Symbolbild: Polizeikräfte bei einem Einsatz im Fussballstadion in Berlin. (Quelle: imago)
Video: Abendschau | 13.11.2017 | Boris Hermel | Bild: imago

Geisel im Innenausschuss - Gewalt rund um Fußballspiele in Berlin geht zurück

Die Massenschlägerei, die sich Hooligans im Februar in Berlin-Moabit lieferten, rief auch die Politik auf den Plan. Insgesamt aber, so bilanziert Innensenator Geisel am Montag, hat die Gewalt rund um Fußballspiele in den letzten Jahren deutlich abgenommen.

Die Zahl gewalttätiger Vorfälle am Rande von Fußballspielen in Berlin ist zurückgegangen, das erklärte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag vor dem Innenausschuss im Abgeordnetenhaus.

Von 181 Fußballspielen der Saison 2016/17 seien mehr als hundert störungsfrei verlaufen, bei 34 habe es nennenswerte Vorkommnisse - dazu zählt etwa der unerlaubte Einsatz von Pyrotechnik - gegeben. 79 Menschen wurden verletzt, darunter 27 Einsatzkräfte. "Das ist der niedrigste Wert seit der Saison 2013/14, die Zahl hat sich halbiert", sagte Geisel. 

Mehr Polizei - weniger Gewalt

Ursache des Rückgangs sei der starke Einsatz von Polizeikräften. In der vergangenen Saison leisteten rund 17.500 Polizisten bei sportlichen Großveranstaltungen insgesamt mehr als 116.000 Einsatzstunden - sechs Prozent mehr als in der Vorsaison.

Anlass für die Anhörung sind Ausschreitungen vor einem Bundesligaspiel im Berliner Olympiastadion am 25. Februar dieses Jahres zwischen Hertha BSC und Eintracht Frankfurt.

Massenschlägerei im Februar

Sogenannte Ultras beider Mannschaften waren in Moabit massiv aneinandergeraten. Maskierte Schläger attackierten einander mit Flaschen, Bierkisten, Stühlen und Feuerwerkskörpern. Sechs Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden, 96 Beteiligte wurden laut Polizei festgenommen und mit Stadionverboten belegt.

In den vergangenen Jahren war die Situation zwischen den beiden Fangruppen immer wieder eskaliert.

Mit Informationen von Holger Hansen

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Wieso zeigen Sie in einem Bericht zur Entwicklung des Gewaltpotentials bei Fussballspielen in der Saison 2016/17 ein Foto
    eines Spiels, das im März 2015!!! im Stadions An Der Alten Försterei
    stattfand? Das sehe ich als journalistischen Fauxpas an!!!
    Achso, wie viele der Verletzten wurden durch Pfeffersprayeinsätze der Berliner Polizei gegenueber unbeteiligten Fussballfans (auch Familien!) geschädigt, z.B. beim völlig überzogenen Polizeieinsatz im Januar 2016 vor dem Benefizspiel 1.FC Union - Austria Salzburg?
    Übrigens hat die Polizeiführung die Unrechtmässigkeit der damaligen Übergriffe eingestehen müssen!

  2. 1.

    Schon komisch, dass es ausgerechnet bei der Hertha neuerdings derartige Probleme gibt. Wo man doch sonst gern den Biedermann gibt.

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