Die neue mobile Überwachungskamera der Polizei steht am 21.09.2017 in Berlin bei einem Pressegespräch am RAW-Gelände. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Überwachung an kriminellen Brennpunkten - Mobile Videowagen lassen auf sich warten

"In den nächsten Tagen" sollten sie kommen, die neuen Überwachungswagen von Innensenator Andreas Geisel (SPD). Das war vor drei Wochen, Ende September. Geisel präsentierte stolz seine neue Technik beim RAW Gelände: mobile Kameras, festgeschnallt in luftiger Höhe an einem Mast auf einer Art Anhänger zur Überwachung an sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten. Doch bisher sind keine da. Der Einsatz der mobilen Videokameras der Berliner Polizei verzögert sich. Das bestätigte am Mittwoch auch die Polizei: "Ein konkreter Termin für den Echtbetrieb der Video-Anhänger kann derzeit noch nicht benannt werden." Die Inbetriebnahme sei aufwendiger als erwartet, hieß es. Wann die Wagen an den Start gehen, werde die Polizei berichten.

Seit Langem streiten sich Berlins Politiker und Datenschützer über den Einsatz von Überwachungskameras an öffentlichen Straßen und Plätzen. Die zwei mobilen Überwachungswagen sollen zunächst in einer dreimonatigen Testphase "anlassbezogen" an fünf kriminalitätsbelasteten Orten in der Hauptstadt eingesetzt werden. Anschließend wolle man sich erneut beraten, ob mehr Geräte angeschafft werden.  

Zu den Orten zählen der Alexanderplatz (Mitte), das Kottbusser Tor (Kreuzberg), der Hermannplatz (Neukölln), der Leopoldplatz (Wedding) und die Warschauer Brücke (Friedrichshain).

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9 Kommentare

  1. 9.

    Nö! Ich bin einer der dutzenden Kriminellen, die rund um den Überwachungswagen ihrer "Beschäftigung" nachgehen und den beiden Polizisten zurufen: "Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!" :o)

  2. 7.

    Das sind MOBILE Überwachungswagen. D.h. die stehen nicht einfach so in der Gegend rum, sondern da sind auch immer 2 Polizisten anwesend - der eine zieht und der andere schiebt !o)

  3. 5.

    Wenn diese mobilen Überwachungswagen stehen, wer beschützt sie vor Beschädigungen oder Diebstahl? Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Wagen Objekte der Begierde "radikal linker Gruppen" werden.

  4. 4.

    Dit geb ich direkt ma zurück: typisch Wladimir, große Fresse und nix dahinter. Hockt den ganzen Tag in Zossen vor dem Rechner, und kommentiert alle Beiträge, und macht allet madig (außer AfD und Ami-Panzern, die mag er). Ganz armet Würstchen!

  5. 3.

    Einfach IP-Cams anbringen, fertig. Was soll der Quatsch mit diesen "unauffälligen" Schrott? Also langsam denke ich wieder an "Neuland" wie der Bundeskanzler (Merkel) mal sagte.

  6. 2.

    Typisch Berlin, große Fresse und nix dahinter.
    Termine nicht einhalten darin ist der Senat ja suuuuper.

  7. 1.

    "Die Inbetriebnahme sei aufwendiger als erwartet, hieß es."
    Wie immer, schnell mal aus der "Hüfte" geschossen um beim Wähler zu Punkten.
    Und nun geht wie immer wieder mal nichts.

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