Syrische Familie in Berlin - "Maria, ich verstehe Bahnhof"

Familie Ismail aus Aleppo steht am 11.3.2017 nach ihrem Umzug aus der Notunterkunft gemeinsam mit Maya aus Berlin, der Freundin der Tochter Rama, auf dem Balkon ihrer neuen Wohnung in Berlin (Quelle: rbb/Maria Kindling)
Bild: rbb/Maria Kindling

Im September 2015 gerät die Familie Ismail nach ihrer Flucht aus Syrien ins Chaos vor dem Berliner Lageso. Bewohner eines linken Hausprojekts in Neukölln lassen sie kostenlos in ihrem Partyraum wohnen. Nach eineinhalb Jahren sind die Ismails nun ausgezogen - eine Geschichte übers Ankommen.Von Sebastian Schneider

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Dass sie ohne ihren Mann unterschreiben darf, überrascht sie

Trotz ihrer schweren Gedanken kann sich Firial allmählich öffnen. Sie und Maria freunden sich an, beide trennen nur fünf Jahre. Bei einem langen Spaziergang durch Kreuzberg erzählen sie sich von ihren Leben, die unterschiedlicher nicht hätten verlaufen können.

Firial ist in einer konservativen Familie auf dem Dorf aufgewachsen, früh Ehefrau und Mutter geworden. Im Kino, das die Dokumentarfilmerin Maria so liebt, war sie noch nie. Dass sie in Deutschland auf dem Amt ohne ihren Mann Formulare unterschreiben darf, überrascht sie.

Die beiden Frauen stellen fest, dass sie sich schon einmal hätten begegnen können: kurz nach der Hochzeit der Ismails. Damals, im Sommer 2003, spazierte Maria als Touristin durch Aleppos Gassen. Statt nach Israel, wo die Zweite Intifada tobte, war sie lieber ins friedliche Syrien gereist. Auf den Basaren duftete es nach Kardamom und Rosenblüten. Maria stand auf den Mauern der Zitadelle und blickte fasziniert über die 5.000 Jahre alte Stadt. Das junge Paar wohnte nicht weit entfernt.

Auf dem Hügel der Zitadelle von Aleppo, Syrien, 05.04.2009 (Quelle: imago/imagebroker).
Der Blick von der alten Zitadelle von Aleppo. Im Frühjahr 2003 war Maria als Touristin hier - nicht weit von der Wohnung der Ismails.Bild: imago / imagebroker

Ein Leben, feinsäuberlich abgeheftet

In Berlin gewöhnen sich die Ismails immer besser an das Leben im Hausprojekt. Aber Hussein belastet, dass er als Mann in seiner Familie Frau und Kinder nicht ernähren kann. Stattdessen näht er auf seiner alten Maschine Kissen und Kleider für seine Mitbewohner, kocht, packt mit an, als die verrotteten Rohre im Keller ausgetauscht werden müssen.

"Alle helfen sich, auch wenn sie nicht verwandt sind. Mir gefällt das", sagt Hussein. Vor allem lenkt ihn die Arbeit im Haus ab - denn wie für so viele andere Geflüchtete geht es auch für die Ismails nicht voran. Die Behörden sind völlig überfordert.  

Firial und ihr Mann lernen im Integrationskurs nun alles, was deutsch ist. Vor allem lernen sie viele neue Vokabeln: Ausländerbehörde, Bürgeramt, Jobcenter. Sie wissen bald, dass sie grüne Papiere brauchen, um zum Arzt zu gehen, dass sich ihr ganzes neues Leben sauber abgeheftet in einem Ordner wiederfinden muss: Geburtsurkunden, Leistungsbescheide, beglaubigte Kopien, die Meldebestätigung. Wenn sie wieder mit einem Brief nach Hause kommt, benutzt Firial ihre liebste deutsche Redewendung: "Maria, ich verstehe Bahnhof".

"Wir schaffen das" - nicht ohne die Hausgemeinschaft

Fünf Hausbewohner kümmern sich in diesen Monaten fast täglich um die Familie. Sie übersetzen bei den Behörden, finden eine Schule und eine Kita, geben Nachhilfe und üben Deutsch mit ihnen. Die Kinder lernen die Sprache schnell. "Wir schaffen das", sagt Hussein am liebsten zu Maria und lächelt dann immer, als wäre es nur ein Witz. Wahr ist: Ohne die Hilfe der Hausbewohner hätte es die Familie eben nicht geschafft. "Manche meiner Freunde aus dem Sprachkurs sagen mir immer wieder: Ihr habt es gut", erzählt Hussein.

