Transport nach Polen - Wieder rollt US-Militär durch Brandenburg

Wachwechsel in Polen: Die US Army schickt eine Brigade zur Operation "Atlantic Resolve" an die Nato-Ostflanke. Dabei wird das Militärgerät wohl auch wieder Brandenburg durchqueren. Anfang des Jahres sorgte das im Land bereits einmal für Kritik.

Ende der Woche rollen vermutlich wieder US-Panzer durch Brandenburg in Richtung Polen – voraussichtlich auf Güterzügen. Außerdem wird noch jede Menge anderes militärisches Gerät auf der Schiene nach Polen gebracht.

Die Armeegüter sind Nachschub für die Operation "Atlantic Resolve" der US- Streitkräfte zusammen mit dem polnischen Militär, die seit 2014 in Polen läuft – ausgelöst durch die Krim-Krise und als Machtdemonstration  gegenüber Moskau gedacht.

Transport auf der Straße bisher nicht geplant

Das Militärmaterial – darunter die 24 Schützenpanzer - ist am Sonntag in Bremerhaven angekommen und wird seit Dienstag auf der Straße nach Bergen transportiert. Von dort aus wird es auf Züge verladen und weiter nach Polen gebracht – vermutlich auf der gleichen Strecke wie bereits im Januar und März. Die ginge dann durch Brandenburg.

Ob es möglicherweise auch einen Transport auf der Straße durch Brandenburg geben wird, ist bisher unklar. Geplant sei das nicht, die letzte Entscheidung darüber liege aber beim US-Militär, sagte der Pressesprecher der Landeskommandos Bremen, Lars Dörmann, rbb|24. Die US-Army müsse sich mit der Deutschen Bahn über die Transportkapazitäten abstimmen.

US-Brigade in Polen wird abgelöst

Material und Ausrüstung gehören zu einer Brigade der 1. US-Infanteriedivision in Kansas. Sie löst ihre Vorgänger-Brigade ab, die vor neun Monaten in Polen ankam. Die Rückreise der abgelösten Brigade erfolgt dann in den nächsten Wochen über Deutschland als Transitland - also vermutlich auch wieder durch Brandenburg.

US-Truppentransport sorgte für Proteste in Brandenburg

Anfang des Jahres hatte es wegen des US-Truppentransports durch Brandenburg Proteste gegeben: Politiker der mitregierenden Linkspartei demonstrierten vor den Toren des Truppenübungsplatzes Lehnin.

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich skeptisch über den Transport. Bei einem Neeujahrsempfang in Cottbus sagte er: "Ich glaube, dass wir trotz aller Schwierigkeiten den Dialog mit Russland suchen sollten." Dass sich Woidke, der auch als Polenbeauftragter der Bundesregierung agiert, für die Interessen Russlands stark machte, sorgte für einen Eklat.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.09.2017, 14:30 Uhr

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32 Kommentare

  1. 31.

    "Aber die Russen wären schon hier bzw. in Polen wenn dort keine Nato-Truppen stationiert wären."
    Glaubst du diesen Blödsinn ernsthaft? Auch deine weiteren Sätze zeugen von ernsthafter Indoktrinierung,woher auch immer. Oder sind solche Ansichten etwa durch die geografische Herkunft bedingt? Fakt ist jedenfalls,der Amerikaner ist immer noch hier,der Russe aber nicht mehr. Ich brauch beide nicht mehr im Land.

    Deine Ansichten sind so einseitig und undifferenziert,dass ich hoffe,dass du dafür bezahlt wirst. Gibt es ja alles heutzutage. Falls nicht,hast du mein Beileid.

    @bauer
    Wer ist denn "euch"? Keine Sorge,der Großteil der Bevölkerung fällt nicht auf das Gekreische rein,dass den Russen zum neuen alten Feind machen soll.

  2. 30.

    Und nur bevor sie mir etwas unterstellen wollen : Auch die Krim kann durch einen neuen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag wieder zu Rußland wechseln. Das ist aber nur allein durch einen neuen völkerrechtlichen Vertrag zwischen Ukraine und Rußland möglich. Bisdahin bleibt es ein Faktum, dass die Krim ein durch eine fremde Macht besetzes
    Terretoritum ist, das durch kriegerische Mittel - zu dem unter Verletzung der Haager Landkriegsordnung - eingenommen wurde.

  3. 29.

