Hostel in der Weserstraße wurde mit Farbbeuteln beworfen (Quelle: rbb/Barke)
Bild: rbb/Barke

Weserstraße/Neukölln - Bezirksamt lässt illegal betriebenes Hostel räumen

Das Bezirksamt Berlin-Neukölln hat am Montag ein nach seinen Angaben illegal betriebenes Hostel ohne Baugenehmigung geschlossen. Das "Fantastic Foxhole Hostel" in der Weserstraße sei durch die bezirkliche Bau-und Wohnungsaufsicht geschlossen und versiegelt worden, teilte das Bezirksamt mit.

Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) bedauerte den Schritt. "Der Betreiber hat uns aber leider keine andere Wahl gelassen. Die Strategie darauf zu hoffen, dass der Bezirk einen vorsätzlichen und fortgesetzten Rechtsbruch einfach toleriert, geht in Neukölln nicht auf", so Biedermann.

Pächter beschwert sich

Der Pächter kritisierte die Maßnahme als unverhältnismäßig. Zudem sei die Räumung vorher nicht durch einen Gerichtsvollzieher angekündigt worden, erklärte er in einer Pressemitteilung.

Oberverwaltungsgericht entschied gegen Betreiber

Das Oberverwaltungsgericht Berlin hatte Anfang September entschieden, dass das Hostel rechtswidrig betrieben wird. Das Gericht bestätigte damit die Rechtsauffassung des Bezirksamtes Neukölln, das dem Betreiber den Betrieb im April untersagt hatte.

Im Juli bekräftigte die Behörde diese Auffassung und wies einen Antrag auf Änderung der Nutzungsordnung zurück. Zur Begründung hieß es, das Hostel sei eine zu große Belastung für die Nachbarn im Wohngebiet.

Der Betreiber unterlag mit seiner Klage letztlich vor Gericht.

Sendung: Abendschau, 09.10.2017, 19:30 Uhr

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