Ein Aktenordner mit der Aufschrift NSU liegt auf einem Tisch (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Bild: dpa-Zentralbild

NSU-Untersuchungsausschuss - Polizisten gehen davon aus, dass Razzia verraten wurde

Gibt es eine Verbindung zwischen Anschlägen der sogenannten "Nationalen Bewegung" und der rechtsradikalen Terrorzelle NSU? Dieser Frage ging am Freitag der NSU-Untersuchungsausschuss des Brandenburger Landtags nach. Konkret ging es um Angriffe, die in den Jahren 2000 und 2001 begangen wurden.

Dazu wird unter anderem ein Brandanschlag auf die Trauerhalle des jüdischen Friedhofs in Potsdam gezählt. Wer sich hinter der "Nationalen Bewegung" verbirgt, die sich zu den Taten bekannte, ist bis heute unklar.

Razzia wurde im Vorfeld verraten

Im Ausschuss berichteten am Freitag zwei Polizisten von Abstimmungsschwierigkeiten ihrer Behörde mit dem Verfassungsschutz. Deswegen hätten die Taten nicht aufgeklärt werden können. Außerdem sei eine geplante Razzia verraten worden.

Bereits am Donnerstag hatte der frühere Chef des Landesverfassungsschutzes, Dieter Wegesin, im Ausschuss den Verdacht zurückgewiesen, seine Behörde sei möglicherweise in die Anschläge verwickelt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.09.2017, 18:40 Uhr

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich denke, man sollte mal darüber nachdenken, ob nicht der NSU eine gesteuerte Verfassungsschutztruppe war. Hier wird nur noch gemauschelt, vertuscht. Zeugen sterben auf unnatürliche Art und dieser Schmierenverein mauert ständigweiter. Brauchen wir überhaupt einen Verfassungsschutz, wenn dieser die Sicherheit der Bundesrepublik bedroht?

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