Teilnehmer an der Demonstration "Marsch für das Leben" stehen am 16.09.2017 in Berlin auf der Wiese vor dem Reichstag (Quelle: dpa/ Paul Zinken)
Bild: dpa/ Paul Zinken

Umstrittener "Marsch für das Leben" in Berlin - Gegner von Abtreibung und Sterbehilfe demonstrieren

Unter dem Motto "Die Schwächsten schützen. Ja zu jedem Kind" ziehen Abtreibungsgegner und sogenannte Lebensschützer am Samstag durch Berlin. Kritiker werfen den Teilnehmern religiösen Fundamentalismus vor.

Abtreibungsgegner und -befürworter haben sich am Samstag in Berlin zu mehreren Demonstrationen versammelt.

Rund 2.000 Feministinnen zogen am Vormittag für das Recht auf Abtreibung vom Wittenbergplatz zum Pariser Platz. Dort vereinigten sie sich mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, das am Brandenburger Tor einen weiteren Demonstrationszug mit rund 1.000 Menschen bildete. Bunte Luftballons stiegen auf. Der Platz des 18. März wurde von Polizeikräften bewacht.

Parallel dazu setzten sich Abtreibungsgegner mit dem alljährlichen "Marsch für das Leben" vor dem Reichstag in Bewegung. Nach Polizeiangaben versammelten sich dort laut Polizei am Mittag mehrere tausend Menschen. Laut Katholischer Nachrichtenagentur waren es 7.500 Teilnehmer. Auf Plakaten waren Kommentare wie "Töten ist keine ärztliche Kunst" zu lesen. Kritiker werfen den Abtreibungsgegnern religiösen Fundamentalismus vor.

13. "Marsch für das Leben"

Der "Marsch für das Leben" steht in diesem Jahr unter dem Motto "Die Schwächsten schützen. Ja zu jedem Kind. Selektion und Abtreibung beenden". Zu dem Marsch hatte der Bundesverband Lebensrecht aufgerufen. In einem Grußwort dazu erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an den Einsatz der Kirche mit dem Ziel, das Leben ungeborener wie geborener Kinder zu schützen.

In Berlin wird der "Marsch" zum 13. Mal vom Bundesverband Lebensrecht veranstaltet, einem Zusammenschluss von 13 Lebensschutzorganisationen. Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben der Veranstalter mehr als 7.500 Teilnehmer aus ganz Deutschland an der Demonstration teilgenommen. Gegendemonstranten begleiteten den Zug. Abgesehen von Sitzblockaden war es nach Polizeiangaben friedlich geblieben.

 

Erzbischof bittet um angemessenen Stil

In diesem Jahr wird der "Marsch für das Leben" neben der Deutschen Bischofskonferenz und dem Berliner Erzbischof Heiner Koch auch von mehreren Bundestagsabgeordneten unterstützt. So schickten der Kirchenbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Jung (CDU), der scheidende Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) und der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach Grußbotschaften.

Vor dem "Marsch" erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in der Gesellschaft werde es zunehmend "normal", Kinder während der Schwangerschaft auf ihre Gesundheit zu testen. Den vorgeburtlichen diagnostischen Möglichkeiten entsprächen jedoch nicht immer auch therapeutische Handlungsoptionen. Deshalb werde nicht selten eine Abtreibung an die Stelle fehlender Therapiemöglichkeiten gestellt. "Dem gilt es klar zu widersprechen", so Marx.

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch bittet die Teilnehmer der Veranstaltung, ihren Einsatz für den Schutz des Lebens auch in Inhalten und Stil ihres Auftretens angemessen zu vertreten. In einem Gastbeitrag für eine Zeitung schrieb Koch: "Nur so werden Sie Verständnis bei denen wecken können, die sich - aus welchen Gründen auch immer - dieser Bewegung nicht anschließen wollen". Christen könnten sich nur dann glaubwürdig für den Lebensschutz einsetzen, wenn sie gleichzeitig "zur Lebensgefährdung etwa in der Flüchtlingsfrage nicht schweigen". 

Evangelische Kirche und katholische Laien auf Distanz

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz beteiligt sich wie in den Vorjahren nicht an der Veranstaltung. Anders als der Bundesverband Lebensrecht stehe die Landeskirche nach Angaben einer Sprecherin für eine ergebnisoffene Schwangerschaftskonfliktberatung, die die Gewissensentscheidung der Frauen und Paare unterstützt. Die Kirchenleitung unterstütze die Arbeit oder Aktivitäten des Bundesverbandes Lebensrechts nicht und begründet dies mit "inhaltlichen Differenzen und der aggressiven Art und Weise, in der der Verband seine Positionen vertritt".

In diesem Jahr unterstützt auch der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin - die Laienvertretung der Berlin Katholiken - die Veranstaltung nicht uneingeschränkt. Man verstehe, "dass besonders plakative Formen des Protestes wie bei diesem 'Marsch' nicht jedermanns Sache sind und von manchem als der Sache nicht förderlich angesehen werden können", hieß es in einer Erklärung von Anfang der Woche. Bereits im Mai wurde ein Antrag, die Gläubigen des Erzbistums zur Teilnahme an dem Marsch aufzurufen, von einer großen Mehrheit der Vollversammlung abgelehnt.

Sendung: Inforadio, 16.09.2017, 10:30 Uhr

Kommentar

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103 Kommentare

  1. 103.

    Die Katholische Kirche verschweigt, dass sie es war, welche die von ihr jetzt bekämpfte Fristenregelung erfand und zwar in folgender Form:
    Von 1140-1869, unterbrochen von 1588-1591, gabs im röm.-kath. Kirchenrecht die Sukzessivbeseelung, welche beinhaltete, dass ein männlicher Embryo nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen "beseelt" seien und da man damals das Geschlecht des Schwangerschaftsgewebes nicht feststellen konnte, durften Frauen bis zum 80. Tag der Schwangerschaft abtreiben, ohne exkommuniziert zu werden.
    Sowohl die damalige Sukzessivbeseelung als auch die heutige Fristenregelung hatten gemeinsam, dass zu Beginn der Schwangerschaft noch kein Mensch vorliege, sondern erst nach einer bestimmten "Frist".
    Googeln Sie unter "Sukzessivbeseelung" und "Simultanbeseelung".

  2. 102.

    Ich bin Gegner des Relativismus, der sich heutzutage vor allem in der Moral ausbreitet und dazu geführt hat, dass der moderne Mensch nahezu kein Sündenbewusstsein mehr hat (vor allem bei der Sexualmoral). Ihre Akzeptanz der Tötung des Menschen während seiner ersten Lebenswochen im Mutterleib ist das beste Beispiel dafür. Deshalb halte ich absolute Normen für die Menschen und ihr gedeihliches Zusammenleben für unbedingt erforderlich: Nicht töten, nicht lügen, nicht die Ehe brechen, nicht anderen Leuten Eigentum begehren. Das mag oft auch kein einfacher Weg sein, aber ich bin überzeugt: auf Dauer führt das eher zum Glück als „Sex and drugs and rock’roll“ oder „My body, my choice“ usw.
    Tschüss!

  3. 101.

    (Forts.)
    Das ist keine Relativierung sondern die Erkenntnis des Wesens der Schrift. Mir hat dabei folgender Reimvers in englischer Sprache geholfen, dieses Wesen zu erkennen. Gerne lasse ich ihn Ihnen, werte foolsgarden, zu Teil werden: Law war give for grace to seek and grace was give for law to keep. Auf deutsch: das Gesetz wurde gegeben, damit wir uns nach der Gnade (in Christus) sehnen und die Gnade wurde gegeben, damit wir das Gesetz halten können.
    Aber, wie gesagt: diese Gnade Christi, erworben durch sein Kreuzesopfer, ist absolut keine billige Gnade. Wer Christus ablehnt, nicht an ihn glaubt und seine Gebote nicht achtet, der wird das ewige Heil nicht erlangen.

  4. 100.

    Ach, wie möchte ich mit Jesus aufstöhnen („Oh du ungläubige Generation…Wie lange muss ich Euch noch ertragen [Mk 9,19]), wenn ich Ihre verstockten Zeilen lese. Natürlich ist das AT wichtig, aber doch nur als ein einziger Sehnsuchtsschrei nach Erlösung aus der Verstrickung in die Sünden-geneigtheit des Menschengeschlechtes. Es wird gezeigt und zwar sehr realistisch gezeigt, welche verheerende Folgen die Sünden für die einzelnen Menschen aber auch ganze Völker haben (Kriege, Vertreibungen etc.). Das von Moses gebrachte Gesetz allein konnte diese Erlösung nicht bringen. Und hier kommt das Neue ins Spiel: die Gnade Gottes in Christus Jesus. Nur wenn wir Christus nachfolgen, d.h. seine Gebote halten, werden wir Erlösung erlangen und ewiges Heil. Und dieses Neue des NT, also dessen was Christus gebracht hat, das ist das Wesen des christlichen Glaubens. (Forts. folgt)

  5. 99.

    Jetzt muss ich aber doch nochmal reagieren auf das, was Sie so keck daher schreiben.
    Also dann nennen Sie mir mal eine Stelle aus dem NT wo Christus oder ein Apostel (Apostelbriefe, Apostelgeschichte)
    aufruft Ungläubige oder Sünder zu töten. Wohl gibt es Stellen (und nicht zu knapp), wo Sünder gewarnt werden, wenn
    sie nicht rechtzeitig bereuen, Buße tun und umkehren, dann drohen schreckliche Höllenqualen. Ja normal ey, wenn es
    so ist, dann ist es doch die pure Seelsorge davor zu warnen!

    Dann nennen Sie mir bitte christliche Glaubensfanatiker unserer Zeit, die losziehen, um Andersgläubigen und Sündern
    die Köpfe abzuschneiden, sie in die Luft zu sprengen oder mit einem 20Tonner zu überrollen. Da werden Sie aber
    keine Hand voll zusammenkriegen. Und dann zählen Sie mal durch (und zählen bitte schön auch die Opfer), was der
    islamistische Terror seit den späten 90er Jahren bis in die heutige Zeit des IS so alles "geleistet" hat.

  6. 98.

    @Benedetto05: Eine Schrift, die im Kern durch Ihre Anhänger beansprucht, das Nonplusultra an "Liebe, Weisheit und Menschlichkeit - also die höchste moralische Instanz" zu sein, stelle ich mir ehrlich gesagt, deutlich "humaner" und differenzierter vor. Und diese Humanität gilt dann natürlich auch ggü. Andersgläubigen, Homosexuellen usw. Unabhängig davon sollte diese "Schrift der Weisheit" dann auch eineindeutig sein und nicht Auslegungen verschiedenster Art ermöglichen. Im Moment können sich auch christliche Glaubensfanatiker (so Sie das wollen und leider nicht so selten in der Geschichte) allerhand Zündstoff aus der Bibel ziehen, um sich vermeintliche Alibis für religiös motivierte Gewalt zu verschaffen.

