Symbolbild: Richter hinter Akten in Poznan/Polen (Quelle: imago/Forum)
Bild: imago/Forum

Pensionierungswelle bis 2024 - Brandenburg will jedes Jahr 30 neue Richter einstellen

In den kommenden Jahren will Brandenburg schrittweise wieder mehr Richterstellen besetzen. Der Grund ist, dass nach 1990 viele Richter eingestellt wurden, die jetzt fast gleichzeitig in Pension gehen. Damit diese Situation nicht erneut auftritt, sollen die neuen Richter laut Justizminister Stefan Ludwig (Linke) über mehrere Jahre gestaffelt ihren Dienst antreten.

Allein um die Justizmitarbeiter zu ersetzen, die bis zum Jahr 2024 in Rente gehen, müsse das Land pro Jahr ungefähr 30 neue Richter und Staatsanwälte einstellen, sagte Ludwig am Dienstag dem rbb.

Personalnot besonders im Norden und Süden des Landes

Allerdings sei es immer schwieriger in den ländlichen Regionen Personal für die Justiz zu finden. So seien Potsdam und das Berliner Umland stark nachgefragt. "Je weiter wir nach Norden oder Süden kommen, haben wir schon jetzt Probleme, Personal zu finden", sagte Ludwig. Das Land bleibe deshalb dabei, dass sich Bewerber für einen flächendeckenden Einsatz bereit erklären müssen.

Ein weiteres Problem der Justiz sei die hohe Anzahl an Altfällen an den Gerichten in Brandenburg, die abgearbeitet werden müssten. Das Personal reiche theoretisch nur dafür aus, neue Verfahren zu bearbeiten, so Ludwig.

Sendung:  Antenne Brandenburg, 14.11.2017, 05:00 Uhr

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