Familie Ismail aus Aleppo steht am 11.3.2017 nach ihrem Umzug aus der Notunterkunft gemeinsam mit Maya aus Berlin, der Freundin der Tochter Rama, auf dem Balkon ihrer neuen Wohnung in Berlin (Quelle: rbb/Maria Kindling)
Bild: rbb/Maria Kindling

Syrische Familie in Berlin - "Maria, ich verstehe Bahnhof"

Im September 2015 gerät die Familie Ismail nach ihrer Flucht aus Syrien ins Chaos vor dem Berliner Lageso. Bewohner eines linken Hausprojekts in Neukölln lassen sie kostenlos in ihrem Partyraum wohnen. Nach eineinhalb Jahren sind die Ismails nun ausgezogen - eine Geschichte übers Ankommen.Von Sebastian Schneider

Seite 1 von 2

Der Fleck an der Decke, das war mal ein Wasserschaden. Die Balkontür klemmt, das Waschbecken ruckelt und der Aufzug ist sowieso seit Wochen kaputt. Hussein Ismail würde jetzt gern die Zählerstände ins Protokoll schreiben lassen, aber der Mann von der Hausverwaltung macht Druck. "Herrschaften, sie wären die ersten Mieter, die das bei der Übergabe verlangen. Ich sag ja nur", sagt er nur. Hussein und seine Frau Firial widersprechen nicht. Sie wollen bloß nichts falsch machen - eineinhalb Jahre lang haben sie auf diesen Tag gewartet.

Ein frostiger, klarer Morgen im März. Tauben segeln durch den Wind über dem Kottbusser Tor. Unten rauscht der Berufsverkehr vorbei. Im dritten Stock eines aschgrauen Betonkastens aus den 80ern werden die Ismails nun wohnen.

Blick vom Balkon der neuen Wohnugn der syrischen Familie Ismail nahe des Kottbusser Tors in Berlin-Kreuzberg, aufgenommen am 04.03.17 (Quelle: rbb/Maria Kindling).
Neue Heimat Kottbusser Straße: Der Blick vom Balkon der Ismails.Bild: rbb/Maria Kindling

Hussein: ein Schneider, 39 Jahre alt, schmal, mit Lachfalten um die Augen und Haaren wie aus schwarzem Draht. Firial: eine 35 Jahre alte Lehrerin, die am liebsten geblümte Kopftücher trägt und so schön singen kann, dass Nachbarn im Flur stehen bleiben, um ihr zuzuhören.

Er zückt sein Maßband und huscht durch die kahlen Räume. Sie stellt sich vor, wie es wäre, Olivenbäumchen auf dem Balkon anzupflanzen. Von hier können sie das Minarett einer Moschee sehen. So, wie es in ihrer Wohnung in Aleppo war. Die Erinnerung an ein anderes Leben.

Als die Bomben fallen

Eine kurdische Hochzeit im Frühjahr 2003: Firial ist gerade 21 Jahre alt, ihr Bräutigam Ismail 24. Sie studiert und unterrichtet danach an einer Grundschule. Er baut sich in seiner Heimatstadt eine eigene Näherei auf. Die beiden bekommen drei Töchter, Sidra, Aya und Rama. Dann bricht der Krieg aus. Mitte 2015 krachen Bomben auf ihr Viertel in Aleppo. Die Ismails entscheiden sich zur Flucht – ihre Eltern und ihre Wohnung müssen sie zurücklassen.

Über die sogenannte Balkanroute kommt die Familie im September 2015 nach Berlin. Die ersten Nächte verbringt sie in einer Notunterkunft in Karow. "Als erstes riefen alle: Lageso, Lageso, ihr müsst zum Lageso! Aber wir wussten ja nicht, was das ist", sagt Firial.

Zu dieser Zeit drängen vor der Erstaufnahmestelle in Moabit jeden Tag hunderte Geflüchtete an die Absperrgitter. Kinder schlafen auf dem Boden. Manche warten wochenlang, bis ihre Nummer aufgerufen wird. Wer erst morgens mit dem ersten Bus kommt, hat in diesem Chaos kaum eine Chance. In einer Facebook-Gruppe fragt eine Helferin, ob jemand Familie Ismail nachts in die Turmstraße fahren kann.