  7. 97.

    @Benedetto05: Vielen Dank für die Ergänzung Ihrer Perspektive. Die Hoffnung zum Nachdenken angeregt zu haben, gilt übrigens beiderseits! Leider erschließt sich auch nach Ihrem letzten Kommentar nicht, was an Relativierungen nun eigentlich falsch sein soll? "Etwas mit etwas anderem in Beziehung setzen & es dadurch in seiner Geltung einschränken oder in seiner tatsächlichen Bedeutung klarer erkennen lassen." Das erscheint mir ein guter Ansatz für differenzierte Bewertungen und um diese bemühe ich mich. Dass Sie einerseits Relativierungen verteufeln und
    andererseits im gleichen Atemzug eine Relativierung des Relevanz des Alten Testamentes (AT) ggü. dem NT vornehmen, erscheint mir allerdings etwas inkonsequent. Soweit ich weiß, fusst das NT auf dem AT und bezieht sich oft darauf - schreckliche Strafszenarien gibt es aber auch im NT. So schön es wäre, ausschließlich "Love & Peace & Forgivness" findet man in der Bibel nur, wenn man mind. 1/4 Text ignoriert.

  8. 96.

    (Forts.)
    Sie zu töten oder anderweitiges Unrecht anzutun, wäre Sünde. Und es wäre übrigens auch Sünde, wenn man damit z.B.
    ein anderes Verbrechen verhindern würde. An diesem Gebot ist also, jedenfalls lt. Lehre der katholischen Kirche, nichts
    zu relativieren. Und es ist nur konsequent, dass das auch für Menschen gilt, die ihre Entwicklung im Mutterleib noch
    nicht abgeschlossen haben.

    Damit verabschiede ich mich aus unserem Diskurs, hoffe Sie wenigstens ein wenig zum
    Nachdenken gebracht zu haben und freue mich, dass Sie auch als nicht gläubiger Mensch Ihre "alte Studienbibel"
    noch besitzen. Hoffentlich nicht nur um gegen den Glauben zu arbeiten.

  9. 95.

    (Forts.)
    Ich erinnere nur an die Bergpredigt, wo Jesus eine ganze Reihe seiner Lehrsätze mit den Worten beginnt: "Ihr habt ge-
    hört, dass zu den Alten gesagt worden ist .... Ich aber sage Euch...." (Mt 5,21ff)Unter Bezug auf das Alte Testament (AT) formuliert er also hier seine (neue) Lehre, die das Tötungsverbot, das es auch im AT schon gab, so gar noch verschärft! Und da ich (katholischer) Christ bin, ist natürlich für mich, wie für alle Christen, CHRISTUS maßgebend. Sie können also getrost in Ihr Herz hinein memorisieren: Christentum = Liebe = "Du sollst nicht töten" und diesen Lehrsatz auch nicht wieder versuchen zu relativieren. Das wäre doch auch mal ein guter Kalenderspruch, finden Sie nicht?

    Im Übrigen wollte ich Sie mit meiner als Frage formulierten Annahme, dass Sie nicht gläubig sind, natürlich nicht dis-
    kreditieren. Sie haben natürlich auch als nicht-gläubiger Mitmensch die gleiche Menschenwürde wie der frömmste
    Christ, Moslem, Hindu usw.. (Forts. folgt)

  10. 94.

    Mit meinem Farbbeispiel will ich deutlich machen, dass es Wahrheit gibt und der Mensch sie erkennen kann und sie
    können ruhig davon ausgehen, dass ich dabei von festgelegten und immer wieder reproduzierbaren Bedingungen aus-
    gegangen bin. Und ich bin mir sicher, dass, wenn Physiker unter festgelegten Bedingungen festgestellt haben, daß ein
    Auto rot ist, daß auch Sie das ( unter den gleichen Bedingungen)als rot identifizieren können und eben nicht zu dem
    Ergebnis kommen, es wäre doch grün. Schade, dass Sie diese Conclusion auch wieder wegrelativieren wollen.

    Genau wie bei dem Glaubensgebot "Du sollst nicht töten". Hier verkürzen Sie die Bibel, wenn Sie das Neue Testament,
    also Christus und das Neue, das er gebracht hat, offenbar ignorieren. Und überhaupt die Bibel und den Koran in einen
    Vergleich zu bringen, um auch da wieder zu relativieren, ist nicht seriös.
    (Forts. folgt)

  11. 93.

    @Benedetto05: Und schließlich, um Ihre Frage (oder wollten Sie mich damit schlicht vermeintlich diskreditieren?)zu beantworten: Stimmt, ich bin nicht gläubig - das hatte ich an anderer Stelle bereits geschrieben. Meine Bewertungen resultieren aus einer wissenschaftlichen, humanistischen Sozialisation und natürlich auch aus meiner Lebenserfahrung. Dass der christliche Glaube sagt "du sollst nicht töten" ist, soweit ich weiß, auch nur ein Teil der "Wahrheit" Ihrer Auslegung der Bibel. Steht nicht in der Bibel auch allerhand Grausames (ähnlich wie im Koran)? Ich habe meine alte Studienbibel aufgeschlagen: [5. Mose, 21; 18 - 21] "Todesstrafe für ungeratene Söhne [...] So sollen Sie ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, daß er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun, daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte." Und was ist ff. mit den "Sündigen", die zu töten sind? Das ist wahrlich nicht mein Verständnis einer klug abwägenden und aufgeklärten Gesellschaft.

  12. 92.

    @Benedetto05: Was spricht gegen Kalendersprüche? Enthalten Sie nicht oft tolle Reflektionen? Und irre ich mich oder wird nicht auch die Bibel des Öfteren für Kalendersprüche zitiert? Natürlich kann ein Aphorismus (oder einzelner Satz) niemals als komplexe Wahrheit gewertet werden, per definitionem soll er das aber auch nicht. Es ist schlicht ein Weisheitsspruch, der idealerweise zum Nachdenken anregt. Dass Sie die Tragweite des Zitates nicht erfasst haben, suggeriert Ihr Kommentar mit dem unpassenden Vergleich bzgl. der Farbwahrnehmung. Im Übrigen ist gerade dieser Vergleich zugleich ein Wiederspruch Ihrer Aussage, denn gerade die simpel wirkende Wahrnehmung von Farben, ist eben nicht ganz so trivial und eine in Stein gemeißelte Wahrheit - wie Sie es hier behaupten wollen. Sie erinnern sich eventuell an die Social Media Debatte zur Farbe eines Ballkleides? Wahrnehmung hängt bekanntlich von vielen Faktoren ab und dieses Beispiel hat das kürzlich medial gepusht mehr als verdeutlicht.

  13. 91.

    (Forts.)
    Und eines noch: Sie sind kein gläubiger Mensch, stimmt’s? Und für Euch Atheisten oder Agnostiker gilt doch: Der Mensch ist das Maß aller Dinge, nicht wahr? Sehen Sie und das ist eben der wesentliche Unterschied. Für den Gläubigen gibt’s noch was Größeres, nämlich Gott und offensichtlich ist es doch so, dass Wahrheit nur im Licht des Glaubens erkannt werden kann. Wenn der Glaube sagt „Du sollst nicht töten“, dann gilt das eben auch für eine befruchtete Eizelle und darf nicht relativiert werden. Der Ungläubige aber setzt alles Mögliche dagegen und am Ende rinnen ihm auch noch die letzten Gründe gegen eine Abtreibung wie Sand durch die Finger, weil er nur sich, den Menschen, sieht und blind ist für die Wahrheit.

  14. 90.

    Hey, wo haben Sie denn diesen relativistischen Kalenderspruch aufgegabelt. Der haut mich ja richtig um!
    Da darf ich mit Jesus Christus entgegnen: "Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."(Lk 23,34) Auf Sie adaptiert: Vater vergib ihr, denn sie weiß nicht, was sie sagt.
    Sie würden wahrscheinlich auch jemandem, der in seinem roten Auto vorfährt, entgegenhalten, dass es ja wohl ziemlich
    fundamentalistisch ist, die These, das Auto wäre rot, zur Wahrheit zu erklären und glatt behaupten, das Auto wäre grün
    und Sie hätten das Recht auf Ihre Meinung zu bestehen. Das würden Sie nicht tun? Aha, gibt's also doch Wahrheit?
    Gerade Ihr so modernen zu meist links gedrehten Mainstream-Menschen werft doch Euren Gegnern immer vor, sie
    würden die (harten) Fakten verschleiern bzw. erst gar nicht erkennen. Wenn diese Fakten aber Euer Weltbild ins Wanken bringen, dann wollt ihr nichts mehr von ihnen wissen. Kein redlich geführter Diskurs!
    (Forts. folgt)

  15. 89.

    @Benedetto05: Es geht also nicht um verschiedene Meinungen und Bewertungen? Wow, nun machen Sie mich ein wenig sprachlos, zumal Sie mir Ihre Meinung bzw. "das Verhältnis dazu" gleichzeitig als Wahrheit verkaufen möchten. Das ist interessant und dazu muss ich ganz und gar nichts mehr "drehen & wenden". Wenn Sie das einzig richtige "Verhältnis zur Wahrheit" für sich in Anspruch nehmen, dann führt unser DIskurs an dieser Stelle nicht weiter.

    Ich halte es bzgl. der sogenannten Wahrheit lieber mit G.C.Lichtenberg: "Die Entscheidung über Irrthum und Wahrheit muß nie, nie das Monopol eines Charakters werden, so wenig als eines Standes. Wahrheits-Monopole einem einzelnen Stande oder Charakter verliehen, sind Beeinträchtigungen für alle übrigen, und wahre Injurien für die Menschheit."

  16. 88.

    Es geht aber nicht um verschiedene Meinungen (wie bei verschiedenen Kunstgeschmäckern oder der Frage Rente mit 70 oder mit 67), sondern um das Verhältnis zur Wahrheit. In diesem Sinne sind Sie auf dem Holzweg, das können Sie drehen
    und wenden wie Sie wollen.

  17. 87.

