Eine Gruppe junger Männer sitzt auf Bänken vor dem ICC im Berliner Westend (Quelle: Bildagentur-online/Schoening)
Bild: Bildagentur-online/Schoening

Als Notunterkunft ausgedient - Flüchtlinge verlassen das ICC

Am Freitag haben die letzten noch im ICC untergebrachten Flüchtlinge das Gebäude verlassen. Der Großteil der 215 Menschen wird auf Gemeinschaftsunterkünfte innerhalb Berlins verteilt. Familien mit Kindern bleiben im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Mehr als anderthalb Jahre lang lebten bis zu 650 Männer, Frauen und Kinder in dem ehemaligen Berliner Kongresszentrum. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) sagte, der Freizug des ICC sei ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen, die viel zu lange in prekären Notunterkünften ausharren mussten. Die Menschen waren dort in Gemeinschaftsräumen ohne Tageslicht untergebracht.

LAF will Standort vorerst in der Hinterhand halten

Stefan Evers, Sprecher für Stadtentwicklung der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, forderte, dass der Senat nun ein Konzept zur Sanierung des ICC verlegen müsse. "Der Standort ist für die City-West insgesamt, viel mehr noch für einen zukunftsfähigen Messe- und Kongressstandort unverzichtbar", so Evers.

Laut "Tagesspiegel" will das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) das Gebäude weiterhin als Reservefläche vorhalten, falls die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen sollten.

Sendung: Inforadio, 18.08.2017, 5.50 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ach so schlimm wie '89 wird es schon nicht werden als wir hier in Westberlin von Wirtschaftsflüchtlingen "geflutet" wurden.

    Und alimentieren müssen wir die bis heute!

  2. 1.

    >> Laut "Tagesspiegel" will das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) das Gebäude weiterhin als Reservefläche vorhalten, falls die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen sollten.<< ... Das ist vernünftig, denn nach der Wahl wird DE weiter "geflutet".

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