Illustration: Geschützter Radstreifen (Quelle: SenUVK/Bloomimages)
Audio: Inforadio | 07.11.2017 | Bild: SenUVK/Bloomimages

Konzept für mehr Verkehrssicherheit - Grüne Streifen für Berlins Radfahrer

Radfahrer in Berlin sollen künftig auf grünen Wegen unterwegs sein. Außerdem will der Senat diese durch Schutzstreifen oder Poller sichern. Der Ort für den ersten Test steht bereits fest.

Fahrradwege in Berlin sollen künftig einen grünen Belag bekommen und damit auch optisch von der übrigen Fahrbahn getrennt werden. Hauptziel sei mehr Sicherheit, teilte ein Sprecher von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) am Dienstag mit. Zudem verbinde man damit die Hoffnung, dass Fahrradstreifen weniger von Autos zugeparkt werden. Schon heute sind Fahrradwege an Gefahrenstellen - etwa an Kreuzungen - teils in Rot gehalten. Das soll auch so bleiben, sagte der Sprecher.

Der rot-rot-grüne Senat will den Fahrradverkehr in Berlin nicht zuletzt aus Klimaschutzgründen deutlich ausbauen. Die Farbpläne sind Teil eines nun vorgestellten baulichen Konzepts für sogenannte geschützte Radstreifen entlang von Hauptstraßen. Sie sollen zwei Meter breit sein. Auto- und Fahrradverkehr sollen durch ein Meter breite Schutzstreifen oder - wo das baulich möglich ist - auch Poller voneinander getrennt werden. Es soll auch Bereiche mit Parkstreifen geben. Außerdem sind Unterbrechungen für Kreuzungsübergänge und Nachtbus-Haltestellen vorgesehen.

Erster grüner Radstreifen in der Hasenheide

Nach Angaben Günthers wird Berlin als erste deutsche Kommune geschützte Radstreifen einführen. Die Umsetzung soll mit dem Start der Bausaison im Frühjahr 2018 beginnen. Der erste derartige Radstreifen entsteht in der Hasenheide - von Südstern bis Wissmannstraße auf der südlichen Seite.

Ingesamt sei derzeit geplant, rund ein Dutzend zusätzlicher Radstreifen anzulegen und diese auch gleich grün zu markieren, sagte ein Sprecher der Verkehrsverwaltung dem rbb. Wo genau sie sich befinden werden, sei noch nicht klar. Das werde derzeit mit den Bezirken abgestimmt.  

Langfristig, so der Sprecher der Verkehrsverwaltung weiter, sei geplant, alle Radwege in Berlin grün zu markieren. Konkrete Zeitangaben machte er dazu nicht.

Auch alte Radwege sollen grün werden

Derzeit verlaufen entlang der Berliner Hauptstraßen nach Angaben des Senats etwa 1.400 Kilometer Radwege. Hinzu kommen 400 Kilometer straßenunabhängig geführte Wege. Auch alte Radwege sollen grün markiert werden, wenn die laufenden Tests erfolgreich verlaufen.

Neben den geschützten Radstreifen soll die Verkehrssicherheit auch mit Maßnahmen wie gepflasterte Hochbord-Radwegen erhöht werden.

Kommentar

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53 Kommentare

  1. 53.

    Hallo Gabriele, sie wärmen da gerade wieder die Fahrrad- Steuer auf. Ein echter Klassiker. Nur einmal ein paar Denkanstöße dazu:

    Erstens finanziert sich unser Gemeinwesen ganz überwiegend aus allgemeinen Steuern, wie Einkommens-, Umsatz und Körperschafsteuer. Die zahlen alle nach gleichen Kriterien, der KFZ- Halter dank Pendlerpauschale oftmals deutlich weniger. Jeder dritte Neuwagen ist in der BRD gegenwärtig ein Firmenfahrzeug und wird damit über die Allgemeinheit mitfinanziert.