    @Benedetto05: Es erscheint mir kindisch, dass Sie mir so vehement ein Nicht-Hinsehen-Wollen attestieren und daraus schlussfolgern, dass ich im Gegensatz zu Ihnen auf dem Holzweg bin. Wie so oft bei solchen Debatten und unterschiedlichen Meinungen geht es doch hier vielmehr um unterschiedliche Gewichtungen der Aspekte. Ich bewerte die einzelnen zu berücksichtigenden Interessen und deren Einordnungen schlicht anders als Sie das tun. Sie überhöhen dass "Lebens"-Recht einer befruchteten Eizelle (usw.) ggü. dem Selbstbesimmungsrecht einer Frau - grundsätzlich. Gleichzeitig ist Ihrer EInordnung zufolge ein Mensch ein Mensch, sobald er in der Anlage von Zellen besteht. Entsprechend hat er die gleichen Schutzrechte zu erhalten, wie ein "fertigausgebildeter/geborener" Mensch. Das werte und gewichte ich komplett anders. Für mich ist Zell-Leben, z.B. eine befruchtete EInzelle, keineswegs eins zu eins einem Menschen und mit dem entsprechenden Rechten gleichzusetzen.

  18. 86.

    Forts.
    Daher ist es so wichtig, dass in Lebensmärschen wenigstens ein paar Menschen dagegen auf die Strasse gehen und für das Leben demonstrieren.

  19. 85.

    Forts.
    Da man mit hoher Sicherheit ausschließen kann, daß Sie intellektuell nicht in der Lage sind, die in dieser Frage nötigen Abstraktionen zu vollziehen, kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass Sie durch Nicht-Sehen-Wollen des Wesenskerns (also des wesensmäßigen Menschseins der befruchteten Eizelle) versuchen, Ihre Pro-Abtreibungshaltung moralisch zu rechtfertigen. Damit aber befinden Sie sich auf dem Holzweg. Ein Holzweg der in Deutschland werktäglich 15 Schulklassen (=400 Kindern, also Menschen) das Leben kostet.
    Somit kann man, bezogen auf die Ebene unserer Nation, einer wohlhabenen Nation, einer Nation, welche sich ohn’ Unterlass ihrer freiheitlichen Werte rühmt, nur von einer Schande sprechen, wenn sie es achselzuckend und bei den Feministinnen sogar mit großer Zustimmung akzeptiert, dass jährlich 100.000 Menschen im Mutterleib getötet werden.
    (Forts. folgt)

  20. 84.

    Das ist zumindest insofern ein Fortschritt, als Sie durch Ihre Antwort erkennen lassen, dass Sie verstanden haben, was
    meine Auffassung ist: Ja Zygote und Mutter sind bzgl. des Rechtes auf Leben gleich. D.h. es gibt in beiden Fällen keine
    Rechtfertigung das Leben zu beenden. Die selbständige physische wie auch soziale Lebensfähigkeit ist dabei vollkommen
    irrelevant. Außerdem ist auch der spätere ungeborene Mensch, also Embryo bzw. Fötus, noch nicht selbständig lebens-
    fähig. Es ist also unter diesem Aspekt total willkürlich, zu sagen, bis hier gibt es noch kein Lebensrecht und ab diesem
    Zeitpunkt (z.B. 12. Woche)wäre ein Lebensrecht gegeben. Ich sehe hier auch überhaupt keinen "rechtlichen Irrsinn", der sich einstellt, wenn eines Tages, was ich hoffe, das menschliche Leben von Anbeginn an rechtlich wirksam geschützt ist.

    Forts. folgt

  21. 83.

    Ich vermisse die Beteiligung des ZDK "Zentrum der Deutschen Katholiken!" Am Marsch für das Leben.

  22. 82.

    @Benedetto05: Nach Ihrer Auffassung ist es angemessen" der Zygote die volle menschliche Würde beizumessen" und das, obwohl wir von einem nicht biol. fertig ausgebildeten Leben sprechen (mit Anlagen), dass nicht selbstständig leben kann. Natürlich ging es in meiner Argumentation nicht um soziale Aspekte des selbständigen Lebens, sondern allein um die "körperliche Befähigung" einer Zygote. Alles andere wäre auch schlichtweg albern ohne Bewusstsein. Eine Zygote ist physisch nicht in der Lage allein zu existieren (atmen usw.), sondern steht in Abhängigkeit zu dem Körper der Mutter, der die Zellen noch entwickelt. Diese deutlich ungleichen Entwicklungsstadien von Mutter und Zygote setzen Sie in Ihrem Anspruch auf Emphathie und Würde (rechtl. Schutzaspekt) gleich. Eine Zygote ist aus Ihrer Sicht also gesellschaftlich genauso schützenswert und unserer Emphathie bedürftig, wie z.B. die Mutter. Hier trennen sich unsere Bewertungen und Wertvorstellungen schlicht erheblich. Der ggf auch daraus ableitbare rechtliche Irrsinn, der bei einer entsprechenden Gesetzgebung "Rechte einer befruchteten Eizelle ggü. der Mutter" entstünde, wäre fern von Vernunft, Verhältnismäßigkeit & Humanität.

    Deshalb befürworte ich die gesetzliche Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs und möchte, dass Mädchen & Frauen in diesem Rahmen auch zukünftig selbst über Ihren Körper und Ihr Leben entscheiden können.

  23. 81.

    Fortsetz.
    Ich habe auch nirgends eine grundsätzliche Identität von Leben und Mensch behauptet. Ein sibirischer Zobel ist sicher
    ein Lebewesen aber eben kein Mensch.

    So muss ich Ihren Vorwurf zurückweisen, ich würde mit meinem Vortrag "versuchen rhetorisch zu manipulieren". Ich bin von wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen der Biologie ausgegangen und habe durch angemessene Unterscheidung von Wesentlichem und Unwesentlichem versucht, logische Schlußfolgerungen zu ziehen. Dabei habe ich religiöse Aspekte noch gar nicht einbezogen.

    Beide: Zygote und Mutter haben das gleiche grundsätzliche Recht auf Leben, weil beides Menschen sind. Die Fälle,
    wo durch die Schwangerschaft die Mutter in große, akute Lebensgefahr gerät, sind heutzutage Gott sei Dank äußerst selten. Das ist, so weit ich weiß, die einzige Situation, in der auch die katholische Kirche einen Schwangerschafts-abbruch für ethisch vertretbar hält.

  24. 80.

    (Fortsetz.)
    Wer eine Zygote aus dem Eileiter entfernt oder ihre Nidation verhindert, beendet die Weiterentwicklung eines Menschen
    und sorgt so für sein Absterben.

    Alle wesentlichen Eigenschaften (z.B. Geschlecht, Aussehen, Größe, wahrscheinliche Lebenserwartung) sind schon in der Zygote festgelegt. Deshalb ist es angemessen schon der Zygote die volle menschliche Würde beizumessen, die auch diese eine (1) besondere Zelle schützenswert macht. Es kann aus der Zygote nur noch das menschliche Kind, der Jugendliche und später der Erwachsene werden, aber keine Honigbiene, kein Schäferhund und auch kein sibirischer
    Zobel. Dass aus manchen Zellen bei der weiteren Ausdifferenzierung Plazentagewebe wird, ist dabei unwesentlich.
    Auch ob Schmerzempfindung gegeben ist oder nicht, ist unerheblich, ebenso die im Vergleich zum nachgeburtlichen
    Menschen recht hohe natürliche Sterberate der Zygote und ihrer unmittelbar folgenden Entwicklungsstadien.
    (Fortsetz. folgt)

  25. 79.

    Sehr geehrte foolsgarden,
    ich sage: eine befruchtete Eizelle ist ein Mensch und ein Neugeborenes ist auch ein Mensch. Beide stellen nur unter-
    schiedliche Entwicklungsstadien des Menschen dar.
    Auch Ihnen ist ein selbstständiges Leben nicht möglich: als soziales Wesen werden Sie (auch ich, alle Menschen)immer
    auf Mitmenschen angewiesen sein. Auch dies ist also kein Kriterium. Ich sehe auch nicht, was an meiner These unwissenschaftlich sein soll.
    Mit der Verschmelzung der Zellkerne von Ei- u. Samenzelle zu einem einzigen Zellkern (=Befruchtung)liegen in der somit entstandenen Zygote alle Informationen vor, die für die Entwicklung eines Menschen notwendig sind. Alles ist angelegt, es muss sich "nur noch" ausdifferenzieren, entwickeln und wachsen. Die Zygote ist somit biologisch, und damit wissenschaftlich betrachtet das früheste Entwicklungsstadium eines Menschen. (Fortsetz. folgt)

  26. 78.

    @Eutychus: Ob etwas gut oder schlecht für das eigene Leben funktioniert, kann nur das Paar bzw. die Frau entscheiden. Sicher können falsche Entscheidungen nicht ausgeschlossen werden, aber heisst das, dass im Umkehrschluss andere besser für einen entscheiden können? Und genau um diese Grundsatzfrage geht es hier. Es geht um die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs nach der aktuellen Gesetzgebung. Es erschreckt mich, dass hier viele Kommentare persönliche Lebensentscheidungen anderer Kommentatoren einfach so kritisieren und in Frage stellen. Leichtfertig und ohne detaillierte Kenntnisse der Menschen und Ihrer Situationen. Hauptsache (ab-)urteilen um jeden Preis?

  27. 77.

    Und weil die Eltern Ihrer ehemaligen Lebensgefährtin sich so verhalten haben ist es besser ein ungeplantes Kind abzutreiben?

    Wer sagt ihnen, dass es nicht hätte anders laufen können? Als Vater einer Tochter kann ich Ihnen sagen, dass auch ich durch die Schwangerschaft meiner Frau aus meiner "Lebensplanung" geworfen wurde ... so what. Ich bin erwachsen. Es kommt häufig vor, dass meine Planung anders aussieht als die nachher erlebte Realität.

    Merke: "Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle Ihm von Deinen Plänen!"

  28. 76.

    @Benedetto05: Die angesprochene Toleranz lässt der Gesetzgeber in Deutschland bereits zu und diese Option (mit den entsprechenden Grenzen und Voraussetzungen) halte ich auch für vernünftig.

