Wahlhelfer bereiten am 31.07.2014 im Olympiastadion in Berlin ein Wahllokal für die türkische Präsidentenwahlen vor (Quelle: dpa/Maurizio Gambarini)
Video: rbb|24 | 28.03.17 | Sebastian Schneider / Friederike Schröter | Bild: dpa/Maurizio Gambarini

Abstimmung über Verfassungsänderung - Wahllokal für fast 140.000 Türken in Berlin geöffnet

Die in Deutschland lebenden Türken dürfen mitentscheiden, ob Präsident Erdogan künftig nicht nur Staats-, sondern auch Regierungschef ist. Abstimmen können sie seit Montag in deutschlandweit 13 Wahllokalen - eines davon steht in Berlin.

Zehntausende Türken, die in Ostdeutschland leben, können seit Montagmorgen in Berlin über die umstrittene Verfassungsreform ihres Landes abstimmen. Nach Angaben des Türkischen Generalkonsulats in Berlin sind 139.000 Türken aus der Hauptstadt, aus Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern wahlberechtigt.

Bis zum 9. April sind für sie die Türen des Konsulats in der Heerstraße täglich - auch sonntags - von 09.00 Uhr bis 21.00 Uhr geöffnet. Die Türkische Gemeinde zu Berlin rechnet mit einer Wahlbeteiligung von etwa 40 Prozent der Wahlberechtigten. So viele haben an den Präsidentschaftswahlen im September 2015 teilgenommen.

Insgesamt sind 1,4 Millionen Türken in Deutschland wahlberechtigt - mehr als in jedem anderen Lande außerhalb der Türkei. In Deutschland werden 13 Wahllokale geöffnet sein.

Konsulat für die Sicherheit zuständig

Für die Sicherheitsvorkehrungen wolle man die Entwicklungen bis zum Wahlbeginn am Montag "permanent im Blick behalten", sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres, Martin Pallgen. Für die Sicherheit im und unmittelbar um das Konsulat herum sei jedoch das Türkische Konsulat selbst zuständig.

"Begleitende Proteste auf Berlins Straßen wird die Polizei natürlich betreuen, damit die Leute ihr Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen können", sagte Polizeisprecher Michael Gassen. Aus dem Konsulat heißt es, man werde die Sicherheitsvorkehrungen in Zusammenarbeit mit den deutschen Sicherheitsbehörden treffen.

Fragen und Antworten zur türkischen Volksabstimmung

  • Wer in Deutschland darf an der Volksabstimmung der Türkei teilnehmen?

  • Wie ist das Prozedere für die Wahlberechtigten?

  • Wann und wo in Berlin wird die Abstimmung stattfinden?

  • Wie werden die Türken in Deutschland voraussichtlich abstimmen?

  • Über was genau wird in dieser Volksabstimmung entschieden?

  • Wie laufen die Stimmabgabe und die -auszählung ab?

Sendung: Inforadio, 27.03.2017, 8:21 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ich frage mich gerade, weshalb auf den vom RBB veröffentlichten Bildern der Beispielwähler alle für "Nein" Stimmenden lächelnd/lachend abgebildet werden (& damit allesamt noch sympathischer wirken, als sie mir ohnehin schon erscheinen) und diejenigen, welche mit "Ja" abstimmen wollen, dunkel in die Kamera blicken. Kann das Zufall sein? Ich finde, mit Privatpersonen sollten vom Journalismus nicht für polit. Meinungsbildung benutzt werden, wenn dem so ist...

  2. 3.

    So wäre es auch richtig!!!
    Oder Briefwahl.Warum soll Deutschland für die Kosten aufkommen? Zumal steht es ja jedem
    frei wieder in seine Heimat zurück zukehren.
    Wenn da doch alles in Ordnung ist.

  3. 2.

    Wie sieht denn die Extrawurst aus? Wie oben beschrieben, können die Türkeistämmigen aus Berlin und Brandenburg, aber auch Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern nur im Generalkonsulat der Türkei abgegeben werden.

  4. 1.

    Wieso bekommen die Türken wieder eine Extrawurst? Können die nicht wie jeder andere Ausländer in ihrer Botschaft wählen gehen?

    Schrecklich ist das!

    Und wer dort für Erdogan stimmt, kann am Besten gleich in die Türkei reisen und für immer dort bleiben! Denn schließlich scheißt solch eine Person dann auf unsere freiheitliche demokratische Grundordnung!

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