    Was Sie "schön reden" nennen ist schlicht und ergreifend die Anerkennung von logischen Fakten. Das nennt man Argumentation. Die Zuteilung der Krim an die Ukraine durch Chruschtschow war selbstverständlich völkerrechtlich falsch aber damals eine innersowjetische Angelegenheit. Ob dies aber völkerrechtlich verbindlich war ist insofern unerheblich, da die Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine bzw. dessen damals faktische terretoritale Gesamtheit u.a. durch Rußland durch den völkerrechtlich verbindlichen Vertrag des Budapester Memorandums von 1994 anerkannt wurde. Der Wechsel der Krim wurde also nachträgllich völkerrechtlich legitimiert und von Rußland anekannt. Dieser völkerrechtlich bindende Vertrag von 1994 ist nachwievor gültig und verbindlch. Genau nach diesem Maßstab wird gemessen und letztlich der Einmarsch Rußlands mit Freischärlertruppen in die Ukraine als Agression definiert.

  4. 28.

    Wie ich schon sagte. Ich und "meinesgleichen" sind dafür, daß jetzt den Kriegstreibern auf beiden Seiten die rote Karte gezeigt wird. Nur Gespräche bringen weiter. Ein Gleichgewicht muß wieder her. Und was haben eigentlich die USA in der Ukraine verloren? Genauso wenig wie die Russen, denke ich.

  5. 27.

    Warum relativieren Sie hier den Aggressor Rußland? Putin hat sich demaskiert, als er seine namen- und rangabzeichenlose und als Jagdausflügler getarnte Soldateska die Macht auf der Krim hat übernehmen lassen. Und solch einem Regime wollen Sie die Tür ins Baltikum oder nach Polen aufhalten? Oder wollen Sie etwa etwas noch schlimmeres: Ein Westeuropa unter dem Einfluss und "Schutz" Russlands? Dann stünden Sie und Ihresgleichen nicht mehr auf dem Boden dieser bundesdeutschen Verfassung.

  6. 26.

    Wie völkerrechtsverbindlich war den die Zuteilung der Krim zur Ukraine durch Nikita Chruschtschow damals gewesen. Können Sie das auch noch schön reden?

  7. 25.

    Und wie immer, wenn etwas westliches oder unbekanntes oder fremdes kommt:
    Erst mal meckern!

    Aber euch hört zum Glück kaum noch ein junger Mensch zu.

    Wird man ja auch krank von dem ganzen Hass auf andere.


  8. 24.

    Nur weil Putin schon länger an der Macht ist, ist seine Einmischung in ukrainische Angelegenheiten gerechtfertigt im Gegensatz zu jener in der USA? Abgesehen davon war damals Obama an der Regierung (ach nicht viel besser aber Fakt). Die Einmischung und Destabilisierung der Ukraine ging von beiden Seiten aus So oder so rechtfertigt weder das eine noch das andere die militärische Annektion der Krim, eindeutig ein Bruch des Völkerrechts in dem das international anerkannte Gebiet eines anderen Staates beetzt wurde. Der Handstreich durch Freischärlertruppen (Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung) war derart gut organisiert, dass dies nur von langer Hand geplant war.

  9. 23.

    Ich darf Sie daran erinnern, daß Putin lange vor Trump da war und daß der Westen sich in die Angelegenheiten der Ukraine eingemischt hat und das Land destabilisiert hat, mit Unterstützung der CIA. Fakt.

  10. 22.

    Die hier geäusserte Kritik an dem Fakt, dass unsere Nato-Bündnispartner auch die Natoaussengrenzen durch Militärpräsenz schützen, wird hoffentlich niemals mehrheitsfähig. Natürlich findet weiterhin ein Dialog mit den Russen statt. Aber die Russen wären schon hier bzw. in Polen wenn dort keine Nato-Truppen stationiert wären. Ich bin stolz auf unsere friedliebende, in der EU und im Nordatlantikpakt verankerte Demokratie westlichen Zuschnitts. Und zu dieser gibt es auch keine Alternative (für Deutschland).

  11. 21.

    Warum die Brigade abgelöst wird,lässt man einfach unter den Tisch fallen. Natürlich rein zufällig.
    Dabei ist das doch die erste Frage,die man sich stellt. Welchen Sinn hat es eine ganze Brigade samt Ausrüstung nach nur 9 Monaten wieder auszutauschen? Man umgeht damit einen Verstoß gegen die Nato-Russland-Akte,wonach eine dauerhafte Stationierung von Truppen in Osteuropa verboten ist.