    Die Basis Ihrer Argumentation ist die Behauptung, dass eine befruchtete Eizelle oder ein Embryo vollumfänglich einem geboren Kind gleichzusetzen ist. D.h. alle Merkmale eines fertig ausgebildeten (biologisch) und geboren Menschen hat. Das ist nachgewiesenerweise definitiv nicht so. Das fängt damit an, dass ein selbständiges Leben einer befruchteten Eizelle zB nicht möglich ist und sicherlich kann man auch hinterfragen, ab wann Bewusstsein und Co. einsetzen. Wissenschaftlich betrachtet, ist eine Gleichsetzung dieses Lebens im Vergleich nicht korrekt. Bleibt die ethische Einordnung, die Sie moralisierend ansprechen und da stellt sich mir eine ganz einfache Frage: ab wann fängt schützenswertes Leben genau an? Vor der Eizellen-Teilung, kurz danach? Sind totipotente Zellen schon schützenswertes Leben, wenn noch gar nicht klar ist, was Embryo und was Plazenta wird? Auch das Vermögen von Schmerzempfindung setzt erst nach 24 Wochen ein, dazu gibt es eine sehr gut aufbereitete Stellungnahme der Bundesärztekammer. Es bleibt zu resümieren, die Behauptung das Leben gleich Mensch ist, ist schlicht falsch. Ihr moralisierendes Argumentieren, aggressives Emotionalisieren und faktisch falsche Gleichsetzungungen sind ein Versuch rhetorisch zu manipulieren, aber eben kein gutes Argument.

    Im Übrigen, wenn ich das Gedankenspiel der Gleichsetzung und Gleichberechtigung einer befruchteten Eizelle ggü dem geborenen Menschen mal weiterspinne... Wie weit geht denn Ihre Gleichsetzung z.B. bzgl. der Rechte einer solchen Eizelle ggü der Mutter?

  29. 75.

    Lieber Benedetto05,

    wir prüfen die Kommentare auf unseren Seiten regelmäßig hinsichtlich der Einhaltung unserer Netiquette (https://www.rbb-online.de/hilfe/hilfe___kommentarfunktion.html). Manchmal können die nächtlichen Kommentare erst am nächsten morgen bearbeitet werden, daher die Zeitverzögerung.

    Viele Grüße aus der Redaktion

  30. 74.

    Nur für den Fall, daß Sie doch noch die aktuellen Kommentare lesen. Jetzt haben Sie aus Versehen 2 Antworten auf
    Ihre Einlassung an Petra Heiland von mir bekommen. Die erste hatte ich letzte Nacht gesendet, sie erschien lange
    nicht im Forum, so daß ich schon glaubte, sie wäre aufgrund meiner spitzen Schlußbemerkung der Zensur zum Opfer
    gefallen. Also sendete ich einen inhaltlich ähnlichen Kommentar heute nachmittag ab - ohne spitze Schlußbemerkung.
    Als ich etwas später wieder nachschaute ob dieser zweite Kommentar, der wiederum aus 2 Teilen besteht, im Forum
    ist, stellte ich fest, daß nicht nur dieser sondern doch auch der erste veröffentlicht wurde. Nur, daß Sie den Hinter-
    grund kennen und mir nicht auch fälschlicherweise Raumwegnahme vorwerfen.

  31. 73.

    Fortsetzung
    Bei allem Verständnis für sicher schwere Lebenssituationen: aber für die Tötung menschlichen Lebens im Mutterleib kann es keine Toleranz geben: nur weil das Kind sein Lebensrecht noch nicht selbst geltend machen kann, heißt das noch lange nicht, dass dieses Lebensrecht relativiert werden darf, zumal es auf der Seite der Eltern äußerst selten auch um Leben u. Tod geht.

    Sie mögen diese Haltung als religiöse Intoleranz diffamieren, und Frau Heiland Leichtfertigkeit und fehlende Empathie beim Hören der Berichte Betroffener unterstellen (womit Sie ihr unrecht tun), ich halte ihre Einstellung für die moralisch allein vertretbare. Ihre Haltung sehe ich kritisch; ich muss sie da daher ablehnen.

  32. 72.

    Da muss ich aber, liebe aufgekärt selbstbestimmte Foolsgarden, die Petra Heiland in Schutz nehmen. Sie hat auf
    mehrere Kommentare reagiert und zwar immer bezogen auf den jeweiligen Text mit entsprechend stichhaltigen
    Argumenten. Diese mögen Sie, die Sie ganz offensichtlich eine Vertreterin des Relativismus sind, sich nicht zu Eigen
    machen können, aber deshalb sind die Argumente nicht schlecht und sie verlieren auch nicht an Wert.
    Sie betonen zwar in einem älteren Kommentar, dass die Entscheidung für eine Abtreibung nicht leichtfertig getroffen
    werden darf, lehnen diese aber nicht grundsätzlich ab, sondern setzen die Tötung eines Menschen im Mutterleib (nichts
    anderes ist Abtreibung)ins Verhältnis zu anderen konfiktträchtigen Situationen, wie Zerschlagung der Lebensplanung
    der Eltern, Möglichkeit einer Behinderung u.ä.. Für uns Abtreibungsgegner ist das Leben aber der höchste Wert,
    der alle anderen klar übertrumpft. (Fortsetz. folgt)

  33. 71.

    Sorry foolsgarden, aber da tun Sie Frau Heiland wirklich unrecht! Ich habe mir gerade nochmal alle ihre Beiträge durch-
    gelesen und stelle fest: die Argumente sind stichhaltig. Sie argumentieren sinngemäß, man müsse doch auch die Situ-
    ation der Eltern, v.a. der Mutter berücksichtigen und werfen in diesem Zusammenhang der Frau Heiland vor, daß sie das gerade nicht tut. Doch tut sie bestimmt. Aber bei der Mutter geht es eben nicht um Leben und Tod, bei dem Kind jedoch in
    dramatischer Intensität. Das Kind kann sein Lebensrecht bloß noch nicht selbst artikulieren, d.h. doch aber nicht, dass es
    dieses Recht nicht besitzt. Bei der Abwägung der Rechte muss das grundlegende Recht auf Leben, alle anderen Rechte
    überragen, alles andere ist moralisch nicht akzeptabel. Und noch viel Freude mit Ihrer "aufgeklärten Selbstbestimmtheit"!

  34. 70.

    Dennoch, Smutje Fischkopf, auch dieses schwere Schicksal kann nicht die Tötung dieser "ungewollten Person" im
    Mutterleib rechtfertigen. Gleichwohl ist das Verhalten vor allem der Mutter inakzeptabel. Schade, daß es offensichtlich
    auch Ihnen, als zeitweiliger Partner dieser armen Frau, nicht möglich war, ihre psychosoziale Lage zu verbessern und
    einen Beitrag zu ihrer Stabilisierung zu leisten. Hätten Sie sich getraut, dieser Frau ins Gesicht zu sagen, daß es besser
    gewesen wäre, ihre Mutter hätte sie "wegmachen" lassen? Würden Sie die Vollmacht des individuellen Gewissens so weit
    definieren, dass es als moralisch okay zu akzeptieren ist, wenn man ein Kind abtreibt, weil es die eigene Lebensplanung durcheinander bringt?

  35. 69.

    Ich war in einer Beziehung mit einer ungewollten Person. Die ungeplante Schwangerschaft hat den Lebensentwurf der Eltern in Rauch aufgehen lassen. Der Vater konnte sich mit dieser Tatsache leidlich abfinden, kapselte sich aber emotional von seiner Familie ab. Die Mutter nicht. Ihre Enttäuschung über geplatzte Träume liess sie in die Erziehung ihrer Tochter einfliessen.
    Möchten Sie sich vorstellen wie die Psyche eines Kindes aussieht das ständig eingetrichtert bekommt das es unerwünscht sei, das es das Leben seiner Eltern zerstört habe etc? Ich kann es Ihnen sagen, in diesem Fall führte zu einem zerrütteten Selbstbewusstsein, suizidalen Tendenzen und letzten Endes in eine paranoide Schizophrenie. Zu einem Leben das nur mit Hilfe starker Psychopharmarka den Anschein von Normalität hat. Nur ein Beispiel für ein ach so schützenswertes Leben...

  36. 68.

    @Petra Heiand in Erfurt: Jeder darf seine Meinung sagen, ja so ist das Kommentarfeld gedacht. Und ja, natürlich kann man, wenn einem die Argumente nicht genügend aggressiv erscheinen auch einfach 100 Kommentare veröffentlichen und jeder anderen Meinung den sprichwörtlichen Raum nehmen, aber - mal ehrlich - wäre das Überzeugen Ihrer Mitmenschen nicht besser? Dazu bedarf es guter Argumente und die werden mit der x-ten Wiederholung bei Leibe nicht besser, sondern verlieren ihren Wert. Ich bin empfänglich für Denkanstöße (die viele inkl. mir, hier auch bescheiden gegeben haben), aber nicht für missionarischen Eifer ohne Emphathie. Ihre Empathie scheint sich vor allem auf Gleichgesinnte und vorgeburtliches Leben zu richten. Aus meiner Sicht fehlt da ein großer Teil der Menschheit... so leichtfertig und oberflächlich, wie sie hier Kommentare von vielen Menschen mit ihren ganz eigenen tw. bedrückenden Lebensgeschichten und Lebenserfahrungen wegwischen, haben Sie ein Ernstnehmen Ihrer Kommentare selbst unmöglich gemacht.

    Aber danke für dieses (zur Abwechslung) Beispiel christlich religiös intoleranter Weltanschauung - die ich als aufgeklärte selbstbestimmte Frau einfach nur erschreckend finde.

    Ich habe die ehrliche Hoffnung, dass sie einfach Meinungs-Bot sind.

  37. 67.

    Die meisten Lebensschützer sind das ganze Jahr über ehrenamtlich in diesen Bereichen tätig. Und außerdem: Was ist mit dem Selbsbestimmungsrecht des vorgeburtlichen Menschen? Befürworten Sie unter gleichen Umständen die Tötung von nachgeburtlichen Menschen? Und ich empfehle Ihnen, sich über NER zu informieren: sicher, würdevoll für die Frau, partnerschaftlich und verantwortungsvoll. Und ja, man muss nicht sein ganzes Leben und jedes Kind planen - es ist das LEBEN!!!

  38. 66.

    Richtig, ich empfehle jedem NER: sicher und der Würde der Frau entsprechend! Und ja, man kann das Leben nicht planen. Wie schön, dass Gott vorgesehen hat sexuelle Freude und die Fortpflanzungsfähigkeit nicht zu trennen. Gerade, weil wir meinen, dies zu 100 % trennen zu müssen, ist dieses Dilemma doch erst entstanden.

  39. 65.

    Leibesfrucht=Mensch! Und selbst laut Gesetz ist es eine Tötung, die nur in AUSNAHMEFÄLLEN (100.000 jährlich?) straffrei ist. Würden Sie unter gleichen Umständen einen nachgeburtlichen Menschen töten?

  40. 64.

    Ja, selbst da engagieren sich Lebensschützer! Und was kann das vorgeburtliche Kind dafür? Hier sind Zuwendung und Hilfe angebracht und keine Tötung.

  41. 62.

