Video: Brandenburg aktuell | 23.06.2017 | Hanno Christ | Bild: imago stock&people

BrandenburgTrend Juni 2017 - Die meisten Brandenburger machen Urlaub in Deutschland

Den Sommerurlaub verbringen die Brandenburger am häufigsten im eigenen Bundesland oder im Norden von Deutschland. Ihr Lieblingsreiseziel ist die Ostsee. Ein gutes Viertel wird bei der Urlaubsplanung von der internationalen Sicherheitslage beeinflusst.

Die meisten Brandenburger (73 Prozent) wollen ihren Urlaub in diesem Sommer in Deutschland oder zu Hause verbringen. 30 Prozent machen Urlaub im Ausland. Das geht aus dem jüngsten BrandenburgTrend von infratest dimap für das rbb-Magazin Brandenburg aktuell hervor.

37 Prozent der Befragten planen den Sommerurlaub in Deutschland. Das beliebteste Reiseziel ist die Ostsee. Fast jeder zweite Deutschland-Urlaub (46 Prozent) geht dorthin. 36 Prozent planen keine Urlaubsreise oder bleiben zu Hause, vor allem die Älteren ab 65 Jahren machen Urlaub auf Balkonien (51 Prozent). 40 Prozent der Jüngeren zwischen 16 und 34 Jahren machen Urlaub im Ausland.

Jeder vierte Brandenburger (27 Prozent) gibt an, dass seine Urlaubspläne aufgrund der internationalen Sicherheitslage anders ausfallen als in der Vergangenheit. 72 Prozent zeigen sich davon unbeeinflusst.

Jeder Zweite glaubt, dass Kreisreform kommt

Ein weiteres Ergebnis des BrandenburgTrends: Eine Mehrheit der Brandenburger lehnt die Pläne der Landesregierung für eine Kreisgebietsreform, nach der die bestehenden vierzehn Landkreise sowie die drei kreisfreien Städte Cottbus, Brandenburg und Frankfurt (Oder) künftig zu elf Kreisen zusammengefasst werden sollen, nach wie vor ab. Trotzdem erwarten 52 Prozent der Befragten nicht, dass ein möglicher Volksentscheid die Reform stoppen wird.

58 Prozent sprechen sich gegen die Reform aus, im November 2016 waren noch 69 Prozent klar gegen die Pläne. Nur 31 Prozent folgen dem Argument, dass die Reform wegen der sinkenden Einwohnerzahl nötig sei. Trotz der ablehnenden Haltung glauben nur wenige an den Erfolg eines Volksentscheids gegen die Reform. 38 Prozent erwarten einen Stopp. Selbst die Gegner der Kreisreform sind skeptisch: Nur knapp die Hälfte (47 Prozent) rechnet mit einem erfolgreichen Volksentscheid.

Jeder zweite Brandenburger würde Merkel wählen

Brandenburgs Christdemokraten profitieren von der Popularität der Bundeskanzlerin. 50 Prozent der Wahlberechtigten würden bei einer Direktwahl Angela Merkel wählen, nur 23 Prozent setzen auf SPD-Herausforderer Martin Schulz.

Bei einer Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt wäre die CDU ähnlich wie vor vier Jahren mit 35 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 24 Prozent. Die Linke würde mit 15 Prozent deutlich schlechter abschneiden als zur letzten Bundestagswahl (22,4 Prozent), die AfD könnte mit 15 Prozent ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln.

Auf Landesebene bliebe die SPD knapp vorn

Die landespolitische Stimmung unterscheidet sich davon deutlich. Bei einer Landtagswahl würde die SPD aktuell vorn liegen, mit 28 Prozent käme sie allerdings auf den niedrigsten Wert im BrandenburgTrend seit 2004. Im Vergleich zur November-Umfrage verliert die SPD zwei Prozentpunkte. Die CDU verharrt auf 25 Prozent, die Linke legt leicht auf 18 Prozent zu (+1). Die AfD käme aktuell auf 15 Prozent (-1), die Grünen  bleiben bei 6 Prozent. Rein rechnerisch wäre das Regierungslager aus SPD und Linken  genauso stark wie die drei Oppositionsparteien CDU, AfD und Bündnis90/Grüne.