    Oder bringt etwa jede Brigade ihr eigenes Kriegsgerät mit,nimmt es aber beim Abzug nicht mit,so dass es vor Ort angehäuft wird? Würde mich auch nicht wundern..

  12. 20.

    "Du hast wohl vergessen,das die Russen,auf ihre eigene Territorium sind,was hat dort die Nato,und amerika zu suchen?"

    Und falls Sie auf das Manöver in Weißrußland bzw. in Polen anspielen:

    1) Befanden sich die russichen Truppen nicht auf "eigenem" sondern auf weißrussichem Gebiet. Natürlich legal da auf Einladung Weißrußlands.

    2) Die amerikanischen Truppen befinden sich ebenfalls in Polen und in den baltischen Staaten völlig legal, da diese von ihren Bündnispartnern eingeladen wurden.

    Das eine wie das andere mag einem nicht passen. Aber so lange souveräne Staaten das Militär anderer Staaten als Gäste einladen, haben diese sehr wohl dort etwas zu suchen. Ob russische Truppen beim Manöver in Weißrußland oder amerikanische Truppen in Polen. Aber beide Manöver sind gleichermaßen eine gefährliche Machtdemonstration aus der Logik der Stärke heraus und müssen daher beide logischerweise gleichermaßen kritisiert werden. Wer nur einseitig eine Seite kritisiert ist ein Heuchler.

  13. 19.

    "Aber dazu braucht es keine größenwahnsinnigen Yankees, sondern Politiker mit Augenmaß. "

    Bei aller gerechtfertigten Kritik an Trump, Putin sit auch ein größenwahnsinniger Diktator der keinen Deut besser ist. Wer A sagt mus auch B sagen.

  14. 18.

    Und noch etwas: Polen und die baltischen Saaten sind souveräne Staaten und wenn diese die USA "einladen", dann haben die dort eben sehr wohl etwas zu suchen. Mittel- und Osteuropa ist nicht der angestammten Einflussbereich Rußlands. Es ist das gute Recht dieser Staaten ihre Souveränität zu schützen.

  15. 17.

    "Aniteuropäisch" ist völlig übertrieben, bestenfalls EU-kritisch und an der EU gibt es durchaus genug zu kritisieren. Sie sollten mal Ihre deutsche Nabelschau verlassen und einsehen, dass viele Mittel- und Osteuropäische Staaten historisch und geopolitisch ein Sicherheitsbedürfnis zum Schutz vor russischen Agressionen haben. Aus Ermangelung einer Alternative blieb diesen Staaten nach 1990 nichts anderes übrig der NATO beizutreten um Ihre neugewonne Souveränität zu schützen. Dass dies Rußland - obwohl kein Vertrag und keine Garantie gegen eine NATO-Osterweiterung existiert - zumindest provoziert ist nachvollziehbar. Daher ist die einzige Lösung eine Emanzipation Europas von den USA/NATO und Rußland gleichermaßen durch eine europäische Konföderation und ein starkes europäisches MIlitärbündins. Dann können auch Abrüstungsgespräche beginnen. Vorher wird es bei den Muskelspielen zwischen Kriegstreiber USA und Rußland bleiben und Europa wird weiterhin zwischen beiden Mächten aufgerieben.

  16. 16.

    Ich habe Ihnen nicht das DU angeboten. Und die Russen sind eben nicht auf Ihrem eigenen Terretorium sondern auf fremden Terretorium das nach dem völkerrechtlich bindendem Vertrag dem Budapester Memorandum von 1994 eindeutig zur Ukraine gehört. Daher war die Annektion der Krim ganz klar ein aggresiver Akt gegen einen anderen souveränen Staat. Von der Einmischung im ukrainischen Bürgerkrieg ganz zu schweigen.

  17. 14.

    "Und weder NATO-Gegner noch Rußlandgegener kommen die Idee dass nur ein rein europäisches Verteidigungsbündins (mit dem Atommächten Frankreich und GB) uns wirksam gegen beide Feinde verteidigen kann."

    Vor allem bei der jetzigen antieuropäischen Wetterlage innerhalb Europas kann das nicht ihr Ernst sein. Nein, es müssen wieder Abrüstungsgespräche stattfinden. Gab es ja schon mal und hat eine Zeit lang gut funktioniert. Aber dazu braucht es keine größenwahnsinnigen Yankees, sondern Politiker mit Augenmaß.

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