    Da habe ich andere Erfahrungen. Die meisten Marschteilnehmer sind das ganze Jahr über in irgendeiner Art und Weise für den Lebensschutz tätig und dies direkt am Menschen und meist ehrenamtlilch!

  42. 61.

    Gut, dass es ein Grundgesetz gibt, das jedem Menschen ein Recht auf Leben und auch auf Würde zuspricht. Dies gilt für vorgeburtliche Menschen ebenso wie für nachgeburtliche oder würden Sie ein Töten von Kindern nach der Geburt ebenso befürworten? Und was heißt, im entfentesten an Leben erinnert? Es ist nicht nur eine Erinnerung. Man muss nicht Christ sein, um Leben ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle zu befürworten.

  43. 59.

    Früher wurden nicht 100.000 Kinder (nur in Deutschland, weltweit 50.000.000, Dunkelziffer weitaus höher)abgetrieben. Und was ist das für ein Argument? Wenn jemand bei der Tötung eines nachgeburtlichen Menschen selber stirbt, reagiert man schließlich auch anders.

  44. 57.

    Es war einfach überwältigend! Laut BZ mehr als 10.000 und dies ist kein Wuunschdenken, sondern entspricht nach jahrelanger Erfahrung m.E. den Tatsachen.

  45. 56.

    Ein gesundes Kind ist genauso wert- und würdevoll wie ein krankes oder behindertes Kind! Und es gibt nichts Größeres als sein Leben für jemand anderes hinzugeben... Wenn nicht für sein Kind, für wenn dann? Doch kann ganz klar niemand gezwungen werden, sein Leben für jemand anderes hinzugeben, dies muss auf Freiwillligkeit beruhen...

  46. 54.

    Fortsetzung
    Glücklich das Gemeinwesen, in dem Leute Verantwortung tragen und entsprechende Gesetze verabschieden, die dieser
    Heiligkeit jedes Menschenlebens Rechnung tragen und diese Gesetze auch durchsetzen. In unserem Land und noch
    mehr in anderen Ländern (Niederlande, Belgien) ist dies leider nicht mehr auf der ganzen Linie gegeben. Umso mehr
    ist der Marsch für das Leben so wichtig. Schlimm, daß er von den Hauptnachrichtenportalen von ARD und ZDF voll-
    kommen ignoriert wird.

  47. 53.

    Sie können doch aber nicht mit der Begründung, daß es nicht ausgeschlossen werden kann, dass später das Kind ge-
    tötet oder misshandelt werden könnte, was natürlich ebenfalls ein Verbrechen ist und bestraft werden muss, ihm von
    vornherein das Lebensrecht absprechen. Was ist denn das für eine Ethik, die sie hier protegieren? Ich sprach schon
    in einem früheren Kommentar von der Möglichkeit das Kind bei vollkommener Überforderung zur Adoption frei zu
    geben. So viele ungewollt kinderlose Paare wären glücklich, sich um dieses nicht gewünschte Kind kümmern zu dürfen!
    Auch Ihre Einstellung zur Selbsttötung (jeder nach seiner Facon) kann ich nicht teilen: sowohl ohne, als auch mit fremder Hilfe. Ihnen scheint wirklich jede Empfindung für die Heiligkeit menschlichen Lebens, auch des eigenen Lebens, abzugehen. Ich vermute, daß dahinter eine atheistische o. agnostische Weltanschauung steckt. Insbesondere aus
    diesem Grund halte ich diese "Lehren" für sehr problematisch.

  48. 52.

    Dieser Kommentar wundert mich bei Ihrem viel sagendem Nickname nicht (s. Altes Testament 1 und 2 Kön).
    Religiösen Glauben als archaischen Aberglauben zu diffamieren zeugt von eklatanter Unkenntnis der Materie.
    Ich wünsche Ihnen, daß Ihre Angehörigen NICHT vor Ihnen eines Tages Ihr Leben als nicht mehr lebenswert einstufen
    und Sie mit entsprechenden eindeutigen Hinweisen unter Druck setzen.

  49. 51.

    Vollkommen richtig Ihr Kommentar und auch i.finde es unter aller Würde wenn derartige Kommentare abgegeben werden.
    Ich war 3 Jahre beschäftigt i.d.Geriatrie i.Malteser Krankenhaus i.d.Heerstr. Dort ging es noch verhältnismäßig gut ab.Trotz allem fand ich manche Untersuchungen an den Patienten einfach nicht angemessen.Aber was mich am meisten schockiert hat war,das der Oberarzt einer Frau eine Spritze ins Herz stieß als diese im Sterben lag nur um diese Person weitere 8-10 Std. am Leben zu lassen.Das war für mich d.Grund weshalb i.den Job kündigte.So etwas werde i.niemals dulden a.meinem Körper.Keine Klinik wird mich i.spätem Alter v.innen sehen.

  50. 50.

    Ich möchte nur eine kleine Geschichte erzählen:
    Eine Frau mit einem schweren angeborenen Herzfehler entschließt sich dazu eine Sterilisation vornehmen zu lassen, da eine Schwangerschaft für sie eine lebensbedrohliche Situation darstellt. Sie kann dies nur in einem katholischen Krankenhaus durchführen, da dort ein Gynäkologe arbeitet, der auf Sterilisationen ohne Vollnarkose (auch lebensbedrohlich) spezialisiert ist. Er ist auf Grund der speziellen gesundheitlichen Notlage bereit dies zu tun. Jedoch wurde der Eingriff in letzter Instanz nicht von den katholischen Anästhesisten genehmigt. Die Konsequenz aus dieser kleinen Geschichte wäre wohl: Wenn diese Frau Schwanger werden würde (Es gibt keine 100 % Garantie, dass alternative Verhütungsmittel vor einer Schwangerschaft schützen) und auch nicht abtreiben dürfte, dann müsste sie nach katholischem Glauben darauf hoffen nicht während oder nach der Schwangerschaft zu sterben. (Die Überlebenschance liegt bei etwa 20 %)
    Es ist übrigens auch nicht garantiert, dass das Kind überleben oder gesund geboren werden würde.

  51. 49.

    Also gut. Das noch ungeborene, aber unerwünschte Kind wird nicht abgetrieben, sondern nach der erzwungenen Geburt getötet oder misshandelt. Diese Variante finde ich noch schlimmer als die der Abtreibung. Im Gegensatz zu Ihnen überlasse ich diese Entscheidung allein den betroffenen Frauen (und Männern). Und was das Sterben betrifft, so sollte auch in diesem Fall der Sterbende seinen Willen - ob mit oder ohne Hilfe - durchsetzen dürfen. Ich habe in diesem Punkt aufgrund von gemachten Erfahrungen bereits eine Entscheidung getroffen und diese mit Mann und Kindern besprochen. Also jeder nach seiner Facon.

  52. 48.

    3.Teil: Wie gesagt, mir geht es nicht darum, ob das Leben eines behinderten Kindes lebenswert ist. Gerade, weil hier u.a. von Trisomie 21 und Euthanasie die Rede ist. Ich glaube durchaus, dass auch „behindertes“ Leben lebenswert ist. Hier geht es vielmehr um mich und meine körperlichen und seelischen Belastungsgrenzen und darum, was ich mir zutrauen, aber auch zumuten kann. Und das sollten alle werdenden Eltern bzw. Schwangere selber entscheiden dürfen ohne, dass Menschen, die selber nie die Erfahrung gemacht haben, großspurig darüber urteilen. Ende.

  53. 47.

    2.Teil: ABER: Bei meiner jetzigen Schwangerschaft habe ich jede Diagnostik mitgemacht und alles bis zur Geburt, bis hin zum geplanten Kaiserschnitt, durchdacht, um das Risiko eines weiteren behinderten Kindes soweit wie möglich zu beschränken. Ob ich mein 2. Kind abtreiben würde, wenn ich erfahren würde, dass es nicht gesund ist? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich bei meinem ersten Kind durch die Hölle gegangen bin und auch heute noch immer wieder Tage habe, wo ich schier verzweifle, so sehr ich es auch liebe. Ich weiß nicht, ob ich ein zweites behindertes Kind physisch, aber vor allem psychisch verkraften würde. Und ich verbitte mir jedes Urteil von anderen Menschen darüber, die selber nie ein behindertes Kind zur Welt gebracht haben! Fortsetzung folgt...

  54. 46.

    1.Teil: Auch wenn ich evangelisch bin, finde ich dennoch, dass unter bestimmten Voraussetzungen und nach eingehender Beratung und mit sorgfältiger Überlegung jeder Mensch das Recht haben sollte, darüber zu entscheiden, ob er seinem eigenen Leben oder dem eines Embryos/frühen Fötus ein Ende setzen möchte. So viel zur allgemeinen Diskussion. Darüber hinaus, habe ich bei meiner ersten Schwangerschaft bewusst auf eine entsprechende Diagnostik verzichtet, um ggf. nicht vor eine folgenschwere „Wahl“ gestellt zu werden. Und nach einer völlig komplikationsfreien Schwangerschaft habe ich auf Grund einer unentdeckten, späten pränatalen Erkrankung ein schwerbehindertes Kind zur Welt gebracht. Ich würde dieses Kind nie mehr hergeben oder eintauschen wollen. Es ist ein fröhliches, sehr liebens- und lebenswertes Kind, ohne jeden Zweifel! Fortsetzung folgt...

  55. 45.

    Warum eigentlich auch hier sofort die Nazikeule? Am besten erklärt man jeden, der die Autobahn benutzt zum Nazi (hat ja Atsche gebaut). Ich sehe in der Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch einen wichtigen Schritt zur Unabhängigkeit und Gleichberechtigung der Frauen, für den lange gekämpft werden musste. Ebenso möchte ich das Recht haben, mein eigenes Leben zu beenden, wenn es mir aus welchen Gründen auch immer nicht mehr lebenswert erscheint und ich möchte dafür nicht den öffentlichen Personennahverkehr mißbrauchen müssen. Gegner sind immer noch überwiegend die Anhänger archaischen Aberglaubens, die keider nach wie vor extremen Einfluß auf die Politik haben.

  56. 44.