Hausgemeinschaft entscheidet: Der Partyraum wird frei

Auch Maria und ihr Nachbar gehören zu der Gruppe, sie lesen die Nachricht. Die Filmstudentin lebt in einer WG nahe der Hermannstraße, in einem der ältesten alternativen Wohnprojekte der Stadt.

Gerade hat die Hausgemeinschaft beschlossen, eine der vielen Familien bei sich aufzunehmen, vorübergehend. Dafür will sie ihren Partyraum zur Verfügung stellen. "Als ich in diesem Sommer die Bilder von Geflüchteten auf der Balkanroute gesehen habe, vom Elend vor dem Lageso - da war mir klar, dass ich was tun möchte", sagt Maria.

Eines Morgens steht sie um zwei Uhr auf, schmiert für die Ismails Brote, füllt Thermoskannen mit Tee. Ihr Nachbar bringt die Familie zum Amt. Zurück zuhause schwärmt er, wie nett sie gewesen seien. "Wir dachten: Laden wir sie doch ein", sagt Maria.

Wir waren glücklich, einmal Deutsche kennenzulernen. Alle waren sehr nett zu uns, aber gleichzeitig war es ungewohnt: So ein Haus kennen wir aus Syrien nicht."

Firial Ismail

"So ein Haus kennen wir aus Syrien nicht"

Mitte September kommen Hussein, Firial und ihre drei Töchter zum Essen. Maria hat extra Fleisch eingekauft, das "halal" ist. Die Mädchen spielen im Garten, sie wirken aufgeschlossen. Unterhalten kann sich Maria mit Firial, auf englisch. Ihr Mann und die Kinder sprechen nur kurdisch und arabisch. “Wir waren glücklich, einmal Deutsche kennenzulernen. Alle waren sehr nett zu uns, aber gleichzeitig war es ungewohnt: So ein Haus kennen wir aus Syrien nicht", sagt Firial.

Auch Maria ist sich unsicher, ob die Lebensentwürfe der Hausbewohner zu den Vorstellungen gläubiger Muslime passen. "Junge Erwachsene ohne Familie, die zusammen leben, Paare, die nicht verheiratet sind. Ständig ist das Haus voll, wir trinken Alkohol, wir lieben Partys. Manche hier sehen das Konzept von Religionen sehr kritisch", schildert sie ihre damaligen Zweifel. Beide Seiten geben sich etwas Bedenkzeit.

Früher hing hier eine Discokugel

Am Ende überwiegt die Neugier - und die schiere Not. Im Hostel-Zimmer, das die Familie inzwischen zugewiesen bekommen hat, schläft sie zu fünft in zwei Betten. Am 24. September werden die Ismails Marias Nachbarn. Verabredet sind erstmal drei Monate.

Sie ziehen ins Hinterhaus: 40 Quadratmeter im Erdgeschoss, orangefarbener Teppich, weinrote Vorhänge. Von der Decke hängt die Kette für eine Discokugel. Vorher haben die 24 Bewohner hier gefeiert, Filme geschaut und sich beim Yoga gestreckt.

Jetzt kleben die Mädchen Bilder von Märchenprinzessinnen an die Wände. In der einen Ecke drei alte gespendete Betten, in der anderen ein kleiner Tisch - und eine gebrauchte Nähmaschine, die Hussein von Marias Vater geschenkt bekommen hat. Kein Vermieter, kein Amt, die der Hausgemeinschaft vorschreiben könnten, wie die Geflüchteten bei ihnen zu leben haben – weil sie keine Miete dafür verlangt.

Duschkolonne im dritten Stock

Belastend ist die Situation trotzdem: Die Küche teilen sich die Ismails mit einer jungen Familie, auf die Toilette gehen sie im Keller neben den Waschmaschinen. Wenn Duschtag ist, steht die Kolonne vor Marias WG im dritten Stock.

