Michael Müller (SPD) legt einen Kranz an der John F. Kennedy Gedenktafel am 29.05.2017 ab (Quelle: rbb)
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Video: rbb aktuell | 29.05.2017 | Bild: rbb

100. Geburtstag - Berlin würdigt John F. Kennedy

Berlin hat am Montag den früheren US-Präsidenten John F. Kennedy gewürdigt. Kennedy hatte in seiner kurzen Amtszeit zu Beginn der 60er Jahre Berlin besucht und mit seinem Bekenntnis zur Stadt ("Ich bin ein Berliner!") ein deutliches Zeichen gesetzt, dass die West-Alliierten der von der DDR eingeschlossenen Stadt den Rücken stärken. Kennedy wäre am 29. Mai 100 Jahre alt geworden.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach auf einer Gedenkveranstaltung vor dem Rathaus Schöneberg und erinnerte in seiner Rede an die Worte Kennedys vom Juni 1963 und die darin deutlich gewordene Unterstützung der Amerikaner für Westberlin. Vor der Gedenktafel am Portal des Rathauses wurde ein Kranz niedergelegt.

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6 Kommentare

  1. 5.

    Ist der RBB zu feige, meinen Kommentar zu veröffentlichen? Wie peinlich ist das denn?

  2. 4.

    Sämtliche Initiativen zur Deutschen Teilung gingen von den Westmächten aus: Londoner Sechsmächtekonferenz, Frankfurter Dokumente, einseitige Währungsreform, einseitige Staatsgündung. Grund war, man wollte die Westzonen vor den BERECHTIGTEN Reparationsforderungen der Sowjets bewahren. Diese hatte die mit Abstand größten Kriegsschäden erlitten. Also beschloß man - Zitat: "mitten durch Deutschland eine Grenze zu ziehen und östlich von ihr alles von Rußland verwalten und unter das sowjetische System des Staatssozialismus stellen zu lassen". Man hat also den Osten bewußt ausbluten lassen, um den Westen als Absatzmarkt zu erhalten.

    Kennedy-Berater J. William Fulbright 1961: Ich verstehe nicht, weshalb die Ostdeutschen ihre Grenze nicht schon längst geschlossen haben; ich glaube, sie haben jedes Recht dazu."

    Und dann stellt sich ein Kennedy hin und behauptet allen Ernstes, er sei ein Berliner. Nicht zu fassen.

  3. 3.

    Wie kommen Sie denn darauf?
    Ist eine sachliche und nüchterne Beschreibung ein Niedermachen oder gilt das nur, wenn das Hochschauen soweit getrieben wird, bis ggf. Genickstarre einsetzt? Ich finde, Menschen sollten sich grundsätzlich auf Augenhöhe begegnen, da ist für Hochschauen kein Platz, aber für Anerkennung. Die hat er, Kennedy, in der Tat verdient.

  4. 2.

    Na nun machen sie mal nicht das Angagement seitens Kennedy nieder. Dieses hat zu dieser Zeit den Westberliner geholfen.

  5. 1.

    Seinerzeit wie heute ging es natürlich immer auch um ein gegenseitiges Arrangement zwischen den Blöcken. Eine Art Doppelstategie: Schaufensterreden für die hehre Freiheit im Westen, für den hehren Sozialismus im Osten, unter der Hand dann Wohlverhalten. Die Mauer wurde entlang der früheren Bezirksgrenze gebaut, war aber doch nicht identisch mit ihr. Denn die DDR- bzw. Ost-Berliner "Grenzorgane" mussten ja auch noch von der anderen Seite an ihr Bauwerk hinangelangen. Das ist übrigens der Grund, weshalb die Mauer von der Seite West-Berlins schließlich so bunt aussah: Der unmittelbare Streifen davor war formell Ost-Berliner Gebiet, faktisch exterritoriales Gebiet.

    Auch die Rede Kennedys war zum großen Teil eine Schaufensterrede, bei aller Achtung dieses Präsidenten, eingebunden in seine Zeit. Der Satz "Ich bin ein Berliner" wurde da noch hineingeschoben, weil der Redenschreiber um die Wichtigkeit eines solchen Zeichens wusste. Kennedy war dem nicht abgeneigt.



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