    Ihr Ansatz (jeder werde glücklich nach der eigenen facon) ist in dieser Frage vollkommen deplaziert. Als ob die Frage,
    wie gehe ich oder gehen wir mit dem ungeborenen Leben um, auf einer Stufe rangiert mit Fragen wie Kaffee nun mit oder ohne Zucker. Es gibt die res publika, die öffentlichen Angelegenheiten. Und die Frage der Tötung ungeborenen
    Lebens ist ganz klar eine solche res publika. Bei 2,2 Millionen abgetriebenen Menschen allein in Deutschland
    seit Inkrafttreten der heute noch gültigen Fristenlösung mit Beratungspflicht (15 Schulklassen pro Werktag!)ist das
    doch geradezu mit Händen zu greifen.
    Ich bin erschüttert, wie die Abtreibungsbefürworter u.-lobbyisten (z.B. pro familia) aber auch die große Zahl der
    dieser Problematik gegenüber gleichgültig eingestellten Menschen (die übergroße Mehrheit)offensichtlich nicht
    in der Lage ist, diese Riesen-Schuld zu empfinden, die unser Volk damit auf sich geladen hat und weiterhin
    täglich auf sich lädt. Das schreit doch zum Himmel!

  57. 43.

    Weltstadt Berlin - wohl eher Drittweltstadt Berlin. Die einen demonstrieren für generelles Bleiberecht für sämltliche Drittweltsoziopathen, die anderen für die Rückkehr mittelalterlicher Zustände. Beide Gruppen haben wohl Schnittmengen bei der Rolle der Frau und Homophobie.

  58. 42.

    Es gibt fünf Merkmale des Lebens: Fortpflanzung, Bewegung, Entwicklung, Stoffwechsel, Aufnahme/Verarbeitung von Reizen. Vielleicht könnten diese Kriterien bei der hier geführten Debatte Berücksichtigung erfahren. Das könnte etwas Sachlichkeit bringen. Ich verstehe letztendlich diesen Missionseifer auf beiden Seiten nicht. Im heutigen Deutschland legen so viele so großen Wert auf Ihre Individualität. Also bitteschön. Und wenn dann noch jeder mit seiner Individuellen Entscheidung individuell in Frieden leben kann, ohne andere damit zu belästigen, könnte jeder nach seiner Facon leben. Leider sehen viele ihre Meinung als die einzig wahre an und versuchen, diese anderen aufzuzwingen.

  59. 41.

    Offenbar haben Sie nicht verstanden oder nicht richtig gelesen. Was heißt hier der Zweck würde die Mittel heiligen? Verhütungsmittel sind alle nicht 100% sicher, da kann durchaus mal etwas schiefgehen, und nicht jeder Mensch hat in jeder Lebenslage die Kraft dazu, ein Kind aufzuziehen.

    Ein Leben, das noch nichtmal ein Bewusstsein oder gar Emotionen entwickelt hat geschweige denn Körperfunktionen, steht doch noch lange nicht auf einer stufe mit einem schon lebensfähigen Kind (und sei es ein Frühchen). Das kann man doch nicht vergleichen! Da ist doch noch kein (Über-)Lebenswille vorhanden. Nicht umsonst sind Schwangerschaftsabbrüche nur in einem bestimmten zeitlichen Rahmen erlaubt. Und das ist eine Errungenschaft, die man den Frauen nicht mehr nehmen sollte.

    Zum Thema Sterbehilfe gilt, dass jeder, der sich noch eindeutig dazu äußern kann, das auch tun dürfen sollte. Solche eine Entscheidung kann einem NIEMAND abnehmen!

  60. 40.

    @Heinz: Was genau spricht dagegen, das natur-gegebene Prinzip abzuändern? Überspitzt formuliert: ist die Überbevolkerung der Erde nicht bereits ein Problem, dass die uneingeschränkte Vermehrung durchaus als endliches Prinzip erkennbar macht? Was ist mit den vielen bereits jetzt hungernden Menschen, die elendig sterben, weil sie kein Essen zur Verfügung haben? Die Ressourcen der Erde sind begrenzt. Warum sollte der theoretisch vernunftbegabte Mensch nicht zugunsten und im Einklang mit der Erde begrenzen? (und nein, Verhütungsmittel sind nicht zu 100% sicher)

  61. 39.

    Die aggressiven und polemischen Töne zeigen, dass bei dem Thema Abtreibung immer noch viele Emotionen im Spiel sind. Das der Diskurs hier allerdings oft unter die Gürtellinie abrutscht, ist unangemessen und die schlechteste Art sich einem Thema zu nähern. Undifferenzierte Angriffe sind sinnfrei, es sollte schon im Detail besprochen werden - zumal auch das Gesetz notwendig differenziert. Ich bin eine Frau und lege grossen Wert darauf über eine Schwangerschaft selbst entscheiden zu können. Ich glaube auch nicht, dass eine Abtreibung immer und für jeden ein guter Schritt ist, aber andersherum gilt es für eine Schwangerschaft doch genauso. D.h. ein Zwang wäre aus meiner Sicht das denkbar schlechteste Modell. Wenn die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruches (aktuell) nun aber aufgehoben würde, wäre dies ein faktischer Zwang zur Schwangerschaft (zum Abbruch ist man ja aktuell nicht gezwungen, es ist eine Option mit der verantwortungsvoll umgegangen werden muss). Das wäre nicht nur für die einzelne Frau fatal, sondern vermutlich auch für das Kind und die Gesellschaft, weil es Nährboden für viele daraus resultierende Probleme bietet.

    Ich hoffe auf Vernunft & darauf, dass auch meine Töchter zukünftig weiterhin selbstständig über ihr Leben entscheiden dürfen und der Körper von Frauen hier nicht erneut zum Objekt religiöser Ereiferung wird. Im Übrigen was ist die Alternative? Dass Frauen notgedrungen wieder zu Kurpfuschern gehen, sich dort illegal helfen lassen und notfalls an der "Behandlung" sterben - ist dieses Leben nicht schützenswert?! Hatten wir diesen Zustand nicht lange genug in der Geschichte...

  62. 38.

    @Lotte

    Vielleicht sollten SIE mal einen CRASHkurs in Naturrecht absolvieren ...das Thema ist nämlich nicht nur für "Glaubensfanatiker" interessant.
    Der Hinweis auf die Verhüterli war übrigens fast schon zu erwarten: Sie haben offenbar noch nicht verstanden, daß der Geschlechtsakt die Weitergabe des Lebens zum Ziel hat, bzw. prinzipiell offen dafür sein soll.
    Sie dagegen propagieren offenbar den Mißbrauch dieses Aktes zum reinen Lustgewinn...und fordern dann ein "Recht" auf Tötung des daraus evtl. entstehenden Lebens!
    Gehen Sie lieber verantwortungsvoll mit Sexualität um...dann müssen Sie auch kein "Recht" auf Entsorgung der Konsequenzen einfordern!

  63. 37.

    Auch noch nach 45. Jahren weine ich um mein abgetriebenes Kind,warum sollte mir dann die Problematik gleichgültig sein????

  64. 36.

    Ihnen anzuraten wäre Kreschkurs i.einem Sterbehospitz. Meine Buchempfehlung: "Gut Sterben"v.Sidney Wanzer u.Joseph Glenmullen.Gehen Sie obendrein mal nur i.eine Klinik i.Ihrer Nähe u.unterhalten sich mal mit Ärzten denen bes.Ältere Personen untergeschoben werden zum Sterben weil d.Angehörigen sich nicht kümmern tun o.leider überfordert sind.
    Sie maßen sich an Frauen das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen u.das als Mann.Schämen Sie sich eigentlich wenn Sie beim Kauf v.Präservative ertappt werden?Oder sind Sie einer von denen d.es ohne treiben u.alles weitere der Frau überlassen?

  65. 35.

    Vergessen Sie bitte beim nächsten Geschlechtsakt also nicht das Verhüterli.Aber das lehnen ja bestimmte Glaubensfanatiker rigoros ab u.zeugen fröhlich Abhängige.

  66. 34.

    Ich finde es sehr bedenklich, wie Ihr Art. Christen diskrediert in Wortwahl und Inhalt. Ich war auch Teilnehmerin am Marsch für das Leben. Es war eben keine Demo, sondern etwas für das Leben. Die Krawallmacher verschiedener Couleur haben uns während des gesamten SCHWEIGEMARSCHES in hässlichster und obszönster WEise angegangen. Diese Gegendemonstranten haben während der gesamten Veranstaltung unentwegt geschrien. Sie haben weder zugehört noch sich in irgendeiner Weise tolerant gezeigt. Das ist mehr als beschämend! Tausende von Christen udn Christinnen regligiösen Fundamentalismus vorzuwerfen entspricht weder der Wahrheit noch dem Inhalt des Marsches für das Leben. Es ist zudem für einen Rechtsstaat ein Armutszeugnis, daß wir derart geschützt werden mußten vor den alljährlichen Krawallmachern, daß ein derartiges Aufgebot an Polizei notwendig gewesen war zu unserem Schutz. Selbst zum ökumnenischen Gottesdienst haben die Gegendemonstranten ohne Sinn und Verstand ununterbrochen gebrüllt.

  67. 33.

    Die logische Schlußfolgerung aus Ihrer zynischen Einlaßung ist doch, daß es ein ausgesprochener Akt der Barmherzig-
    keit wäre, unmittelbar mit der Giftspritze zu den Schwerstbehinderten zu gehen und deren Leiden ein Ende zu setzen.
    Nein, so haben Sie das doch nicht gemeint? Der Schwangerschaftsabbruch, den sie gutheißen, ist aber wesentlich
    nichts anderes, als die Giftspritze, vor der Sie hoffentlich zurückschrecken.

  68. 32.

    Mir geht es ebenso, wirklich Lotte, hier haben Sie mal eine absolut topp Meinung vertreten. Es hat niemand darüber zu urteilen, wann ich krank oder alt aus meinem Leben scheiden will. Wer das will, darf ruhig mal im Hospiz oder Pflegeheim aushelfen, damit er überhaupt einen Einblick bekommt. Wenn ich meine Leibesfrucht nicht austragen möchte, egal aus welchem Grund, darüber hat auch NIEMAND zu urteilen. Vielleicht noch gerade Männer und dann noch katholische, geht es noch?? Wir wissen, wie viel Kinder gerade von diesen gezeugt wurden. Oh nee, einen ganz dicken Hals kann man bei diesem Thema bekommen.

  69. 31.

    Zwei Meldungen stehen nahe beieinander. Einmal wird von der Demo der Asyl-FreundInnen berichtet (hübsches Mädchen direkt im Bild, außerdem gibt es diese Meldung über den "umstrittenen" Marsch für das Leben. Warum müssen unsere Medien immer so manipulieren?

  70. 30.