Sie seien sehr dankbar gewesen, nicht mehr in der Enge des Hostels wohnen zu müssen, sagt Hussein. Aber nach vorne zu schauen, sei ihnen schwer gefallen. Die erste Zeit habe sie sich schwach und leer gefühlt, erzählt Firial. "Ich habe jeden Tag geweint, weil ich mir solche Sorgen um meine Eltern gemacht habe. Ich wusste nicht, was aus uns werden soll."

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Netiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

35 Kommentare

  1. 35.

    Wenn in Syrien wieder Frieden herrscht und sich die Sicherheitslage nicht nur stabilisiert, sondern auch entspannt hat, wenn das Assad-Regime nicht mehr tausendfach Andersdenkende und Oppositionelle in Gefängnissen hinrichtet, dann ist Ihr Vorschlag sicherlich eine Option.
    Meiner Meinung nach ist bis dahin absolut nichts dagegen einzuwenden, wenn sich diese Familie in die Gesellschaft einbringt.

  2. 34.

    Ich habe Sie schon ganz gut verstanden, keine Sorge.

    Sie wollen Flüchtlinge (muslimischen Glaubens) in Deutschland nicht haben und Familien wie die Ismails wieder wegschicken.

    Einzelschicksale interessieren Sie nicht, überhaupt interessieren Sie diese Menschen nicht. Diese Freiheit gönnen Sie sich. Schließlich zahlen Sie ja Steuern.

    Lässt tief blicken, keine weiteren Erörterungen nötig, danke.

  3. 33.

    Sie sollten meinen Beitrag nochmals lesen um zu erkennen, dass ich voll des Lobes bin, in der
    Erwartung, dass Fr. Ismail, praktisch als Entwicklungshelferin, nach Syrien zurückkehrt.
    Natürlich mit ihrer Familie zusammen. Soll doch die Familie nicht auseinandergerissen werden.
    P.S.: Ihnen zur Info ... Syrische Werte, welche es auch immer sein mögen, lehne ich nicht ab.
    Ich brauch' sie einfach nicht und die interessieren mich auch nicht. So viel Freiheit gönne ich mir.

  4. 32.

    Aha. Sie sollen also "europäische Werte nach Syrien bringen".... Aber syrische Werte in Deutschland lehnen Sie ab? Wie zynisch ist das denn?!

  5. 30.

    Ah, damit Sie dann sagen können: "War nicht so gemeint, sondern ganz anders." Wenn Sie diese Krücke nötig haben, um sich in Diskussionen nicht festlegen zu lassen, bitte.

  6. 29.

    Anführungszeichen benutze ich gern. Sie bieten u.a. die Möglichkeit für Interpretation(en).

  7. 28.

    Ich will und muss Ihnen überhaupt nichts weismachen. In Duisburg habe ich zufälligerweise lange gearbeitet, sie müssen mir da keine Nachhilfe erteilen. Wir sehen dort absolut, welche Fehler bei der Integrationspolitik gemacht worden sind. Kann ich allerdings in diesem Fall hier nicht erkennen, weil sich die Familie (und um diese geht es hier) gut zu integrieren scheint. Wenn Ihnen das Angst macht und Sie in Alarmstimmung verfallen, müssen Sie ein auffällig geringes Selbstwertgefühl haben. Und: Muss jetzt jeder, der in diesem Punkt nicht Ihrer Meinung ist, eine Familie kostenlos bei sich aufnehmen, um überhaupt etwas sagen zu dürfen? Ich glaube nicht. Mit meinen syrischen Nachbarn im Haus komme ich jedenfalls sehr gut aus. Was ich von manch anderen ach so fleißigen, tüchtigen, wohlerzogenen, anständigen Alteingesessenen nun wirklich nicht gerade behaupten kann.

  8. 27.

    @gerd, wenn sie so ein netter und guter Mensch sind, wie sie uns weiß machen wollen, dann nehmen sie doch eine syrische Familie bei sich auf. Aber bitte tragen sie auch alle Kosten!!

  9. 26.