Die drei verabredeten Monate sind schnell vorbei. Im März 2016 endlich kommt ein Brief vom Lageso: Die Ismails dürfen sich eine eigene Wohnung suchen. Spontan feiern sie mit ihren Nachbarn in der Küche. Alle denken, dass es jetzt ganz schnell gehen kann. Im Frühling bemerkt Firial, dass sie mit ihrem vierten Kind schwanger ist.

Auf die Papiere warten sie monatelang

Zu diesem Zeitpunkt sind die Provisorien in Berlin längst Dauerzustand geworden. Flüchtlinge mit weniger Glück als die Ismails leben in Turnhallen, leerstehenden Bürogebäuden und den Hangars von Tempelhof. Aber wo sollen sie wohnen, wenn der Krieg in ihrer Heimat noch Monate oder Jahre dauert?

Der Berliner Mietmarkt ist völlig überspannt. Im Frühjahr verschärft die Bundesregierung ihre Richtlinien. Die meisten syrischen Flüchtlinge bekommen jetzt nur noch subsidiären Schutz zugesprochen – auch die Ismails. Familiennachzug wird gestoppt, statt wie zuvor für drei Jahre gilt die Aufenthaltserlaubnis zunächst nur noch für zwölf Monate. Auf die zugesagten Papiere warten Hussein und Firial monatelang. Aber ohne diese ist die Wohnungssuche aussichtslos.

Wir wollen euch nicht belasten. Wenn wir nichts finden, können wir auch in eine Turnhalle ziehen."

Firial Ismail nach einer gescheiterten Wohnungsbesichtigung

Notfalls in die Turnhalle

Bleibt das sogenannte geschützte Segment: Aber für Bedürftige wie Obdachlose, ehemalige Häftlinge, Frauen aus Frauenhäusern und geflüchtete Familien gibt es in der ganzen Stadt gerade einmal 1.300 solcher Sozialwohnungen.

Eigentlich dürften die Ismails mit ihren bald vier Kindern nun den nötigen Wohnberechtigungsschein beantragen. Doch die Bezirke verlangen unterschiedliche Nachweise, die den Vorgaben des Senats zum Teil widersprechen. Die Frau im Wohnungsamt schickt die Familie wieder nach Hause. Es gebe da noch keine endgültige politische Entscheidung. Bis dahin müsse die Sache eben warten.

Hussein und die hochschwangere Firial verlieren die Hoffnung. Nachdem wieder eine Besichtigung gescheitert ist, sagt sie verzweifelt: "Wir wollen euch nicht belasten. Wenn wir nichts finden, können wir auch in eine Turnhalle ziehen." Maria nervt die Zuständigen am Telefon - bis der Schein am Ende bewilligt wird. Es ist kurz vor Weihnachten 2016.

Dieser Raum rennt

Zum Jahreswechsel besteht Firial ihre Deutsch-Prüfung mit 30 von 30 Punkten. Am 3. Januar 2017 bringt sie ihr Kind zur Welt. Es ist der Junge, den sie und Hussein sich so lange gewünscht haben. Sie nennen ihn Omar. Der lange Lebende, bedeutet das auf arabisch.

"Seit er bei uns ist, habe ich nicht mehr so viel Zeit, nachzudenken. Seitdem glaube ich, dass alles gut werden kann", sagt Firial. Aber jetzt wohnen sie zu sechst, mit einem Säugling. Wenn Omar nachts schreit, gehen die Mädchen morgens müde zur Schule. "Der Raum läuft", sagt man in Syrien über ein unordentliches Zimmer. Aber dieser Raum rennt inzwischen.

Kurz darauf entdeckt Marias Mitbewohnerin eine Sozialwohnung am Kottbusser Tor: 105 Quadratmeter, vier Zimmer, groß genug für sechs Personen – aber eigentlich etwas zu teuer für das Jobcenter. Mit einem Laufzettel für Notfälle hetzen Hussein und Maria durch das Amt. Die zweite Sachbearbeiterin reizt ihren Ermessensspielraum voll aus – und gibt die Zusage. Es ist der 19. Januar 2017. Die Ismails können ihr Glück nicht fassen. Spontan picknicken sie im zukünftigen Kinderzimmer. Den Wasserfleck an der Decke bemerken sie nicht mal.

536 Tage später ziehen sie aus

An einem Samstag im März, 536 Tage nachdem sie zum ersten Mal an dem Küchentisch mit der geblümten Plastiktischdecke gegessen haben, zieht die Familie aus dem Wohnprojekt aus. Es helfen so viele Mitbewohner und Freunde, dass sie sich in Grüppchen organisieren, um sich nicht im Weg zu stehen. In ganz Berlin sind sie herumgefahren, um Möbel für die Ismails zu sammeln.