    Ist schon verwunderlich das der Zweck die Mittel heiligt.
    Der Mensch lernt nicht aus der Geschichte.
    Es gibt wieder einen Konsens für unwertes Leben.
    Todesstrafe für Kinder die im Wege stehen könnten, sie dürfen sich nicht mal verteidigen.
    Alte und Dauerkarten kosten nur und stehen auch im Wege, weg damit.
    Flüchtlinge und Asylsuchende kosten auch nur, lasst sie sterben wo immer es geht weg auch mit ihnen.
    Hier ist für mich unsere unsägliche rassistische und zweckorientierte Nazivergangenheit aktiv.
    Es kann und darf nicht sein das Mütter alleingelassen werden und sie bestraft werden.
    Wir alle,Egoisten natürlich ausgeschlossen, sind hier gefragt auch in der Pflege (Palliativmedizin wenn nötig). Lernt Flüchtlinge kennen.
    DU SOLLST NICHT TÖTEN!
    Nicht im Krieg, keine Todesstrafe für Kranke ,Ungeborene , oder Asyl suchende (z.B. im Mittelmeer)!

  71. 29.

    Ah ja. Aber die Tränen bei einer nicht Abtreibung sind dann wohl heilige Tränen????? Und, heute schon einen Schwerstbehinderten besucht?oder eine vergewaltigte zur Schwangerschaft gratuliert?

  72. 28.

    Sie wollen Diskurs? Aber Schwallen alle mit ihrer Meinung voll. Schlicht und einfach:Weder der Staat, noch Sie , haben das Recht über meinen Körper zu bestimmen! Da braucht es kein Grundgesetz oder religiöse Ansichten.

  73. 27.

    Liebe "Lebensschützer"! Ich arbeite seit sehr vielen Jahren in einem Heim mit mehrfachbehinderten Menschen. Wenn ihr diese Leben ach so schützenswert findet, frage ich mich wo ihr alle steckt? Bei uns auf jedenfall nicht. Kommt und arbeitet mit .Alle halbe Stunde Schleim absaugen usw..... Ist das das Recht auf Leben? Auf der Straße und in irgendeinem Forum rumfaseln kann jeder. Die allermeisten von euch haben echt keine Ahnung. Braucht man aber auch nicht wenn man vom wahren Glauben beseelt ist......

  74. 26.

    "Jesus abtreiben" stand auf einem großen Schild. Die bildungsfernen Menschen, die das schrieben, sollten das mal mit "Mohammed abtreiben" in Saudi-Arabien machen, nie mehr würden die in Deutschland zu sehen sein. Welch eine Dekadenz und welch eine Boshaftigkeit wird hier demonstriert von Demonstranten gezeigt.
    Wie würde denn eine Welt aussehen in der Jesus abgetrieben wäre?

  75. 25.

    Sterbehilfe ist unhuman! Abtreibung ebenso!

  76. 24.

    Niemand außer die Eltern und im speziellen die Mutter haben das Recht über eine eventuelle Abtreibung zu entscheiden. Da haben Gerichte (i. d. R.) absolut nichts zu sagen und auch sonst niemand. Wer abtreiben will macht es, solange es mit der Gesundheit vereinbar ist. Fertig. Ich entscheide auch nicht über fremdes Leben. Gehts noch? Unfassbar. Dass man darüber noch diskutieren muss. Armutszeugnis

  77. 23.

    Lieber RBB, was soll der Verweis auf den Pressekodex? Was steht höher: Das Bundesverfassungsgericht oder der Pressekodex? Ich habe darauf hingewiesen, dass das Bundesverfassungsgericht Ihnen zum Thema Abtreibung einen Auftrag erteilt hat. Ich würde mir wünschen, dass der RBB sich explizit zu diesem Auftrag bekennt und dann auch Taten folgen lässt. Den 218a StGB kenne ich genauso gut, wie die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Warum das Gericht die Straffreiheit zuließ habe ich schon erklärt : In der Hoffnung, durch Aufklärung mehr Kinder vor verfassungswidrigen vorgeburtlichen Tötungsakten bewahren zu können, als durch strafrechtliche Verfolgung, eröffnete das Gericht die Beratungsregelung. Dass man die Ungeborenen nun durch Beratung und nicht durch das Strafrecht schützt, bedeutet allerdings keine Relativierung des Unrechts Abtreibung. Der 218a StGB ist vielmehr die zeitgeschichtliche Konsequenz der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Fragen Sie Ihre Juristen

  78. 22.

    Ergänzung an RBB-Redaktion
    Es kann kein Recht auf Abtreibung geben, schon gar kein Menschenrecht! Das Recht auf Leben, auch des ungeborenen
    Lebens, steht ganz klar über dem sogenannten Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Ich meine, das zu erkennen,
    müßte auch schon mit dem Licht der Vernunft möglich sein. Ein religiöser Glaube hift zwar dabei, ist aber zumindest dafür nicht zwingend notwendig. Feministinnen, die für ein Recht auf Abtreibung auf die Strasse gehen, diskreditieren sich
    in aller Öffentlichkeit praktisch selbst.

  79. 21.

    Was soll an meinem Kommentar denn fundamentalistisch sein?

    Ganz unabhängig davon, unter welchen Umständen das neue Leben entstanden ist, existiert es...mit allen Menschenrechten versehen!
    Daß eine Vergewaltigung ein Verbrechen ist, steht ja völlig außer Frage, aber trotzdem muß es doch erlaubt sein, eine daraus resultierende Tötung in Frage zu stellen und auch abzulehnen.
    In der Mathematik mag Minus mal Minus Plus ergeben...was das menschliche Leben angeht, trifft diese Rechnung nicht zu.

    Ich kann doch keinem Menschen prinzipiell sein Recht auf Leben absprechen...und die immer wieder erwähnte Vergewaltigung ist ein vermeintliches Totschlagsargument, das die realen Umstände eher weniger abbildet.

    Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität würde schon viel helfen...dann müßte man sich um den demographischen Wandel in Deutschland auch nicht mehr so viele Sorgen machen!

  80. 20.

    Liebe RBB-Redaktion,
    auch hier verschweigen Sie die ganze Wahrheit. Ja, der Schwangerschaftsabbruch ist unter bestimmten Voraussetzungen (u.a. Pflicht zur Beratung)während der ersten 12 Wochen straffrei. Gleichwohl sagen die Gesetze ausdrücklich, daß es sich auch dann dennoch um eine Straftat handelt. Ich meine, diese Tatsache in einem Bericht nicht unerwähnt zu lassen, sollte doch gestandenen Journalisten, die die deutsche Sprache beherrschen, möglich sein.
    Auch ich muss Ihnen leider den Vorwurf machen, dass Ihrem Bericht eine Parteinahme für die Befürworter der Tötung
    menschlichen Lebens im Mutterleib klar anzumerken ist. Z.B. gleich unter dem ersten Foto die Diffamierung als "um-
    strittener" Marsch für das Leben. Auch ist es doch eigenartig, daß Sie Ihren Bericht mit den Gegendemonstranten
    beginnen, die dort doch nur deshalb auftauchen, weil es den Marsch für das Leben gibt. Ich sehe es kritisch, dass
    Sie Lebensschützer u. -gegner hier als gleichrangige Parteien einstufen.

  81. 19.

    Werter Gast,
    da irren Sie aber gewaltig! Die biblischen Gebote richten sich gleichermaßen an Männer und Frauen. Nennen Sie mir
    eine Stelle in der Bibel (egal ob altes oder neues Testament), wo gesagt wird: dieses oder jenes Gebot gilt aber nicht
    für die Frauen. Und so tragen auch Männer wie Frauen vor Gott Verantwortung für ihr Sexualverhalten. Die Ab-
    treibungs- und Euthanasiegegner machen nie nur die Frauen für Konfliktsituationen im Rahmen einer Schwanger-
    schaft verantwortlich, überhaupt spielt das Thema Schuld dabei eine untergeordnete Rolle. Der größte Teil der
    Energie der Lebensschützer fließt in die Hilfe für schwangere Frauen (gerne zusammen mit den werdenden Vätern)
    Möglichkeiten zu finden, das Kind anzunehmen oder zumindest zur Adoption frei zu geben, es jedenfalls nicht
    töten zu lassen. Das Kind im Bauch der Frau (auch während der ersten 12 Schwangerschaftswochen) ist ein Mensch,
    der genau das gleiche Lebensrecht hat, wie jeder andere Mensch.

  82. 18.

    Hallo Herr Oesterle,

    wir orientieren uns bei unserer Berichterstattung am Pressekodex.

    Ein Hinweis zum Thema Schwangerschaftsabbruch: Lesen Sie dazu doch mal Artikel 218a StGB: Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs.

    Viele Grüße aus der Redaktion!

  83. 17.

    Die biblischen Gebote richten sich eindeutig an gläubige Männer. Wenn man sich darauf berufen will, sind speziell gläubige Männer anzusprechen, das Zeugen ungewollter Kinder zu unterlassen.

  84. 16.

    Werte Lotte,
    ich hätte es ja kaum für möglich gehalten, dass ich ausgerechnet Ihnen einmal uneingeschränkt zustimmen muss. Kräuseln sich mir sonst nur all zu oft die Zehennägel muss ich Ihnen bei diesem Thema zustimmen und meinen Dank aussprechen, wie Sie sich für die Selbstbestimmung der betroffenen Frauen einsetzen. Leider ist diese Diskussion mehr vom Glauben und religiösen Argumenten geprägt, als von medizinischen Fakten. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass genau im Zeitraum, in dem Abtreibungen gesetzlich erlaubt sind, natürlicherweise eine nicht unerhebliche Anzahl von Schwangerschaften scheitert, indem der Fötus abgeht. Eine willentliche Abtreibung ist nie schön, manchmal aber leider ein Ausweg für die betroffene Frau - aus welchen Gründen auch immer. Ich maße mir als Mann nicht an, darüber zu befinden.

  85. 15.

    Unfassbar, wie vehement hier von einigen darauf gepocht wird, dass unbedingt alles, was nur entfernt als "leben" zu bezeichnen ist, unbedingt am Leben erhalten werden muss - ganz egal, wie die Umstände sind. Wenn jemand kein Kind bekommen möchte - sei es nach einer Vergewaltigung, durch Versagen eines Verhütungsmittels oder weil es andere Umstände unmöglich machen - wird das Kind, das dann zwangsweise doch geboren wird, nicht die Liebe erhalten, die es verdient. Was wäre das für ein Leben? Sowohl das der Mutter, als auch das des Kindes wäre ruiniert.
    Und wenn ein Mensch durch Krankheit oder hohes Alter nur noch leidet, kann ihm keiner die entscheidung abnehmen, weiter zu leben (zu müssen). Nur man selbst spürt, ob man noch weiter kann oder möchte, oder ob es unterträglich wird. Es ist vermessen, das für einen anderen menschen zu bestimmen oder ihm gar vorzuschreiben, weiterzuleben, wenn jemand sich nur noch quält.