    Auch in Cottbus wird es dank solchen Leuten wie Ihnen bald Zustände geben wie in NRW-Duisburg, Bochum u.a.da wird vorgelebt was Integration heißt, da leben Familien über 30 Jahre die können & wollen kein deutsch sprechen, Deutsche Bürger finden Sie dort kaum noch alles in der Hand von Ausländischen Steuerzahlenden Mitbürgern ????!!!! wie wäre es wenn Sie sich davon mal persönlich überzeugen was das überhaupt heißt und wie es da aus sieht, ich bin sicher das Sie als geläuteter Bürger wieder kommen oder Sie wandern aus dies ist ja auch im Sinne der neuen Mitbürger, aber damit haben Sie sich sicher noch nicht auseinander gesetzt so sind Sie die Multi Kulti Träumer, schlafen Sie ruhig weiter.

  10. 25.

    Wissen Sie, Nachbarn wie die Ismails sind mir wesentlich lieber als verbitterte Zyniker wie Sie. Ich habe auch keine Bedenken, dass diese Familie sich tüchtig in die Gemeinschaft einbringt. Am Computer sitzen und faseln kann jeder. Wollen nicht lieber Sie auswandern? Win-Win-Situation. Und was haben Sie eigentlich die ganze Zeit mit Ihren Anführungszeichen?

  11. 24.

    Ich kann mir ebenso wie Sie die dann in DE ausgebildete als Erzieherin in Syrien vorstellen.
    Sie wird dort sicher die "europäischen Werte" einbringen bzw. wie Sie es nennen
    "interkulturelle Brücken schlagen" und dort auch keiner "Kopftuchdebatte" "ausgesetzt" sein.
    Also eine "win-win-win"-Situation -->
    1) Ausbildung bzw. Befähigung eines lernwilligen Menschen;
    2) "Entwicklung" syrischer Kinder durch qualifiziertes Personal aus gleichem Kulturkreis;
    1) Entw.Hilfe nicht wie üblich zum Vorteil der DE-Wirtschaft, sondern "mit Sinn und Verstand".

  12. 23.

    Liebste Lona, Sie müssen mit Ihrem Leben sehr unzufrieden sein, wenn Sie es einer Familie nicht gönnen, sich ein Leben in Sicherheit und Frieden aufzubauen. Ich verstehe auch nicht, wie Sie darauf kommen, dass eine Erzieherin für 8,70 Euro die Stunde arbeiten wird. Möglicherweise müssen Sie für dieses Geld arbeiten - das tut mir dann sehr leid für Sie. Möglicherweise machen Sie sich auch Sorgen um Ihre eigene Rente. Falls das so sein sollte, bilden Sie sich doch weiter - dass macht diese Familie doch auch. Es gibt genügend Möglichkeiten - auch für Sie. Mit einer qualifizierteren Ausbildung können dann auch Sie mehr verdienen. Herzliche Grüße, Sarras

  13. 22.

    Ich stimme Lona in keinem Punkt zu. Man kann Menschenleben nicht in Geld umrechnen. Oder wollten Sie dieses Rechenexempel auch mit dt. Hartz IV-Empfängern anstellen? Da wird mit zweierlei Maß gerechnet. Jeder Mensch hat nur ein Leben. Und die Sonne scheint für alle gleich! Die Menschlichkeit geht nach und nach verloren. Empathie gilt nur noch für die eigene Person. Wir können in Deutschland nur hoffen, dass wir von Krieg verschont bleiben. Daran sollten so einige denken, die hier ständig gegen die Nichtdeutschen ätzen und hetzen. Ich wünsche ALLEN einen schönen Sonntag.

  14. 21.

    @Skorpion 20:29 Uhr
    Ich freue mich darüber, dass auch Sie den "Lona"-Beitrag "rechenmäßig" als richtig empfinden.
    Falls Sie aber bzgl. der volkswirtschaftlichen Perspektive von "Lona" nicht zustimmen, ich stimme ihr zu,
    bin ich gespannt auf Ihre "Gegenrechnung" [bitte nur messbare (Geld)Werte nennen].

  15. 20.

