HWR Berlin (Quelle: rbb)
Video: Abendschau | 07.11.2017 | Gabi Probst | Bild: rbb

Plagiatsvorwürfe gegen angehende Kommissare - Polizeistudenten sollen bei Prüfungen betrogen haben

An der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Lichtenberg haben angehende Kommissare nach Angaben eines Dozenten bei Hausarbeiten betrogen. Es gibt zudem den Verdacht, dass einige Studenten ihre Klausuren gar nicht selbst geschrieben haben.

Bei der Ausbildung von Anwärtern für den gehobenen Dienst der Polizei hat es nach Informationen des rbb Betrugsversuche gegeben. Polizisten, die an der Hochschule für Recht und Wirtschaft im Bachelorstudiengang "Gehobener Polizeivollzugsdienst" studieren, sollen demnach ihre Hausarbeiten nicht selbst geschrieben haben. Drei solcher Fälle sind der rbb-Abendschau von einem Dozenten bestätigt worden. Die Hochschule bestätigt diese Anzahl allerdings nicht.

Ein Lehrer erklärte gegenüber dem rbb, die Studierenden müssten die Hausarbeit in Form einer Präsentation vorstellen. "Bei dieser Präsentation kommt es vor allem darauf an, diese Hausarbeit in freier Rede vorzutragen. Dazu waren diese Studenten nicht in der Lage", sagte der Mann, der anonym bleiben will. "Sie haben das dann vorgelesen, haben sehr eng am Skript geklebt. Auf Nachfragen kam keine Antwort, beziehungsweise die Antworten waren dann radebrechend in schlechtem Deutsch, aber inhaltlich konnten sie keine Frage beantworten." Bei den angehenden Polizisten soll es sich um Studenten mit arabischen oder türkischem Migrationshintergrund handeln.

HWR Berlin (Quelle: rbb)
Knapp 1.500 künftige Kommissare studierten im Sommersemester an der HWR in Berlin-Lichtenberg. | Bild: rbb

Klausuren von jemand anderem geschrieben?

Es besteht darüber hinaus der Verdacht, dass Studenten Klausuren von anderen Studenten schreiben ließen. "Es ist nachgewiesen, das andere zu den Klausuren, vor allem in den Rechtsfächern gekommen sind - weil die in einem großen Raum geschrieben werden. Und dann hatten sich eben andere dafür ausgegeben, beziehungsweise haben einfach den Platz besetzt und die Klausuren für ihren guten Freund geschrieben" sagte der Dozent.

Nach Angaben des Lehrers bat die Hochschule die Polizeiführung um Hilfe und um Personal zur Kontrolle der Klausuren. Polizeiführung und Hochschule bestätigen, dass kürzlich 34 Polizisten die Klausuren an zehn Tagen beaufsichtigten. Das sei ein normaler Vorgang.

An der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Lichtenberg studierten im Sommersemester 2017 nach Angaben der Hochschule 1.449 künftige Polizei- und Kriminalkommissarinnen und –kommissare im Bachelorstudiengang "Gehobener Polizeivollzugsdienst". Angesichts der jüngsten Vorwürfe gegen die Polizeiakademie Berlin, verwahrte sich die Führung des Fachbereichts Polizei und Sicherheitsmanagement der Hochschule ausdrücklich gegen die pauschale Diffamierung von Studierenden und Menschen mit Migrationshintergrund.

 

Mit Informationen von Gabi Probst

Kommentar

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30 Kommentare

  1. 30.

    5parteitag, Entschuldigung, Ihr Argumentations- und Formulierungsniveau überfordert mich.
    Ich hab' Ihren Beitrag zwar gelesen aber nicht verstanden.

  2. 29.

    Wieso nicht?Trifft doch auch auf Sie zu.

    Lieber einen Mentor mit Sachverstand als Vorbild haben,als mich in die Riege von Ihresgleichen einzureihen.Das Wort"Geifern"sollten Sie sich selbst Zuschreiben.

  3. 28.

    Korrektur: ja an der HWR studieren die Anwärter für den gehobenen Dienst (Schupo und Kripo)
    Und die der Schutzpolizisten des gehobenen Dienstes werden nach dem Studium meist auf den Abschnitten eingesetzt und fahren Funkwagen/Streifendienst. Zu erkennen an den silbernen Sternen auf der Uniform.
    Der mittlere Dienst hat blaue Sterne und wird sehr häufig nach der Ausbildung in Ruhleben auf den Einsatzhundertschaften eingesetzt.
    Ausnahmen gibt es natürlich immer.

  4. 27.

    Kumpel werd doch mal wach dein Sumpf Berlin ist nicht der Nabel der Welt.Er ist nur ein Ort wo nicht Deutsche Strikpuloverträger abzocken! Begreift ihr in eurem Kaff das diesmal die Provinz über euch und eure bunten Rabavuges lacht

  5. 26.

    Mehr fällt Ihnen nicht ein, als von Ihrem geifernen Mentor abzuschreiben?

    Das ist wahrlich ärmlich, aber mehr war auch von nicht ihresgleichen zu erwarten.

