Eine Demonstrantin mit Bauhelm, Atem- und Ohrschutz steht am 14.11.2017 in Berlin-Spandau bei einer Protestaktion vor der Carlo-Schmid-Oberschule (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: Abendschau | 14.11.2017 | Marcel Trocoli Castro | Bild: dpa/Paul Zinken

Protestaktion wegen Baumängeln in Spandau - Berliner Lehrer protestieren gegen marode Schulen

Stellvertretend für Schulen aus ganz Berlin haben rund 45 Lehrer einer Oberschule in Spandau gegen den Zustand an ihrem Arbeitsplatz protestiert. Die Pädagogen der Carlo-Schmid-Oberschule demonstrierten am Dienstag vor dem Schulgebäude verkleidet mit Bauhelmen, Ohren- und Mundschützern.

Auf einem Transparent war "Es gibt keine Schrottschulen - nur falsche Kleidung" zu lesen. Die Aktion endete zu Unterrichtsbeginn um 8.15 Uhr.

Viele Berliner Schulen sind marode

Viele Berliner Schulen sind laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in einem bedenklichen Zustand, die Carlo-Schmid-Oberschule sei ein Extrembeispiel. "Die bauliche Verfassung hier ist seit Jahren absolut desolat. Wir wollen erreichen, dass die Politik endlich aus dem Tee kommt", sagte ein GEW-Sprecher.

Während der Herbstferien waren im Foyer der Carlo-Schmid-Oberschule Teile der Decke nach einem Wasserschaden eingestürzt.

Ex-Soldaten sollen Schulen bauen und sanieren

Wie die "Berliner Zeitung" am Dienstag berichtete, sollen Ex-Bundeswehrsoldaten künftig dabei helfen, Schulgebäude zu sanieren oder neu zu bauen. Darauf hätten sich die Berliner Bezirke in einem 10-Punkte-Plan zur Schulbauoffensive geeinigt.

Als Planer, Bauleiter oder Technische Zeichner sollen vor allem ehemalige Zeitsoldaten, die bei der Bundeswehr zum Beispiel Ingenieurswesen studiert oder eine Ausbildung als Bauzeichner gemacht haben, bei der Schulsanierung helfen. Auf die Idee kam der Spandauer AfD-Stadtrat Andreas Otti, selbst beurlaubter Berufssoldat.

Der rot-rot-grüne Senat hat bis 2026 etwa 5,5 Milliarden Euro veranschlagt, um Berliner Schulen zu sanieren und 42 Neubauten zu realisieren.

Sendung: Abendschau. 14.11.2017, 19:30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Die Berliner können sich eher u.a. bei den Herren Diepgen und Landowsky bedanken. Bei dem einen für den Bankenskandal, bei dem anderen für überflüssige Protzbauten inkl. gescheiterter Olympiabewerbung.

    So wenig ich die Herren Wowereit und noch weniger Hr. Sarrazin mag, die durften sie Scherben zusammenkehren die die cDU Regierung in Berlin hinterlassen hat.

    Also bitteschön nicht Ursache und Wirkung verwechseln!

  2. 2.

    Wozu für Schulen Geld ausgeben sind doch nur
    die Kinder der Steuerzahler.
    Braucht man alles für den von dem Senat fehlgeplanten Flughafen..

  3. 1.

    Die Berliner können sich nachträglich noch einmal beim smarten und eloquenten ehemaligen Bürgermeister Wowereit bedanken, der über ein Jahrzehnt die Stadt kaputt gespart hat (Bildung, Verwaltung, Justiz, Polizei...)!
    Eine zeitlang hat auch ein Finanzsenator, namens Sarrazin dabei erfolgreich assistiert, der danach große Sprüche klopfte!
    Das Geld für die maroden Schulen ist sich gut im BER verbaut!

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