Für die repräsentative Umfrage hat infratest dimap vom 15. Bis 19. Juni 1.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger befragt.

Sendung: Brandenburg aktuell, 23.06.2017, 19:30 Uhr

BrandenburgTREND Juni 2017

Kommentar

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31 Kommentare

  1. 31.

    Liebe Brandenburger! Hinterm Horizont geht's weiter.

  2. 30.

    Brandenburg ist wunderschön und vielfältig, auch Bayern und Franken ist recht schön und gemütlich und auch Ostsee und Nordsee sind einfach wunderbar

  3. 29.

    Sicherheitslage n Deutschland: 2015 stand D noch auf dem 20. Platz der sichersten Reiseländer der Welt, 2017 auf Rang 51. Innerhalb von nur zwei Jahren um 31 Plätze abgerutscht. Dafür sind wir jetzt multikulturell. Da braucht man gar nicht ins Ausland fahren. Köln bietet auch sämtliche Abenteuer des Orients - nicht nur kulinarisch!

  4. 28.

    Warum nicht Brandenburg, gibt wunderschöne Ecken, noch schöner finde ich die Eifel!

  5. 27.

    Die Frage lautete, wo die Brandenburger in diesem Jahr ihren Sommerurlaub verbringen - nicht, wo sie ihn gern verbringen würden. Danke für Ihren Hinweis! Wir werden die Überschrift (die bislang missverstanden werden kann) ändern.

  6. 26.

    Wurden sie gefragt wo sie hinfahren oder wo sie am liebsten hinfahren würden? Es ist ein großer Unterschied, ob man am liebsten im eigenen Land bleibt oder sich den Urlaub im Ausland einfach nicht leisten kann und deswegen das Land, Bundesland, Haus nicht verlässt.

  7. 25.

    50 + 23 = 73 Was ist mit den anderen 27 Prozent? Ich gehe davon aus,dass diese keinen von Beiden wählen würden,ganz sicher ist aber eben nicht. Warum wird das also nicht dazugeschrieben? Sieht wohl nicht so gut aus,wenn ein gutes Viertel mit keinem Kandidaten etwas anfangen kann. Es ist auch nicht gut. Alternativ könnte man ja auch mal fragen,welchen Politiker die befragte Person zum Kanzler/zur Kanzlerin haben möchte. Bei Umfragen bin ich auch immer skeptisch.

    @Nachdenker
    Die Erläuterung hast du dir mal gespart. Wahrscheinlich weil es da nicht viele Argumente gibt. Ich finde deinen Nick daher unpassend.

    @Räthel
    Das ist nicht so,so wie es auch viele Studien beweisen. Die Wirtschaft ist nicht gleich Deutschland,es sind die Menschen.

  8. 24.

    Für die Umfrage hat infratest dimap vom 15. Bis 19. Juni 1.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger befragt. Es handelt sich um eine repräsentative Umfrage, für die natürlich nicht nur die Bewohner eines einzelnen Dorfes befragt wurde.

  9. 23.

    Komisch hier im Ort bei ca, 200 Einwohnern würden nicht mal 50 diese Merkel wählen, wo fand diese Umfrage statt ?? im Potsdamer Abgeordnetenhaus ???im Herbst werden sich noch viele die Augen reiben wenn die ersten Hochrechnungen kommen & darauf freue ich mich schon jetzt wenn dann großspurig verkündet wird wir sind aber stärkste Partei mit über 10% Verlust und Frau Merkel bleibt dank FDP, SPD oder Grüne Kanzlerin, aber es ist auch gut, dann muß Sie Ihre Politik auch ausbaden & das wird noch recht lustig nur eben nicht für die Bürger die schon hohe Steuern zahlen, aber eine MWST Erhöhung wird ja dann alle treffen & ich höre jetzt schon die Begründung, für mehr Polizisten & mehr Sicherheit, ist doch für jeden zu akzeptieren ??