    Zweitens genügt das Steueraufkommen der KFZ- Steuer nicht einmal ansatzweise, um die immensen Kosten für Bau und Unterhaltung des Straßen (sic!) - Netzes aufzubringen.

    Drittens unterstellen Sie offenbar, dass Radfahrer niemals ein KFZ besitzen und dafür Steuer bezahlen. Auch das ist falsch.

    Weiter als mit dem Ruf nach einer Fahrrad- Steuer kann man sich von der Realität daher kaum entfernen.

  2. 52.

    An welchen Ecken hinkt den mein Beitrag? Geht das auch mal etwas konkreter?
    Was tragen denn Fahrraffahrer zu den Radwegekosten, Fahrradampeln, Verkehrsschildern etc. bei???
    Wo steht denn das die Autofahrer alle Kosten abdecken sollen, wo haben Sie das denn in meinen Beitag gelesen???

  3. 51.

    Sie machen einfach das, was Sie u. a. in der Fahrschule gelernt haben. Auch in von vornherein noch engeren Fahrbahnverläufen wollen Feuerwehr und Polizei durchkommen und haben Autofahrende entsprechend das Feld zu räumen.

  4. 50.

    Was mache ich um eine Rettungsgasse zubilden? Poller umfahren?

  5. 49.

    Wenn dadurch geschafft wird, dass die Fahrradfahren nicht mehr die Bürgersteige zu ihrer Fahrbahn machen, sollen sie doch die Straße mit Farbe beschmieren.
    Letztlich ein genau so dümmliche Vorschlag, wie seinerzeit von den Grünen aud der ganzen Stadt eine Tempo30Zone zu machen, oder dem Wahnsinn eines Staatssekretärs stattzugeben, Durchgangsstraße zu Fahrradstraßen zu machen.
    Mal sehen, was den in den nächsten drei Jahren noch alles so einfällt, den Bürger zu verarschen.
    Hier Schrottbusse vor dem Brandenburger Tor, da mit grüner Farbe beschmiert Straßen.
    Ich glaube, in drei Jahren wird RRG auf lange Zeit Geschichte sein.

  6. 48.

    Ooooooh, mir kommen gleich die Tränen.

    Vor Lachen!

    ...

    "...wie ein Irrer Fußgänger zu jagen? "... "Fahrrad-Terroristen"...

    Solchen Leuten wie ihnen gehört schnellstmöglich per MPU der Führerschein entzogen.

    Wer so schreibt, fährt vermutlich auch so. Und solche gemeingefährlichen Menschen gehören nicht in den Straßenverkehr.

    Weder auf dem Rad, oder schlimmer, in 15 Zentner Blech. Bei ersteren hoffe ich noch auf den Selbsterhaltungstrieb, bei letzteren ist die Gefährdung für die Allgemeinheit ungemein höher!

  7. 47.

    Glaubt wirklich einer im Ernst, dass, wenn es rote, grüne oder sonst farbige, Fahrradwege gibt, dass sich jetzt der Fahrradfahren daran hält, nicht mehr bei Rot die Kreuzung zu kreuzen, ohne Licht zu fahren oder wie ein Irrer Fußgänger zu jagen?
    Sicher, eine Kennzeichnungspflicht wäre ein Anfang, den Fahrrad-Terroristen das Handwerk zu legen.

    Und noch ein kleiner Tipp:
    Selber Schuld, wenn Sie sich auf den einlassen.
    Er und seinesgleichen wollen nur die Meinungshoheit in JEDEN Form erreichen.
    Nicht auf ihn und seinesgleichen reagieren und links liegenlassen.

  8. 46.

    *gähn*

    Können sie nicht einmal eine andere Platte auflegen wenn sie mich beleidigen und meine Meinung diskreditieren wollen?

    Ich bin sehr wohl in der Lage andere Meinungen nicht nur zuzulassen. Ich bin aber auch sehr wohl in der Lage meine Meinung unmißverständlich zu vertreten.

