Schulanfänger und Schultüten (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
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Video: 25.08.2017 | zibb | 18:30 Uhr | Bild: dpa/Jens Kalaene

Einschulung in Berlin - 32.000 Erstklässler auf einen Streich

Herausgeputzte Kleinkinder, nervöse Eltern und überforderte Großeltern, angereist aus der ganzen Republik: Am Samstag sind Berlins neue Erstklässler eingeschult worden - so viele wie nie. Um Überfüllung vorzubeugen, haben viele Schulen die Gästezahl limitiert.

Mehr als 32.000 Jungen und Mädchen sind in Berlin am Samstag offiziell in die erste Klasse gekommen. Das sind rund 600 Kinder mehr als im vergangenen Jahr, so die Berliner Bildungssenatsverwaltung. Besonders viele Kids starten dabei in Pankow neu an den Schulen. Am wenigsten sind es in Treptow-Köpenick.

Jedes Kind darf nur eine begrenzte Zahl Gäste mitbringen

Die Schulanfänger wurden am Samstagvormittag feierlich in ihrer Schule begrüßt. Durch die hohen Schülerzahlen fanden die Einschulungen der einzelnen neuen Klassen nacheinander im Schichtsystem statt. "Wir haben eine Einschulung um 9 Uhr und eine um 11 Uhr", berichtet eine Familienmutter aus Pankow, die Mutter von Zwillingen ist, die in getrennte Klassen gehen werden.

Und weil so eine Einschulung inzwischen eine große Sache ist und dazu auch diverse Verwandte und Freunde der Kinder eingeladen werden, haben viele Schulen die Gästezahl pro Kind begrenzt. Vier Gäste durften an der Bürgermeister-Herz-Schule in Kreuzberg pro Kind mitgebracht werden. Fünf waren es an der Arnold-Zweig-Grundschule in Pankow, die als besonders überlaufen gilt. "Frei" waren hier nur Säuglinge. Ebenfalls vier Karten wurden auch an der Pankower Elizabeth-Shaw-Grundschule ausgeteilt. Die Schöneberger Havelland Grundschule hat die Eltern gebeten, die Zahl der Gäste in eigenem Ermessen möglichst klein zu halten. Die Schule am Hasengrund, ebenfalls im Bezirk Pankow gelegen, verzichtete hingegen auf eine Limitierung.

Ein voller Tag für die neuen Erstklässler

Mit dem Schulbesuch im limitierten Familienkreis ist der Tag für den Erstklässler aber noch lange nicht zu Ende. Wer am Samstagnachmittag eine Lokalität in der Nähe einer Grundschule aufsuchen will, hat schlechte Karten. Ist der offizielle Teil der Einschulung nämlich vollbracht, besetzen die Familien – nun in meist weitaus größerer Zahl als zuvor in der Aula – sämtliche Lokale im Umfeld der Schulen. Hier wird ausgelassen gefeiert und endlich auch die übervolle Schultüte ausgekippt.

Auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien starten ins neue Schuljahr

Auch knapp 12.200 Kinder aus Flüchtlingsfamilien starten in Berlin ins Schuljahr. In rund 1.000 Willkommensklassen lernen sie Deutsch und werden auf den Schulalltag vorbereitet. In Brandenburg werden voraussichtlich rund 6.000 Jungen und Mädchen aus Flüchtlingsfamilien an öffentlichen Schulen unterrichtet.

In Brandenburg gab es laut Bildungsministerium rund 22.000 Schulanfänger, sie wurden bereits eine Woche früher eingeschult. Der erste Schultag war für sie am Montag. 2015 waren es dort rund 21.000.

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Sie scheinen die Antwort auf die Frage bzgl. Ausländeranteil zu kennen ?! ... Dann lassen Sie mal hören, gemäß der Devise "nicht nur Lippen spitzen, auch pfeifen".

  2. 4.

    Mich würde mal interessierenden wieviele Kinder in einer Klasse sind und wie hoch der Ausländer Anteil ist.

  3. 2.

    Winfried mal wieder in Hochform, wirft Dinge durcheinander die nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben, nur um am Ende das zu sagen was er immer sagt: die, die irgendwie anders sind, ob Radfahrer, "Krüppel" (seine Wortwahl), Homosexuelle, oder Erstklässler mit Migrationshintergrund, die haben es in Winfrieds Augen immer zu gut, für die ist es immer zuviel, die sollen bitte raus, weg, weniger, Schluss. Ein Prachtexemplar unser Winfried, eine wahrer Humanist.

  4. 1.

    Willkommensklassen ?! ... Wieso erinnert mich das an die ehem. bzw. noch bestehenden Unterrichtsformen - Mengenlehre - und - Ganzwortmethode - ?! Rechen- und Schreib"krüppel" waren bzw. sind das schulische (Teil)Ergebnis.
    Willkommensklassen, so scheint mir, sind Vorläufer für spätere Sprach"krüppel". Meiner Meinung nach sollten die "Neuen" separat auf den "Normal"Unterricht sprachlich und kulturell bestmöglich vorbereitet werden, bevor sie daran teilnehmen.

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