Es ist der erste warme Frühlingstag des Jahres: Unter dem Balkon der neuen Wohnung hupen Cabriofahrer, Hussein und Firial schrauben in Flip-Flops und Socken den Kleiderschrank zusammen. Sieht ein bisschen schief aus. Mindestens ein Jahr sind sie in ihrem Zuhause nun sicher, ihre Aufenthaltserlaubnis gilt bis März 2018 - und dürfte dann verlängert werden.

Firial will eine Ausbildung zur Erzieherin machen, Hussein so gut Deutsch lernen, dass er sich um Arbeit kümmern kann. Ob es wirklich stimme, dass es in Neukölln und Kreuzberg so viele Schneidereien gebe? Seine Nähmaschine hat er mitgenommen.

Die Freundinnen Rama aus Aleppo und Maya aus Berlin sitzen am 11.03.2017 auf dem Bett in Ramas neuem Zimmer (Quelle: rbb/Maria Kindling)
Ausziehen durfte Rama (links) nur unter einer Bedingung: Ihre beste Freundin Maya aus dem Hausprojekt darf sie in ihrem neuen Zimmer so oft besuchen, wie sie will. | Bild: rbb/Maria Kindling

Einmal Großraumtaxi nach Aleppo

"Ich werde ihr Lachen vermissen, bis Mitternacht mit ihnen am Küchentisch zu quatschen und dabei unendliche Mengen Popcorn zu essen", sagt Maria. In ihrem Haus freuen sie sich jetzt auf die nächste große Party: Das Abschiedsfest für die Ismails.

"Wenn der Krieg vorbei ist und ich genug gespart habe, kaufe ich ein Auto für uns alle. Dann fahren wir den ganzen Weg zurück nach Aleppo. Und dann sind sie endlich unsere Gäste", sagt Hussein. "Inshallah", sagt Firial und nickt. "So Gott will."

35 Kommentare

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  1. 35.

    Wenn in Syrien wieder Frieden herrscht und sich die Sicherheitslage nicht nur stabilisiert, sondern auch entspannt hat, wenn das Assad-Regime nicht mehr tausendfach Andersdenkende und Oppositionelle in Gefängnissen hinrichtet, dann ist Ihr Vorschlag sicherlich eine Option.
    Meiner Meinung nach ist bis dahin absolut nichts dagegen einzuwenden, wenn sich diese Familie in die Gesellschaft einbringt.

  2. 34.

    Ich habe Sie schon ganz gut verstanden, keine Sorge.

    Sie wollen Flüchtlinge (muslimischen Glaubens) in Deutschland nicht haben und Familien wie die Ismails wieder wegschicken.

    Einzelschicksale interessieren Sie nicht, überhaupt interessieren Sie diese Menschen nicht. Diese Freiheit gönnen Sie sich. Schließlich zahlen Sie ja Steuern.

    Lässt tief blicken, keine weiteren Erörterungen nötig, danke.

  3. 33.

    Sie sollten meinen Beitrag nochmals lesen um zu erkennen, dass ich voll des Lobes bin, in der
    Erwartung, dass Fr. Ismail, praktisch als Entwicklungshelferin, nach Syrien zurückkehrt.
    Natürlich mit ihrer Familie zusammen. Soll doch die Familie nicht auseinandergerissen werden.
    P.S.: Ihnen zur Info ... Syrische Werte, welche es auch immer sein mögen, lehne ich nicht ab.
    Ich brauch' sie einfach nicht und die interessieren mich auch nicht. So viel Freiheit gönne ich mir.

  4. 32.

    Aha. Sie sollen also "europäische Werte nach Syrien bringen".... Aber syrische Werte in Deutschland lehnen Sie ab? Wie zynisch ist das denn?!

  5. 30.

    Ah, damit Sie dann sagen können: "War nicht so gemeint, sondern ganz anders." Wenn Sie diese Krücke nötig haben, um sich in Diskussionen nicht festlegen zu lassen, bitte.

  6. 29.

    Anführungszeichen benutze ich gern. Sie bieten u.a. die Möglichkeit für Interpretation(en).

  7. 28.