    Wenn ihnen meine Meinung(en) partout nicht gefallen, lesen sie sie einfach nicht, es zwingt sie niemand dazu.

    Ihr "Denkanstoß" war eben sehr, sehr einseitig aus der Sicht des Autofahrers. Das Auto ist nach wie vor das einseitig und massiv bevorzugte Verkehrsmittel und ihr "Denkanstoß" beweist wie sehr dieses Denken noch in den meisten Köpfen verankert ist.

  9. 45.

    wichtig wäre ja, welcher Belag dafür genutzt wird. Die bisherigen orangen Beläge sieht man zwar sehr gut, nur bei Nässe, im besten Fall noch Laub darauf, sind die wie Seife u alles andere als sicher zu befahren. Grundsätzlich befürworte ich diese Aktion jedoch. Es wird endlich Zeit, für Radschnellwege in Berlin!!!

  10. 44.

    "Auto- und Fahrradverkehr sollen durch ein Meter breite Schutzstreifen oder - wo das baulich möglich ist - auch Poller voneinander getrennt werden."
    Dazu hätte ich noch eine Überlegung: Wenn die Poller stehen, wo ist dann noch die Möglichkeit für Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr etwas näher an den "Ort" zu gelangen. Sind diese dann gezwungen den gesamten Nachfolgeverkehr aufzustauen ?

  11. 43.

    Das kann ja durchaus sein, jedoch sehe ich diese dann leider wohl nicht im Winterhalbjahr. Und ich möchte hinzufügen, hier im schönen Friedrichshain.

  12. 42.

    Nein. Zurückgegeben! Hier kommen auf 1000 Einwohner gerade einmal 341 zugelassene Autos (Stand 2015), warum sollten wir uns es weiterhin gefallen lassen dass eine Minderheit 90 % des Straßenraums beansprucht?
    Da fragt man sich woher Sie Ihre Zahlen beziehen.
    Ich frage mich weiter, woher Sie die Arroganz nehmen und behaupten ich würde Ihnen etwas diktieren. Lesen und anschließend darüber nur einmal kurz nachdenken und Sie wären zu dem Ergebnis gelangt, dass es ein "Denkanstoß" ist.
    Aber ich glaube, dass sie nicht in der Lage sind andere Meinungen als die Ihrige zuzulassen.

  13. 41.

    "... haben sich diese Transportmittel im Laufe der Zeit zu Autos usw. entwickelt."

    Sehr aufschlussreich ist Ihre Formulierung, die Vielfalt der Verkehrsmittel, die es ja schon historisch gab, für die jüngere Zeit auf "Auto usw." zu reduzieren. In der Tat war der Verkehr immer vielfältig gewesen und es war die Einfalt der 1930er bis 1970er Jahre - 40 Jahre innerhalb eines ansonsten sehr langen Zeitraums - eine Verkehrsart zu priorisieren.

    Der Wandel fängt zuallererst in den Köpfen an. Das hat schon längst begonnen, auch wenn es noch nicht alle mitbekommen haben.

  14. 36.

    Nun @Ferdinand, zu @IchMeinJaNur braucht man nichts mehr zusagen. Ein kranker Ideologe, der in seiner eigenen kranken Welt lebt. Nichts weiter.
    Ansonsten: Radfahrsteuer einführen, Kennzeichen für Radfahrer, TÜV für Radfahrer, Radfahrführerschein.

  15. 35.

    Ihr Kommentar ist so dumm wie falsch!

    Gerade Hochbordradwege sorgen an Einmündungen zu gefährlichen Situationen bis hin zu tödlichen Unfällen durch Rechtsabbieger.

  16. 34.

    Hallo Johanna, wir haben regelmäßig und ausführlich über den Volksentscheid Fahrrad berichtet, z.B. hier: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2017/05/volksentscheid-fahrrad-veroeffentlicht-ueberraschend-gesetzentwurf.html Herzliche Grüße

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