    "ihre Aufenthaltserlaubnis gilt bis März 2018 - und dürfte dann verlängert werden. Firial will eine Ausbildung zur Erzieherin machen"

    Realistisch gesehen, wird Firial ihre Ausbildung wohl erst in 6-9 Monaten beginnen können, da sie mit Omar wohl ersteinmal alle Hände voll zu tun haben wird. Doch selbst wenn sie sofot begonnen hätte, würde die Ausbildung länger dauern als ihre momentane Aufenthaltserlaubnis Gültigkeit besitzt. Das hört man öfter. Wenn der Staat durch die Integration der Flüchtlinge im Arbeitsmarkt profitieren will, sollte er an dieser Stelle nachbessern und für mehr Sicherheit für Flüchtlinge und Arbeitgeber sorgen.

    Ansonsten kann ich mir gut vorstellen, dass eine syrische Erzieherin sicherlich wunderbar interkulturelle Brücken schlagen kann, falls ihre Einstellung nicht an irgendwelchen Kopftuchdebatten scheitert.

  16. 19.

    Es ist mir ein Rätsel, wie man es wagen kann, sich mit derart schlechten Kenntnissen der dt. Orthographie über Menschen zu erheben, die sich bemühen, die dt. Sprache zu erlernen, Arbeit zu finden und sich ein Leben in Frieden aufzubauen.

  17. 18.

    Jetzt verstehe ich Bahnhof,also ist es so daß die Familie seit über 2 Jahren aus der Sozial Kasse versorgt wird, da hilft auch kein Deutsch Kurs oder irgendein angeblicher Abschluß, wenn diese merken das Sie für 8,70 Brutto die Stunde arbeiten sollen werden diese schon vergleichen was Sie ohne Arbeit vorher hatten und wenn Sie mir jetzt noch erzählen wollen das diese Ihre spätere Rente durch die Beitragszahlungen Ihrer Arbeit leben können, OK dann müßten diese aber bis 80 Jahre arbeiten, da hilft es nun wirklich nicht alles nur durch die rosa-rote Brille zu sehen, da sollte man sich schon mal etwas besser informieren , aber leider wollen solche Leute wie Sie das auch gar nicht, man könnte ja sonst den Glauben verlieren, also immer drauf auf die anderen die nicht Ihrer Traumwelt folgen können, am besten Mundtot machen, Nazi schreien ,u.s.w. ist ja auch viel einfacher als mal wirklich nach zu denken & zu rechnen,hoffentlich wird aus Ihren Traum kein Alptraum, !!

  18. 17.

    Nein, ich stelle sie nicht in die Ecke. Obwohl ich es doch recht provokant finde, wenn hier von Flüchtlingen geschrieben wird, als Gegenüberstellung Hilfe für Obdachlose zu erwähnen. Das hat schon ein wenig "Geschmäckle".

    Auf dem Tauentzien liegt ein Obdachloser, schläft und vor ihm steht ein Sammelbecher. Das nennt man dann wohl Geld im Schlaf verdienen.

    Ich bin keineswegs uneingeschränkter Fan unserer Flüchtlingspolitik. Zumal abgelehnte Asylsucher noch jahrelang hier hier Unwesen treiben können und es oft gar nicht zur Abschiebung kommt, weil die Fluggesellschaften nur eine bestimmte Anzahlung pro Flug rückführen.

    Wovon viele der abgelehnten und abgetauchten Asylanten dann leben, wissen wir als Berliner nur zu gut.

  19. 16.

    Danke für die Aufklärung. Nun ja, ich habe ein paar Schwierigkeiten, mir vorzustellen, dass all diese Leute, die in der BVG und woanders betteln gehen, einfach nur keine Hilfe annehmen möchten und lieber als "Lebenskünstler" unterwegs sind. Aber in der Tat weiß ich nicht viel über deren Lage, außer das, was sie so von sich erzählen.

    Aber schön, dass Sie mich gleich in eine gewisse Ecke gestellt haben. Mir ist schon aufgefallen, dass man in diesem ach so freien Land seit einiger Zeit gewisse Fragen nicht stellt. Wo das hinführt sehen Sie übrigens in Frankreich.

Das könnte Sie auch interessieren