  10. 21.

    Gibt es hier nicht schon genug Unruhen, Überfälle, Vergewaltigungen, etc. etc.? Ja, Fachkräfte werden dringend gesucht. Meinen Sie, dass Frau Merkel diesen Bedarf mit den aufgenommenen Gäste abdeckt? Größtenteils ohne Schule, ohne Ausbildung??? Das klappt so niemals!

  11. 20.

    Ich wähle Frau Merkel. Da es Deutschland no nie so gut geht
    wie heute. Es werden Fachkräfte gesucht und die Wirtschaft wächst.
    Was wollt ihr eigentlich alle ? Schaut euch mal um, überall ist Krieg und Unruhe.
    Andere Politiker hätten schon aufgegeben.

  12. 19.

    Richtig !!!

  13. 18.

    ..... das versteht sich von selbst. Und: Zusagen auch einhalten, damit sie wieder glaubwürdiger werden.

  14. 17.

    Falsch , jeder Zweite würde Frau Merkel nicht wählen.

  15. 15.

    Meinten Sie ihr Doppelherz. Ein Herz für Rettungen von diversen Banken/Boni-Meistern und das andere Herz für Flüchtlinge, was bereits verpufft ist? Oder Merkel, die Macht der Gewohnheit/Alternativlosigkeit, die sich um den Rand der Gesellschaft einen Dreck schert?

  16. 14.

    die grünen verlieren stimmen, weil es immer offensichtlicher wird, wie realitätsfern die sind. die sollten mal die stromanbieter fragen, was mit ihren verteilerstationen passiert, wenn millionen e-autobesitzer, zeitgleich nach dienstschluss, ihre e-autos aufladen wollen. natürlich ohne strom aus atomenergie und kohle. aber "zuende" denken ist nicht deren ding. das sieht man gerade bei den ausgedienten nicht recycelbaren windrädern. die linken sollten sich mal gedanken machen, was für sie links ist und welche klientel sie umwerben. die salonlinken, die Kipping eher anspricht, die sich in ihrer komfortzone eingerichtet haben und sich, innerhalb ihres bildungsbürgermilieus, in ihren linksliberalen ansichten verbeißen. oder die richtigen linken, die wagenknecht eher anspricht, die eine gänzlich andere gesellschaftsordnung wollen. dann würden die salonlinken in ihrem bildungsbürgermilieu allerdings "schnappatmung" bekommen.

  17. 13.

    Ich gebe zu Bedenken, dass die Wahlbeteiligung bei der letzten BTW in BRB bei 68,7% lag. Ihr Vorschlag 100% der Bürger für eine lausige Umfrage Monate vor der Wahl zu verpflichten, ist absurd.
    Besser wäre es die Menschen kämen allein auf die Idee ihr gutes Recht zu nutzen um ihre Stimme abzugeben. Jeder, der nicht zur Wahl geht, akzeptiert automatisch jedweden Ausgang und braucht sich daher auch später nicht aufregen.

  18. 12.

    sie haben völlig recht ! wir wählen die abgeordneten zum deutschen bundestag und nicht den/r bundeskanzer/in direkt. an die medien: als wählerin erwarte ich eine unvoreingenommene, ehrliche und chancengleiche berichterstattung. die meinung kann ich mir selbst bilden. das schaffe ich ! George Orwell sagte einmal: "journalismus ist etwas zu veröffentlichen, von dem andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. alles andere ist propaganda." wenn ich allein die überschrift lese, muss ich leider feststellen, dass medien unter pressefreiheit verstehen, propaganda zu machen.

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