Lastenrad vor der Tür.

  12. 1.

    Von mir mal wieder der Hinweis, dass sich im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag kein einziges Wort über eine mögliche Einführung von Dieselverbotszonen in der Berliner Innenstadt findet. Gerade in diesem Bereich hätte der neue Senat doch mal aktiv werden können. Es scheint ja nun mittlerweile erwiesen zu sein, dass Dieselfahrzeuge ein erhebliches Feinstaub- und Stickoxidproblem mit sich bringen, und dass die Euro-6-Vorgaben in der Praxis nicht eingehalten werden.

    Benziner mit Direkteinspritzer haben übrigens ebenfalls ein Feinstaubproblem, und offensichtlich sogar noch heftiger als beim Diesel. Von daher wird es höchste Zeit, hier für klare Regeln zu sorgen, damit man dann weniger schädliche Fahrzeuge anschaffen kann. Bis dahin lasse ich meinen Diesel-Touareg so oft wie möglich in der Garage und nutze auch mit schwerem Arbeitsgerät die Öffentlichen.

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