  6. 25.

    Ungefähr so - wenn die Meldung, die ja zunächst unter Vorbehalt kommt denn stimmt, was ich allerdings befürchte. Übrigens handelt es sich da gem. Beitrag um Bewerber des g e h o b e n e n Dienstes - unbedingt mal googeln, was die machen, jedenfalls keinen Streifendienst, das machen die im mittleren Dienst und da recht warscheinlich Nuscheln und Grunzen zur Kommunikation.

  7. 23.

    Dummerweise wurden die Prophezeiungen und Vermutungen des rechten Mobs bereits nach einem Tag von der Wirklichkeit eingeholt.

    Nach EINEM Tag.

  8. 22.

    Wenn sich schon Politiker ihre Doktortitel ergaunern, wieso sollten es dann nicht auch Polizisten versuchen? Das leben ist ein großer Betrug, lernt man, wenn man die Wahl-Fakes liest und dann sieht, was davon umgesetzt wird.

  9. 21.

    genau!! vorgelebt von 99,99 % aller Politker, Lügen, Wahllügen und noch mehr Lügen, alles schönreden und betrügen bis zum gehtnichtmehr.....z.B Herr Gutenberg und wie sie alle heißen, diese prima Doktoranten,

  10. 20.

    Warum müssen Polizisten denn perfekt deutsch können? Reicht es nicht im Ghettoslang seinem Gegenüber zu fragen: "Was willst Du Opfer?"

  11. 19.

    >> ... beziehungsweise die Antworten waren dann radebrechend in schlechtem Deutsch.<<
    Das heißt nicht radebrechend, das heißt aktuell "Kiezdeutsch". Mann, "Hochdeutsch" war gestern.

  12. 17.

    "Auf Nachfragen kam keine Antwort, beziehungsweise die Antworten waren dann radebrechend im schlechtem Deutsch", ... im schlechtem Deutsch ist auch kein gutes Deutsch - doppelter Dativ.

    Nun ja, wenn angehende Polizisten, die sich in Stress-Situationen nicht angemessen artikulieren können, überhaupt die erste Hürde des Bewerbeverfahrens meistern können, lässt das tief blicken. Das läuft auf eine Minusbegabten-Auslese hinaus. Schade, dass man zum Eindruck gelangen muss: In und um Berlin funktioniert nix mehr

  13. 16.

    Wir werden unterwandert, und die Politik schaut seelenruhig zu, Schande

  14. 15.

    3 von 1500 Studenten schummeln? Es ist schon erstaunlich, was alles so einen langen Beitrag wert ist.

  15. 14.

    Hier wird so getan, als sei Abschreiben und mangelnde Fähigkeit Referate zu halten ein spezifisches Polizeiproblem. Ich habe vorher an der Uni (fertig) studiert. Da fragt man sich bei manchen Kommilitonen (unabhängig vom "Hintergrund"), wo die eigentlich ihr Abitur gewonnen haben. Die Klausuraufsicht in den Massenfächern wird häufig von unmotivierten Hilfswissenschaftlern geführt. Ob der, der die Klausur abgibt auch wirklich der ist, für den er sich ausgibt wird gar nicht kontrolliert. Erst recht wird nicht überprüft, ob man die Hausarbeit auch wirklich selbst geschrieben hat. Der Artikel ist, gelinde gesagt, großer Quatsch und reißerisch/tendenziös. Ich empfehle als Gegenlektüre mal das hier: http://daserste.ndr.de/panorama/Besorgte-Buerger-unterwandern-Polizei,polizeiakademie124.html

  16. 13.

    Das bei der Polizei einiges nicht stimmt - naja, dass ist wohl so, bei einer so großen Behörde. Das Problem liegt allerdings nicht bei den Polizeischülern oder Studenten. Es sind die Verantwortlichen der Polizeiführung und vorallem am PoPrä. Die Beamten/innen stehen schon lange nicht mehr hinter diesem. Das Gro der Polizisten/innen macht einen hervorragenden Job. Z.Zt.ist es halt geil, jeden noch so kleinen Fehler der Polizei, durch die Medien zu reiten.
    Und mal ehrlich - wer hat während seiner Schulzeit, Ausbildung oder Studium nicht mal geschummelt? Der soll auch den "ersten Stein werfen"!

  17. 12.

    Ein User schrieb, dass das ja dem Fass den Boden ausschlägt.
    Dem stimme ich zu.
    Lügen, betrügen, falsch Zeugnis geben, abschreiben, beleidigen, dumm stellen, lügen, ...

    Das kennt der User zur Genüge.

  18. 11.

    Zustimmung meinerseits , mich so schroff zu artikulieren habe ich aber aus Vorsicht vermieden . Ohnehin werden die vielen Kommentare keine Konsequenzen bewirken, sind aber ein Ventil für die Bürger ihrer Verärgerung u. Empörung Ausdruck zu verleihen, dazu über die Moderation bestens zu kontrollieren ; dass es diese offene Kommentarfunkttion beim rbb überhaupt gibt, finde ich sehr positiv.

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