Krankenschwestern kümmern sich am in Berlin in der Flüchtlingsnotunterkunft im ehemaligen Flughafen Tempelhof im Medical Center um ein Kind. Die Kontrolle macht oft das Gesundheitsamt (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
Audio: Inforadio | 24.10.2017 | Christoph Reinhardt | Bild: dpa

Mehr Personal im öffentlichen Dienst ab 2018 - 400 neue Stellen für Berlins Gesundheitsämter

Sie beraten Behinderte, kontrollieren die Krankenhaus-Hygiene oder untersuchen Kinder vor der Einschulung: Berlins Gesundheitsämter kümmern sich um vielfältige Aufgaben - und bekommen dafür bald mehr Personal. Offen ist noch, ob sich die Bezahlung verbessert.

Der Berliner Senat hat am Dienstag beschlossen, den öffentlichen Gesundheitsdienst von derzeit 1.631 auf künftig 2.033 volle Stellen auszubauen. Damit sollen bis zum Jahr 2021 rund 400 neue Stellen hinzukommen. Die ersten neuen Mitarbeiter sollen 2018 eingestellt werden. Zuvor muss allerdings noch das Abgeordnetenhaus dem Senatsbeschluss zustimmen.

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) begründet den gestiegenen Personalbedarf mit dem Einwohnerwachstum Berlins. Die Gesundheitsämter müssten mitwachsen, sagte Kolat, denn sie seien entscheidend, um "sozial bedingte gesundheitliche Nachteile auszugleichen".

Wie attraktiv sind die neuen Stellen?

Die Berliner Gesundheitsämter stellen unter anderem den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst, den zahnärztlichen Dienst und den sozialpsychiatrischen Dienst. Andere Mitarbeiter kümmern sich um den Infektionsschutz oder die Einschulungsuntersuchung, beraten behinderte Menschen oder überwachen die Hygiene in den Krankenhäusern.  

Bezahlung soll sich verbessern

Bei der tatsächlichen Besetzung der angekündigten Stellen dürfte die Bezahlung eine Herausforderung sein. Ärzte etwa verdienen bislang in Berlin im öffentlichen Gesundheitsdienst deutlich weniger als an einer Klinik. Senatorin Kolat kündigt an, das zu ändern: "Um die Stellen besetzen zu können, müssen wir die Bezahlung verbessern", sagte sie. Deshalb will Kolat nach eigener Aussage dafür kämpfen, Gehälter im Gesundheitsdienst denen bei konkurrierenden Arbeitgebern anzugleichen.

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