  86. 14.

    Mensch, rrb24 von 17:33,

    Sie berichten über eine Demo und eine Gegen-Demo? Echt jetzt? Da wäre ich nie drauf gekommen... Gut, daß Sie Herrn Oesterle da mal Bescheid gegeben haben. Mit Fakten argumentieren - geht's noch?!
    ---
    Danke für die - Sie können's halt nicht lassen - sogenannten Lebensschützer in Anführungsstrichen. Wieso eigentlich sogenannt?
    Was Kritiker uns vorwerfen, steht schon in der fetten Unter-Überschrift: "religiösen Fundamentalismus" (Anführungsstriche, weil Zitat).
    Beleg(e)?

    Vermutlich wurden Fotos von (nicht: mit, sorry) abgetriebenen Embryonen mitgeführt.
    Aber das wäre ja entsetzlich: Man soll sich doch kein Bild machen vom angerichteten Unrecht, oder? Wo käme man denn da hin?!?

    Last but not least, liebes Des-Inforadio: Es gibt kein "Recht auf Abtreibung". Und: Es gibt kein Recht auf Abtreibung.

    Schönen Tach noch!

  87. 13.

    In diesem Zusammenhang hat der frühere Bundespräsident Johannes Rau eine wegweisende Rede gehalten, da ging es um die Schillernheit der embryonalen Stammzellenforschung und die pränatale Implantationsdiagnostik. Bei beiden Bundestagsabstimmungen wurde ja der Fraktionszwang aufgehoben und die Abstimmung zur persönlichen Gewissensfrage erklärt.

    Er machte in diesem Zusammenhang auf die Fragwürdigkeit der Früherkennung aufmerksam und darauf, dass aus einer Mögiicikeit irgendwann ein faktischer Zwang erwachsen könne mit der Folge, dass sich Eltern bei bewusstem Nichtwissenwollen darüber erklären müssten. Auch schrieb er zur Abtreibung, dass die Not von Frauen eben nicht mit diesen beiden medizinischen Techniken verglichen werden könne. Wenn die Not so groß sei, dass andere Möglichkeiten ausscheiden, könne es nicht Aufgabe des Staates sein, dieses zu verhindern.

  88. 12.

    Mein zweiter Punkt war, dass ich mir mehr argumentativen Diskurs wünsche. Es bringt den Leuten sehr wenig, wenn sie wissen, dass irgend eine katholsiche Partikular-Organisation die Äußerungen beim "Marsch für das Lebem" für zu plakativ hält. Öffentliche Kundgebungen sind mit Artikel 8 Grundgesetz deshalb als zentrales Rechtsgut vorgesehen, weil sie weltanschauliche Inhalte in die Öffentlichkeit tragen und so zur demokratischen Meinungsbildung beitragen. Ich lese hier beim RBB kein Wort darüber, was bei den Demonstrationen gesagt wurde und vor allen Dingen keine Gegenüberstellung der zentralsten Statements. Darum geht es doch: Eine inhatliche Streitkultur, in der die schlüssigeren Fakten gewinnen und nicht derjenige, der lauter schreit, mehr Geld oder die bessere Lobby hat. Meinere Vorstellung nach sollten die Medien eine solche Streitkultur durch Berichterstattung unterstützen. Übrigens sind meine Kommentare gar nicht zentral auf den RBB gemünzt, sondern ein allgemeines Statement.

  89. 11.

    @rbb24: Was möchten Sie mir damit sagen? Das steht doch schon im Artikel. Ich habe auf die Sachlage zur Abtreibung verwiesen, über die der RBB nicht aufgeklärt hat, obwohl er vom Bundesverfassungsgericht eigentlich dazu verpflichtet wäre, die Öffentlichkeit diesbezüglich aufzuklären und Partei für das Grundgesetz und damit auch Partei für das Recht auf Leben zu ergreifen. Ich glaube nicht, dass es der journalistische Standard des RRB ist, verfassungsfeindliche Bestrebungen ("Rechte auf Abtreibung") -egal ob jetzt aus Demonstrationen oder jeglichen anderen Kontexten- vorbehaltlos und gleichberechtigt zu verfassungskonformen zu verbreiten? Oder würden Sie auch vorbehaltlos berichten: " Rund 2.000 Feministinnen zogen am Vormittag für das Recht auf Tötung von Flüchtlingen vom Wittenbergplatz zum Pariser Platz." Einfach so? Ohne Kritik? Ich muss sagen, ich erwarte vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Parteinahme für das Grundgestz.

  90. 10.

    Ihrem fundamentalistischen Kommentar halte i.dagegen das ich "In Würde Sterben "möchte.Niemand wird mir da reinreden besonders keine Glaubensfanatiker.Wollen Sie allen ernstes einem Vergewaltigenopfer o.Teenager hier vorschreiben wie sie zu entscheiden haben? Wir leben hier in einem pluralistischen demokratischen Staat. Den Aufrechten Demokraten sei Dank.Selbst Irland hat sich dem unterdrückenden Katholizismus frei gemacht u.leben glücklich u.zufrieden bis an ihr Lebensende.

  91. 9.

    Hallo Herr Oesterle,

    wir berichten hier über eine Demo und eine Gegendemo. Bei der einen demonstrieren Menschen für das "Recht auf Abtreibung", bei der anderen geht es um das "Lebensrecht".

    Viele Grüße!

  92. 8.

    Teil 3 v. 3: (Auszüge aus dem Urteil: Fortsetzung)„Der Schwangerschaftsabbruch muß für die ganze Dauer der Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen und demgemäß rechtlich verboten sein.“ (4. Leitsatz) „Schwangerschaftsabbrüche, die ohne Feststellung einer Indikation nach der Beratungsregelung vorgenommen werden, dürfen nicht für gerechtfertigt (nicht rechtswidrig) erklärt werden.“ (15. Leitsatz) „Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat schließlich auch, den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben. Deshalb müssen die Organe des Staates in Bund und Ländern erkennbar für den Schutz des Lebens eintreten […und…] haben allgemein den Willen zum Schutz des ungeborenen Lebens zu stärken […]. Öffentlich-rechtlicher wie privater Rundfunk sind bei Ausübung ihrer Rundfunkfreiheit der Würde des Menschen verpflichtet; ihr Programm hat daher auch teil an der Schutzaufgabe gegenüber dem ungeborenen Leben.“ (Rn. D.I.3.d)

  93. 7.

    95% aller Kinder mit vorgeburtlich diagnostiziertem Down-Syndrom werden heute abgetrieben. Wer das bedenklich findet, wird niedergebrüllt und schikaniert. Deutschland, wie kann es sein, dass Egoismus derart über Argumente siegt? Wie, dass sogar gewissenhaft reflektierte höchstrichterliche Rechtsprechung derart schnurz ist? Bitte begreift doch endlich: Wenn wir anfangen, das Recht auf Leben über Äußerlichkeiten zu definieren (Gehirnströme, Abhängigkeit, Hilfsbedürftigkeit), wird niemand mehr eine schlüssige Grenze zwischen lebenswert und lebensunwürdig ziehen können.

    Auszüge aus dem Urteil / Nachweise:

    „Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet.“ (1. Leitsatz)

  94. 6.

    Teil 1 v. 3: Ich schäme mich unsäglich dafür, wie wir heute mit Abtreibung umgehen. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Leitsprechung zur Abtreibung (BVerfGE 88, 203) festgestellt, dass Abtreibung grundsätzlich nicht mit der Menschenwürde vereinbar ist und daher vor dem Grundgesetz grundsätzlich illegitim und verboten sein muss: Jedes Kind hat spätestens ab Einnistung in die Gebärmutter ein Lebensrecht (13. Tag). In der Hoffnung, durch Aufklärung mehr Kinder vor verfassungswidrigen vorgeburtlichen Tötungsakten bewahren zu können, als durch strafrechtliche Verfolgung, eröffnete das Gericht die Beratungsregelung. Gleichzeitig verpflichtete es mit Nachdruck alle staatlichen Institutionen und auch den Rundfunk dazu, das öffentliche Bewusstsein über das Unrecht der vorgeburtlichen Kindstötung aktiv zu erhalten. Heute schert das keinen mehr. Populisten machen wahrheits- und verfassungswidrig Propaganda für ein Recht auf Abtreibung und der RBB stellt dieses „Recht“ hier als Fakt dar.

  95. 5.

    Ich finde es schon sehr interessant,dass für alles demonstriert werden darf, nur nicht für das Leben! Wenn schon Meinungsfreiheit, dann doch bitte für Alle! Wer zählt denn die vielen Tränen, die nach einem Schwangerschaftsabbruch geweint werden... Aber darüber spricht man nicht - das ist ja voll uncool!

  96. 4.

    Früher haben die Frauen illegal abgetrieben und viele sind daran gestorben!
    Glaubt ihr irgend jemand würde abtreiben und sich gut dabei fühlen?!
    Jede Frau sollte entscheiden ob sie sich in der Lage fühlt ein Kind groß zu ziehen.
    Kein Männer dominierter Vereinigung wie die katholische Kirche hat den Frauen vorzuschreiben, wie sie ihr leben gestalten sollen! Denn die Frauen sind die, die sich am Ende um die Kinder kümmern müssen!

  97. 3.

    1000? Ein vielfaches würde ich doch meinen, schon letztes Jahr demonstrierten 8000 gegen Abtreibung.

  98. 2.

    Es gibt kein gutes Töten...ob nach einer Vergewaltigung, einer ungewollten Schwangerschaft im Teenageralter oder am Ende eines Lebens, das sich der einzelne Mensch auch nicht selbst schenken konnte!

    Es gibt auch keine "Zellhaufen"...das sind Menschen am Beginn ihres Lebens!

  99. 1.

    Naja solange diese Fundamentalisten schweigend u.friedlich demonstrieren ok.In den USA gibt es leider mittlerweile sogar die Christ-Terroristen die mit harten Bandagen gegen Personen vorgehen welche sich für eine Abtreibung entschließen.Jeder Frau sollte das Recht auf freie Entscheidung erhalten bleiben u.es ist sogar sehr wichtig.Insbesonders nach einer Vergewaltigung o.einer sonstigen ungewollten Schwangerschaft z.b.im Teenageralter.
    Das Recht auf Würde im Alter u.bei aussichtsloser Krankheit selbst bestimmen zu dürfen wann man Abtritt aus dem Leben ist ebenso unumstritten und zu berücksichtigen.Insbesonders v.d.Angehörigen.Ich selbst habe mich für ein Würdevollen Abgang entschieden,sollte es denn soweit sein.

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