    Ich will und muss Ihnen überhaupt nichts weismachen. In Duisburg habe ich zufälligerweise lange gearbeitet, sie müssen mir da keine Nachhilfe erteilen. Wir sehen dort absolut, welche Fehler bei der Integrationspolitik gemacht worden sind. Kann ich allerdings in diesem Fall hier nicht erkennen, weil sich die Familie (und um diese geht es hier) gut zu integrieren scheint. Wenn Ihnen das Angst macht und Sie in Alarmstimmung verfallen, müssen Sie ein auffällig geringes Selbstwertgefühl haben. Und: Muss jetzt jeder, der in diesem Punkt nicht Ihrer Meinung ist, eine Familie kostenlos bei sich aufnehmen, um überhaupt etwas sagen zu dürfen? Ich glaube nicht. Mit meinen syrischen Nachbarn im Haus komme ich jedenfalls sehr gut aus. Was ich von manch anderen ach so fleißigen, tüchtigen, wohlerzogenen, anständigen Alteingesessenen nun wirklich nicht gerade behaupten kann.

  8. 27.

    @gerd, wenn sie so ein netter und guter Mensch sind, wie sie uns weiß machen wollen, dann nehmen sie doch eine syrische Familie bei sich auf. Aber bitte tragen sie auch alle Kosten!!

  9. 26.

    Auch in Cottbus wird es dank solchen Leuten wie Ihnen bald Zustände geben wie in NRW-Duisburg, Bochum u.a.da wird vorgelebt was Integration heißt, da leben Familien über 30 Jahre die können & wollen kein deutsch sprechen, Deutsche Bürger finden Sie dort kaum noch alles in der Hand von Ausländischen Steuerzahlenden Mitbürgern ????!!!! wie wäre es wenn Sie sich davon mal persönlich überzeugen was das überhaupt heißt und wie es da aus sieht, ich bin sicher das Sie als geläuteter Bürger wieder kommen oder Sie wandern aus dies ist ja auch im Sinne der neuen Mitbürger, aber damit haben Sie sich sicher noch nicht auseinander gesetzt so sind Sie die Multi Kulti Träumer, schlafen Sie ruhig weiter.

  10. 25.

    Wissen Sie, Nachbarn wie die Ismails sind mir wesentlich lieber als verbitterte Zyniker wie Sie. Ich habe auch keine Bedenken, dass diese Familie sich tüchtig in die Gemeinschaft einbringt. Am Computer sitzen und faseln kann jeder. Wollen nicht lieber Sie auswandern? Win-Win-Situation. Und was haben Sie eigentlich die ganze Zeit mit Ihren Anführungszeichen?

  11. 24.

    Ich kann mir ebenso wie Sie die dann in DE ausgebildete als Erzieherin in Syrien vorstellen.
    Sie wird dort sicher die "europäischen Werte" einbringen bzw. wie Sie es nennen
    "interkulturelle Brücken schlagen" und dort auch keiner "Kopftuchdebatte" "ausgesetzt" sein.
    Also eine "win-win-win"-Situation -->
    1) Ausbildung bzw. Befähigung eines lernwilligen Menschen;
    2) "Entwicklung" syrischer Kinder durch qualifiziertes Personal aus gleichem Kulturkreis;
    1) Entw.Hilfe nicht wie üblich zum Vorteil der DE-Wirtschaft, sondern "mit Sinn und Verstand".

  12. 23.

    Liebste Lona, Sie müssen mit Ihrem Leben sehr unzufrieden sein, wenn Sie es einer Familie nicht gönnen, sich ein Leben in Sicherheit und Frieden aufzubauen. Ich verstehe auch nicht, wie Sie darauf kommen, dass eine Erzieherin für 8,70 Euro die Stunde arbeiten wird. Möglicherweise müssen Sie für dieses Geld arbeiten - das tut mir dann sehr leid für Sie. Möglicherweise machen Sie sich auch Sorgen um Ihre eigene Rente. Falls das so sein sollte, bilden Sie sich doch weiter - dass macht diese Familie doch auch. Es gibt genügend Möglichkeiten - auch für Sie. Mit einer qualifizierteren Ausbildung können dann auch Sie mehr verdienen. Herzliche Grüße, Sarras

  13. 22.

    Ich stimme Lona in keinem Punkt zu. Man kann Menschenleben nicht in Geld umrechnen. Oder wollten Sie dieses Rechenexempel auch mit dt. Hartz IV-Empfängern anstellen? Da wird mit zweierlei Maß gerechnet. Jeder Mensch hat nur ein Leben. Und die Sonne scheint für alle gleich! Die Menschlichkeit geht nach und nach verloren. Empathie gilt nur noch für die eigene Person. Wir können in Deutschland nur hoffen, dass wir von Krieg verschont bleiben. Daran sollten so einige denken, die hier ständig gegen die Nichtdeutschen ätzen und hetzen. Ich wünsche ALLEN einen schönen Sonntag.

  14. 21.

