Symbolbild - Ein Landwirt telefoniert am 30.08.2017 mit seinem Smartphone am Steuer seines Traktors (Quelle: dpa/ Felix Kästle)
Bild: dpa/Felix Kästle

Brandenburg will Digitalisierung vorantreiben - Mit dem Traktor auf den Daten-Highway

400 Millionen Euro will Brandenburg in den kommenden Jahren in die Digitalisierung investieren, beispielsweise in den Breitbandausbau. Dafür wird jetzt eigens eine Strategie entworfen. Ziel ist es, den Menschen eine "größere Teilhabe" zu ermöglichen.

Brandenburg will 400 Millionen Euro für die Digitalisierung des Bundeslandes ausgeben. Das sagte der Ministerpräsident Dieter Woidke (SPD) am Montag bei der Konferenz "Digitales Brandenburg".

Eine schnellere und besser verfügbare Internetverbindung solle viele Lebensbereiche erleichtern, erklärte Woidke. Er sagte, das momentane Ziel von flächendeckenden 50 Megabit Übertragungsgeschwindigkeit pro Sekunde sei in spätestens fünf Jahren überholt. Woidke verwies auf die immer daten-intensiveren Anwendungen, zum Beispiel beim autonomen Autofahren.

Neben der Freude über den technischen Fortschritt solle aber immer der Mensch im Fokus stehen, so Woidke: "Es geht um ein neues Miteinander von Mensch und Maschine."

Digitalisierungsstrategie bis Ende 2018

Laut des Staatskanzleichefs Thomas Kralinski erarbeitet die Landesregierung bis Ende 2018 einen Plan, wie das Breitband-Internet in Brandenburg ausgebaut werden soll. Dafür werde es eine enge Abstimmung zwischen den Ministern geben. Denkbar sei ein jährlich tagendes Digitalkabinett, um den Fortschritt auf höchster Ebene abzustimmen.

Ein Fachbeirat mit führenden Persönlichkeiten aus der Digitalisierungsbranche könne die Landesregierung beraten und den Blick auf technische und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland und Europa lenken. "Die Digitalisierung kann – wenn sie richtig eingesetzt wird – vielen Menschen eine größere Teilhabe ermöglichen", sagte Kralinski.

Sendung: Brandenburg aktuell, 11.09.2017, 19.30 Uhr

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7 Kommentare

  1. 7.

    Richtig "TFG", eine Maschine kann nicht denken. Was Sie aber sehr wohl kann, ist das Programm, also den Willen ihres Herstellers ausführen. Das Bild von den "Dämonen" ist natürlich eine Metapher, und extra so gewählt, dass auch nicht technisch Bewanderte sich eine Vorstellung machen können. Man hat es aber natürlich schwer mit dem Erklären, wenn dem Gegenüber nicht nur das technische Veständnis abgeht, sondern auch das für einfache Bilder. Wenn einer nichts wissen will, und lieber pampig wird, dann kann man ihm nur viel Vergnügen wünschen mit den Maschinen der Zukunft. Und viel Glück. Sie werden es noch brauchen.

  2. 6.

    Hallo TFG, bitte aus fremden Kommentaren nicht die eigene Unzulänglichkeit des Verstehens herausinterpretieren.

  3. 4.

    Die dümmste Schlagzeile, die ich hier selt langem gelesen habe. Maschinen können nicht denken, also auch nicht entscheiden, ob sie einem Menschen 'näherkommen' wollen. Wenn sie es könnten, würden sie schwerlich mit einem so brutalen, selbstsüchtigen und rücksichtslosen Umweltzerstörer wie dem Menschen zusammen sein wollen, weil sie sähen, daß sein Verhalten in den klimatischen Selbstmord führt.

  4. 3.

    Der kanadische Autor Cory Doctorow bringt es bildlich so auf den Punkt: unsere Alltagsgeräte und -Maschinen sind zunehmend von "Dämonen" besessen (der Software), die nicht immer den Willen des Besitzers ausführen, sondern auch den Willen "übermenschlicher Lebensformen" (der Konzerne). Dies bewirkt, dass Dinge, von denen wir glauben zu wissen wie sie funktionieren, von denen wir eine Erwartung haben wie sie sich verhalten (ein Auto, ein Werkzeug, ein Haushaltsgerät...) plötzlich etwas völlig anderes tun können, wenn es der Wille des Herstellers ist, oder der eines Eindringlings, eines "Hackers". Der Besitzer einer solchen Maschine muss sich über diese Gefahren im klaren sein, und bereit sein, mit technischen und rechtlichen Mitteln dagegen anzukämpfen. http://www.locusmag.com/Perspectives/2017/09/cory-doctorow-demon-haunted-world/

  5. 2.

    Die Digitalisierung aller Maschinen und das "Internet der Dinge" bringen auch Gefahren und Probleme mit sich, über die sich die Benutzer sich klar sein und vor denen sie sich vorsehen müssen. In den USA gab einen Skandal um die Landmaschinen des Herstellers John Deere, deren Bordcomputer nach Reparaturen durch die Besitzer (statt einer Fachwerkstatt) den Start verweigerten. https://www.cnet.com/roadshow/news/farmers-using-hacked-firmware-to-bypass-john-deeres-software-stranglehold/ Man kennt ähnliches ja schon von Unterhaltungselektronik, für einen Landwirt kann so etwas aber existenzbedrohend werden. Den Fahrern von Elektroautos der Marke Tesla wird bei dem etwas preiswerteren Modell per Software die Reichweite künstlich begrenzt - anlässlich des Hurrikans Irma hob der Hersteller dieses Limit ferngesteuert auf - vorübergehend. https://techcrunch.com/2017/09/09/tesla-flips-a-switch-to-increase-the-range-of-some-cars-in-florida-to-help-people-evacuate/

  6. 1.

    Richtig ist so ein Beirat bzw. Beratungsgremium schon, soweit das Ganze nicht dazu dienen soll, der Entwicklung nur noch schneller auf die Sprünge zu helfen. Denn dann erschöpfte sich politische Gestaltung im bloßen Nachlauf dessen, was ohnehin schon passiert.

    Die Digitalisierung ist m. E. so gut und sinnvoll, wie sie nicht das Alleinige, ja, noch nicht mal das Beherrschende ist, sondern mit gleichem Anspruch neben das Analoge tritt. Beides hat seinen Sinn und ich glaube auch, dass Beides nebeneinander existieren kann und nur die Vernarrtheit in die hohe Zahl bzw. in die Schnelligkeit für dieses Nebeneinander keinen Platz ließe.

    Das Digitale ist das Ausbreitungsfähigere u. Schnellere, das Analoge ist jenes, was der menschlichen Anschauung u. den menschlichen Sinnen am Nächsten kommt. Bei Fotos wird dies deutlich: Unsere Anschauung lehrt uns , dass das Rot am Horizont schwächer ausgebildet ist als im Vordergrund eines Fotos. Beim Digitalen ist es gleich von der Intensität her.

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