    @Skorpion 20:29 Uhr
    Ich freue mich darüber, dass auch Sie den "Lona"-Beitrag "rechenmäßig" als richtig empfinden.
    Falls Sie aber bzgl. der volkswirtschaftlichen Perspektive von "Lona" nicht zustimmen, ich stimme ihr zu,
    bin ich gespannt auf Ihre "Gegenrechnung" [bitte nur messbare (Geld)Werte nennen].

  15. 20.

    "ihre Aufenthaltserlaubnis gilt bis März 2018 - und dürfte dann verlängert werden. Firial will eine Ausbildung zur Erzieherin machen"

    Realistisch gesehen, wird Firial ihre Ausbildung wohl erst in 6-9 Monaten beginnen können, da sie mit Omar wohl ersteinmal alle Hände voll zu tun haben wird. Doch selbst wenn sie sofot begonnen hätte, würde die Ausbildung länger dauern als ihre momentane Aufenthaltserlaubnis Gültigkeit besitzt. Das hört man öfter. Wenn der Staat durch die Integration der Flüchtlinge im Arbeitsmarkt profitieren will, sollte er an dieser Stelle nachbessern und für mehr Sicherheit für Flüchtlinge und Arbeitgeber sorgen.

    Ansonsten kann ich mir gut vorstellen, dass eine syrische Erzieherin sicherlich wunderbar interkulturelle Brücken schlagen kann, falls ihre Einstellung nicht an irgendwelchen Kopftuchdebatten scheitert.

  16. 19.

    Es ist mir ein Rätsel, wie man es wagen kann, sich mit derart schlechten Kenntnissen der dt. Orthographie über Menschen zu erheben, die sich bemühen, die dt. Sprache zu erlernen, Arbeit zu finden und sich ein Leben in Frieden aufzubauen.

  17. 18.

    Jetzt verstehe ich Bahnhof,also ist es so daß die Familie seit über 2 Jahren aus der Sozial Kasse versorgt wird, da hilft auch kein Deutsch Kurs oder irgendein angeblicher Abschluß, wenn diese merken das Sie für 8,70 Brutto die Stunde arbeiten sollen werden diese schon vergleichen was Sie ohne Arbeit vorher hatten und wenn Sie mir jetzt noch erzählen wollen das diese Ihre spätere Rente durch die Beitragszahlungen Ihrer Arbeit leben können, OK dann müßten diese aber bis 80 Jahre arbeiten, da hilft es nun wirklich nicht alles nur durch die rosa-rote Brille zu sehen, da sollte man sich schon mal etwas besser informieren , aber leider wollen solche Leute wie Sie das auch gar nicht, man könnte ja sonst den Glauben verlieren, also immer drauf auf die anderen die nicht Ihrer Traumwelt folgen können, am besten Mundtot machen, Nazi schreien ,u.s.w. ist ja auch viel einfacher als mal wirklich nach zu denken & zu rechnen,hoffentlich wird aus Ihren Traum kein Alptraum, !!

  18. 17.

    Nein, ich stelle sie nicht in die Ecke. Obwohl ich es doch recht provokant finde, wenn hier von Flüchtlingen geschrieben wird, als Gegenüberstellung Hilfe für Obdachlose zu erwähnen. Das hat schon ein wenig "Geschmäckle".

    Auf dem Tauentzien liegt ein Obdachloser, schläft und vor ihm steht ein Sammelbecher. Das nennt man dann wohl Geld im Schlaf verdienen.

    Ich bin keineswegs uneingeschränkter Fan unserer Flüchtlingspolitik. Zumal abgelehnte Asylsucher noch jahrelang hier hier Unwesen treiben können und es oft gar nicht zur Abschiebung kommt, weil die Fluggesellschaften nur eine bestimmte Anzahlung pro Flug rückführen.

    Wovon viele der abgelehnten und abgetauchten Asylanten dann leben, wissen wir als Berliner nur zu gut.

  19. 16.

    Danke für die Aufklärung. Nun ja, ich habe ein paar Schwierigkeiten, mir vorzustellen, dass all diese Leute, die in der BVG und woanders betteln gehen, einfach nur keine Hilfe annehmen möchten und lieber als "Lebenskünstler" unterwegs sind. Aber in der Tat weiß ich nicht viel über deren Lage, außer das, was sie so von sich erzählen.

    Aber schön, dass Sie mich gleich in eine gewisse Ecke gestellt haben. Mir ist schon aufgefallen, dass man in diesem ach so freien Land seit einiger Zeit gewisse Fragen nicht stellt. Wo das hinführt sehen Sie übrigens in Frankreich.

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